Warum eigentlich die B-Saite?

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Snake79
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Hi!

Das die B-Saite anders ist als die anderen fällt ja sofort auf. Man muss ja auf allen Saiten im 5 Bund greifen um die nächst höhere Saite zu kriegen außer bei der B, die fällt aus dem Schema raus.

Jetzt hab ich mich ein bisschen mit dem Griffbrett auseinandergesetzt und mir ist folgendes aufgefallen. Wenn man die ersten 5 Bünde nimmt (also ohne leere Saiten), hat man im Grunde alles was man braucht. Auf der Tiefen E-Saite im ersten Bund fängts mit F an, dann F#, G, G#, A, A#, B, C, C#, D, D#, E und schließlich fängt das ganze wieder bei F auf der D-Saite im 3 Bund an (aaaah, jetzt ist der Groschen gefallen warum die Saiten so gestimmt sind XD!). Einzige Außnahme ist, dass es auf der G-Saite im 5 Bund mit C aufhört und auf der B-Saite nicht mit C# weiter geht sondern nochmal C kommt.

Hat das einen bestimmten Grund? Ist die B-Saite vielleicht als "Ausweichsaite" gedacht, damit man bestimmte Sachen einfach anders greifen kann?

Snake
 
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Akkorde lassen sich einfach leichter greifen.
 
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Ok, macht Sinn. Die "Boxen" von denen die immer bei Scales reden sind dann wahrscheinlich auch immer 5 Bünde groß, oder? Eigentlich sollte das bei dem Brümmer irgendwo ganz fett drin stehen, dass man in 5 Bünden alles wichtige zusammen hat. Vieleicht hab ichs aber auch einfach nur übersehen...

Ich frag mich ob Guitar Hero deswegen 5 Knöpfe hat. Wenn die Songs da tatsächlich so aufgebaut sind ist das ganze am echten Gitarre spielen näher dran als ich dachte.
 
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Hi!

Wie du richtig erkannt hast, sind alle Saiten (außer die B-Saite) im sog. Quartenabstand (= 4. Ton) gestimmt. Die B-Saite liegt nur eine Terz (3. Ton) von der G-Saite entfernt.

Man kann vielleicht sogar die Frage stellen, warum sich eine bestimmte Stimmung durchgesetzt hat. Bei der Ukulele (Gitarre mit 4 Saiten aus Hawaii) gibt es z.b. zwei unterschiedliche anerkannte Stimmungen. Wichtig ist, was der Vorredner schon mit seinem einen Satz gesagt hat, dass aus der Stimmung unterschiedliche "Akkordbilder" entstehen.

Wenn man von denn Akkorden einmal absieht, gibt es aber auch noch die unterschiedlichen Tonleitern, die einem "Pattern" (Griffbild) folgen.

Persönlich denke ich, dass es in erster Linie um das problemlose Verschieben der Akkorde (Barré) und Pattern auf dem Griffbrett geht. Leider bin ich mir da auch nicht so sicher und lasse mich demnach gerne belehren.

Gruß

Andreas
 
Hooker
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Hi,

Die Stimmung der Gitarre ist ne ziemlich ausgefuchste Sache und sie ist schon sehr lange so wie sie ist.
Der der sie entwickelt hat (vielleicht warens auch mehrere) hat sich dabei ganz schön was gedacht, denn mittlerweile wurde nachgewiesen, dass diese Stimmung das Greifen von Akkorden mit vier Fingern am einfachsten gestaltet. Bei jeder anderen Stimmung wirds in Summe komplizierter.

Bevor jetzt Stimmen laut werden 'Aber dropped D ist noch einfacher', ja aber eben nur für einen bestimmten Einsatzzweck, genauso wie offene Tunings halt für eine Tonart recht praktisch sind. Der ungeschlagene Allrounder bleinbt die Standardstimmung

Grüße
Hooker
 
[E]vil
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Wenn dem nicht so wäre, wäre die oberste Saite eine F-Saite.

Vielleicht hängt es damit zusammen, dass nach der h'-Saite wieder eine neue Oktave beginnt (ausgehend vom C)
Also
E F G A H c d e f g a h' c' d' e' f' g' a' h' c''
 
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Wenn ich gewusst hätte, dass man das "in Quarten gestimmt" nennt, hätte ich den Thread vielleicht auch gefunden XD!
 
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Von E zu e sinds Quarten, von e zu E Quinten, so dass du schon Quintakkorde (Powerchords) hast, wenn du die Saiten offen spielst. Also E und A Saite = A5, A und D = D5 etc.
 
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lustigerweiße ist ja ein 6 saitiger bass komplett in quarten gestimmt.
das machts für den bassisten leichter, es ist überall das gleiche system.
der bassist greift in aller regel keine und wenn nicht derartig vielstimmige akkorde.
beim so.o spielen nervt ja die h saite oft ein bischen, manche akkorde wären allerdings ohne sie ziemliche hart zu greifen.

grüße b.b.
 

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