Unterschied A# und Bb

von DaniWeini, 05.01.17.

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  1. DaniWeini

    DaniWeini Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.01.17   #1
    Liebe Leute,

    ich bin noch eher Anfängertechnisch unterwegs was das Thema Musiktheorie betrifft. Eigentlich sind ja lt. meinem Verständnis A# und Bb derselbe Ton, der eine eben um einen Halbton höher als A, der anderer um einen Halbton tiefer als B bzw. H.

    In einer Übersicht der Skalen (Bild anbei), welche ich zum Lernen verwende sind überall die # Noten eingetragen, außer bei F major, wo Bb eingetragen ist, könnt ihr mir sagen warum das so ist?

    lg Dani
    music-scales.png
     
  2. Waljakov

    Waljakov Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.01.17   #2
    Man kommt mit weniger Vorzeichen aus, wenn man die Noten aufschreibt.
    Das B kommt in F-Dur nicht vor, deshalb kann man alle B durch Bb ersetzen.
    A kommt aber in F-Dur schon vor, also müsstest du immer A# schreiben, wenn du das Ais meinst und das Vorzeichen dann wieder auflösen, wenn das normale A kommt.

    z.B.
    fdur.gif

    Oben in Standard-Schreibweise, unten mit A#-Schreibweise.
    Ersteres ist deutlich einfacher zu lesen.
     
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  3. nasi_goreng

    nasi_goreng Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.01.17   #3
    Hi,

    das lässt sich am besten vom Quintenzirkel ableiten. (Achung: B in deiner Tabelle ist hier H)

    [​IMG]
     
  4. DaniWeini

    DaniWeini Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.01.17   #4
    Hi Leute,

    vielen Dank, echt spitze, dass man hier im Forum so schnell so perfekte antworten bekommt :)!

    lg
     
  5. hmmueller

    hmmueller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.01.17   #5
    Die Antworten geben nicht den "ganz wirklichen Grund" an - der ist nämlich, dass wir (vor mehr als 2000 Jahren!) uns drauf geeinigt haben, dass in jeder (7-tönigen) Tonleiter jeder "Stammton" (also Buchstabe) genau einmal vorkommt. Damit die Tonleitern dann "dur" oder "moll" oder sonstwas werden, darf jeder der Buchstaben "alteriert" werden, also ein Vorzeichen bekommen - # (rauf) oder b (runter), in manchen Fällen sogar "zweimal rauf" (x) oder "zweimal runter" (bb). Aber sonst darf man nichts ändern - wie gesagt, das ist die allgemein akzeptierte Vereinbarung.

    Damit ist auch klar, wieso F-Dur ein Bb hat und nicht ein A#: Denn im zweiten Fall würde dann dastehen F - G - A - A# - C - D - E - F. Die zwei A und das fehlende B verstoßen aber gegen die Regel oben! Wenn man statt A# aber Bb schreibt, dann wird die Regel eingehalten.


    Für Experimentierfreudige: Man kann sich die Frage stellen, warum man ausgerechnet das rechte A gegen ein ("tief-alteriertes") B tauschen muss - könnte man nicht ...? ... nämlich ... stattdessen das rechte A stehen lassen und das linke irgendwie ersetzen???

    Gesagt - getan!!: Was müssen wir statt des linken A dann schreiben? natürlich ein G ... aber so "stark erhöht", dass es einen Halbton unter dem A# ist (weil zwischen dritten und viertem Ton der Durtonleiter eben ein Halbton ist). Ein # reicht nicht, wir brauchen dazu zwei # - was in der Musik üblicherweise als x markiert wird, ausgesprochen aber "Doppel-Kreuz". Wir haben nun also

    . - . - Gx - A# - . - . - .

    Links from G brauchen wir ein F, und damit es einen Ganzton (Abstand zweiter-dritter Ton in der Durtonleiter!) unter dem Gx ist, braucht es auch ein Doppelkreuz:

    . - Fx - Gx - A# - . - . - .

    Und links vom F muss ein E hin; da das E nur einen Halbton unter dem F ist, brauchen wir hier nur ein Kreuz, um es an die richtige Stelle zu schieben:

    E# - Fx - Gx - A# - . - . - .

    Die Töne rechts vom A# findet man mit gleichen Überlegungen (ab hier verwende ich die deutschen Bezeichnungen, also H und nicht B):

    E# - Fx - Gx - A# - H# - Cx - Dx - E#

    ... und wir haben die E#-Dur-Tonleiter (ausgesprochen E-is-Dur) konstruiert!:

    Eis - Fisis - Gisis - Ais - His - Cisis - Disis - Eis

    H.M.
     
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