Umstieg von Mooer GE200 auf 300 - alles immer boxig, passiv, holzig?

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Hallo.

Ich bin eigentlich seit vielen Jahren ein großer Fan meines altgedienten Mooer GE200. Ich liebe seine Klarheit, die einfache Bedienung und das schöne Display.
Das GE200 spielt mit ein paar externen Tretern an einem Yamaha* Stagepass, dessen Boxen in schön geschreinerten Holzverkleidungen stehen, die aber hinten offen sind und so gut wie kein "Cabinet" erzeugen, weil die Membran ja in der Yamaha* Box ist und nicht im Holzkasten. Für mich genau richtig so.
Leider fehlt dem GE200 so ein wenig der "Bumms" eines guten Marshall* (Plexi o.ä.), vor allem die Gewalt und die Raumfülle des Tons, und der tiefen Anschlagdynamik. Manchmal soll'S halt mal beben, das kann das GE200 nicht.

Das habe ich bislang mit einem zweiten Signalweg mit Loopswitch gemacht, indem ich ein UAFX Lion68 anstatt das dann ausgeklammerte GE200 habe spielen lassen.
Der Lion hat genau das. Gewalt, Power, Volumen, aber eben auch das klassische Cabinet-Klangbild einer großen "Holzkiste". Ja, die Dinger sind oft aus Holz, ich weiß :-)

So. Nun würde ich gerne mein Board etwas verändern und wollte die externe Lion68 Lösung gern elimieren.
Nun habe ich ein Mooer GE300 hier stehen. Und ja, mit dem ist es relativ leicht, das nachzustellen, was mir der Lion an Lücke beim GE200 gefüllt hat.
Der Rest: Super. So einfach, so wertig wie das GE200. Aaaber:

Leider, und das ist bislang eigentlich ein KO Kriterium, klingen am GE300 alle Presets so mega-boxig, holzig, dumpf, so, als würde die Lautsprechermembran 2 Meter hinter der Front des Lautsprechers sitzen. Von hinten, passiv, gedämpft, mit Tüchern mumpfig gemacht. So würde ich es am besten beschreiben. Ja, es klingt echter, also realistischer, mehr nach echtem Verstärker, aber ich hätte halt gerne diese Direktheit und Klarheit wieder, wenn ich das so sagen würde, dann 50% weniger Holzkiste und 50% "präsenter".
Mein schönes GE200 spielte sonst immer so wunderbar direkt, ich fand immer irgendein Setup, das nicht so boxig klang.

Nun bin ich in der Erstellung der Presets bei Mooer ja nicht mehr ganz neu, AmpModels, Cabsims, Mikrofone, diverse EQ, Hi / Lo cut, kapiere ich und kann's denke ich ganz gut bedienen.
Aber ich bekomme einfach kein wirklich klares, reines, direktes frequenzbreites Setup hin, in meinem primären Fall ein schönes Highgain Preset.

Das was ich suche, beeinflusst meiner Rumprobiererei am ehesten noch die "Presence" im Ampsetup (je höher desto besser), die Mikrofon"distance" (je näher desto besser) und die Röhren (meistens Richtung 6L6)

Aber wirklich zufrieden bin ich mit den erzielbaren Ergebnissen irgendwie nicht.
Die Cabsim ausschalten macht den Klag furchtbar. ein kleines 12er Cab kommt etwas näher, aber auch nur "näher".
Meine Presets vom GE200 1:1 aufs 300er zu übernehmen, scheitert immer daran, dass es im Gesamtsetup immer mindestens eine oder 2 Komponenten aus dem 200er im 300er nicht gibt. Mit alternativen komme ich so 60, 70% ran. Der Rest liegt wohl entweder am Grundcharakter des Geräts oder an meinem Geschmack...

Also:

Hat jemand mit GE300 vielleicht ne Idee, welcher Parameter, oder welche exakte Parameter-Abhängigkeit vielleicht das erreicht, was ich suche?
Man kann die Cabs ein- und ausschalten, aber nicht zufällig mit irgendeinem Kniff deren Intensität variieren, oder?
Würde ich mit nem für mich eigentlich zu komplexen Line 6 Helix Floor das erreichen, was das GE300 (offenbar) nicht kann?

Schaue ich mir die Choptones Teaser an, klingen die schon ganz gut in die Richtung, aber so ist das immer irgendwie: Auf Youtube oder sonstwo klingt immer alles rein und klar, weil die vermutlich mit nem Audio Interface an den PC gehen, aber hier bei mir isses immer anders dann.

Und ein Choptones Paket für 75 Euro ohne es live bei mir zu probieren ist mir dann doch etwas zu viel des guten...

Ich bin etwas ratlos. Ist das Qualitätsmerkmal wirklich immer "holziger, boxiger"? Ja, wie gesagt, die Dinger sind natürlich aus Holz, aber wenn ich ne CD höre, dann klingen die Gitarren ja auch eher sauber, hifimäßig und holzkistenfrei...
Es muss doch mit der heutigen Technik machbar sein, beides zu realisieren...
Nur wie?

Vielen Dank für Hilfen...
 

Ich hab ganz ehrlich überhaupt keine Ahnung von den Teilen.
Aber was du schreibt, könnte an einem fehlenden buffer bzw zu wenig Eingangsimpedanz an deinem Gerät liegen.
Schau dich Mal nach, ob die einstellbar ist und ob das bei dir auf einem kleinen Wert steht.
 

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