Unterschied zwischen Halb-Akustik und E-Gitarre (Paula-Modell))

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NickB
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Hallo ihr Lieben,

ich bräuchte mal dringend einen Rat... zwar spiele ich schon seit mehreren Jahren Gitarre von akustik über E... habe zu Hause ne Westerngitarre von Yamaha mit nem tollen Sound und ne E-Gitarre (Fender Squier Standard Strat MN Candy Apple Red) + Verstärker (Fender Frontman 15G). Da ich mitlerweile mit dem Sound überhaupt nicht mehr zufrieden bin (spiele weniger Riffs, als Akkorde bzw. Rhytmus) überlege ich jetzt mir eine neue Gitarre zu kaufen (oder liegt das ganze dilemma vielleicht eher am Verstärker?).
Ihr seht schon es sind ein paar Fragen aufgekommen aber hier mein größtes Problem:

Ich suche eine Gitarre mit nem schönen akustischen Sound die ich verstärken kann, mit der ich aber auch mal gut abrocken kann... und jetzt bin ich am überlegen welche Gitarrenart da sinnvoller wäre. Ich überlege zwischen ner halbakustischen und ner E-Gitarre als Paula-Modell, was ich jedoch befürchte, ist dass am ende kein wirklicher Unterschied zu hören ist zwischen meiner jetzigen E-Gitarre und der möglichen Paula.

könntet ihr mir weiterhelfen?

Vielen Dank
 
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Saitenstechen
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Doch, doch, da gibt es große Unterschiede. Die Standardmodelle haben ihren ganz eigenen Sound, der eben durch das bestimmte Gitarrenkonzept entsteht. Verwirrend wird es jedoch, da es innerhalb der Kategorien (ES, Strat, Paula usw.) "Sondermodelle" (z.B. Gibson Melody Maker) gibt, die durch ihre Konzeptveränderungen ganz schön am Ursprungssound der "Ur-Modelle" rütteln. Da klingt plötzlich eine Paula nach SG und eine Strat nach ES.

Um ein Ausprobieren kommst du leider nicht herum, wenn du deinem Wunschsound näher kommen möchtest. Nach verstärkter Akustikgitarre klingt eine Semiakustik allerdings nicht. Schau dir da mal BB-King oder auch die Beatsteaks (Bernd) an. Zwei ganz unterschiedliche Musikrichtungen und doch eine sehr ähnliche Gitarre. Die Hohlräume in einer Gitarre unterstützen einen perkussiveren Sound. Die weitere Hardware (Klangholz, Brücke, Tonabnehmer usw.) und die Wahl des Verstärkers bringen weitere Soundgestaltungsmöglichkeiten.

Für deinen konkreten Fall kannst du von zwei Faktoren ausgehen:

1. Die ES (Semiakustik) bringt ein perkussives Soundbild, welches von deiner bisherigen Strat nicht so weit entfernt ist (eine gute Strat klingt glockiger, die ES etwas wärmer). Clean gespielt kommt sie auch etwas näher an deine Wunschvorstellung (verstärkte Akustikgitarre) heran.

2. Die Paula spricht sehr schnell auf Verzerrung an und zeichnet sich durch ein Soundbild aus, das sehr viel Druck und auch einen Hang zur Basslastigkeit mit sich bringt. Sie ist durch ihr Konzept sehr weit von der Strat entfernt. Der Sound ist clean sehr warm (Humbucker).

Gruß

Andreas
 
schmendrick
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Wenn ich das richtig verstehe suchst du eine E-Gitarre, die einem Akustiksound sehr nahe kommt, mit der du aber auch verzerrt rocken kannst. Ist das so? Wenn ja, hast du mir der Squier bereits sowas. Mit den richtigen Ampeinstellungen und Potieinstellungen kommst du in Schalterstellung 2 sehr nahe ran.
 
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zuerstmal danke für die Hilfe,
ja die Strat ist auch nicht schlecht... ich finde bloß, dass sie sehr dumpf klingt und besonders die höheren Töne sehr von dem Bass überschattet werden, so dass ich mich eigentlich nach nem schönen klaren Klang sehne, den ich mit der Strat überhaupt nicht hinbekomme....
 
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Hallo

und erstmal willkommen im Forum :)

Ich habe noch nicht ganz verstanden, was Du genau spielen willst (Riffs, Akkorde und Rythmus sind ja doch recht nahe beeinander...)

Jedenfalls ist der Unterschied zwischen einer Strat, einer Paula und einer Semi riesig!

Alleine durch die unterschiedlichen Tonabnehmer kommt da ein ganz anderer Sound raus. Dann noch die unterschiedliche Bauart usw.

Kurz gesagt, eine Semi klingt holziger und luftiger als eine massive E Gitarre. Was sie aber nicht so gut kann ist, stark verzerrt gut zu klingen. Dann werden die meisten Modelle, die ich kenne, undifferenziert, matschen und klingen einfach leblos.
Ich sag mal, klassischer Hardrock o.Ä. ist wirklich gut machbar, aber einen "volles Rohr" Sound wirst Du kaum bekommen.

Eine Paula kommt wesentlich runder als eine Strat daher. Sie klingt weicher in den Höhen (auch clean) und kann auch mächtig Dampf machen.

So, jetzt kommt aber ein kleines Problem ins Spiel. Alle drei Gitarrenformen spielen sich völlig unterschiedlich und es kann durchaus sein, daß Dir eine Semi und eine Les Paul nicht wirklich vom Spielgefühl her gefallen, deshalb solltest Du die verschiedenen Modelle einfach mal testen gehen.

Was stört Dich denn eigentlich an dem jetzigen Sound und wo soll es denn in etwa hin gehen? Falls Du einen fetteren Zerrsound suchst, kann eine Gitarre mit Humbucker Bestückung schon was bringen.

Falls Du damit aber zu frieden bist, solltest Du evtl auch nach einem anderen Verstärker gucken, der ist oft wesentlich mehr an der Soundformung beteiligt, als die Gitarre selbst!

Schreib uns doch bitte genauer, was Dich stört und was Du vor hast zu spielen.

Grüße

LesPaulES
 
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gut also ich spiele zur Zeit eigtl alles querbeet sprich von klassischem akustiksound bis in die Rock und Indie Richtung und versuche mich mitlerweile auch immer wieder an pickings etc. mein Hauptgedanke war eigentlich derjenige, dass ich eine Gitarre haben wollte die sich von meiner jetzigen strat. völlig unterscheidet, ich möchte einen klaren Sound haben wo ich wirklich auch die Feinheiten hören kann, weniger den puren verzerrten Hardrock;)
Ich spiele zur Zeit sehr viel Musik nach von bekannten Interpreten und da auch sehr unterschiedliche musikrichtungen, dass das eine Gitarre nicht komplett mitmacht ist mir klar... und dass sich Lieder von Milow mit ner Strat etwas unglücklich anhören auch... ich suche eine Gitarre für nen schönen Rocksound ohne Extremen Verzerrungen, naja wie gesagt mit nem schönen klaren klang der nicht zu Basslastig ist. War das jetzt etwas hilfreicher? :p
 
jf.alex
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Es gibt im ES- Look halbakustische und vollakustische Gitarren. Zu den ersteren zählen z.B. die ES335, die Sheraton und die Dot, zur zweiten Sorte die ES330 und die Casino. Die erste Gruppe hat den Vorteil, auch bei Zerrsounds relativ rückkopplungsresistent zu sein, die zweite Gruppe klingt charakteristischer, und man kann sie notfalls auch mal ohne Amp zu Hause spielen und hört noch was. :)

Jetzt kommt die schlechte Nachricht: An einem E- Gitarrenverstärker werden beide Sorten nicht wie Akustikgitarren klingen. :(

E- Gitarren mit optionalem Akustiksound wären etwa die Epiphone Les Paul Ultra 2 oder die Fender Nashville Power Tele. Beide Klampfen haben zusätzliche Piezo- Tonabnehmer, mit denen sie notfalls Akustiksound erzeugen können. :)

Wenn du so viel nicht ausgeben magst, schließe ich mich Schmendrick an: Die Strat hat in der Zwischenposition Bridge / Mitte einen schönen klingeligen Sound, der einer Akustikgitarre halbwegs nahekommt. Wenn du jetzt noch bei deinem Amp den Mastervolume ganz aufdrehst und nur minimal Gain gibst, müsstest du einen Cleansound bekommen, der deinen Vorstellungen halbwegs entspricht. Wenn nicht, dann gib am EQ etwas mehr Höhen und etwas weniger Mitten. :)

Ich würde dir mittelfristig zu einem Amp mit größerem Speaker raten. Ich mag diese Achtzoll- Quäksdosen nicht. :)

Alex
 
Mountainbikemike
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...ich finde bloß, dass sie sehr dumpf klingt und besonders die höheren Töne sehr von dem Bass überschattet werden, so dass ich mich eigentlich nach nem schönen klaren Klang sehne, den ich mit der Strat überhaupt nicht hinbekomme....
ein Tipp am Rande...
hast du schonmal die Saiten gewechselt :confused:
 
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also ich hatte mich mal ein wenig umgesehen und hatte zwei ganz gute Angebote gesehen die mein Budget auch net ganz sprengen...
dachte an eine Epiphone Les Paul Standard Mahogany und dazu nen Fame Megatone T-64 RS haben zwar n stolzen preis aber dafür auch ne ordentliche Qualität
 
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was ich gerade garnicht verstehen kann ist, warum Deine Strat dumpf klingt.

Auf welchem Tonabnehmer bist Du unterwegs und wie sind Deine Ampsettings?

Alles in allem klingt das für mich erstmal nach einer ungünstigen Einstellung. Wenn Dir eine Strat schon zu dumpf ist, wirst Du mit einer Paula wenig Freude haben. Eine Semi könnte da schon eher was sein.

Ich glaube aber, daß evtl etwas Einstellerei an Amp und Gitarre etwas bringen könnte. Erzähl doch mal, wie Du was eingestellt/ausgewählt hast...

Greetz :)
 
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@lesPaul

ja es kommt auch auf die Einstellungen an... nur hab ich in letzter Zeit das Gefühl, dass ich besonders die Mittel und Höhentöne nicht richtig ausreizen kann... wahrscheinlich war dumpf das falsche Wort, es ist einfach nur so, dass vorallem die Basstöne verstärkt werden und der Rest etwas auf der Strecke bleibt, selbst wenn ich den Bass schon minimalisiert habe...
 
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mike.. das hab ich doch schon :( hab ich doch gesagt :D
 
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Hatte jetzt drei Zitate angeklickt und das war mir zu umständlich. :)
Richtig. Wenn dir die Strat schon zu dumpf ist, wäre eine LesPaul, noch dazu eine Epiphone, ein Griff ins Klo. Der Tipp von Mike mit dem Saitenwechsel scheint der beste zu sein.
Und Feinheiten hören und Picking, tut mir leid, dafür ist eine Strat wirklich am Besten geeignet.
Der von dir anvisierte Megatone ist ein wirklich guter Amp für diesen Preis, ich habe ihn in der Schülerband und kann ihn nicht genug loben. Aber in Paarung mit einer Paula kannst du Picking und Cleansound vergessen.
Der beste Amp für richtig cleane Sachen, den ich selber auch kenne und schätze, zumindest in diesem Bereich, ist ein Marshall Valvestate. Im Verzerrmodus macht er auch eine sehr gute Figur, allerdings bügelt er für meinen Geschmack den Sound ein bisschen zu glatt. Sachen a la Gallagher gehen damit definitiv nicht. Er hat allerdings den Vorteil, dass er kleine Unregelmäßigkeiten im Spiel ausgleicht.
Also zusammengefasst mein Tipp für speziell deine Ansprüche:
Marshall Valvestate+Strat mit neuen Saiten. ;)

Tante edit: Versuch mal folgendes: Höhen und Mitten fast auf Vollausschlag, Strat Stellung zwei, Volumenpoti an der Strat nur die Hälfte, Höhen fast auf.
 
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okay dann werd ich nochmal neue Saiten aufziehen mal sehen ob sich etwas verändert.

Jetzt noch eine Frage: in welche Richtung Sound geht denn die LesPaul, sprich für welche Musikrichtung ist sie am besten geeignet?
 
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Nick, du fragtest doch am Anfang, ob nicht evtl. ein neuer Amp sinnvoll wäre und später hattest du dich doch beschwert, dass das Klangbild zu undifferenziert ist oder?:confused:

Ich würd jetzt mal tippen, dass das zum größten Teil an deinem Amp liegt. An deiner Stelle würd ich mir die Squier schnappen und mal einen netten Tag in nem Musikladen deiner Wahl verbringen und dort deine Gitarre an ein paar bessere Verstärker anschließen. Zum Beispiel ein paar der "großen" Fender-Amps oder vielleicht auch einen Marshall, Peavey oder was der Händler sonst so da hat. Einfach mal ein bischen ausprobieren und rumspielen;)

Max:)
 
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:DOh mann, ich wusste doch irgendeinen Tipp hatte ich doch vergessen:D:D
 

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