Warum sind Keyboarder so schwer zu kriegen?

Ebenso das Transportproblem. Das ist wirklich schlimm, aber auch kein Argument.

Als "Organist" hat man es da wirklich schwer...
Viele Bands/Projekte wollen, daß ich die Hammond mitnehme, aber wenn es darum geht zu schleppen oder eine karre zu organisieren...da sind alle leise!
Wenn dann nachts um 2:00 der Rücktransport angesagt ist, sind schon viele Bandkollegen spurlos verschwunden...
Deshalb spiele ich live viel mit PCR-M80 und VK8M!!!
 
Ich denke ein weiteres schwieriges Problem beim Keyboarder ist, dass man eigentlich für zu Hause und Proberaum das gleiche Equipment bräuchte. Aber wer kauft schon alles doppelt :D.
Ich. Na ja, so ungefähr, und so weit bin ich damit auch nicht. Bisher hab ich nur zwei Kurzweil K2000, und der Band-Kurze ist ein Rackmodul.

Also schleppt man entweder jedes Mal alles mit (auf Dauer nervig) oder versucht nur das nötigste im Proberaum/zu Hause zu haben (ist von Anfang an nervig). Der Gitarrist kann sich z.B. einfach ne Probegitarre für 200€ und nen Verstärker für 300€ kaufen und hat zwar nicht die gleiche Klangqualität, aber zumindest ein recht gutes Spielgefühl. Als Keyboarder hat man für 500€ nicht annähernd das gleiche Spielgefühl, wie mit seiner Burg :D. Zumindest ist das so, wenn ich mir meinen Vater und mich angucke (er Gitarre, ich Keyboard, spielen in einer Big Band). Bislang schleppe ich immernoch alles mit. Ist mir immernoch lieber, als genervt auf irgendeinem Equipment zu spielen. Leider ist mir noch keine optimale Lösung eingefallen.
Da kommt dann noch was zu. Wenn du nur Einzelklänge nach Namen auswählst (Klavier, Jazz-Orgel, Streicher usw.) und im Prinzip mit x-beliebigen General-MIDI-Sounds auskommst, ist es nahezu Wurscht, was dir vorgesetzt wird. Wenn du allerdings eigene Sounds und Multi-Setups und so weiter bastelst, dann bist du darauf angewiesen, zu Hause dasselbe Equipment zu haben wie im Probenraum. Das, oder du kannst nur während der Bandproben frickeln, und das kann man mal schwerstens vergessen.

@ Martman : Hui.. ! Herrlciher Text ;) hat mal richtig Spass gemacht den zu lesen.

Bands wollen oft einfach einen Tastenmenschen ohne dass sie überhaupt ne ahnung haben, was der überhaupt spielen sollte/könnte.

Also Bandmember egal welcher Art sollte man doch zumindest ein Interesse für die anderen Instrumente zeigen. Spielt der Gitarrist nun ne strat, ne telecaster, ne es335, ne sg oder ne paula usw.. Mh wie klingen eigentlich Die Ride-Becken mit so und soviel zoll, wo ist der unterschied zwischen nem sidekick oder nen rimshot. Spielt der Bassist da flat-wound oder round-wound Saiten... Ist der Sänger eigenlich männlich oder weiblich, wie viel Töne umfasst sein Stimmspektrum....

Ich denk sowas ist einfach nötig, um sich gut zu verstehen in der band.
Das geht bei uns. Was meine Kollegen dem Drummer alles an Tips gegeben haben, um seinen Sound aufzubürsten...

Darauf kommen die Leute meistens noch selbst :)
Stimmt, die Zeiten der Coverbands, in denen der Sänger wie Boy George aussieht, müßten vorbei sein. Gottlob, denn so echt kann man Stimmen noch nicht ins andere Geschlecht verbiegen.

Ich habe das Gefühl, der finanzielle Aufwand wird bei Gitarristen oft unterschätzt. Gute Gitarren kriegt man ab 500 Steinen aufwärts, und wenn Du einen schönen Halfstack oder 212er Combo willst, gehen auch gern schon mal 500-1000 drauf. Aber wie so oft ist da die Skala nach oben offen. PRS-Gitarre + ENGL-Fullstack, und schon bist Du 5-stellig :D .
Können Keyboarder auch, wenn's richtig authentisch sein soll. Hammond B-3 + Leslie 122, da geht unter 11.000 Euro gar nichts, und wenn, dann restaurationsbedürftig. Dann kann man aber erst Orgel. Also muß noch 'n Rhodes ran, möglichst auch mit Amp, der abmikrofoniert wird. Das Rhodes war dann aber auch mal im Einsatz und braucht 'ne Generalüberholung. Kostet auch. Wer Glück hat und den Rest mit einer Workstation und einem VA abdecken kann, wird dafür noch einmal ca. 5000 Kracher los. Wer nicht, wer mehrere Workstations verschiedener Machart und/oder mehrere unterschiedliche VAs oder gar Echtanaloge braucht, von Modularsystemen ganz zu schweigen...

Und wer richtig auf J.M. Jarre machen will, muß sich allein bei EMS-Rehberg (die seit fast 40 Jahren jetzt den VCS3 bauen) schon mit Synthis für 18.000 Euro eindecken. Die Eminent kann man für maximal 50 Euro aus den Niederlanden holen, mit Glück gar für lau, da ist dann der Smallstone sogar noch teurer. Aber dann kommen die ARPs, das Moog 55...


Martman
 
Gut, Jarre ist ja auch eher sowas wie ein Alleinunterhalter, den muß man ja nicht unbedingt auf Bandtauglichkeit drillen :D
Aber wenn ich das Publikum und den damit verbundenen Verdienst von JMJ hätte, könnte ich mit dieser Investition leben. Für den Band-Normalo ist das wohl eher außer Diskussion, da bedarf es schon einiger regelmäßiger und gut bezahlter Gigs... :p
 
Als "Organist" hat man es da wirklich schwer...
Viele Bands/Projekte wollen, daß ich die Hammond mitnehme, aber wenn es darum geht zu schleppen oder eine karre zu organisieren...da sind alle leise!
Wenn dann nachts um 2:00 der Rücktransport angesagt ist, sind schon viele Bandkollegen spurlos verschwunden...
Deshalb spiele ich live viel mit PCR-M80 und VK8M!!!
Das ist wirklich mies. Eigentlich sollte die Devise ja Teamwork sein...:(
 
@22fret&Martman: Wollt ihr euch jetzt mit Equipmentrechnungen übertrumpfen :D? Soll ich euch mal die Kombination Fodera Bass und Tecamp stack vorrechnen :rolleyes:...
Es wurde eigentlich schon alles gesagt, aber wo ich gerade drüber gestolpert bin:

Es ist auch so, wie schon erähnt, dass Keyboarder nicht für "richtige" Musiker gehalten werden.
Daher ist Keyboardspielen einfach uncool!!!

Ist das inzwischen so :eek:?? Ich finde Keyboard ist ein saucooles Instrument, wenn ich das Geld übrig hätte, stünde hier längst was schwarz-weißes.
 
also meine theorie ist ja, dass es wirklich nur verhältnismäßig wenige keyboarder gibt.
denn der "markt" ist überschwemmt von gitarristen, die sich das spielen selbst beigebracht haben. das hab ich auch gemacht und es geht wunderbar und ich würde mich auch als fortgeschritten bezeichnen. doch das klavierspiel kann man sich imho nicht so selbst beibingen, dass man richrig gut wird (außnahmen gibts immer).
außerdem ist da noch das geldproblem: n gutes keyboard ist sehr teuer, mal angesehen von einem richtigen klavier oder flügel
und letztendlich kommt noch was dramatisches: keyboarder sind in unserer gesellschafft aus kleinen rockern nicht so "cool" wie die gitarristen und sänger:rolleyes:
noch ein punkt wurde gennant, den ich aber gerne noch ergänzen möchte:
normalerweise lernt man klassisches klavierspiel, dann vllt irgendwann swing und jazz, wenn man dann technisch so weit ist (die musik fängt glaub ich jeder irgendwann zu lieben:D )
also wenn ich nun von mir persönlich ausgehe hätte ich keine lust in einer rockband mit 3 leuten zu spielen, die in ihren stücken 3 kkorde benutzen und der sänger gleichzeitig gitarrist ist. was mich persönlich reizen würde wären eher solche bands wie nightwish, after forever etc aber solche bands haben leider immer schon keyboarder^^

jetzt stellt sich die frage, wie man problem lösen kann nicht war? :) imho leider gar nicht^^

eidit: ich glaub ich hab meinen letzten punkt schlecht herausgearbeitet^^ die hauptaussage war: die meisten bands würden keybaorder unterfordern bzw missbrauchen^^ und die bands die gut sind haben immer welche (vllt sind sie ja auch nur gut WEIL sie einen boarder haben ;) )
 
Ist das inzwischen so :eek:?? Ich finde Keyboard ist ein saucooles Instrument, wenn ich das Geld übrig hätte, stünde hier längst was schwarz-weißes.
Ist nicht eher damit gemeint, dass das oft vom Rest der Welt so gesehen wird? Wir Tastenmenschen wissen ja, dass es ein sehr kuhles Instrument ist, das wir da spielen :)
Um das eigene Ego anzuschieben, fängt man dann meist doch mit was anderem an. Wenn er es selbst uncool fände, hätte der Flo wahrscheinlich schon längst aufgehört :p
 
Weil man die Keys oft nicht mehr hoert wenn ein Gitarrero dabei ist.
Wobei das wenig ausmacht, denn der Keyboarder soll soundso nur ein paar Akkorde fuer Soundteppich legen. :D

Zudem haben alle was in der Hand, dass den Maedels gefaellt.
Der Drummer die Sticks, der Saenger das Micro und der Gitarrero hat die laenste Latte. Nur der Keyboarder hat gar nix in der Hand. Ausser er hat ein Remote Keyboard. Es ist eben auch eine Imagesache.
 
Ist nicht eher damit gemeint, dass das oft vom Rest der Welt so gesehen wird?

Klar, so hatte ich das auch gemeint. Ich selbst bin ja auch nicht wirklich Keyboarder...wenn überhaupt gelegenheitsklavierspieler, um mädels zu beeindrucken :D :rolleyes:
Aber gerade das hat mich eben gewundert, weil ich persönlich immer fand, dass keyboard/klavier mindestens so beeindruckend wie gitarre sein kann.

Edit: hey, mein 500. Post :)
 
Keyboarder sind doch quasi die Sexgötter der Musiklandschaft...
Wer solche Instrumente durch die Gegend wuchtet muß gesund und potent sein!
Das wissen auch die Damen...:D
 
Loool!!

Sehr geiles Argument!
 
Das beste der gesamten Diskussion bisher :great:
 
Spruch des Jahres!
 
Den hab ich mal übernommen, ich hoffe das ist ok ;)!!
 
Sowas hat man zu propagieren! Dann gibts auch wieder mehr Tastendrücker.

Gruß
 
Verdammt, das wär auch mal wieder ne gute Signatur gewesen... Wo ich hier ja schon so lange ohne rumlaufe... :D
 
Schön, jetzt, wo hier der richtige Geist durch das Forum weht, habe ich doch wieder Hoffnung, einen coolen, potenten und kerngesunden Tastenmann zu finden. So muß das sein... :D
 
Weil man die Keys oft nicht mehr hoert wenn ein Gitarrero dabei ist.
Wobei das wenig ausmacht, denn der Keyboarder soll soundso nur ein paar Akkorde fuer Soundteppich legen. :D
Der dann runtergeregelt wird, um von der Katzendarmfraktion nicht abzulenken.

Zudem haben alle was in der Hand, dass den Maedels gefaellt.
Der Drummer die Sticks, der Saenger das Micro und der Gitarrero hat die laenste Latte. Nur der Keyboarder hat gar nix in der Hand. Ausser er hat ein Remote Keyboard. Es ist eben auch eine Imagesache.
Dazu sollte ich mich direkt mal im Wen-die-Weibchen-bevorzugen-Thread äußern. Ich hab da so meine eigenen Theorien. Dies sei schon mal gesagt: An Jean Michel Jarre sehen alle Remote Keyboards gut aus, besonders Spezialanfertigungen. An Justin Timberlake (!!!!!) sieht das AX-7 auch sehr genehm aus, sogar gut genug, um mit zwei Bandkollegen dem Publikum drei AX-7s vorzuführen. Bei einem gewissen Herrn Didä B. aus T. bei H. hingegen...

Schön, jetzt, wo hier der richtige Geist durch das Forum weht, habe ich doch wieder Hoffnung, einen coolen, potenten und kerngesunden Tastenmann zu finden. So muß das sein... :D
...und wirst wahrscheinlich einen käsebleichen Synthesizer-Nerd mit Wahnsinnsequipment aufgabeln, dessen Rack jedes Bandrack übertrifft, und der kein Leben außerhalb der Keyboardburg hat. ;)


Martman
 
Muß er denn ein Leben außerhalb haben? Band reicht doch völlig... :D
 
@22fret: Sehn das deine Mitmusiker auch so??? Weil ich bin verzweifelt auf der Suche nach solchen... :(
 

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