da ich die Alterspyramide komme sehe. Wenn die Besitzer von heute bald sterben, dann werden die Angehörigen wenig damit anfangen können und der Markt wird immer mehr geflutet. Auch die heutige Generation junger Gitarristen wird in der Mehrheit damit wenig anfangen können bzw. legt auf ganz andere Dinge wert. Die Idole von früher sind heute bzw. bald keine Idole mehr.
Soweit bin ich derselben Meinung.
Meiner Meinung nach sollte man das Thema Vintage Gitarren/Amps sein lassen. Ich habe längst verkauft
So strikt sehe ich das aber nicht. Es kommt halt drauf an, ob man den vintage Kram zwecks dem
persönlichen Spaß an der Freud hat und kauft - wie es bei mir ist -, oder nur wegen einem Gewinnstreben. Und wenn es ersteres ist, dann muss man halt für sich selbst entscheiden, ob man das "Must Have" oben anstellt, oder ob man mit "Nice To Have" und Warten-Können leben kann. Für mich gilt da letzteres. Und damit fahre ich seit meinem "Wiedereinstieg" ins Musizieren vor gut 20 Jahren bestens. Aber ja, es gibt keine Regeln und keine guten oder schlechten, sondern eben nur persönliche Ziele.
Wenn es denn der Fokus des vorliegenden Threads sein soll, dann auch noch zum Price-Guide. Die Reihe heißt nicht "Price List", sondern "Guide" Daher widerspreche ich der Behauptung, dass es sich um
handelt. Amtlich ist da schon mal gar nichts und es (das Nachschlagewerk) will das auch gar nicht sein. Solche Behauptungen (d.h., dass die Angaben "amtlich" wären) beflügeln aber bei einigen Leuten falsches Verständnis! Es handelt sich um einen "Guide", also einen "Führer" (jetzt bitte kein Aufgreifen wenig rühmlicher Bedeutungen dieses Ausdruckes!). Wie z.B. bei einem Reiseführer, sind die Angaben darin als eine Möglichkeit zu verstehen, wie ich z.B. von München nach Hamburg komme. Und ob der Weg jetzt besonders schön, energieeffizient oder schnell ist, kann jeder nur retrospektiv und individuell entscheiden. Die Angaben sind auch deshalb nur Möglichkeiten, weil eben niemand aus der Leserschaft wirklich weiß, welche konkreten Gitarren in welchen genauen Zuständen unter welchen persönlichen Umständen hier preislich berücksichtigt sind.
Die Angaben kann man mit eigenen Recherchen- und Beobachtungsergebnissen überprüfen, untermauern oder widerlegen - wie viele hier schrieben, sind ihre Beobachtungen durchaus von den Angaben in den Büchern verschieden. Aber warum brauche ich dann für mein eigenes Wissen noch das Buch? Es ist ein Businessprodukt von Herausgeber und Verlag. Der Kundenkreis sind Leute, die Ihre Gitarren darin nachschlagen und sich freuen, wenn immense Preissteigerungen über die Jahre (da man das halt im für Herausgeber und Verlag optimaler Weise) jährlich kauft.
Also, wer sich an den Büchern erfreut, dem gratuliere ich ganz ernstgemeint dazu, eine für ihn interessante und unterhaltsame Lektüre gefunden zu haben. Wer den Büchern nichts abgewinnen kann (i.d.R. hat man, wie ich mal zwei Jahrgänge selbst genutzt), dem gratuliere ich auch zur Erkenntnis.
Aber, bitte versteht diese Bücher nie und nicht als amtliche Nachschlagewerke!!!