Tribute-Shows, auf die wir noch warten

von Martman, 17.09.08.

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Gravity Stands
  1. Martman

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    Erstellt: 17.09.08   #1
    Amtliche Tribute-Bands versuchen ja bekanntlich, das Original nicht nur musikalisch, sondern auch showtechnisch absolut authentisch zu emulieren und auch ansonsten eine ziemliche Authentizität zu wahren. Man stelle sich nun vor, das wird auf die Spitze getrieben.

    Blues Brothers Tribute: Die Bühne wird von allen im Umkreis von mindestens 100 Kilometern verfügbaren Bullen bewacht, so daß zwar die Band leicht auf die Bühne kommt, die Sänger aber immer Schleichwege benutzen müssen. Je nach Location besteht das Publikum aus mehr Cops als Zivilisten. Im letzten Song verkrümeln sich die Sänger auf einem wieder anderen Schleichweg und suchen das Weite, während die Band weiterspielt. Nachdem die Bullen gerafft haben, daß die Sänger weg sind – oder entsprechende Order erhalten haben –, ziehen auch sie kollektiv ab und beteiligen sich an der Massenverfolgung. Was den Sängern vorgeworfen wird, weiß zwar keiner so genau, aber...

    Tic Tac Toe Tribute: Bei jedem Gig kriegen sich die Mädels im vorletzten Set auf der Bühne in die Wolle und sind im letzten nur noch zu zweit.

    Jarre/Concerts In China Tribute: Die Band benutzt nur rote Flightcases, zum Equipment gehören Simmons SDS-V-Drums ohne Becken oder HiHat sowie eine gepimpte Elka-Alleinunterhalterorgel, alles wird 100% live gespielt, die Eintrittskarten werden für lau unters Volk verteilt, und im Umkreis von mindestens einem Kilometer um die Location wird in allen Haushalten der Saft abgestellt, um ein unterdimensioniertes Stromnetz zu simulieren.

    Jarre/Destination Docklands Tribute: Im Stagerider werden Dinge gefordert wie eine schwimmende Bühne und ausreichend Bewölkung. Letzteres deshalb, weil zum Team ein Pilot gehört, der während der Show aus seiner Cessna kiloweise Silbernitrat in die Wolken schüttet und es Bindfäden regnen läßt. Die Masterkeyboards sind Eigenbauten der Band.

    Rolling Stones/Altamont Festival Tribute: Die Ordner sehen entweder wie Hell's Angels aus oder sind welche. Bei jeder Show gibt's mindestens einen Toten. Zartbesaitete könnten einen Statisten im Team haben, der jedes Mal seinen Tod vortäuscht.

    Allman Brothers Band Tribute: Treiben die Veranstalter in den Wahnsinn mit ihrer Forderung nach zwei Drumrisern.

    Jerry Lee Lewis Tribute: Spektakuläre Pyrotechnik. Der Pianist und Sänger fackelt bei jedem Gig sein Klavier ab. Tatsächlich ist die Technik eines Stagepianos in ein feuerfest aufbereitetes Flügelgehäuse eingebaut...

    The Who Tribute: Zerhackte Gitarren und Amps kann man leider nicht simulieren... A propos Amps: Die Band geht nicht über FOH und PA. Sie stapelt hinter der Bühne mehrere Dutzend Gitarrenamps auf, zum einen für den amtlichen Sound, zum anderen, weil die PA des Veranstalters zu leise ist. Die Vorband ist ein Jimi-Hendrix-Tribute und stiehlt dem Headliner jedes Mal die Show.

    Trio Tribute: Vor dem Gig drückt der Drummer den verdutzten Stagehands 85% des Schlagzeugs in die Hand, so auch die Fußmaschine. Mehr als Bass und Snare braucht er nicht. Der Sänger und Keyboarder trägt sein Gear in der Innentasche seiner Jacke mit sich herum. Der einzige Mensch auf der Bühne (falls vorhanden) mit richtigem Equipment ist der Gitarrist. Die Backgroundsängerin wird bei einer Ideal- oder DÖF-Tributeband abgeworben, wenn es denn eine gibt. Da Da Da wird mittendrin für einige Minuten Gelaber unterbrochen.

    Iggy Pop Tribute: Das Drama fängt für den Veranstalter mit einem 18seitigen, handgeschriebenen Stagerider an...

    Wham! Tribute: Die Hauptsaison fängt am 1. Advent an und hört kurz vor Neujahr wieder auf. Denn die Band wird fast nur für Last Christmas gebucht. Von den Einnahmen kann die Band aber locker elf Monate leben.

    Elton John Tribute: Andere Bands wechseln pro Gig ein- bis zweimal das Outfit, Sänger/innen vielleicht auch öfter. Dieser Tribute-Act wechselt pro Gig 20× die Brille.

    Noch mehr Ideen?


    Martman
     
  2. BumTac

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    Erstellt: 17.09.08   #2
    Beatles Tribute: Die Band kommt in Anzügen und mit Pilzkopffrisur auf die Bühne und beginnt mit Hard Days Night, um dann im Verlauf des Gigs einem erstaunlichen Haarwachstum zu unterliegen. Kosmetiker und Klamotten Designer stylen die Band unterbrechungsfrei auf indisch um, ein Jogi sitzt im Schneidersitz am Bühnenrand und zündet Räucherkerzen an, während Marihuana Pfeifen die Runde machen. Zwischendurch erscheint eine verwelkte Japanerin und steigt mit dem Frontmann nackelig in die Heia. Irgendwann kauft ein gewisser Hr. Jackson dem Bassisten die kompletten Rechte ab und verschwindet mit einem verhuschten Lächeln hinter der dem Mundschutz wieder von der Bühne.
    Nachdem die Band mit einem umjubelten Get Back vor laufenden Windmaschinen das Konzert beendet hat, wird der Frontmann, der mittlerweise nicht mehr nackig ist, auf offener Bühne erschossen.

    Was für eine show!
     
  3. sketch1002

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    Erstellt: 17.09.08   #3
    *lach* Super...

    Amy Winehouse Tribute: Die Sängerin tappst total betrunken und zugedröhnt auf die Bühne, schminkt sich mit nem Edding und setzt sich ein Schwalbennest auf den Kopf. Im Laufe des Abends wird ihr ein Marihuana-Jim Beam-Tropf gelegt und sie verprügelt zwischen den Liedern die männlichen Gäste. Doch die Show geht weiter - die begeisterten Fans werfen ihr Gesangs-Awards auf die Bühne (die die dankbare Sängerin nach dem Konzert gegen Elefantenbetäubungsmittel eintauscht) und singen ein Loblied auf ihr Antimuttersöhnchen von Freund, der kürzlich von zu Hause in's Gefängnis umgezogen ist und auch vorhat da zu bleiben.
    Die Show ist aus und unsere Sängerin verlässt die Bar gemeinsam mit einem Pete-Doherty-Double, der die ganze Zeit von irgendeiner Kate schwafelt. Sie tauschen zwar noch Spritzen aus, aber er wird sich wohl nie wieder melden...

    Was für eine Nacht!
     
  4. Floh

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    Erstellt: 17.09.08   #4
    Hir könnte sich davor noch ein 13 jähriges Mädchen auf dem Flügel räkeln.
    Mindestens aber sollte er mit ihr Ringe tauschen!
     
  5. Martman

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    Erstellt: 20.09.08   #5
    Die Deutschland-Edition!

    Modern Talking Tribute: An der Stagebox hängt nur ein CD-Player, den ein Crewmitglied backstage bedient. Das daraus resultierende Vollplayback ist immerhin authentisch wie nur was. Zusätzlich zur Bandmitgliedschaft hat der "Sänger" eine Dauerkarte für ein Solarium seiner Wahl bekommen.

    Milli Vanilli Tribute: Die Band besteht aus:
    - zwei Keyboardern, die viel mit Sequenzen und Samples rumhantieren (backstage)
    - drei Sängern/Rappern (auch backstage)
    - zwei Typen mit Dreadlocks, die on stage so tun als ob
    Mangels Hits zum Nachspielen gibt's nur ein Set, und nach drei Vierteln davon reißt einer den Vorhang runter, und die eigentlichen Musiker sind zu sehen.

    Boney M. Tribute: Fast genauso mit dem Unterschied, daß nur ein Sänger backstage steht, von dem ein bis zwei weitere Gesangsspuren vom Band/Audiosequencer kommen, nicht nur Keyboarder backstage stehen und von den vier Leuten auf der Bühne bis zu zwei wirklich singen. Die Bühne und der Backstagbereich müssen aus nachvollziehbaren Gründen (Kostüme) sehr gut geheizt werden.

    Dschingis Khan Tribute: Die Gruppe geht ab wie Schmidts Katze, wird gebucht wie nur was, aber nachdem sie sich auflösen mußte, streitet der Frontman ab, jemals was mit der Sache zu tun gehabt zu haben.

    Harald Juhnke Tribute: Spätestens im dritten Set wird der Sänger sichtliche Schwierigkeiten haben, den Mikroständer zu finden. Übung ist der Grund, warum er noch klar singen kann und stehen, ohne zu auffällig zu schwanken.

    Scooter Tribute: Das hätte dem Toni aber auch mal einer in den Stagerider schreiben sollen, daß der Obershouter ein Megaphon mit auf die Bühne nimmt und es auch benutzt. Reflexartig geht eine Hand an den Mikro-Fader...

    Comedian Harmonists Tribute: Haderte lange Zeit mit den Veranstaltern, weil diese keine authentischen Vintage-Mikrofone für den authentischen Zwischenkriegssound bereitstellen konnten und die Gruppe sich weigerte, über altgebrauchte SM 58 zu singen. Dann haderten sie mit den Veranstaltern, weil die mittlerweile gekauften Vintage-Mikros mit heutigen Mikroständern nicht kompatibel sind. Inzwischen hadern sie nur noch mit den Veranstaltern, weil diese sich weigern, unauthentische Sachen wie Amps, Racks, Monitormischer usw. während des Auftritts von der Bühne zu schaffen.


    Martman
     
  6. staubzauger

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    Erstellt: 02.10.08   #6
    Ich spiele gerade ernsthaft mit dem Gedanken eine Tenacious D Coverband zu gründen.
    Hier der Grund für meine aktuelle Begeisterung:

    http://www.singsnap.com/snap/r/bd12e5ef3

    Ich suche also einen oder zwei Akkustik-Gitarristen (möglichst etwas rundlicher), einen Drummer der spielt wie Dave Grohl und nen Basser sowie einen E-Gitarren Mann.

    Ob ich verrückt bin?

    Klar!
     
  7. Martman

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    Erstellt: 01.07.09   #7
    Hm.

    Prince Tribute: Ein Set lang spielt mit dem Prince-Imitat eine Band, die z. B. The New Generation ersetzt. Ein weiteres Set lang steht er alleine auf der Bühne, dazu gibt es Projektionen von ihm selbst an allen anderen Instrumenten, die vom Band kommen (die Playbacks hat er natürlich selbst eingespielt). Denkbar wäre auch ein Set, das ca. 30% von Purple Rain darstellt. Im Stagerider steht in dem Fall, daß es möglich sein muß, auf oder vor der Bühne mit einem Motorrad vorzufahren.

    Madonna Tribute: Die Backstagegarderobe für die Sängerin ist größer als die Bühne, weil sie sich zigmal während des Gigs umzieht. Irgendwo müssen die Klamotten ja hängen. Alternative: Möbelwagen mit Kleidertransportschiene wie in einer Wäscherei.

    Grateful Dead Tribute: 2-Stunden-Gig^H^H^HJamsession mit fünf oder sechs Stücken. Und glaubt mal nicht, daß es eine Tracklist gibt. Der Veranstalter wird hinterher keine Gema-Gebühren abführen können, weil weder er noch die Musiker wissen, was sie eigentlich gespielt haben. Der Frontmann schon mal erst recht nicht, denn ihn interessiert nichts, was weniger wichtig ist als sein Ego.

    Jefferson Airplane/Starship Tribute: Die Band spielt sich durch 20 Jahre Musikgeschichte und führt dabei mehrere Stil- und Besetzungsänderungen durch. Sogar der Name der Band ändert sich während des Gigs mehrmals.

    Rutles Tribute: Die Band tritt nicht wirklich auf, schickt aber laufend gefakete Konzertberichte und Fotos an die Presse, damit es so aussieht, als wären sie aufgetreten. Es gibt sogar perfekt gefälschte Konzertvideos auf YouTube. Alles erinnert irgendwie an die Beatles...


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  8. Haensi

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    Erstellt: 01.07.09   #8
    Kraftwerk-Tribute

    Und das natürlich gleichzeitig in 20 verschiedenen Städten im Bundesgebiet.
    Als Special gibt es ein Preisrätsel, bei dem das Publikum raten darf, wo denn nun echte Menschen auf der Bühne stehen?
     
  9. BumTac

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    Erstellt: 01.07.09   #9
    Unvermeidlich aus gegebenem Anlaß: Michael Jackson Tribute

    Am Anfang kommt ein kleiner schwarzer Junge zu 4 größeren schwarzen Jungs und beeindruckt durch seine Vitalität. Nach einigen Stunden Pause erscheint er - nunmehr als junger Mann in weißen Anzug wieder, schmeißt einen Mega Hit nach dem Anderen in die Runde und läßt sich dabei von einem fanatischen Fan per mitgebrachten Deckweiß Tübchen umstylen. Nach einem blutigen Intermezzo, hervorgerufen durch scharfe Skalpelle, erweisen diverse Hersteller von Mundschutztüchern, Sonnenbrillen und Haarstyle Produkten dem Star Ihre Ehre. Es ist an der Zeit, die "World zu healen", Tausende begeisterter Fans schwingen die Arme im Takt der Windmaschine, unzählige weiße Hemden und Blusen werden geöffnet und flattern fröhlich im Wind.
    Nachdem der Star live zweimal auf der Bühne geheiratet und Kinder gezeugt hat, entschließt er sich - nur so aus Spaß - einen seiner Sprößlinge aus 30 m Höhe auf die Bühne zu werfen - wird aber gerade noch vom Lichtdesigner daran gehindert.
    Nachdem der Live Nachbau der Neverland Ranch mangels Platz unterbrochen werden muß, erscheinen Gerichtsvollzieher und kleben unzählige Kuckucks auf die Anlage. Der Star zieht sich beleidigt zurück und wird für Stunden nicht mehr gesehen.
    Kurz nachdem er sich entschließt, doch noch mal seine Aufwartung zu machen, wirft er ein paar Medi´s zu viel ein und entschwindet für immer ins Musik Nirvana.
    Nur wenige Minuten später erscheint Mr. McCartney auf der Bühne und verlangt aufgebracht die Rechte seiner songs zurück.

    R.i.P. Michael
     
  10. Martman

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    Erstellt: 06.07.09   #10
    Rat Pack Tribute: Nachdem der Veranstalter schon bei der Catering-Anweisung den Kopf geschüttelt hat, findet er einen Hinweis im Stagerider, nach dem einer der Mikroständer bombenfest am Bühnenboden zu verschrauben ist, damit der eine Sänger sich dran festhalten kann.

    A propos Catering-Anweisung, Black Sabbath Tribute: 100 Packungen Smarties, sonst geht der Leadsänger nicht auf die Bühne. (Gibt auch die Ein-Brandyglas-voll-mit-braunen-M&Ms-Variante.) Umweltschützer gehen auf die Barrikaden: Rettet die Fledermäuse!

    Jimi Hendrix Tribute: Geile überlange Soli, sind aber selten live zu sehen, weil den meisten Veranstaltern die Brandgefahr zu groß ist. Der Gitarrist spielt eine auf rechtshändig gestimmte Linkshänder-Strat (wenn er selbst kein Linkshänder ist).

    Mike Oldfield Tribute: Unterhält das Publikum mit 5 Sets. Eins davon enthält Hits wie Moonlight Shadow, To France oder Shadow On The Wall, die anderen vier sind alle jeweils Tubular Bells.

    Serge Gainsbourg & Jane Birkin Tribute: Spielen zwar nur einen Song, der treibt aber dem Mann am Mischer die Schamesröte ins Gesicht. Und dem Publikum auch.

    Manfred Mann/Earth Band Tribute: Coverband covert Coverband. Und der Techniker der Band versucht immer noch vergeblich, dem Chef die ständige Mitnahme eines originalen Minimoog auszureden.


    Martman
     
  11. HaraldS

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    Erstellt: 09.07.09   #11
    :):):)
    Ich spiele in einem Salonorchester mit 4 Sängerinnen, wo wir u.a. auch Comedian-Harmonists-Repertoire spielen. Wir haben exakt dieses Mikroproblem, wir suchen nach 4 identischen Vintage-Mikros :) Da es natürlich illusorisch ist, 4 gleiche zu bekommen, werden wir demnächst auf die Retro-Variante ausweichen. Das ist leider nicht so einfach, weil die meisten Retro-Mikros nach 50er Jahre und nicht nach 30er aussehen... und ja, Amps, Racks und Monitormischer kommen bei uns nicht auf die Bühne.

    Optimal wäre ja der Ankauf einer (der ersten?) 1932 herausgebrachten Kofferanlage von Dietz & Ritter:
    [​IMG]

    Harald
     
  12. Martman

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    Erstellt: 03.10.10   #12
    DAF Tribute: Die Band besteht aus zwei Musikern: einem Sänger/Shouter und einem Schlagzeuger. Alles andere sind Zuspielungen. Nicht etwa vom Rechner. Auch nicht von CD. Auch nicht von mp3, ADAT oder MiniDisc. Nein, die Band stapelt im Backstage Tape-Laufwerke, wo ein dritter Mann rumläuft und je nach Song das richtige Band abfährt. Entsprechend sieht dann auch der Rider aus. Der Toni fragt sich, was er mit einem Mikro, Drum-Abnahme und einer Summe von etlichen Tapedecks soll. Die Stagecrew wundert sich, warum die Band den Backstagebereich für ihre Show braucht. Die Band hadert mit dem Veranstalter immer dann, wenn es weder einen trockenen Backstagebereich mit Möglichkeit der Verkabelung zur Bühne noch (für den Notfall) genug Platz hinten am Bühnenrand gibt. Immer wieder wird gefragt, warum man nicht einfach einen Laptop oder einen iPod nimmt, ist ja viel kleiner und leichter und zuverlässiger und klingt besser und sowieso und überhaupt. Oder es gibt Grundsatzdiskussionen, weil das ja Halbplayback ist, und eigentlich müßte da ein leibhaftiger Keyboarder auf die Bühne (was ja nicht mal ganz unkorrekt wär, aber eben nicht amtlich genug). Und wenn die Chose dann steigt, läuft 80% des Publikums ziemlich früh davon. Stehen bleiben nur die in den 60ern Geborenen, die sich von den Texten von DAF und der minimalistischen Electro-Musik nicht abschrecken lassen.


    Martman
     
  13. Martman

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    Erstellt: 10.06.18   #13
    Addendum:

    Das wird der mit Abstand längste "Gig" aller hier genannten Bands.

    Werbung für den Gig gibt's nur am Tag des Gig selber in Form zahlreicher Plakate, die insbesondere in Schaufenstern hängen, sie wird mit Markern auf öffentliche Toilettenwände geschrieben, und die Sänger fahren mit ihrem Bluesmobil herum, auf dessen Dach ein aus irgendeinem Freibad geklauter organisierter Lautsprecher geschnallt ist.

    Einlaß ist um 20 Uhr. Ticketverkauf gibt's nicht, es wird aber um eine Spende von einem Euro gebeten. Die Band ist pünktlich da, die Polizei auch, die Sänger aber nicht.

    Nach geraumer Zeit kommt ein ganz anderer Sänger auf die Bühne und singt "Minnie The Moocher", begleitet von der Band, die vorübergehend andere Anzüge trägt, die vorne weiß und hinten schwarz sind.

    Die eigentlichen Sänger der Band dringen in den frühen Morgenstunden durch die Damentoilette ins Gebäude ein. Wenn sie auf die Bühne kommen, gibt's ein Instrumentalintro. Dann singen sie anderthalb Songs (mitten im zweiten verschwinden sie nämlich wieder und die Sheriffs kurz darauf auch). Das war dann der ganze Gig: vier Nummern in mindestens acht Stunden.


    Alternativ wird in einer Musikkneipe eine Countryband angekündigt, und die Blues-Brothers-Tributeband spielt als unangekündigte Vorband und gibt sich als Hauptband aus.


    Martman
     
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