Warum Silent Stage ?

Wir wollen noch länger Musik machen und genießen können, deshalb ist uns das Gehör einfach wichtig.
Wie laut muss der Pegel im IEM eingestellt sein, damit der Gitarrist seine Gitarre ordentlich hört, während der Drummer 1m weit in die Becken haut? Ich kann mir vorstellen, dass es auch nicht sehr gesund ist.
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Ob das bei unserem Drummer am Alter des E-Sets liegt, oder an seinem begrenzten Interesse sich mit dessen Einstellungen und Feinheiten zu beschäftigen, kann ich nicht sagen…
Das ist halt die Frage, nicht? Ich finde E-Drums klingen fantastisch! 😎
 
Wie laut muss der Pegel im IEM eingestellt sein, damit der Gitarrist seine Gitarre ordentlich hört, während der Drummer 1m weit in die Becken haut? Ich kann mir vorstellen, dass es auch nicht sehr gesund ist.
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Gute InEars dämpfen, und im In-Ear-Mischer ist ein Limiter drin, der die Spitzen kappt.
Ich denke, meine In-Ear-Lautstärke ist wesentlich niedriger, als es vorher im Übungsraum war, als wir noch über die Amps/Gesangsanlage gespielt haben. Obwohl ich da schon mit Gehörschutz gespielt habe, ging ich wesentlich gestresster nachhause wie jetzt.
Aber wir haben auch einen Schlagzeuger, der nicht wie ein Berserker reinhaut.

Mehr kann und will ich nicht sagen zu dem Thema. Soll doch jeder machen, was er für richtig hält. Ich muss niemanden überzeugen, solange ich nicht mit ihm spielen muss.
 
E-Drums ist schon auch eine Qualitätssache. Um die Lautstärke besser im Griff zu hatte unser (sehr guter!) Schlagzeuger auch mal sein altes E-Drum Kit rausgekramt… Puh, Dynamik geht anders….

Was realer Amp und Abnahme angeht, sind (eingebaute) IR-Cab-Simulationen, schon extrem praktisch. Eigentlich weil auch da ein „cleanes“ Gitarrensignal ohne Übersprechen nach FOH geht, aber auch für arrogante Tonis…😉
 
Ich denke, meine In-Ear-Lautstärke ist wesentlich niedriger, als es vorher im Übungsraum war, als wir noch über die Amps/Gesangsanlage gespielt haben. Obwohl ich da schon mit Gehörschutz gespielt habe, ging ich wesentlich gestresster nachhause wie jetzt.
So unterschiedlich können Erfahrungen sein. Meine Erfahrung ist genau umgekehrt.
Aber wir haben auch einen Schlagzeuger, der nicht wie ein Berserker reinhaut.
In den Bands, wo ich vorgespielt habe und silent stage machen, war der Drummer so was von laut!
Gute InEars dämpfen, und im In-Ear-Mischer ist ein Limiter drin, der die Spitzen kappt.
Bei meinen IEMs ist es mir schon zu laut, bevor der Limiter greift.
Ich muss niemanden überzeugen
Mich sowieso nicht. :prost:
 
In den Bands, wo ich vorgespielt habe und silent stage machen, war der Drummer so was von laut!
Das ist tatsächlich ein Problem. Unser Drummer haut mit Stöpseln im Ohr auch stärker rein. Aber alle anderen haben ja auch Stöpsel drin…
 
Für mich klingt das bei dem Ausgangspost sehr danach, dass die Band sich selbst gemischt hat. Das habe ich auch über viele viele Jahre bei meiner Tanzband gemacht, wenn wir kleinere Schützenfeste und so gespielt haben, wo das Budget für das "große Besteck" nicht ausgereicht hat.
Ich wäre zu der Zeit sehr dankbar gewesen, wenn ich eine "Silent Stage" annähernd gehabt hätte. Am besten noch die echten Drums hinter Plexi.

Aber in diesem Fall wurde wohl einfach nicht "richtig" gemischt. Für jemanden am Mischpult ist es die Hölle, wenn er gegen die Amps auf der Bühne anmischen muss, weil z.B. der Gitarrist der Meinung ist, "mein Amp klingt nur gut, wenn ich voll in der Sättigung bin"... also die 100 Watt mindestens auf Vol 9. Hab ich alles schon gehabt.

Aber es ist genau so wichtig, dass der Musiker sich wohlfühlt. Und am Ende muss es dann mit der Band zusammenpassen. Wenn sich jemand ohne Amp nicht wohl fühlt, dann ist das so. Grundsätzlich aber auch immer eine Frage, wie offen man für "andere" Dinge ist und ob man das einfach mal ausprobiert und nicht von vorne herein verteufelt.

Ich hatte vorhin auch das Thema mit Einspielern oder "weitere Tracks vom Band kommen lassen" gelesen. Die einen machen es, die anderen machen/wollen es nicht. Es wird doch keiner gezwungen - Falsch fühlt sich das nur für uns Musiker an, aber mir persönlich macht ein Gig an der Gitarre nicht weniger Spaß, nur weil die Keys aus der Dose kommen - wobei Keyboard sogar mein Hauptinstrument ist - am Ende zählt der Spaß, der geile Sound und ein Publikum, was Spaß hat und mitmacht. Ich spiele nicht für die Musikerpolizei ;)
 
Ich finde es vor allem aus Sicht der Zuschauer in der ersten Reihe scheiße. Und das nicht zu knapp. Wenn du in dieser Konstellation in der 1. Reihe stehst, hörst du „nix". Das kann einem das ganze Konzert richtig versauen.

Aus dem Grund meide ich bereits eine Konzerthalle, weil die das regelmäßig machen.

Wenn in dem Fall wenigstens die Band noch einen Verstärker hat, wird das damit wenigstens aufgefüllt.
Es gibt sogar eine Band (The Spirit - eine unglaublich geile Black Metal Band), die das ganz bewusst macht, mit ihren beiden Boxen die Frontrow zu beschallen. Das hat tatsächlich auch von der Lautstärke wunderbar zusammen gepasst.

Für meine nächsten Konzerte werde ich das mit Sicherheit so übernehmen, auch wenn es heißt, dass ich wieder schleppen muss. Oder zumindest die Wedges mir anmachen.

Einmal für die Frontrow und einmal für´s Feeling.
 
Ich finde es vor allem aus Sicht der Zuschauer in der ersten Reihe scheiße. Und das nicht zu knapp. Wenn du in dieser Konstellation in der 1. Reihe stehst, hörst du „nix". Das kann einem das ganze Konzert richtig versauen.

Interessant, das hatte ich neulich auch, in München in einem nicht unwesentlichen Venue bei einer echt namhaften und großen Band.
Zwar waren wir nicht in der ersten, aber gefühlt in der sechsten Reihe oder so, recht mittig.

Ich hatte mich dort doch sehr darüber gewundert, dass ich von manchen Instrumenten nahezu nichts gehört hatte.
Das kann also daran gelegen haben? :unsure:
 
Ich wäre zu der Zeit sehr dankbar gewesen, wenn ich eine "Silent Stage" annähernd gehabt hätte. Am besten noch die echten Drums hinter Plexi.
Wenn dieses Szenario im Livegeschäft zu dominieren beginnt, hänge ich vermutlich die Sticks an den Nagel. Eine ohrenverträgliche Lautstärke habe ich auf der Bühne noch immer hinbekommen, wenn Musiker und Techniker diszipliniert und professionell arbeiten.

Mich hinter Glas setzen zu lassen, nur damit irgendein Techniker live perfekte Kanaltrennung bekommt oder Mitmusiker mich nach Bedarf aus Ihrem Bühnensound eliminieren können, verhindert für mich ziemlich effektiv das Gefühl, mit anderen ZUSAMMEN Musik zu machen.
Zuhause zum Playalong zu spielen hat ja dann etwa die gleiche Interaktion, nur spare ich mir Zeit und Schlepperei.

Ehrlich gesagt, würde mich ne Band anfragen, die so arbeitet, würde ich wohl dankend ablehnen. Dann lieber noch ein gutes E-Set, so sitzt man mit den übrigen wenigstens gefühlt noch im gleichen Raum.
 

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