Zur Abwechlsung noch ein Versuch, konkret auf die Frage von
@Didgera aus Beitrag 1 einzugehen.
Wie kann das sein, dass nach einer kurzwelligen Frequenz lila mit 399 Hertz, eine langwelligen Frequenz rot 799 Hertz folgt?
Eine Darstellung der Frequenzen von
Spektralfarben legt nahe, dass die Tabelle von "planetware.de" die Daten unrichtig wiedergibt.
Außerdem ist bei der Frage aus Beitrag 1 die Farbzuweisung unzutreffend.
Von der Darstellung aus Beitrag 1 ausgehend:
Wie kann das sein, dass nach einer kurzwelligen Frequenz lila mit 399 Hertz, eine langwelligen Frequenz rot 799 Hertz folgt?
www.musiker-board.de
Was im Zitat als "lila mit 399 Hertz" bezeichnet wird, bezieht sich auf die in der Abbildung ganz links befindliche Farbfrequenz in
Tera-Hertz mit einer Zuordnung zum Farbbereich "Orange", der in der Darstellung eher bräunlich abgebildet wird.
Der im Zitat genannte Bereich "Lila" liegt dagegen am anderen, in der Abbildung rechten Ende des Spektrums.
Noch weiter links von Orange-Gelb und bei "planetware" gar nicht abgebildet käme der Farbbereich des "Rot".
Das ist deshalb interessant, weil sich ein reines Rot als Farbfrequenz bei ungefähr 384 bis 484 THz verorten lässt. Das deckt die im Zitat genannte Farbfrequenz 399 THz ab und definiert sie als ein "Rot".
Abbildung der
Spektralfarben als RGB-Näherungen in Wikipedia.
Irgendein Zusammenhang zwischen Spektralfarben und dem Spektrum der musikalisch wirksamen Tonfrequenzen vom Sub- bis Obertonbereich existiert allerdings nicht.
Die Behauptung im Text zur Grafik, dass "486 Billionen Herz ebenfalls ein A" ergeben würden, ist Blödsinn im wahrsten Sin des Wortes.
Es gilt die physikalisch relevante Unterscheidung mediengebundener akustischer Wellen von elektromagnetischen Wellen, die kein Medium zur Ausbreitung brauchen. Darauf wurde in der Diskussion schon früher hingewiesen.
Außerdem besteht - soweit durch Internetsuche abfragbar - eine Grenze für im Labor erzeugbaren Hyperschall bei ca. 10THz. Der ist über Atomschwingungen herstellbar und kann auch nur über die Festkörperschwingung übermittelt werden. Außerdem gibt es da eine Neigung zur Wechselwirkung und schließlich liegt die Frequenz sowohl extrem weit jenseits einer musikalisch postulierbaren Bedeutung als auch immer noch deutlich unterhalb der nur esoterisch "verwandten" Farbfrequenz.
https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperschall und dort die Fußnote
https://www.mpg.de/526039/pressemitteilung20061109
Die im Schaubild beschriebene mathematische Operation einer Potenzierung von Farb- und Tonfrequenzen ist also im Ansatz physikalisch falsch, ebenso ist eine Zuordnung aufgrund der gleichen physikalischen Einheit Hz falsch referenziert. Schließlich ist die Behauptung, es gäbe im Farbspektrum ermitteltbare Tonfrequenzen einfach nur hanebüchen.
Als Gedankenexperiment ließe sich eine für konventionelle Instrumente erstellte Komposition nehmen und die Tonhöhen um die zwölfte Potenz transponieren. Das Ergebnis wäre dann, dass die neue Partitur auf Musikinstrumenten einschließlich der elektronischen nicht spielbar wäre.
Die Fehlannahme einer Entsprechung von akustischen und elektromechanischen Schwingungen aufgrund einer Betrachtung von deren physikalischen Einheit "Hz" hat aber auch etwas Gutes. Sie erinnerte mich mich an Händel, der vor bald 280 Jahren ein hier
recht passendes Werk komponiert hat.
View: https://www.youtube.com/watch?v=EkttBYzD-jY
Erwartungsgemäß wird bei planetware J.E. Berendt einbezogen, der sich ab den 1970er Jahren zunehmend vom Jazz abwandte und esoterisch wurde. Anfang bis Mitte der 1980er Jahre erschien aus Rundfunkbeiträgen entstanden unter anderem "Nada Brahma" als Buch und dann auch als Hördokument von etwas über 4 1/2 Stunden Dauer. Aus meiner Erinnerung an jene Zeit würde ich sagen, das war damals ein "Meilenstein" der vom charismatischen Schwafler Bhagwan wesentlich beeinflussten und auf einen Höhepunkt getriebenen Entwicklung von pseudowissenschaftlichen Darstellungen esoterischer Behauptungen, die keiner noch so einfachen naturwissenschaflichen oder logischen Überprüfung standhalten.
Gruß Claus