Von der Suisa zur Gema?

von stefunk, 01.03.16.

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  1. stefunk

    stefunk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.16   #1
    Hallo Leute,

    angenommen man wäre ein Schweizer Musiker der seit einigen Jahren glücklich in Deutschland lebt. Wegen der Vergangeheit in der Schweiz wäre man noch bei der SUISA angemeldet (die Schweizer GEMA). Wenn so ein Musiker nun daran wäre ein neues Album zu produzieren...

    sollte jemand in so einer Sitation zur GEMA wechseln?

    Es wäre sicherlich ineffizient sich die Tantiemen von einem ausländischen Unternehmen "verwalten" zu lassen, andereseits würde so ein Künstler für den Druck der CD praktisch keine Vervielfältigungskosten zahlen. Dies wenn er und sein Label bei der SUISA sind, bei der es praktisch keine Lizenzkosten für den Druck gibt.

    Was denkt ihr, was sollte man als Künstler tun wenn man in so einer Situation wäre?

    Vielen Dank für eure Gedanken darüber... das ganze rechtliche ist immer so unübersichtlich..
    Stefunk
     
  2. Alisa

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    Erstellt: 02.03.16   #2
    Das hängt davon ab, in welchem Umfang die Werke des Künstlers in Deutschland genutzt werden, d.h. ob die Songs auf deutschen Radiostationen laufen werden und/oder ob der Künstler die Songs bei Konzerten in Deutschland live aufführt. Wenn dies der Fall ist, lohnt sich ein Wechsel zur GEMA.

    Wenn es sich jedoch nur um eine "hobbymäßige" Albumproduktion mit kleiner Auflage handelt und keine weiteren Einnahmen aus dem Live- oder Rundfunkbereich zu erwarten sind, würde sich ein Wechsel zur GEMA nicht lohnen.
     
  3. Alisa

    Alisa Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.03.16   #3
    Man kann übrigens die Wahrnehmungsrechte einer Verwertungsgesellschaft auch auf bestimmte Territorien begrenzen. D.h. der Künstler könnte z.B. SUISA-Mitglied bleiben und nur das Territorium Deutschland aus dem Vertrag mit der SUISA herausnehmen lassen. Bei der GEMA könnte er dann zusätzlich Mitglied werden und der GEMA nur die Wahrnehmungsrechte für Deutschland übertragen, der Rest der Welt würde weiterhin von der SUISA wahrgenommen. (Ist ein bisschen komplizierter, da dann von beiden Verwertungsgesellschaften Abrechnungen kommen und auch die Songs immer bei beiden separat registriert werden müssen etc., kann in bestimmten Fällen aber sinnvoll sein.)
     
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