Wann ist jemand gut?

von DerDrache, 25.08.04.

  1. DerDrache

    DerDrache Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.08.04   #1
    ich weiss, das ist eine sehr schwere Frage, vorallem in einem Forum.

    Aber kann man sagen, wann jemand gut ist. Z.B. wenn er mit der rechten Hand flüssig accorde greifen kann, oder doppelgriffe. oder irgend sowas?

    Natürlich ist gut jetz auch wieder relativ. Sagen wir, dass man dann gut genug ist, dass man einer Band zugemutet werden kann.

    Kann man das sagen? Und wenn ja wie.
    (Bitte keine nonsense Posts)
     
  2. Gomer

    Gomer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.08.04   #2
    Gut ist ja nicht gleich gut, man kann gut für ne Band sein, aber zum Solospiel recht ungeeignet, und umgekehrt. (das wird wieder ein langer Beitrag...)

    Was das Solospiel angeht: Ich denke man ist "gut", wenn man sich ein gewisses Repertoire angeeignet hat, mit dem man mehr als nur zehn minuten spielen kann, und wenn man vor allem in der lage ist, "schön" zu spielen. Oder wie es früher gern hiess, wenn man "das klavier zum singen bringen kann" ,was zugegeben beim Rock-Klavier nich grad den nagel auf den Kopf trifft, aber die Kernaussage ist, dass man zu angemessener, differenzierter Interpretation fähig ist, einen variablen Anschlag hat (ich kenn leute die können echt nur aufs klavier eindreschen) usw.

    Hier passt ein Zitat von Horowitz recht gut:

    "Klavierspiel besteht aus Vernunft, Herz und technischen Mitteln. Alles sollte gleichermassen entwickelt sein. Ohne Vernunft sind Sie ein Fiasko, ohne Technik ein Amateur, ohne Herz eine Maschine."

    Das von einem Profi, da wird er wohl recht haben.

    Ich finde, man sollte auch in der Lage sein, nicht nur einen Stil sinnvoll wiederzugeben, auch wenn das weniger ein Kriterium ist. Wenn jemand zwar in der Lage ist, fehlerfrei Rock-Stücke in die Tasten zu hämmern, aber bei allem anderen versagt, würde ich ihn nicht wirklich für gut halten, genausowenig jemanden, der passabel Bach spielt, aber bei Ragtime oder sowas versagt...

    Tja und die Vernunft eben. Klassik im Rockstil, oder umgekehrt, das mag möglich sein und mal ganz interessant klingen, aber da zwängt man etwas in eine Form, in die es nicht gehört... (Womit ich nicht sage, dass eine sinnvolle Mischung beider Stile nicht möglich ist).

    Zum Spiel in der Band ist die sache einfacher, wenn man obiges erfüllt oder zumindest ein bisschen erfüllt, und dann noch gut mit anderen Zusammenspielen- und arbeiten kann, und sich keiner beschwert, dann ist man glaube ich gut.
     
  3. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 25.08.04   #3
    Gemessen an der Tatsache, dass ich in erster Linie für mich spiele, weil ich Spaß daran habe, bin ich gut, wenn ich mit dem Stück, das ich gerade gespielt habe, zufrieden bin. (Toller Satz mit vielen Kommas ...)

    Gruß,
    Jay
     
  4. DerDrache

    DerDrache Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.08.04   #4
    schon mal danke für die Mühe mit dem Beitrag. Er hat mir im großen und ganzen auch schon sehr geholfen. AAAAAAAber:

    genau das isses ja. wann beschwert sich denn keiner?
    mir is klar, dass das eine schwierige frage is und ich keine 100 %ige Antwort erwarten kann.
    nochmal danke
     
  5. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 26.08.04   #5
    Wenn es um das "Bandspiel" geht und da speziell um die Frage "Ist der gut genug für die Band", dann würde ich es auf folgendes reduzieren:

    Wenn jemand in der Lage ist, songdienlich zu spielen, und zwar im jeweiligen Stil, dann ist er gut genug.
    Was songdienlich ist, kommt auf die Richtung an: Beim Jazz sind sicher Improvisationskünste gefragt, bei einer Coverband muss man sauber und präzise ein großes Repertoire möglichst 1:1 spielen können, beim Bluesrock ist Zurückhaltung gefragt, dafür aber ein sattes Akkord- und Begleitspiel ("Teppich") usw...

    Wenn er dann noch Reserven hat und ab und zu mal richtig "auspacken" kann, dann ist er richtig gut.

    Jens
     
  6. inveteracy

    inveteracy Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 26.08.04   #6
    Meiner meinung nac is der wihtigste Punkt, dass man weiß WAS man spielt.
    Also nicht nur nach Noten abspielen (ist zwar auch wichtig...aber nur zum lernen), und sich seine eigenen Gedanken dazu machen. Dh, Ich kenne Leute die spielen den seufzer nach blatt, und wissen nichtmal was c7 ist...
    Also, meistens sind ja klavier noten für bands recht rar, und da muss man sich dann schon seine eigene variation machen, weil die idioten von powertabs ja alles für gitarre schreiben, was man teilweise mit dem klavier gar nicht spielen kann....

    Aber ich denke, das kommt auch alles mit dem spielen in einer band, nur die grundadern sollten schon dasein...aber nach einem jahr in ner band, wird man echt "reifer" was das spielen angeht... am anfang nur akkorde am besten mit verzerrtem keyboard und nur akkorde(lol) und dann kommt langsam die erleuchtung, was man eigendlich für eine scheiße zambaut und für einen krach macht, und dannn bessert sich alles solangsam, aber ich glabe das macht jeder mal durch. Vorallem die die lange klassik gespielt haben und dann wirklich keinen bock mehr auf noten habn. aber ohne noten gehts halt nicht, und nur akkorde ist auch nicht schön.

    Lange Rede kurzer sinn; ein berühmter genialer und ebenso perfekter Pianist (nämlich ich) hat mal gesagt:
    (wenn man noch nie in einer band gespielt hat)
    Man kann nie reif genug für eine band sein,sondern zusammen in der band wird man erst reif.... ach bin ich heute wieder philosophisch....

    Mein herz ist rein die welt ist klein....und mit diesem "hauch von nichts ausagendem beitrag" verabschiede ich mich hier mal...

    :eek: :confused:
     
  7. DerDrache

    DerDrache Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.08.04   #7
    so nichtssagend is der beitrag gar nicht. big thx. ich hätte nicht gedacht, dass ich so ne schöne antwort bekommen kann. besser kann mans wahrscheinlich nicht mehr sagen.
    jetz muss ich mir nur noch ne band herzaubern :(
     
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