Tune‑o‑matic bridge bei Gibson SG

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Runkelroibe
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Hallo allerseits,

habe mir eine ´97er Gibson SG gekauft und stelle beim Saitenwechsel und näherem Hinsehen nunmehr fest, dass die tune‑o‑matic bridge durch den Saitenzug vom Tailpiece relativ schräg steht und auch nicht so ohne Weiteres begradigt werden kann. Ich meine nicht dass der Sound darunter leidet, aber optisch sieht das nicht so doll aus. Dachte, ich könnte das selbst beheben, aber nun verlässt mich doch der Mut. Die Schrauben der Bridge, die ins Holz gehen, erscheinen mir auch ziemlich dünn im Verhältnis zur Gesamtkonstruktion.

Kann/sollte man da etwas machen?

LG und vielen Dank

RR
 
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Moin!

Ein Foto spricht immer mehr als Tausend Worte. ;)

Vielleicht könntest du eins machen und hier hochladen. Dann kann man gleich sehen wie tragisch der Sachverhalt ist und besser auf das Problem eingehen.

Schicken Gruß,
Etna
 
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Runkelroibe
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Grundsätzlich eine gute Idee, aber mein Arbeitgeber hätte zur Zeit etwas dagegen :). Kann ich aber noch nachholen..............

VG
 
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Hi,
als erste wäre mal die Frage ob Du Dir sicher bist, das Du einen Nashville Tune-o-matic auf Deiner Gitarre verbaut hast oder nicht doch eher einen ABR-1.

Nur der ABR-1 hat Gewindebolzen, die direkt ins Holz geschraubt sind. Und ja Richtig - die sind sehr dünn. Dadurch lassen sie sich aber auch mit leichter Gewalt (und bei entspannten Saiten) wieder zurückbiegen.
(Wichtig! Nicht vergessen danach die Oktavreinheit zu prüfen und ggf. einzustellen)

Der Tune-o-matic hat Einschlaghülsen in der Decke, in denen die Bolzen eingeschraubt sind. Wenn diese (durch was auch immer) verbogen sind, dann ist auch das Holz um die Einschlaghülsen gestaucht oder gar aufgebrochen.

Nach Deiner Beschreibung müsste es ein ABR-1 sein.

Gruß
 
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Runkelroibe
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Hallo,

Du hast vollkommen recht, es ist ein abr-1 mit dünnen Gewindebolzen, die direkt ins Holz gehen. Mein Problem sieht exakt so aus, wie in diesem leider sehr unergiebigen youtube-Video,



d.h. die Studs wackeln ohne das abr-1 wie die berühmten Lämmerschwänze. Durch den Saitenzug ausgehend vom Tailpiece werden sie natürlich ordentlich in horizontaler Richtung gegen das Holz gedrückt, was aber dazu führt, dass das Teil nach rechts Richtung Tailpiece kippt. Vermutlich hat sich im Lauf der Jahre das Holz um die Schrauben herum erweitert. Sollte man die Schrauben vielleicht einleimen oder bringt das nichts, weil die Verbindung mit dem Body unter dieser Schiefstellung ja nicht signifikant leidet?

Danke.

LG
 
Etna
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Moin!

Wenn das exakt so aussieht, gibt es zwei Lösungen: Aufdübeln und neues Gewinde schneiden oder aufbohren und Einschlaghülsen rein.

Darf man erfahren was du für Saiten spielst und in welchem Tuning?

Schicken Gruß,
Etna
 
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Runkelroibe
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Wie gesagt, habe sie günstig gebraucht gekauft, da sie sehr gut klang/klingt. Ich selbst spiele 10er in Normalstimmung. Was der Kollege vorher damit gemacht hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Habe vor, sie demnächst mit P-90er Pickups bestücken zu lassen und werde dann die Reparaturmaßnahme durchführen lassen. Eine SG mit P-90ern klingt m.M.n. traumhaft...............

LG
 
Bassturmator
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Wenn die Bohrungen wirklich stark ausgeleiert sind würde ich schon Dübel einsetzen und zwar mit möglichst kleinem Durchmesser damit es unsichtbar wird. Die gewinde würde ich dann nicht mit einem Fertigschneider oder Maschinengewindebohrer einschneiden, sondern mit einem klassischen dreiteiligen Gewindeschneider, wovon ich dann nur den ersten und eventuell den zweiten benutzen würde, so dass ein strammer Sitz der Stehbolzen erreicht wird.

Danach klingt die bestimmt noch besser bzw. "traumhafter"...
 
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Etna
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Moin!

Hast du das schonmal so gemacht? Ich finde die metrischen Gewinde sind auch so schon zum Teil schwer ins Holz zu kriegen. Ich hätte da eher Angst etwas abzureissen. Mir wäre ein Tropfen Sekundenkleber dann lieber.

Aber wenns funktioniert, funktionierts...

Viele Puristen rümpfen ja die Nase über die ganzen M8 Verschraubungen am Steg, die es gibt. In meinen Augen sind diese allerdings absolut sinnig, wenn man sieht, dass viele Gitarren an dieser Stelle leiden.

Schicken Gruß,
Etna
 
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Hatte ein ähnliches Problem an meiner damals neu gekauften 95er SG: Einer der spitteligen Bolzen war verbogen. Hab aus einer schrottreifen Ibanez Paula die Bolzen (hatten ca 2mm mehr Durchmesser) nebst den dazugehörigen Schrauben rausgeschraubt, stumpf in's Holz eingeschraubt und die Bridge aufgebohrt - seitdem nie wieder Probleme.

Gewinde schneiden oder kleben braucht man da nix, bei Stahl gegen Holz verliert immer das Holz.
 
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Das vorschneiden mit einem Gewindebohrer bewirkt ja nur dass der Stehbolzen eine ordentliche Führung hat.

Nebenbei bemerkt spielt natürlich auch der Kerndurchmesser der Bohrung eine Rolle, insbesondere wenn man auf fachgerechtes schneiden eines Gewindes verzichten will, wie hier vorgeschlagen:

Gewinde schneiden oder kleben braucht man da nix, bei Stahl gegen Holz verliert immer das Holz.

Was ich sagen will ist dass wenn ich eine SG besitzen würde, ich nicht gerne das Holz verlieren würde.

Es geht darum studs oder Gewindestangen fachgerecht und passgenau einzusetzen und da macht es aus meiner Sicht schon Sinn sich über geeignete Methoden Gedanken zu machen.

Scheitern tut hier schließlich nicht nur Gibson sondern auch z.B. PRS und die sollten doch eigentlich wissen wie`s geht...
 
gesch
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Du brauchst nach dem "Ausdübeln" nicht extra Gewinde schneiden - ist ja schließlich keine Metalldecke.
Einfach ein Loch in den Dübel bohren (am besten mit Ständerbohrmaschine, damit das Loch auch in rechten Winkel zur Decke gebohrt wird), mit dem Durchmesser des Gewindekerns, der Gewindestange. Dann die beiden Abstandsscheiben auf einen Gewindestab drehen und konteren und dann den Gewindestab in das Loch eindrehen - der Gewindestab schaft es alleine sich ein Gewinde zu drehen und das Gewinde ist dann absolut passgenau.

Gruß
 
bagotrix
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Hi,

die Stehbolzen zu verbiegen, bringt hier schon mal nichts, da sie ja offensichtlich nicht krumm sind, sondern in den Löchern schlackern.

Vom Werterhalt her wäre das schonendste mMn ein nicht zu großer Hartholzdübel, der fachgerecht eingeleimt wird. Danach kann man dann wieder neu bohren und die Original-Bridge montieren. Ohne Bohrständer für 100% senkrechte (und in der Tiefe kontrollierte) Löcher würde ich es auf jeden Fall einem Fachmann überlassen.

Als Notreparatur, aber auch als Vorbeugung gegen neuerliche Probleme nach dem Reparieren kannst Du zu einem Trick greifen, den ähnlich geplagte schon seit Jahrzehnten verwenden: kauf Dir ein zweites Paar Rändelmuttern, die Du vor dem Aufsetzen der Bridge auf die Stehbolzen schraubst, und zwar bis runter auf die Decke. Wenn Du die einigermaßen fest anziehst, stützen sie die Bolzen ab und verhindern, dass sie wieder nach vorne kippen.

Gruß, bagotrix
 
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Runkelroibe
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Danke für die vielen kompetenten Antworten. Ich habe beschlossen, die Angelegenheit von einem Gitarren außer beheben zu lassen. Wie erwähnt, scheint es mir mehr eine optische, als eine sound mäßige Beeinträchtigung zu sein.
 

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