Vocals bearbeiten?

von DOH, 20.08.03.

  1. DOH

    DOH Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.08.03   #1
    Wie bearbeitet man Gesangsaufnahmen am besten?

    -Was für Effekte setzt man drauf?

    -Welche wirkungen hat der EQ auf die verschiedenen Frequenzen?
    also z.B. die Sprachverständlichkeit......., oder vielmehr welche freqs
    sollen angehoben und welche abgesenkt werden?

    Danke. Gruß DOH
     
  2. Patrick Beyer

    Patrick Beyer Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 21.08.03   #2
    Hallo, ich weiß jetzt zwar nicht, ob du nicht im Recording-Forum besser aufgehoben wärst mit deinem Thread (weil die meistens Spezialisten von dort wohl seltener hier rein gucken) aber ich mach mal den Anfang.

    Also im Prinzip kannst du alle Effekte auf die Stimme geben, da es zum Experimentieren eigentlich keine Kombinationen gibt, die zu verrückt sind. So ist eine Verzerrung (Scooter momentan) ebenso beliebt wie oft das Pitching zur MickeyMouse.
    Standards, die eigentlich immer benutzt werden sind Hall, Raum, Delay. Aber auch Chorus ist manchmal angesagt und Delay wird auch häufiger mal - je nach Musikstil - zum Doppeln eingesetzt.
    Grundsätzlich sollte man die Effekte aber - eben auf Grund der Möglichkeit von "alles zurück auf null" - wenns irgend geht als Send Effekte nehmen und nicht als inserts.
    Kompressoren, Gates und EQ sollten natürlich schon im Insert weg sein - wobei das ja auch meistens keine Effekte sind.

    Beim EQn solltest du die unteren Frequenzen absäbeln mit einem Low-Cut (auch High-pass-filter). Dabei kannst du bei Frauenstimmen den Cut höher ansetzen als bei Männern (hier liegt die tiefste Frequenz bei 80Hz). Das aber nur dann, wenn du einen richtigen Bass EQn willst. Ansonsten kannst du guten Gewissens bei 100Hz immer cutten.
    Zur Sprachverständlichkeit wolltest du die Mitten, bei Frauen die gehobenen Mitten etwas anheben. Hebst du die Höhen an, dann erhälst du den sogenannten AIR-Effektm also viel Atem, viel Luft ist zu hören und wenn du ein schlechtes Mikro und schlechte PreAmps benutzt kriegst du auch viel mehr Rauschen. Wenn du die unteren Frequenzen anhebst, dann kriegt die Stimme mehr "Wärme", wird also dunkler und unten kräftiger.

    Probier einfach mal ein bisserl herum, denn probieren geht über studieren!
     
  3. DOH

    DOH Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.08.03   #3
    Danke hast mir sehr geholfen..., schreibs aber vieleicht noch ins recording forum.... :D
     
  4. Patrick Beyer

    Patrick Beyer Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 22.08.03   #4
    Klar mach das, da wirst du bestimmt noch mehr Tipps kriegen, denke ich. 8)
     
  5. Martin Hofmann

    Martin Hofmann HCA Bass & Band HCA

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    Erstellt: 22.08.03   #5
    Effekte und EQ für Sänger sind das Salz in der Suppe. Ich habe schon oft genug Bands gehört, die ihres Messages live nicht rüber bringen konnten. Auch die Effekte werden oft dem Mann am Mischpult überlassen, der die Songs vielleicht gar nicht kennt und dann halt ein bischen Delay reindreht.

    Fakt ist - bei meinen Bands Seconds Out und Echoes ist Hall mehr oder weniger voerboten. D.h. das wird tatsächlich dem FOH Mixer überlassen. Allerdings Delays machen wir immer selbst. Dazu reicht mir ein Digitech Vocl 300. Das Problem dabei, der FOH-Mann ist es nicht gewohnt, einen Lautstärkeregeler für Effekte aus der Hand zu geben und dreht laufend dran rum mit dem Resultat, dass das Monitor-Signal oft so schwach wird, dass man selbst nicht mehr mit dem Delay "spielen" kann.

    Schwieriger wird es bei Effekten, die dem Signal nicht "zugefügt" werden wie Echo oder Hall, sondern das Signal selbst bearbeiten: Kompressor, EQ etc. diese FX überläßt man in der Regel auch dem Mixer, da der sie von unten besser einstellen kann. Z.B. können viele Geräte beide Arten von Effekten produzieren. Man kann jedoch im Einschleifweg oder AUX-Weg nur bedingt mit EQ bzw. Kompressoreinstellungen experimentieren, da meist der Pegel des Gesangs beeinflußt wird - hier sollte nur EIN GERÄT PRO MIKROFON eingesetzt werden!

    EQ - gut kingende EQs sind SEHR TEUER! Wenn Ihr die Möglichkeit mal habt einen richtig teuren EQ zu testen, macht es. Bei manchen EQs kann man einstellen was man will und klingt immer irgendwie geil... Solche EQs kommen aber in den wenigsten PA-Anlagen vor - daher versuche ich immer SO WENIG EQ WIE MÖGLICH zu verwenden. Dazu braucht man allerdings gute Mikros und gut klingende Instrumente. Wegen dieser Grundphilosophie schaffen wir es oft innerhalb von 20 Minuten mit dem Soundcheck fertig zu sein...
     
  6. toughbeats

    toughbeats Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.09.04   #6
    Kann mich nur meinem Vorgänger anschließen. Weniger ist mehr ! - Wenn die Komposition alles zudröhnt hilft dir in letzter Konsquenz auf der beste EQ und auf kein Lexicon Hall nichts mehr.
    Ansonsten würde ich erst wenn der Gesamt - Musikmix steht mit Effekten ( Hall, Kompression - je nach Musik etwas Harmonizing) vorsichtig arbeiten.
    Frequenzbereich für den Gesang freihalten - d.h. bei den anderen Instrumente etwas rumschrauben um Platz für den Gesang zu schaffen. Ist viel Arbeit - lohnt sich aber immer. Immer dran denken - der Gesamteindruck der Musik ist entscheident :cool:
     
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