Verschiedene Sessions nachproduzieren/Mastern; Bitrate

von Basstration, 25.02.17.

  1. Basstration

    Basstration Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.17   #1
    Hallo zusammen.
    Eines vorweg: "Leaning by Doing" unterschreibe ich jederzeit, jedoch bin ich gerade nicht in der Nähe meiner DAW und möchte bei Rückkehr fix etwas für eine befreundete Band zusammenstellen, ohne lange zu probieren. Bzw. ich möchte vorher wissen, was zu tun ist. Ich bin Anfänger und danke vorab für Eure Hilfe.

    Ich möchte Live-Einspieler für den Hardware-Sampler einer Band zusammenstellen. Es handelt sich um Intro-, Outro- & Interludesequenzen zu den Songs. Also Pausenfüller.
    Ich habe mehrere vorproduzierte Intros von den jeweiligen CD-Mastern der Band. Diese liegen in 16 Bit, 44.1 kHz vor und sind bereits auf "Distributionslautstärke".

    Nun kommen einige neue Synthi-Einspieler dazu, die mit 24 Bit, 44.1 kHz exportiert wurden. Alle Einspieler sollen hinterher ähnliches Lautstärkeniveau besitzen und die gleiche Bitrate.

    - Kann ich bedenkenlos alle Einspieler (16 & 24 Bit durcheinander) als Items in eine Spur meines DAW Programmes (Reaper) ziehen, wenn das Projekt auf 24 Bit, 44.1 kHz eingestellt ist?
    - Dann würde ich die Lautstäke der Items anpassen um relativ ähnliche Pegelspitzen zu erzielen
    - Auf einer zweiten/dritten Spur würde ich weitere Synthi- & Sprach-Elemente hinzufügen, quasi als Overdub aufnehmen.
    - Anschließend die 2-3 Spuren rendern mit 24 Bit, 44.1 kHz (Mixdown)
    - Den Mixdown als neues Projekt laden und einige Mastering-Plugins anwenden, um Homogenität zu erreichen. (Kompressor, Fake-Röhrenwärme, EQ, Limiter)
    - Die 14 oder 15 Sequenzen mit Markern (Regionen) versehen und als Einzeltracks auf 16 Bit rendern. Hier wird wohl Dithering notwendig sein. Frage:
    - Ich teste zur Zeit einen VST Brickwall-Limiter mit Ditheringfunktion (NoizLab 7 Step Mastering Suite). Wenn ich Dithering auf "On" schalte, muss ich das Dithering in der DAW dann weglassen im
    Rendering-Menü?

    Kurz: 16 und 24 Bit Items im gleichen Projekt: Ja/Nein? Und: Dithering - Im VST, im DAW-Menü, oder beides, weil das Eine das Andere unterstützt?
     
  2. Laguna

    Laguna Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 25.02.17   #2
    Hallo,
    Die meisten DAWs speichern diese Settings mit dem Projekt ab. Innerhalb eines Projekt sind alle Dateien in der gleichen Samplingrate und Bittiefe. Wenn du versuchst, eine Datei mit abweichender Samplingfrequenz oder Bitrate zu importieren, wird diese konvertiert. Das ist heutzutage ein Vorgang, über den du dir nicht viele Gedanken machen musst, das passiert einfach. :great:

    Da du das Material von einer gemasterten CD hast, werden die neuen Elemente deutlich leiser klingen. Entweder du passt die Tracks bezüglich RMS Lautheit an, oder (besser) du benutzt einen Kompressor um die Dynamik des neuen Materials anzugleichen.

    Das kannst du auch gleich in einem Projekt machen. Bei einer überschaubaren Anzahl an Tracks lohnt sich ein eigenes Mastering Projekt imho nicht. Wenn es dir aber zur Übersichtlichkeit hilft, mach das. Viel Nachbearbeitung würde ich hier aber nicht anwenden, es soll halt "zusammen passen". Da das alles aber ja für Live gedacht ist, geht es eher um den Grundsound, als um Nuancen.

    Frag auch bitte die Band, was für ein Audioformat für die Einspieler notwendig ist. Vermutlich kannst du die Soundfiles auch in 24Bit übergeben und sparst dir dann das Dithering.

    Ja. Zweimal Dithern bringt dir nur mehr Rauschen und das möchte man meistens vermeiden..


    So Far...
    Laguna
     
  3. rbschu

    rbschu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.17   #3
    Zunächst: Du kannst in ein 24 Bit Projekt jede Datei einladen, die sich in Reaper überhaupt einladen lässt. Auch eine grauenhaft gerenderte MP3. Sie wird dadurch aber nicht besser, sondern nur in den Pool der Items aufgenommen.

    Bis zum Mixdown Deiner Komponenten ist m.Mng nach alles okay, sofern Du auf RMS Lautheit hin optimierst. Auch das Mastering geht in Ordnung, sofern Du auf koheränten Klang achtest und nicht nur dran rum schrauben willst, weil Du eben dran rum schrauben willst. Sodann willst Du alles in 16 Bit rendern, wofür Du das Dithering nutzen solltest. Und für das würde ich beides mal einschalten.

    Aber was ich nicht verstanden habe: Zum Schluss hast Du eine Reihe Soundschnipsel in 16 Bit. Die sollen dann in den Sampler geladen und per Tastatur abgerufen werden?
     
  4. Basstration

    Basstration Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.17   #4
    Danke für die schnelle Antwort, Laguna. Dann werde ich wohl Overdubs, Trackmarker und ein paar Angleichungen im Master-Channel direkt in einem Projekt erledigen, ohne Mixdown. Rein theoretisch: Der Brickwall-Limiter in VST-Form dithert das durchgeschleuste Signal, das heißt, beim Abspielen des Projektes könnte man hier Dithering an und aus schalten und A/B abhören?

    Edit: @rbschu: Genau. Es liegen dann 20-30 sekündige Sequenzen ähnlicher Klang- und Lautstärkequalität vor, die der Drummer nacheinander per Schlag aufs Pad abspielt zwischen den Liedern.
    Ändert sich die Seltiste der Band, ändert sich auch die Reihenfolge der Sequenzen. Daher Einzeldateien.
     
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  5. The_Dark_Lord

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    Erstellt: 06.03.17   #5
    Wenn dein verwendeter Limiter tatsächlich eine Dithering-Funktion bietet, dann ja.
     
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