Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole:
Als normaler Hobbymusiker habe ich mit der doppelten Benennung der Noten keinerlei Probleme. Ich habe mich schlicht dran gewöhnt.
Da ich jedoch ziemlich viel Anfängerunterricht in Gitarre gegeben habe, tauchte bei mir das Thema mit jeder neuen Schülergeneration erneut auf.
Jedes mal beim Stimmgerät, beim Aufziehen der Saiten, beim H7 bzw. B7 Akkord. Beim erstellen einer Tabulatur Liedbeispielen oder Notenbeispiele mit handelsüblichen Programmen (insbesondere für Hobbymusiker mit begrenzten oder sogar kaum vorhandenen Kenntnissen der Musiklehre). Bei erstellen von Skalen/Griffbilder für die Gitarre u.v.a.m.
Hinzu kommt, dass ich genau wie viele andere User leider dazu neige, öfter die Bezeichnungen kontextbedingt zu vermischen. Zum Glück denke ich meist daran eine entsprechende Anmerkung zu hinterlassen.
Da ich nach wie vor in vielen Foren und Gruppen unterwegs bin, die sich um Gitarre spielen LERNEN drehen taucht auch dort das Thema in regelmäßig unregelmäßigen Intervallen wieder auf. (Ebenso wie die Unsitte, ALLE Akkorde nur mit Kreuzzeichen zu versehen. A# statt B (Bb). Aber das ist ein anderes Thema.)
Die Recherchen zum Kapitel
"Das Problem mit dem Notennamen H" auf den Wikibooks hat mich einiges an Arbeit gekostet. Wenn man nicht gerade Musik studiert hat (was bei mir nicht der Fall ist), so hat man es schwehr, überhaupt tiefergegende Informationen zum Thema in gängigen Quellen zu finden. Selbst die Musiklexika an der Marburger Uni schweigen sich meist zum Thema aus oder geben nur bruchstückhafte Informationen. Erhellende Artikel in der Wikipedia (B-durum, B-mole, Guido von Arenzo, Notenschrift etc. ) sind erst Anfang der 2000er langsam gewachsen.
Es sind zum Teil Glücksfunde, die mich im Laufe von gut 30 Jahren Recherche zum Thema immer weiter gebracht haben. (Wobei man allerdings bedenken muss, dass ich mich als interessierter Laie nur sporadisch um das Thema gekümmert habe, wenn das Thema mal wieder irgendwo aufgewärmt wurde. )
Es wird, wie
Claus es schon richtig bemerkte, sich nicht lohnen auf das Verschwinden des Notennamen "H" zu wetten, doch es bleibt zu hoffen, dass das Thema in Zukunft als solches für Musikschüler in Lehrbüchern überhaupt aufgegriffen und verständlich dargestellt wird.