von g dur nach f dur

von Don_Tommi, 02.08.07.

  1. Don_Tommi

    Don_Tommi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.08.07   #1
    hallo zusammen,

    ich bastle grad n medley bekannter bounce melodien zusammen. jetzt wollt ich euch mal fragen, ob jemand ne ausgefallene idee hat zu nem tonartübergang von g in f.
    über c7 klingt mir zu langweilig, wenn ich ehrlich bin!

    Thomas

    EDIT: zusätzlich mal noch die frage: gibt im internet sowas wie ne übersicht, was alles möglich ist um von einer tonart in die andere zu kommen? klar, geht heute fast alles, aber trotzdem, wäre ab und zu hilfreich wenn man nicht immer alles im kopf hat!
     
  2. theCXT

    theCXT Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.08.07   #2
    ein bischen mehr spannung kriegst du, wenn du noch die None zu deiner Vorhaltsdominante hinzufügst und dafür den Grundton weglässt. In deinem Beispiel würde also aus dem C7 ein Em7/5-/9 werden.

    Alternativ kannst du Schrittweise einzelne Töne der zugrunde liegenden Skala alterieren, neu Kadenzieren und damit Leittöne zur neuen Tonart herstellen (klingt besonders gut wenn moll die Zieltonart ist)

    edit: du kannst auch einfach das h zum b alterieren, wäre in dem fall sicher einfacher. am besten du streust n fill-in ein in dem du den übergang von c-dur nach c-mixolydisch hast
     
  3. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 02.08.07   #3
    Der Tonartwechsel erfolgt sehr oft mit der Dominante der neuen Tonart.

    Diese Dominante kannst du in allen möglichen Formen verwenden:
    C7, C7sus4, C9, C9sus4, ...

    Interessant wäre vielleicht auch eine II-V-Verbindung als Überleitung
    ... | G | Gm7 | C7 | F | ...

    auch wieder in allen Variationen möglich.

    Oder eine kurze Dominanten-Kette:
    ... | G | G7 | C7 | F | ...

    Oder eine Kette von II-V-Verbindungen:
    ... | G | Dm7 | G7 | Gm7 | C7 | F | ...

    In allen Fällen kannst du die Akkorde noch beliebig färben (Sus, Tensions, Alterations)

    Gruß
     
  4. wiesenforce

    wiesenforce Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 02.08.07   #4
    Du kansnt glaube ich auch von F Dur zu A Moll gehen und dann auf G Dur..

    eine Variante gänzlich ohne C
     
  5. rangaroek

    rangaroek Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.08.07   #5
    Tritonus Substitution SUB(II V) ...

    ... | G | Dm7 | Db7 | Dbm7 | Gb7 | F | ...

    Gruss
     
  6. SuiMizu

    SuiMizu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.08.07   #6
    Hey MaBa,

    eine Frage hätte ich mal zu dieser Kette von II-V-Verbindungen :

    Gehst du in Takt zwei und drei über C-Dur? Weil ich kann mir das grad nicht so erklären. Bin auch relativ neu auf dem Gebiet.

    Für mich wäre das ja : G = noch G-Dur --> dann Dm7 und G7 = das wäre ja dann C-Dur mit ii-V --> danach Gm7 und C7 = das ist F-Dur in ii-V --> F-Dur = ist klar

    Aber wie gesagt, der Übergang von Dm7 und G7 wäre für mich C-Dur ii-V. Würde nur gerne wissen, ob das richtig ist. Vielleicht steig ich ja langsam hinter..

    Gruß, Sui
     
  7. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 03.08.07   #7
    Deine Analyse ist richtig.

    Dm7 G7 ist die II-V von C-Dur. C wird zwar vorbereitet, aber statt der Auflösung C kommt jetzt die II-V von F-Dur, diesmal mit Auflösung.

    Im Prinzip ist das eine Dominantenkette, dessen Dominanten mit relativen IIm7 Stufen verlängert wurden.

    Wenn du so willst, wandern wir durch den Quintenzirkel von G-Dur über C-Dur nach F-Dur.

    Gruß


    p.s. Dm7 G7 kann in G-Dur auch als sekundäre II-V-Verbindung zur Subdominante (Stufe IV) eingesetzt werden. Das ist das, was ich vordergründig bei dieser Akkordfolge höre.
    . . . z.B. ||: G | Dm7 G7 | C | D7sus4 :||
     
  8. SuiMizu

    SuiMizu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.08.07   #8
    Uuuh, böse Frage von mir. Hat das was mit dem Quintfall (oder so ähnlich?) zu tun?
    Ich hab mal gelesen, dass man eine Akkordprogression auch mit mit Quintabständen schreiben kann. Also dass die Grundtöne der folgenden Akkorde immer im Quintabstand zueinander stehen. Ist dies richtig? Wenn ja, hat das was damit zu tun?


    Was ist denn eine sekundäre II-V-Verbindung zur Subdominante?
     
  9. Don_Tommi

    Don_Tommi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.08.07   #9
    also zuerst mal danke für die vielen antworten!
    hat mir ziemlich weitergeholfen!

    jetzt noch ne allgemeine frage: mit welcher literatur habt ihr euch das wissen angeeignet? oder was könntet ihr mir empfehlen?
     
  10. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 03.08.07   #10
    Quintfall ist einfach die Abwärtsbewegung des Grundtones um eine Quinte. Unsere Harmonik ist geprägt durch den Quintfall. Diese modulierenden Akkordfolge enthält ihn drei mal: (mit Pfeilen angedeutet)
    | G | Dm7 ->| G7 | Gm7 ->| C7 ->| F |

    Kann es sein, daß du die Vollkadenz meinst? Hier sind alle diatonischen Stufenakkorde im Quintfall angeordnet.
    Die Grundtonbewegung in der Vollkadenz ist: I-IV-VII-III-VI-II-V-I

    Meist werden nur Ausschnitte dieser Vollkadenz verwendet, wie II-V, II-V-I, VI-II-V-I, u.s.w.

    II-V steht für die Akkorde auf der zweiten und fünften Stufe, die sich zur Tonika ( I ) auflösen.

    In Dur ist es IIm7 und V7 (Moll-Septakkord auf der II und Dominant-Septakkord auf der V)
    In Moll ist es IIø und V7 (Halbverm. Septakkord auf der II und Dominant-Septakkord auf der V)

    Nun können wir auch fast* jedem anderen Stufenakkord eine Dominante voranstellen, die sich im Quintfall in eben dieser Stufe auflöst. Diese neuen Dominanten nennt man Sekundär-Dominanten. (Sekundär-Dominante, weil es nicht die Hauptdominante ist)
    (*Der halbverminderte Stufenakkord taugt nicht als Ziel. Er ist zu instabil. Außerdem wäre die Dominante auf keiner diatonischen Stufe mehr)

    Diesen Sekundär-Dominanten läßt sich jetzt auch noch eine relative II. Stufe voranstellen. Diese Akkordverbindung nennt man dann sekundäre II-V-Verbindung.

    Wenn du mitgekommen bist, sollte jetzt klar sein, was "sekundäre II-V-Verbindung zur Subdominante" bedeutet.

    Zu dem Beispiel von oben (G-Dur): G | Dm7 G7 | C | D7 | G
    • Subdominante in G-Dur ist C
      Stufensymbol: IV
    • Sekundär-dominante, die sich nach C auflöst ist G7
      Symbol: V7/IV
    • Sekundär-dominante mit vorangestellter relativer Stufe II ist Dm7 G7
      Stufensymbol: (IIm7 V7)/IV

    Im Unterschied zur Modulation wird hier der Zielakkord nicht als Tonika einer neue Tonart, sondern weiterhin als Funktion (Stufenakkord) der alten Tonart verwendet.

    Gruß
     
  11. SuiMizu

    SuiMizu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.07   #11
    Gut, danke für deine Hilfe. Hat mir echt weitergeholfen und hab mal wieder eine Menge von dir gelernt! ;)

    Nur eine Frage noch : Was passiert denn bei einer Modulation genau?
    Werden da einfach nur einzelne Töne eines Akkordes verändert, damit er zum nächsten besser passt? Wann braucht man das? Nur bei einem Tonartwechsel, oder gibt es noch andere Verwendungsmöglichkeiten? Beispielsweise die Veränderung eines Akkordes, um an einem bestimmten Zeitpunkt eine Art Emphase zu ermöglichen?

    Und danke für den Tipp mit der Vollkadenz. Das ist echt eine nette Sache!

    Nebenbei : Welche Tastenkombination muss man eingeben, damit man das "ø" (halbvermindert-Zeichen) erhält? (Ist das Zeichen für einen normal verminderten Akkord das "°" ? Ich seh immer so viele verschiedene Zeichen für ein und dieselben Akkorde! Gibt es dafür eine Liste?)

    Fragen über Fragen! Aber gut, dazu ist das Board ja da. :)
     
  12. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 04.08.07   #12
    Von Modulation spricht man nur bei Tonartwechsel (Wechsel der Tonalität).

    Es gibt aber viele Möglichkeiten, den diatonischen Raum unseres Dur/Moll-Systems zu erweitern, ohne daß der Bezug zur Tonalität verloren geht. Dazu gehören die oben erwähnten sekundären Dominanten und ihre II-V-Verbindungen. Weitere Mittel sind Substitut-Dominanten und Modal Interchange. Da gibt es hier im Forum auch schon einige Beiträge.
    Dadurch, daß diese Funktionen selbst nicht mehr diatonisch sind, habe sie einen hohen Spannungsgrad und eignen sich für musikalsiche Höhepunkte.

    Um eine Modulation unauffällig zu gestalten, verwendet man Übergangsakkorde (Drehpunktakkorde), die in beiden Tonarten ähnliche Funktion haben.

    Je mehr Funktionen du kennst, desto leichter findest du schöne Drehpunktakkorde. Alle nichtdiatonischen Funktionen (Sekundär- und Substitut-Dominanten, verminderte Akkorde, Modal-Interchange-Akkorde) eignen sich besonders für eine Drehpunktmodulation.

    Daß sich bei einer Modulation von Akkord zu Akkord nur wenige Töne ändern, ist nicht immer so.

    Bei gedrückter ALT-Taste 0248 auf dem Ziffernblock tippen.
    Oder die Zeichensatztabelle (Programme/Zubehör/Systemprogramme) öffnen und den Buchstaben kopieren.

    Vielleicht hilft dir dieser Link weiter: Akkordbenennungen

    Gruß
     
  13. kleinershredder

    kleinershredder Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.08.07   #13
    richtig spannend klänge es auch, wenn du g-c#-a-f spielen würdest.
    also g als tonika dann c# als doppeldominantgegenklang, dann a als doppeldominante und als übergang zur neuen tonika f dienlich, als tonikagegenklang.
    der tritonusschritt von g nach c# klingt echt evil :D
     
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