Übungen für gezielten Anschlag der Saiten ("Treffen/Überspringen")?

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auflauf
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Moin!
Ich kämpfe mich gerade durch "Blues you can use". Dh., wenn ich in der Woche vier bis fünf mal eine halbe Stunde konzentriert (bzw. ein bis anderhalb Stunden unkonzentriert) übe, komme ich so einigermaßen mit den Stücken zurecht und brauche gut 2 Wo für eine Lektion, mit Lehrer. Es geht halt langsam und ist mühevoll. Und ein bisschen ernüchternd, weil ich vor Jahrzehnten mal auf dem Klavier bis auf "Durchschnittsniveau nach 5 Jahre" gekommen war. Da konnte ich sowas eigentlich vom Blatt spielen.

Also, E-Gitarre spielt sich nicht von allein, ok. Die Finger müssen an die richtige Stelle zur richtigen Zeit, das übt man halt. Der Rhythmus ist grottig, das habe ich inzwischen akzeptiert und hoffe, daß das im Lauf der Jahre besser wird. Aber das Picken, das treffen der Saiten, das überspringen einer Saite etc, das klappt immer noch nicht besonders gut.

Das ist meine eigentliche Frage: kann man das gezielter üben als durch abschnittweise Wiederholungen? Mein Lehrer meint n bisschen lapidar, Plektrum kurz fassen, geringe Bewegungen, Hand locker, individuell bevorzugte Handhaltung finden. Auf dem Klavier beispielsweise gibt es ganz effektive Übungen für Fingersatz, Grifftechniken, Geläufigkeit. Hat irgend jemand beispielsweise Läufe/Tonleitern zusammengestellt, bei denen man gezwungen ist, 1-2 Saiten zu überspringen etc. ?

Hier mein aktuelles Stück. Besonders der Wechsel auf den klingenden Akkord und zurück auf das Eingangs-Riff in den Takten 5,6,9,10 braucht jedes mal noch ne Bedenkpause.
Bildschirmfoto 2022-01-16 um 17.04.45.png

Bemerkung zum Copyright: Ich habe das Buch nach Jahrzehnten jetzt hervorgekramt und kann es nur jedem empfehlen. Hier habe ich der Einfachheit halber ein Ausschnitt einer pdf-Version zur Illustration meiner Frage eingefügt.
@Mods: wie handhabt Ihr das? Sind Schnipsel mit einem Takt ok? 2-3 Takte? Ganze Seite?
 
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Besonders der Wechsel auf den klingenden Akkord und zurück auf das Eingangs-Riff in den Takten 5,6,9,10 braucht jedes mal noch ne Bedenkpause.
Nimm einmal die Handposition am ende des Taktes und wechsle zu nächsten. Zwischen diesen zwei Positionen wechselst du immer einige male. Ganz langsam und bedacht. Wenn du das vor dem eigentlichen Üben und über den Tag verteilt immer einige Male (10-20) machst, dann wirst du immer sicherer und schneller. Dein Muskelgedächtnis speichert diese Bewegung dann und du wirst irgendwann ohne viel Zeit den Wechsel schaffen.

Halte dich aber nicht zu lange daran auf. Spiele neue Stücke und kehre später wieder darauf zurück. Du wirst merken wie viel leichter es in der Zwischenzeit wurde.
 
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Besonders der Wechsel auf den klingenden Akkord und zurück auf das Eingangs-Riff in den Takten 5,6,9,10 braucht jedes mal noch ne Bedenkpause.
Wenn Du mit Bedenkpause meinst, dass Du überlegen musst, wie es weiter geht, dann würde ich genau diesen Abschnitt loopen und alle zwei Tage für ca 10 Minuten im Kreis spielen, ev zuerst mit Time Scratch und später in Original Geschwindigkeit.
Bemerkung zum Copyright: Ich habe das Buch nach Jahrzehnten jetzt hervorgekramt und kann es nur jedem empfehlen. Hier habe ich der Einfachheit halber ein Ausschnitt einer pdf-Version zur Illustration meiner Frage eingefügt.
@Mods: wie handhabt Ihr das? Sind Schnipsel mit einem Takt ok? 2-3 Takte? Ganze Seite?

Es gibt im Board einen Workshop, da haben diejenigen die dort mitlesen alle das Buch und kennen die Lektionen. Dort kannst du deine Fragen ohne Anhang posten:

Workshop: Blues You Can Use
 
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OliverT
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Ja was soll man dazu sagen, das ist halt reine Übungssache.
Da gibt es keinen Kniff oder Trick, einfach üben.

Da es sehr langsam ist, sollte das eigentlich einfach zu erlernen sein.

 
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Nr. 1. Reduzieren. Übe gezielt genau die Stelle die Probleme bereitet. 1 Lauf, 1 Takt, ... den Wechsel zwischen 2 Akkorden ... 5-10 Minuten lang.
Nr. 2. Darauf achten, dass du Up und Downstrokes immer genau gleich spielst.
Später kann man das lockerer nehmen, aber am Anfang würde ich penibel darauf achten, dass du wirklich schön sauber Wechselschlag machst und auch immer auf einen Up oder Downstroke anfängst, je nachdem wie es mehr Sinn macht. Ich kann mich noch erinnern, dass ich das mit nem Upstroke angefangen habe, weil dann der Groove leichter von der Hand ging ...
Der im Video wechselt hin und her und spielt auch öfters mal 2 Up oder Downstrokes.
 
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auflauf
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Das war mir auch aufgefallen. Werde mal Amilton oben mit Ota Pinker und Black County Blues vergleichen. Es lebe die Zeitlupenfunktion von Youtube!
 
BeWo
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Vergiß die Zeitlupenfunktion, Youtube und Fingerübungen ... übs lieber ... vielleicht ist auch das der Grund warum es hakt? ;)
 
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dubbel
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Aber das Picken, das treffen der Saiten, das überspringen einer Saite etc, das klappt immer noch nicht besonders gut.
kann man das gezielter üben als durch abschnittweise Wiederholungen?
viel spielen.
stundenlang, und eben Sachen, wo man treffen / überspringen muss.
Ergebnis: durch viele Wiederholungen wird die Bewegung der rechten hand automatisiert.
irgendwann weiss die hand, wo sie hin muss.
 
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Vergiß die Zeitlupenfunktion, Youtube und Fingerübungen ... übs lieber ... vielleicht ist auch das der Grund warum es hakt? ;)
Ich denke, man wird nicht dümmer dadurch, daß man mal 15 min guckt, wie es andere machen.
...
Guck einer an. Die spielen das Eingangsriff alle drei unterschiedlich!
 
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Wenn du songs suchst, bei denen du das gezielt üben kannst, kann ich dir Momma I‘m coming home empfehlen von Ozzy oder auch Wanted dead or alive von Bon Jovi.
 
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Vergiß die Zeitlupenfunktion, Youtube und Fingerübungen ... übs lieber ... vielleicht ist auch das der Grund warum es hakt? ;)

Vergiß wie es Trainer und andere Spieler machen, Vorbilder und Beispiel braucht man nicht, man übt es lieber. Aber wie? Ach ja, erst mal schauen wie es andere machen, dann üben. Habe ich bei meinen Gitarrenlehrern auch so gemacht, einer zeigt es, ich mache es nach und übe ;).
 
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auflauf
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"Warum zusätzlich ein Video ansehen wie es ein anderer falsch macht?"
Weil wir letztes mal das Stueck erst ganz kurz angerissen hatten.
Weil die alle viel besser Gitarre spielen als ich.

Mir helfen Kommentare (über die drei oben angesprochenen Clips) wie „von A wuerde ich mir gar nix abgucken“, „bei B siehst Du, dass man dazu neigt, schneller zu werden, wenn ... “, „C macht alles mit Downstrokes - geht auch, wenn man …“ „da hoerst Du, wie es klingt, wenn man…“ usw usw. Solche Mühe erwarte ich natürlich nicht, aber es ist halt hilfreich.

Wg Video/Audio allgemein: meine Aufnahmen und die von anderen mal in Ruhe zu sehen und zu hören öffnet mir (leider) im wahrsten Sinne Augen und Ohren.
 
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Er hat einen Lehrer. Warum zusätzlich ein Video ansehen wie es ein anderer falsch macht?

a) ein zusätzliches Video kann nicht schaden, Inspiration und weitere Quellen
b) wer sagt, dass jemand anderes es falsch macht? Geht es hier um ein spezielle Video?
 
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in diesem Fall ja.

Delta Mood aus Blues you can use, gespielt von
Ota Pinkner


Amilton


Black County Blues
 
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Weil die alle viel besser Gitarre spielen als ich.
Nun. Viele spielen auch schon länger und du darfst nie vergessen, dass eine Aufnahme ein einzelner Take ist der ausgesucht wurde. Warscheinlich wirkst du beim besten Versuch von 10 auch viel besser, als du im Schnitt bist. Nimm diese Videos nicht als Referenz. Die meisten stellen sich wesentlich besser dar als sie sind. Deren Videos als Maßstab für dich zu verwenden führt nur zu Frust.

Mir helfen Kommentare (über die drei oben angesprochenen Clips) wie „von A wuerde ich mir gar nix abgucken“
Ich (achtung. Persönliche Meinung) finde keinen von den dreien gut, weil sie alle drei nicht konsequent Up und Downstrokes im Groove spielen. Gerade im Blues finde das a und o.
Bei Blues You Can Use sind fast alle Beispiele so geschrieben, dass wenn die 1 ein Downstroke ist, geht sich alles sauber in Up Downstroke aus und du kommst schön in den Rhytmus rein. Ich würde jeden Lick, Lauf, usw. immer haargenau gleich picken. Gerade am Anfang bringt das sehr viel Dinge immer gleich anzugehen.
Das du in dem Beispiel oft dann aus der falschen Richtung kommst ist Absicht - Übungen sind oft unbequem gestaltet. Die Songs sind ja nix anderes als eine Aneinanderreihung von Übungen damits nicht ganz so langweilig ist wie stumpfe Übungen ... in dem Sinne ist der Song eine tolle Pickingübung und genau das was du willst.

... dass man dazu neigt, schneller zu werden, wenn ... “
Man nicht zu einer Aufnahme spielt oder zum Metronom. Was du nicht zum Metronom oder Band kannst kannst du nicht.

„C macht alles mit Downstrokes - geht auch, wenn man …“
Nicht Blues spielt sondern Metal. Man spielt Up und Downstrokes und wenn man das lang genug macht hört man keinen Unterschied.

Wg Video/Audio allgemein: meine Aufnahmen und die von anderen mal in Ruhe zu sehen und zu hören öffnet mir (leider) im wahrsten Sinne Augen und Ohren.
Mach regelmäßig Aufnahmen und immer wenn du eine aktuelle Aufnahme machst, hör sie dir an und hör dir danach die alten Sachen an. Dann siehst du, dass sich was getan hat. Vergleich dich mit dir selber und nicht mit anderen. Glaub mir. Die meisten spielen länger oder üben deutlich mehr als sie zugeben.
 
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...
Nicht Blues spielt sondern Metal. Man spielt Up und Downstrokes und wenn man das lang genug macht hört man keinen Unterschied.
...

Auch im Blues, Cream, "Sunshine of your love", da spielt Clapton die Rhythmusgitarre durchgehend mit downstrokes, um den entsprechenden Sound zu erzeugen. Bei Outside Women imo auch. Es ist eh ein fließender Übergang zwischen Downstrokes und Wechselschlag, u.a. bei Robben Ford "Freedom" wird das schön demonstriert von ihm selbst beim Truefire-Kurs.

Und man wird immer einen unterschied zwischen "nur downstrokes" und "down- und upstrokes" hören, darum gibt es ja im Metal die 8tel-Spielweise, weil sie anders klingt als die down-up-Spielweise bei 8tel.

Sonst zeige doch mal ein Bsp, wo jemand die gleiche Line spielt, up/down und nur-down, ohne das man einen Unterschied hört?
 
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Man nicht zu einer Aufnahme spielt oder zum Metronom. Was du nicht zum Metronom oder Band kannst kannst du nicht.
100% d'accord. Gerade bei Blues würde ich noch die Beinarbeit dazunehmen, da geht das ja von der Geschwindigkeit her ganz gut.
Also in gewisser Weise sein eigenes Metronom werden.
Und besonders auf die 2 und die 4 achtgeben. Langsam und sorgfältig anfangen und verschiedene UP/Down Stroke Muster ausprobieren.
Wenn Du bei einer Stelle hängst, dann die immer wieder isoliert üben, und am besten mit einem Metronom oder einer Drum Machine.
Das braucht halt alles seine Zeit.
 
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@TE335 Klar. Es gibt immer irgendein Beispiel wie irgendwer irgendwas macht und dann vor allem anders und wenns nur darum ist, damits anders ist. Ist jetzt deine Empfehlung in Downstrokes zu spielen weil Clapton und Robben Ford in bestimmten Songs als STilmittel alles in Downstrokes spielen?

Und man wird immer einen unterschied zwischen "nur downstrokes" und "down- und upstrokes" hören,
Hier mal die Meinung eines Downstroke-Meisters dazu... Scott Ian sprach zum Thema:
"It all depends on the riff. I used to be of the mind that if I can down-pick it, then it needs to be down-picked even if that means getting faster.
"But at some point, I also realized, sometimes I would hear stuff back and go, 'It sounds too stiff to me' - like it's past the point of where down-picking sounds powerful, now it just sounds weird and kind of stiff and not as strong.
"So, in that case, I started to learn how to get my upstroke to be just as powerful as my downstroke to the point where I could fool myself and the producer where I'll be like, 'Check it out, I'm gonna down-pick this part,' and then I'll listen back and be, 'I wasn't down-picking, I was using up and down and you couldn't even tell.'
"For me, obviously, if something's super-fast, obviously, you can't just down-pick it, that's gonna be up and down. But you know, anything in that mid-tempo, chug-y range is always gonna sound better, there's staccato to it, the attack of the pick. It's just the way it needs to be."
Ist nicht der einzige bei dem nicht alles Downstrokes ist was danach klingt. ;)

darum gibt es ja im Metal ...
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... Ist jetzt deine Empfehlung in Downstrokes zu spielen weil Clapton und Robben Ford in bestimmten Songs als STilmittel alles in Downstrokes spielen?
....
Meine Empfehlung ist, up/down oder downstrokes nicht als alleinige Wahrheit hinzustellen, sondern beiden Spielarten Raum zu geben. Nicht das eine oder das andere, sondern beides ist vertreten und kann genutzt werden, Blues you can use ist das Motto, mit up/down und downstrokes und nicht das Dogma, dass nur eines geht.

Und mit Metal hast du in #16 angefangen.
 
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