Unterschied Tubescreamer/Overdrive?

von Branko, 01.10.07.

  1. Branko

    Branko Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.10.07   #1
    Hey Leute!

    Ich benutze zur Zeit einen Tubescreamer zum boosten von meinen Soli. Von nem Freund habe ich mir jetzt mal seinen Overdrive OD-3 von Boss ausgeliehen. Ich war sofort total begeistert, weil der einfach viel präsenter klingt und auch wesentlich differenzierter den Klang und den Anschlag auf die Saiten wiedergibt. Er klingt allerdings bisschen rauher.
    Der Tubescreamer hingegen verwischt untenrum ziemlich viele Töne und klingt bisschen matschig. Allerdings ist er, wenns um ein gefühlvolles Solo geht, unschlagbar.

    Ist das jetzt der normale effekttypische Unterschied zwischen den beiden Bodentretern oder liegt es einfach an der Qualität meines Tubescreamers (Tuber von EXAR) bzw. wenn wir schon dabei sind, was ist denn eigentlich der genaue Unterschied zwischen Tubescreamer und Overdrive?!

    Vielleicht habt ihr ja auch einen Tipp, welchen Tubescreamer bzw. Overdrive ich außerdem noch ausprobieren könnte? (Habe einen JCM 800 plus Les Paul Gitarre)
     
  2. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 01.10.07   #2
    Da könntest Du auch nach dem Unterschied zwischen einem BigMac und einem Hamburger fragen ;), denn Tubescreamer ist lediglich der Eigenname der Overdrive-Pedale von Ibanez (TS-Serie).


    Das ist etwas verwunderlich, da der Exar Tuber (=identisch mit Jacques Tubeblower) im Prinzip straffer klingt als der OD-3. Allerdings liefert der Tuber einen viel höheren Verrzerrungsgrad als der OD-3, d.h. wenn Du am Tuber den Gain voll aufdrehst wird der Ton speziell mit einer Paula natürlich zunehmend weniger klar und logischerweise auch weniger anschlagsdynamisch.

    Bei gleich eingestelltem Zerrgrad (akustisch, nicht optisch am "Stand" der Knöpfe) dürfte es hingegen nicht matschen. Klar sollte auch sein, dass Du mit einer LP am Tuber dort den Bassregler ruhig etwas zurücknehmen kannst.

    Der OD-3 kommt mit der Eigenschaft einer nasalen Mittenanhebung daher. Sowas kann einen im ersten Moment schon mal begeistern - allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass einem Geräte mit auffälligem Frequenzverhalten auch schnell langweilig werden können.


    Es gibt über 1000 Overdrives auf dem Markt! VIele davon klingen ähnlich, viele aber auch recht unterschiedlich. Davon bekommt Du jetzt, wie fast täglich bei solchen Fragen, sicher von vielen Usern wieder Modelle aufgezählt, die diese User selber besitzen. Solche Aufzählungen nützen Dir jedoch erstmal gar nix nichts, weil:

    Letztlich hängt es von Deiner Gitarre (Billig-Les Paul oder Gibson...?) ab, Deinem Amp, Deinem gewünschten Stil sowie Deiner Spiel- und Hör-Reife. Da von all dem hier nichts bekannt ist, ist es ziemlich sinnlos, auch nur ein einziges Gerät aus dem Riesenangebot zu nennen.
     
  3. Branko

    Branko Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.10.07   #3
    Letztlich hängt es von Deiner Gitarre (Billig-Les Paul oder Gibson...?) ab, Deinem Amp, Deinem gewünschten Stil sowie Deiner Spiel- und Hör-Reife. Da von all dem hier nichts bekannt ist, ist es ziemlich sinnlos, auch nur ein einziges Gerät aus dem Riesenangebot zu nennen.[/QUOTE]

    Hehe, also gut. Ich spiel eine Gibson Les Paul Standard. Dazu habe ich einen Marshall JCM 800 (2203) und eine Marshall 4x12 Vintage30 Box. Spiel -und Hörreife würde ich als durchaus vorhanden einstufen. Ich spiel jetzt ca. 6 Jahre Gitarre und habe mich seit dem mit fast jeder Musikrichtung, die irgendwas mit Gitarre zu tun hat, auseinandergesetzt. Hörproben (wenn auch nicht ganz repräsentativ, weil schon über ein Jahr alt) gibts auf: www.myspace.com/mindthegaprock.
    Im Allgemeinen kann man wohl sagen, dass es ziemlich in Richtung dreckigem, bluesigem Hard-Rock geht!
     
  4. RAGMAN

    RAGMAN Mod Emeritus - Gitarren Ex-Moderator

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    Erstellt: 01.10.07   #4
    Schau mal hier, da gibt es einen kleinen Überblick.
     
  5. ziggypop

    ziggypop Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.10.07   #5
    Es gibt keinen. Der TS IST ein Overdrive-Pedal. Allerdings ist er mMn. auch ein kleiner
    Gauner, denn er klaut 'bottom' (Wie soviele Od's). Das kann der OD-3 besser. Aber auch der ist eigentlich nicht wirklich das Gelbe vom Ei, denn auch der klaut, wenn auch weniger ausgeprägt. Ich empfehle dir mal was wirklich Gutes,
    etwas, was sich wohlwollend aus der Masse der Dioden-Verzerrer abhebt, weil es keine Dioden zum Verzerren hat (sondern FETs). Und: Oh ja, es gibit einen Unterschied, hör die einfach mal die Samples an ;)
     
  6. Herr B.

    Herr B. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.10.07   #6
    Wo wir grade von FETs sprechen, der Ibanez Mostortion ist bei ebay recht billig zu haben (war er zumindest, als ich das letzte mal geschaut habe), nutzt auch FETs und klaut (finde ich) nichts untenrum. Reagiert außerdem sehr dynamisch.

    Bei dem Preis (sollte so um die 40 € machbar sein) kannst du den ja durchaus mal ausprobieren.

    Info: http://www.guitartest.de/IBANEZ MT10 MOSTORTION.htm
     
  7. x-Riff

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    Erstellt: 02.10.07   #7
    Hi Branko,

    welchen tubescreamer hast Du denn?

    Bei diesem hier:
    http://www.musik-service.de/Ibanez-TS-9-DX-Tubescreamer-prx395499602de.aspx
    hast Du beispielsweise die Möglichkeit, zwischen drei Modi zu wählen. Den alten TS 9 würde ich eher als "moderat" einstufen, hot ist schon deutlich höhenorientierter und dann gehts halt in Richtung richtig nervig bzw. durchdringend. Dann hast Du natürlich noch die Regler für Level, tone und drive.

    Das ist schon ne ganze Menge.
    Möglicherweise gefällt Dir aber generell der Klang nicht. Also mal antesten, wenn Du die Möglichkeit hast und schauen, ob Du Deine sounds findest oder nicht.

    x-Riff
     
  8. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 02.10.07   #8
    HAllo X-Riff - hast Du denn alle Posts hier gelesen? ;)

    Gar keinen. Er hat oben gesagt:

    Und dieses sprachliche Missverständnis (=viele Leute bezeichnen ihre Overdrives generell als Tubescreamer, auch wenn es kein Ibanez TS ist...), wurde von ziggypop und von mir auch bereits geklärt.
     
  9. kusi

    kusi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.10.07   #9
    ich will nicht klugscheissen, aber der mt10 benutzt auch normale dioden zum zerren. legentlich der OP ist mit mosfets aufgebaut, aber der wird nicht übersteuert.
    das "mosfet" hat ibanez m.m.n. nur aus marketing-gründen eingefügt. (eigentlich könnte man da jedes pedal, das einen TL0xx-op intus hat, "FET-overdrive" nennen.... :D:screwy::rolleyes:)

    nichtsdestotrotz, der MT10 klingt klasse, auch wenn er mit dioden zerrt.

    sorry wenn dieser beitrag etwas vom eigentlichen thema abweicht...

    mfg kusi
     
  10. Danny_Wilde

    Danny_Wilde Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.10.07   #10
    Hi.
    Ich hatte zwei Ibanez Tubescreamer, den TS-9 Reissue und den TS-10...
    nicht aufgemotzt oder umgebaut, nur die Serien-Teile...
    subjektiv betrachtet kann ich sagen , das diese Teile Bässe klauen...und Mitten boosten, im Gegensatz zum Boss OD-3...welcher auch viel besser zum boosten geeignet ist...
    den OD-3 hab ich seit 1999 und er macht das , was man von so einem Pedal erwartet...er klingt nach warmer Röhrenendstufen-Zerre....nicht kalt und kratzig wie manch andere Pedale....:cool:
    ist auch wichtig mit was für ner Tonabnehmer-Bestückung und Speaker-Konfiguration den OD-3 anfährt...mit Singlecoils und 10er ,12er und 15er Speaker-Konfiguration geht die Sonne auf...mit Humbuckern der Marke Gibson (gerade die mit Keramik-Magneten) geht die Sonne eher unter...(alles subjektiv:), )
    Der Tubescreamer eignet sich am besten ,um einen angezerrten Röhrenamp noch den letzten Kick zu verpassen(für Solo-Sounds), und/oder sich im Bandgefüge mit einem zweiten Gitarristen sich besser durchzusetzen...
    Da ich nicht immer die Möglichkeit hatte ,meinen Fender Twins/Vibroverbs die begehrte Endstufensättigung bei erträglicher Lautstärke abzugreifen, ohne ein Pedal zu benutzen, kam ich in den Genuss, den OD-3 anzuspielen...Seitdem hab ich kein Tubescreamer mehr gespielt...als "Ersatz "hab ich mir mal so aus Spass den Bad Monkey von DigiTech(39,90€) bestellt,und finde selbst dieses Pedal besser als die TS-808er,TS-9er, TS-10er, da er eine separate Bass/Treble Regelung besitzt(und auch keinen Mitten-Boost)
    Demnächst werde ich mal den GT-OD von MXR antesten, der ist zwar auch ein "Tubescreamer-Clon", weil grün, aber angeblich ohne den mid-boost...
    Generell wird um die Ibanez Tubescreamer ein regelrechter Kult betrieben, die Preis/Leistung mal ausser acht gelassen...
    Die ersten Ibanez Pedale(Platinen) wurden von der Firma Maxon hergestellt, die seit ca. 2002 die Pedale auch wieder als Reissue unter eigenen Namen anbietet

    http://www.maxonfx.com/
    Diese haben im Gegensatz zu den Ibanez Teilen eine True-Bypass Schaltung.
    Ich persönlich finds auch nicht so wichtig, ob diese Bodentreter den "legendären 4558-Chip" aus Japan verbaut haben....ich weiss nicht mal, wie sich der Chip im OD-3 schimpft...
    Ich weiss nur, das er meiner Spielweise dienlich ist und mir gefällt.Fertig.:)
    Übrigens soll der erheblich günstigere TS-7 aus der Ibanez Tonelock-Serie genauso wie seine teuren Brüder TS-9 und TS-808 klingen bei mehr Flexiblität...
    Hier ist noch ein guter Link über Overdrive-Pedale, Tests usw.

    http://www.guitartest.de/

    Greets, Tommi:great:
     
  11. ziggypop

    ziggypop Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.10.07   #11
    @ mein Vorredner Danny: Schöner Beitrag! Allerdings muss ich dir in einem Punkt widersprechen:
    Der OD-3 hat (auch) einen ziehmlich ausgeprägten Mittenhump...Und Bässe klaut der auch, nur etwas weniger als die Grüne Fraktion aus dem Hause Ibanez - alles im direkten A/B-Vergleich mit einem *richtig* guten OD hörbar.

    Cheers
     
  12. Danny_Wilde

    Danny_Wilde Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.10.07   #12
    Ich habe ja geschrieben...subjektiv betrachtet...pauschal kann man das nicht so sagen, finde ich...
    ich kann ja nur von meinem Boss OD-3 ausgehen, der ist halt schon 8 Jahre alt.
    Aber gerade wenn ich ihn als "aufgerissenen Tube Amp Sound" benutze also dauernd anlasse ,stelle ich ihn so ein, dass er nicht wesentlich lauter ist als der original sound. tone auf 12 Uhr und Gain auf 9 bis 10 Uhr, das kommt den 50s Tweed Fender Rockabilly Sounds am nächsten(bei moderater Lautstärke) in Verbindung mit einem guten Echo(Boss RE-20,Roland RE-201 Space Echo, DanElectro DanEcho, Ibanez AD-202 Multi Analog Delay...hab ich alle und setz sie je nach Geschmack ein.)

    Es kann sein, das sich mit der Zeit die Boss Sachen soundmässig geändert haben..(wie es in den 80ern bei einigen Ibanez Pedalen vorkam.)...keine Ahnung....ich hab seit 1999 keinen anderen OD-3 mehr gespielt...und ja...es ist auch ein sehr guter Overdrive.
    Ich hab viele von diesen sogenannten Boutique Zauberkisten wie z.B. T-Rex angespielt und ich finde sie hoffnungslos überbewertet und sie hielten meinen A/B Vergleich nicht stand....der OD-3 gewann...und ich hab seit der Zeit so einige Bodentreter getestet...ob teuer oder nicht...ich verlass mich da nur auf mein Ohren und meine Finger.
    da nützt auch ne eingebaute Quotenröhre bei manchen Pedalen nix...
    Leider Gottes ist es in manchen Köpfen so verankert: was billig vom Preis ist , muss auch billig klingen...schade eigentlich...

    greets, tommi
     
  13. Patzwald

    Patzwald Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.10.07   #13
    kann meinem vorredner nur zustimmen! nicht alles was teuer ist ist gut und ebnson wa sbillig ist nicht schlecht!

    kommt auf den geschmack, die klampfe, den amp UND den gitarrenspieler an.

    habe auch meine testjahre hintermir. möglichst viel gespielt und getestet udn im endefekt bei einem ds-1 gelandet udn nem ts-9. okay der hat den analog.man ts-808 mod aber er past halt und war günstig.

    alle anderen treter habe ich wieder vertickt und bereue es nicht.

    mir langen die zwei und mein kleiner peavey classic 30 mit seinem zerr-kanal.

    rest ist und bleibt eigener geschmack!

    aber testen hat viel spaß gemacht ;)
     
  14. Rockbuster69

    Rockbuster69 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.10.07   #14
    Als ich noch ein JCM 800 gespielt hatte, hatte ich mit einem Daniel D Tubebooster von Reußenzehn hervorragende Ergebnisse erzielt. Da ist wie der Name sagt eine Röhre drin und der JCM wird kräftig geboostet und es klingt deutlich nach mehr gain und power. Ist nur leider schwer anzutesten, da er direkt bei Reußenzehn bestellt werden muss. Vielleicht findEst Du hier übers Board jemanden in Deiner Nähe wo Du testen kannst. Bei einem JCM 800 lohnt sich diese Investition definitiv. Ansonsten sollte jeder gute Overdrive gute Ergenisse liefern.
     
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