Unabhängigkeit der Hände

von Ralf86, 09.05.06.

  1. Ralf86

    Ralf86 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.06   #1
    Hi,

    wie kann man am besten die Unabhängigkeit von linker und rechter Hand trainieren (also dass man mit der linken Hand rhytmisch etwas schwierigeren Bass und gleichzeitig rechts "normal" spielen kann)?
    Hat da jemand ein paar Tipps, oder evtl. Übungen?

    Vielen Dank & Gruß
    Ralf
     
  2. Pimboli

    Pimboli Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.06   #2
    Hallo, Ralf!

    Ein gutes "Training" ist meiner Meinung nach Fingerübungen spielen und zwar so, dass die linke Hand z.B. staccato spielt, die rechte aber legato und umgekehrt.
    Als zweiter Schritt die Fingerübungen so gestalten, dass die linke Hand achtel spielt, während die rechte viertel spielt, wieder staccato - legato abwechselnd.
    Und zuletzt links Triolen spielen und rechts Achtel - das ist die schwierigste Übung. Das mache ich mit meinen Schülern oft so, dass ich die das erst klopfen lasse z.B. auf dem Tisch, bis sie das Rhythmusgefühl dafür haben.

    Liebe Grüße
    Waldi
     
  3. emanuel

    emanuel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.06   #3
  4. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 10.05.06   #4
    Meiner Meinung nach haben diese Übungen den Nachteil, dass trotzdem zwischen linker und rechter Hand ein Zusammenhang besteht. Wirklich unabhängig ist noch was anderes, s. Impro-Threads. Und da bringt einen auch nur Improvisation vorwärts, je nach Können für links einen Rhythmus/Basslinie festlegen, und wenn die sitzt, rechts was beliebiges dazu probieren.

    Das Rockpiano ist ganz gut in der Richtung, fängt aber bei der Impro nicht so ganz bei 0 an, obwohl das gerne behauptet wird. Da wird mit der linken Hand schon ganz schön was verlangt, wenns zum ersten Mal heißt: "So, Müller, improvisiernse mal drüber." :p
     
  5. e4gLe

    e4gLe Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.05.06   #5
    hallo, ich weiß ja nicht, wie weit du bist & ob du klassik magst/spielst, sonst üb dich doch mal am fantaisie impromptu von chopin, hab ich zuletzt gespielt... das ist etwas knifflig mit rechter hand gegen linke hand... 8tel gegen sextolen.
     
  6. tubicen

    tubicen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.05.06   #6
    wo wir grad dabei sind...
    ganz fies find ich Sachen, wo n Bass die ganze Zeit dieselbe Figur hat und du musst oben dann auch noch klarkomen ^^....
    in der Tanzmusik zB Sexy von Westernhagen :-D

    bis denn
     
  7. Asteroid

    Asteroid Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.05.06   #7
    Also, aus meiner persönlichen Erfahrung heraus würde ich zum üben der Unabhängigkeit der beiden Hände das spielen kontrapunktischer Stücke empfehlen.
    Ein wichtiges Prinzip des Kontrapunkt ist nämlich die "Unabhängigkeit der Stimmen", jede Stimme muss ganz für sich alleine funktionieren, mir hat das wesentlich mehr gebracht als jede Sammlung von Fingerübungen welche ich ausprobiert habe, und da es sich bei diesen Stücken um "richtige Musik" handelt machts zudem mehr Spaß.

    Solche Stücke findet man in allen Schwierigkeitsgraden und vorallem in der Barockmusik, zu nennen sind da natürlich vorallem Bach, Händel, Telemann, Corelli und Konsorten.

    Wenn man diese Spielweisen beherrscht, dann sind Begleitungen mit gebrochenen Akkorden, Walking-Bass etc ein Klacks!:great:
     
  8. mott

    mott Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.05.06   #8
    darf ich mal dazwischenfragen? Ist das nicht unglaublich schwierig?? Zumindest stell ich mir das so vor. Ich hätte amit unwahrscheinliche Probleme....

    Wie machen das dann deine Schüler? Wir denen dabei nicht langweilig, das sie vorallem nur Fingerübungen und keine richtigen Lieder spielen ??


    mfg mott
     
  9. fetz

    fetz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.05.06   #9
    Was ich für sowas gerne mache, ist ,dass ich (ähnlich wie Jay) einen Basslauf nehmen, aktuell Herbie Hancock's Chameleon, den ich in der linken Hand spiele. Mit der rechten Hand spiele ich dazu ungerade Licks und Linien, also 5 gegen 4 und so weiter, oft auch mit anderer Artikulation als die linke Hand. Das bringt echt viel !
     
  10. Dunkler Freund

    Dunkler Freund Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.05.06   #10
    Hi , ich empfehle dir , langsam mit Metronom zu spielen und langsam dsa tempo zu steigern ,nix überstürzen alles brauch seine Zeit , Fingerübungen sind zwar auch ne gute Sache , aber durch spielen wirste dein Technik praxis naher verbessern , fang mit einfachen Kinderliedern an , da musst bei tempo 60 anfangen ;)
     
  11. Ralf86

    Ralf86 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.05.06   #11
    Also bis hierhin schon mal danke an alle die geantwortet haben!!

    Ich hab mir das vor allem so vorgestellt, dass man in der jeweiligen Hand nicht immer einen gleichmäßigen Rhythmus spielt, sondern eher so was in Richtung von dem was Jay und fetz vorgeschlagen haben. Das kommt mir nämlich wirklich schwierig vor :-S
     
  12. $okow

    $okow Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.07.06   #12
  13. elveon

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    Erstellt: 12.07.06   #13
    wohltemperiertes klavier von bach is a super stück um beide hände zu trainieren... das wichtigste is dass man beim üben langsam spieln soll und zwar gaaaanz langsam und immer konzentriert bleiben das hat mehr erfolg als einen lauf gleich so schnell wie möglich zu üben
    mfg
    e
     
  14. Jazzmatazz

    Jazzmatazz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.02.08   #14
    den Ausschnitt hab ich mir gerade gestern mal angeschaut und bin schon gescheitert !
    :-(
    Ok...ich hab seit 15 JAhren keine Taste mehr gedrückt, aber will jetzt wieder anfangen und nach Möglichkeit gleich richtig (Lehrer kommt dann auch)

    Komischerweise klappts das bei mir mit der Unabhängikeit des linken od. rechten Fusses mit der rechten Hand ! :-) Sobald ich aber anfange laut zu zählen wirds peinlich :cool:

    Trotzdem danke für den Link...ich werds heute abend weiter probieren !
    Weitere hilfreiche Hinweise/Links würde mich freuen
     
  15. Guendola

    Guendola Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.08   #15
    Was Ruddes da in ein paar Minuten vorstellt, dauert in der Praxis wohl eher ein paar Tage bis Wochen - oder Monate. Das Prinzip ist aber gut. Simpel anfangen und vorsichtig steigern. Man soll das Gehirn fordern aber nicht überfordern.

    Ich empfehle zusätzlich, die Rollen von links und rechts zu vertauschen, also rechts eine durchgehende Figur zu spielen und links dazu melodisch zu improvisieren.

    Und wirklich dazu singen (zu der Hand, die gerade improvisiert)! Das fördert die Verbindung zwischen gedachten und gespielten Tönen. Man kann auch gedanklich mitsingen, das ist aber nicht so effektiv.
     
  16. lucjesuistonpere

    lucjesuistonpere Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.02.08   #16
    Um Unabhängigkeit zu trainieren, spiele ich immer Maiden Voyage und halte dann bei der Impro den Groove in der linken Hand durch. Ist zunächst schwierig, aber man sollte sich steigern: also zuerst nur gerade und lange Noten improvisieren und dann mit der Zeit immer komplexere Figuren.

    Auch gut ist, über die Bass Line von Chameleon zu improvisieren.
     
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