Verarbeitung und Qualität von Gibson Standard und Maybach Lester

Richtig, wenn sie gut klingt, ist die Lack-Zusammensetzung doch egal. Das Relic ist mMn schon recht gut, aber ich persönlich finde, dass sogar selbst ein Fender oder Gibson CS Aging immer noch anders aussieht, als ein ehrlich gealtertes Vintage Instrument. :)
 
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Damit zieht man vermutlich schnell den Hass der Community auf sich, aber ich geb dir absolut recht. ich hab selten (nie) sechzig Jahre alte, viel gespielte Instrumente gesehen die auch nur im entferntesten so aussahen wie die ganzen relics da draußen.
klar, wenn man seine Gitarre vor jeder Probe durch ein Kiesbett schleift dann sieht sie vielleicht so aus, aber ansonsten…
Und ich finde auch nicht dass es da bei den Herstellern so große Unterschiede gibt, wie „natürlich“ das aging aussieht.
 
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Ich bin hier eigentlich nur stiller Mitleser, will aber zu dem Thema doch mal was beitragen und Eastman in den Raum werfen.

Die SB59v ist preislich auf dem Niveau einer LP Standard / Lester, aber durch das spezielle Finish etwas besonderes. Hab von allen 3 Herstellern Gitarren (Gibson SG Special, Maybach Lester Custom und Eastman T59v) und die Eastman ist mein liebstes Stück Holz.

Kann dir nur ans Herz legen mal eine auszuprobieren, du wirst es nicht bereuen. :)
 
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Richtig, wenn sie gut klingt, ist die Lack-Zusammensetzung doch egal. Das Relic ist mMn schon recht gut, aber ich persönlich finde, dass sogar selbst ein Fender oder Gibson CS Aging immer noch anders aussieht, als ein ehrlich gealtertes Vintage Instrument.
Das stimmt, Klang geht auch für mich vor.
Nichtsdestotrotz würde ich Nitrolack bevorzugen, denn damit "altert" die Gitarre auch schön über die Jahre, was mit PU Lack nicht btw. nicht so natürlich möglich ist.

die Eastman ist mein liebstes Stück Holz.

Kann dir nur ans Herz legen mal eine auszuprobieren, du wirst es nicht bereuen. :)
Tatsächlich habe ich auch eine probiert, hat mich aber persönlich auch nicht so sehr wie die Maybach und Gibson gecatcht. Hinzu kommt, dass ich auf der Suche nach der "klassischen" LP-Form bin, wovon die Eastman doch etwas abweicht.
 
Vielleicht käme auch noch eine FGN LS 30 als Alternative in Betracht?



Der Hals ist allerdings recht kräftig, das mag nicht jeder.
 
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Hey,

ich persönlich würde wenn möglich (zumutbare Fahrtstrecke) auch den Gebrauchtkauf in Betracht ziehen!
Für 2,3 - 2,5 k findet man da vielleicht schon ne gebrauchte Gibson R8 oder LP Standards älterer Baujahre (80er / oder noch besser 90er)!

Ich spiele zwei Gibson LPs aus den frühen 90ern und bin mehr als glücklich mit denen!
Und die Verarbeitung ist prima! Ich besitze aktuell 8 Gibsons und habe in der Vergangenheit auch einige andere besessen…ich hatte nie Probleme mit einer! NIE!!! Und ich spiele die Teile viel und lang und v.a. regelmäßig LIVE on Stage - und sie machen ihren Job!

Und wegen Anspielen im Laden:
Mach den Blindtest! Lass einen Mitarbeiter beide Gitarren (Gibson / Maybach) spielen und höre, welche dir besser gefällt. Mach dann die Augen auf, wenn du den für dich besten Sound hörst. Wenn du dann beim Hingucken merkst, dass du unzufrieden bist, dann bist du im Bild: Optik, Marke bedeuten dir unterbewusst mehr als du glaubst und du kannst entspannt die Gitarre kaufen, zu der du ja dann offensichtlich optisch tendierst.
Falls du beim Hörtest dein Herzblatt beim Augenöffnen siehst, ist’s ja um so besser!

So hab ich meine erste gute Telecaster gefunden! Ich konnte mich damals auch ewig nicht zwischen zwei Instrumenten entscheiden…bei mir wurde es damals ne US Standard. Die Customshop hat verloren!

Und bedenke, dass ein super fetter und warm-süßlicher Ton im Bandkontext nicht immer Trumpf ist…es sei denn du spielst in ner 3 Mann Blueskapelle mit Gitarre, Bass, Drums - oder du bist Mark Knopfler und spielst „Brothers in arms“…

Eine gute LP ballert sehr gesunde Mitten raus! Knackig, kraftvoll und klar! Dann klingt sie clean und verzerrt durchsetzungsfähig!!! Zuviel Bässe machen dich im Bandsound mumpfig, wollig, verwaschen.
Aber ich weiß auch gar nicht, was der Einsatzzweck für dein Herzblatt sein soll…

Zum Schluss: Ich würde immer wieder zu einer Gibson greifen, da ich dort MEINEN Sound gefunden habe.
Ich wünsche dir, dass du mit deiner Wahl DEINEN Sound verwirklichen kannst!!!
 
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Hi,
schreibe ich auch mal meinen Senf dazu da ich letzte Jahr vor mehr oder weniger dem gleichen Problem gestanden habe:
Bei mir schwirrte schon seit zwei Jahren der "Wunsch" nach einer richtigen Les Paul im Kopf herum. Ich hatte bereits zwei Singlecut von PRS (Tremonti und glaube 245), bin damit aber nie richtig warm geworden.
Von Gibson habe ich eine SG Standard und bin mit der super zufrieden aber die klingt halt anders.
Mein Vater hat eine LP Standard von Ende der 90er und die ist meine Referenzen in Sachen LPs (gewesen). Sackschwer aber ein super Klang und lässt sich super spielen.
Letztes Jahr hatte ich dann ein paar Euro übrig aber mehr als 2.5 k wollte ich einfach nicht bezahlen. Auf dem Gebrauchtmarkt habe ich für Gibson innerhalb der zwei Jahre (nur sporadisch geschaut) auch nichts gefunden wo ich gesagt hätte jawohl (bei 100€ Preisunterschied hole ich mir lieber eine im Laden, die Standards waren zumindest meiner Meinung nach durch die Bank zu teuer).
Also bin ich letztes Jahr losgezogen und hab immer wieder verschiedene Gibson LPs abgespielt. Der Funke ist leider bei keiner übergesprungen. Nicht falsch verstehen die waren nicht schlecht kamen aber lange nicht an meine Referenz heran und kosten ja trotzdem Geld.
Ich hatte das Thema fast schon wieder aufgeschoben aber dann habe ich durch Zufall einen kleinen Laden entdeckt der Maybach-Gitarren führt. Also an einem Samstag ins Auto gesetzt und hingefahren.
Ich wollte sie eigentlich nur mal ausprobieren aber schon beim ersten Klang kam dieses "Ui"-Gefühl auf.
Da hat einfach alles gepasst. Optik (das Aging sieht wirklich aus wie eine schön gespielte Gitarre, nicht so übertrieben) und der Klang hat mich begeistert.
Vom Spielgefühl muss ich zugeben kann ich sie nicht mit einer der angespielten LPs vergleichen da der Hals ziemlich fett ist. Die Gibsons waren alle relativ schlank.
So ist es bei mir eine Maybach Lester 59 geworden und bis jetzt hab ich es nicht bereut.
Nebenbei schaut auch der Koffer sehr schick aus mit dem Muster :-D.
Das einzige was mich etwas gestört hat war der Geruch. Da fehlt halt dieser süßliche Gibson-Duft aber irgend etwas ist ja immer...
 
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Vielen Dank euch weiterhin für die Antworten!

Für 2,3 - 2,5 k findet man da vielleicht schon ne gebrauchte Gibson R8 oder LP Standards älterer Baujahre (80er / oder noch besser 90er)!
R8/R9 sind leider zu den Preisen nicht zu finden.
Was LP Standards angeht habe ich mich auch mal etwas umgeschaut aber wie xap sagt, ist der Preisunterschied zu einer neuen LP im Laden ziemlich gering (100-200€ weniger).

Und wegen Anspielen im Laden:
Mach den Blindtest!
Super Vorschlag, muss ich so mal ausprobieren.

Und bedenke, dass ein super fetter und warm-süßlicher Ton im Bandkontext nicht immer Trumpf ist
Danke für den Tipp, aber ich glaube nicht (zumindest nicht in vorhersehbarer Zeit) in einer Band zu spielen.

Ich wollte sie eigentlich nur mal ausprobieren aber schon beim ersten Klang kam dieses "Ui"-Gefühl auf.
Finde ich spannend, denn dieses "Ui"-Gefühl, hatte ich auch bei der ersten Maybach die ich probiert habe. Allerdings, war es auch die erste LP die ich in meinem Leben probiert hatte und habe es eher auf die LP-Form geschoben, als auf die Gitarre selbst.

Ich habe mir nun gesagt, dass ich insgesamt etwas abwarten werde mit dem Kauf. Werde ein paar Wochen vergehen lassen und schauen wie sich meine Stimmung bezüglich einer neuen Gitarre entwickelt... GAS und so :D
Falls der Wunsch nach einer LP weiterhin bestehen wird, werde ich durch ein paar Läden ziehen und meine Suche, mit Hilfe eurer Vorschläge, fortsetzen.
 
Was LP Standards angeht habe ich mich auch mal etwas umgeschaut aber wie xap sagt, ist der Preisunterschied zu einer neuen LP im Laden ziemlich gering (100-200€ weniger).
Aber 90er Gibson Standard ist nicht gleich 2023 Gibson Standard. Neu würde ich auch keine kaufen - würde andererseits aber auch nie im Leben eine andere neue Les Paul gegen meiner 91er Standard tauschen. Wenn du eine in der Nähe gebraucht findest, gib ihr mal ne Chance ;-)

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Meine 2 Cents zu dem Thema: Diskussionen bei Nitrolack über Verarbeitungsfehler zu führen ist imho verschwendete Zeit. Den Lack schaut man nur mal schief an und hat schon eine neue Macke drinnen. Insofern wäre meine Empfehlung: wenn sie sich gut spielen lässt und gut klingt dann kauf genau die Gitarre. Wenn du eine Les Paul willst kommst du imho aber nicht an Gibson vorbei, nicht weil alle Gitarren das non plus ultra sind, sondern weil es das Original ist. Das original weil es genau der Typ ist den die spielen die den Gitarre Typ groß gemacht haben. Letztendlich ist es die 'Legacy' die du bei Gibson erhältst und da spielt halt Psychologie ne Rolle.

Weil es auch Eingangs angesprochen wurde: chambered oder nicht spielt imho keine so große Rolle. Man kanns hören, aber nur im direkten A/B Vergleich und selbst dann bin ich mir nicht sicher ob da nicht Pickups oder Hardware den klaren unterschied machen. Den Vergleich hab ich auch schon gemacht, ich muss aber sagen das ich eher in Richtung chambered gegangen wäre für meinen persönlichen Geschmack. A) die Gitarre ist merklich leichter, b) sie fühlt sich etwas schwingender an. Betonung liegt auf fühlt. Im Blindtest hatte ich auch den Eindruck als würden die chambered Gitarren prinzipiell besser ankommen, sofern man es nicht weiss das die gechambered sind. Neben Maybach macht das z.B. auch Panucci Guitars dessen 59er ja auch als Referenz heran gezogen werden, kann also nkcht so schlecht sein. Ed Kkng (RIP) hatte ja auch einmal die Aussage gebracht das die einzuge Les Paul die an seine Burst herankommt eine CR8 (oder war es 9?) war und die kst - richtig gechambered. Unterschied ist wie gesagt sehr subtil und im Mix würde ich mich schwer tun überhaupt einen zu erkennen. So viel dazu :biggrinB:.
 
Habe mir vor mittlerweile fast nem Jahr ne aktuelle Gibson LP Standard 60s zugelegt.
Ich habe nicht damit gerechnet, aber es ist wahrscheinlich die perfekteste meiner Gitarren.
Keine Verarbeitungsmängel, tolle Optik, toller Sound aber was am signifikantesten war: Die Saitenlage ist von all meinen Gitarren die niedrigste ohne jegliches Schnarren (und ja: ich kann ne Gitarre einstellen ;) ).
Ein Traum, die zu spielen... Einziges Minus: mit 4,3 kg etwas schwer... (ist halt ein dickes Stück Holz ohne Kammern).
In der Verarbeitung kommt meine Gretsch Jet (made in Japan) zwar auf jeden Fall ran, aber nicht an die Saitenlage der Gibson (ca 1.2 bis 1.6 von hoch zu tief).
Die anderen Gitarren bekomme ich in der Regel auf 1,6 bis 2 was für mich absolut ausreichend ist (muss für mich nicht superflach sein), aber dabei bleibt mitunter noch etwas "Rest-Schnarren" bei stärkerem Anschlag...

Da Gibson hier gerne schlecht geschrieben wird und meine neuste Gitarre mir das Gegenteil aufzeigt, wollte ich das mal loswerden (für die Balance sozusagen...)

Meine anderen Schätzchen: Fender AM Pro 2 Tele, Gretsch Power Jet, 90' Gibson LP Studio, Burns Bison Custom Shop (und 5 weitere hier nicht weiter Relevante).
Die genannten Gitarren sind alle top. Die LP Standard setzt aber einen drauf. Muss nicht für jede LP gelten aber zumindest für Manche :)
 
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Da Gibson hier gerne schlecht geschrieben wird und meine neuste Gitarre mir das Gegenteil aufzeigt, wollte ich das mal loswerden (für die Balance sozusagen...)

Das fällt mir auch immer wieder auf. Während im Rest der Welt das Vertrauen in Gibson zurückkehrt weil sie seit dem letzten management Wechsel sehr vieles richtig machen und die Standard 50s und 60s insgesamt wahnsinnig gut ankommen, heißt es hier bei den meisten „Gibson = schlecht, 4ever and ever and ever“. Die meisten die ich persönlich kenne, die sich „niemals eine neue LP Standard“ kaufen würden, haben sich nie die Mühe gemacht, sie mal anzuspielen.

Wie dem auch sei - vielleicht gibt es ja noch eine zusätzliche Alternative: PRS hat ja gerade für die SE Linie auch eine McCarty 594 Serie auf den Markt geworfen, die wohl innerhalb der nächsten paar Monate in Deutschland landen wird. Die Reviewer meines Vertrauens sind von den Gitarren mehr als begeistert, vor allem für den Preis. Es sind auch zwei Single cuts in der Serie enthalten. Mit der könnte es ja eventuell auch Funken? Faded Blue und Vintage Cherry sind auch coole Farben bei denen mir schon die Finger kribbeln.

Also ich kann’s kaum erwarten sie mal anzuspielen. Die würde sich eventuell als leichtere Alternative für meine LP für den Live Kontext eignen. So als „Single Cut Workhorse“. Ich liebe meine Gibson LP Standard 60s Unburst, aber für einen 4-Stunden Gig ist sie vermutlich etwas heftig was das Gewicht angeht.
 
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Mir geht es ähnlich wie @ToyTerror.
Habe mir vor einem reichlichen Jahr eine LP Standard Slash zugelegt und es ist die beste Les Paul, die ich je hatte. Perfekte Verarbeitung, niedrige Saitenlage, satter holziger Klang und ein Gewicht von nur 3,6 Kg. Mittlerweile habe ich meine Customshop LP R9 verkauft. Und auch die Maybach Lester musste gehen.
 
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Ed Kkng (RIP) hatte ja auch einmal die Aussage gebracht das die einzuge Les Paul die an seine Burst herankommt eine CR8 (oder war es 9?) war und die kst - richtig gechambered. Unterschied ist wie gesagt sehr subtil und im Mix würde ich mich schwer tun überhaupt einen zu erkennen. So viel dazu :biggrinB:.
Hier war es (Ed war ein toller Gitarrist und ich finde auch ein sehr sympathischer und unprätentiöser Zeitgenosse): (y)





 
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Deshalb mal die Frage in die Runde, sind die Maybach Lester Gitarren weiterhin valide Alternativen zu einer Gibson Standard, wenn man bedenkt dann man letztere schon für 2300€ bekommt?
Im Netz liest man, dass Gibson seit ein paar Jahren wieder eine gute Qualitätskontrolle fährt, weshalb mich auch der Vergleich hinsichtlich Qualität der Gibson und Maybach Gitarren interessieren würde.

Eine Maybach Lester ist defintiv eine gute Alternative zu einer Gibson LP, sofern es keine Gibson sein muss ;).

Ich besitze selbst zwei Gibson LP (2016er Traditional, 2020er 50s Standard) und eine Lester (2018er 57 Black Velvet). Qualitativ sind alle drei Gitarren auf einem wirklich guten Level und geben sich mMn nichts. Auch der Gitarrenbauer meines Vertrauens hatte an allen dreien nichts auszusetzen.

Ich würde aber immer vor Ort im Laden anspielen und auch nur eine Gitarre kaufen, die ich vorher getestet habe. Ich hatte schon sowohl Maybachs wie auch Gibsons in der Hand, die mich qualitativ - jedenfalls für den aufgerufenen Preis - nicht überzeugt haben. Zudem gibt es auch innerhalb der Serien immer gewisse Schwankungen (z.B. beim Halsshaping), die zu haptischen und tonalen Unterschieden bei den einzelnen Gitarren führen.

Meine Lester habe ich beim Kauf im Laden unter fünf und meine 50s Standard unter drei gleichen Modellen ausgesucht. Und in beiden Fällen ist es letztlich jeweils die Gitarre geworden, die ich unter rein optischen Gesichtspunkten zunächst hinten angestellt hatte...

Wenn ich es richtig verstanden habe, wird bei Gibson LP zum Beispiel zwar Nitro Lack verwendet allerdings ziemlich "plasticized" während, bei Lesters wird noch das "Vintage" Nitro lack verwendet.
Als "plasticized" würde ich die Lackierung der Gibsons nicht bezeichnen wollen. Im Unterschied zu den Maybachs, bei denen der Lack aufgrund des Agings schon ab Werk matt daherkommt, sind die Gibson Standards am Anfang glossy und nach meinem Eindruck ggf. mit einer etwas dickeren Lackierung ausgestattet. Mit der Zeit wird der Lack der Gibsons aber durch das Spielen auch matter, z.B. im Bereich der Armauflage.

Ein deutlicher Unterschied der Lackierung liegt allerdings im Geruch. Während die Gibsons den allseits bekannten "Gibson-Duft" verströmen (selbst meine 2016er Trad. bis heute), hat die Maybach Lester zu Anfang einen eher unangenehmen Lackgeruch verbreitet, der allerdings nach einigen Wochen verflogen ist.

Dann gibt es noch den Punkt mit Weight Relief, welches bei Gibson Standards nicht durchgeführt wird während bei Maybach schon.
Auch kein entscheidender Punkt mMn. Meine 2016er Gibson LP Trad. (4,3 kg) hat ein "Traditional 9 Hole Weight Relief", die 50s Standard (4,2 kg) keines und die Maybach Lester (3,5 kg) ist wohl - wieviel auch immer - gechambert. Alle drei klingen aber eindeutig so, wie man es von einer LP-Gitarre erwartet.

Die beiden Gibsons haben zugegeben etwas mehr Druck als die Lester und klingen (bei gleichen Einstellungen am Amp) mittiger, holziger, erdiger als diese. Die Lester bietet stattdessen mehr Transparenz und Glanz in den Höhen. Gerade bei meiner 2016er Gibson Trad. können die Höhen im Gegensatz dazu auch mal mächtig "beißen", wenngleich diese von den dreien am meisten schiebt.

Diese Unterschiede im Klang würde ich allerdings den jeweils verbauten Pickups zuschreiben. Den in der Maybach Lester verwendeten Amber "Spirit of 59" Pickups fehlt es mMn etwas an den Mitten, die bei den beiden Gibsons eher ausgeprägt sind. Letztlich Geschmackssache, was persönlich besser gefällt, bzw. eine Frage, für welche Art von Musik man die Gitarre einsetzen möchte.

Ich jedenfalls wollte keine der drei in meinem Bestand missen...
 
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Habe letztes Jahr meine Les Paul Standart 60s gekauft,- für mich die perfekte Les Paul. Habe viele Hersteller von 500€-4000€ getestet (mehr wäre ich nicht bereit auszugeben). Eine 59er Lester hatte ich auch in der engeren Auswahl, war für mich ziemlich gleich auf mit der Gibson. Aber bei fast gleichem Preis wurde es dann doch das „Original“.
 
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Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen und besitze ebenfalls beide Variationen. Einmal das Original (LP Traditional von 2013) und einmal eine Maybach (Lester Gold Rush 57). Für mich gibt es bei diesen Modellen kein besser oder schlechter. Der Klang ist schon unterschiedlich im Direktvergleich. Die Gibson ist direkter, genauer und etwas fetter wie die Maybach. Diese wiederum klingt dafür transparenter und hat für mich etwas mehr Sustain (Klang mit Worten zu beschreiben ist immer so ne Sache). Die Unterschiede liegen aber im wesentlichen in der Pickup Bestückung (SD Alnico II Pro in der Gibson vs. Planet Tones Blues Heritage in der Maybach). Die Verarbeitungsqualität ist bei beiden Gitarren gut, auch bei der Gibson ;-). Das Aging der Goldrush finde ich sehr gelungen, was aber wiederum Geschmacksache ist. Einziger Nachteil der Gibson ist ihr Gewicht. Da sie kein "Chambering" hat ist sie sack schwer.

Unterm Strich gibt es denke ich nicht nur "die eine" Gitarre fürs Leben.... sondern durchaus auch mehrere :). Und ja, eine Gibson sollte man auch mal in seinem Besitz haben/ gehabt haben....
 
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M
  • Gelöscht von C_Lenny
  • Grund: Reinzitat Startpost

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