Was stört euch an Akkordeon Orchestern?!

von Don_Tommi, 06.12.07.

  1. Don_Tommi

    Don_Tommi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.07   #1
    Hoi^^

    im anderen thema sind wir mehr oder weniger auf diese thematik gekommen. da ich ein sehr gerne im orchester spiele und auch selbst eines dirigiere würde mich mal interessieren:

    was stört (die meisten, nicht alle hier) an einem akkordeon orchester?

    Grüße
    Thomas
     
  2. Ydufree

    Ydufree Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.07   #2
    Hallo Thomas,
    mich stört eigentlich nichts am Akkordeonorchester. Ich war vor kurzem an einem Konzert. Aber das ist nicht meine Art Akkordeon zu spielen. Das ist ja wie ein Streich- oder Blasorchester. Ich habe Trompete gespielt in einer Blasmusik. Das finde ich so in Ordnung, eine Trompete spielt eine Stimme und sie kann auch nicht mehr als eine Stimme spielen. Aber ein Akkordeon kann mehr und im Orchester verkümmern die Fähigkeiten des Akkordeons, wenn die Spieler nur auf dem Diskant spielen. Ist doch schade! Das Akkordeon ist doch beinahe selbst ein Orchester!
    Fritz
     
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  3. darccord

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    Erstellt: 06.12.07   #3
    Warum stellst du denn diese Frage?
     
  4. Don_Tommi

    Don_Tommi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.07   #4
    weil ich mitbekommen habe, dass wohl orchester hier nicht so beliebt zu sein scheinen und ich das spielen im orchester, sowie das komponieren und arrangieren sehr gerne betreibe!

    klar, ist alles ansichtssache...aber mich interessiert, warum dann so worte wie "orchester hasser oder hohner hasser" aufkommen. die leute müssen ja gründe dafür haben!

    für mich ist mein akkordeon orchester NICHT ein verein mit lauter alten leuten 70+, die den fliegermarsch und schwarzwälder speck oder sowas spielen....
     
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  5. Malineck

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    Erstellt: 06.12.07   #5
    Hallo
    Also zum Aspekt Orchester kann ich nur sagen, dass ich die Geselligkeit und das Gemeinschaftsgefühl neben dem rein musikalischen SEHR an einem Orchester schätze!!!!
    Das Alter ist dabei sowas von uninteressant wie nur was. Im Gegenteil finde ich eine totale Mischung von beispielsweise 17 bis 70 Jahren äußerst interessant und generationenverbindend! Was man sich da alles zu erzählen hat, ist schon sehr bereichernd, und dass man dann auch noch gut miteinander harmonieren kann (im wörtlichen Sinne) ist einfach nur klasse!

    Und ja, man ist eben KEIN SOlist in einem Orchester, das ist ja das besondere daran. Wenn man alle Register des Instrumentes, seines Könnens ziehen möchte, kann man jederzeit alleine oder in einem kleinen Ensemble spielen. Biedes macht ja den Reiz des Musizierens aus, und noch viel mehr :)

    Bin deshalb noch auf der Suche nach einem passenden Grüppchen in der Südpfalz. Falls das einer liest: ruhig melden :)

    @ Don Tommi
    Wie kommst du denn auf "Hohner-Hasser" ?
    :-) Ich spielte früher sogar in einem "Hohner-Orchester" mit 70-jähriger Tradition .... AU WEIA :-))))

    Grüße!
     
  6. Don_Tommi

    Don_Tommi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.07   #6
    @malineck

    naja, bisher habe ich hier nie groß was über orchester und so gelesen. und von hohner halten hier viele auch nicht wirklich was oder sehr wenig!

    wo kommst du denn her? kannst ja zu uns kommen und mitspielen, sind auch ein bunt gemischter haufen im orchester von 16 bis 68! und verstehen tun wir uns alle echt gut, denn wie du gesagt hast, ist das ein echtes +, was orchester angeht:)

    also wenn du lust hast ;)
     
  7. Pestra

    Pestra Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.07   #7
    Am Akkordeonorchester an sich ist meiner Ansicht nach nichts schlechtes dran. Musiker kommen zusammen, spielen gemeinsam, ist super. Dem, was Malineck gesagt hat, kann man nur zustimmen. :great:

    Viele Akkordeonisten würden es sich aber wünschen, wenn ihr Instrument auch in anderer Besetzung besser anerkannt wäre. Da liegt meiner Meinung nach vieles im argen. Welcher Akkordeonist kann in einer Rock- oder Bluesbesetzung im deutschsprachigen Raum spielen, ohne dass er ans Keyboard gezwungen wird? :(

    Schaut Euch mal die Noten in den Musik-Geschäften an; die sogenannten "Akkordeon-Hits". Warum gibt es kein Pedant zu "Peter-Burschs-Gitarrenbuch" für Akkordeon. Ich bin jetzt 46 Jahre alt und habe nach 7 Jahren Unterricht im Alter von 16 Jahren mein Instrument in die Ecke gestellt, warum wohl? Ich hatte damals die Auswahl zwischen "Volkstümlich" und "Klassik". Gehört habe ich, (neben "echter" bayrischer Volksmusik), "Jethro Tull, Uriah Heep, Queen, Dire Straits". Höre ich heute auch noch ab und zu - bin nicht viel gescheiter geworden. :D

    Mittlerweile spiele ich aber auch wieder gerne und regelmäßig mein Akkordeon. Es hat sich zwischenzeitlich auch etwas getan. Aber warum wohl wird, wenn hier jemand nach einer guten Akkordeonschule frägt, immer Peter Michael Haas empfohlen? Das zeigt doch, dass man das Akkordeon von kommerzieller Seite in eine Ecke gedrängt hat, in die es nicht hingehört. Interessant in diesem Zusammenhang ist auch, dass Herr Haas eigentlich ursprünglich Pianist und Keyboarder ist; ein Außenseiter räumt den "Akkordeon-Schul-Markt" auf. :great:

    Also - Akkordeonorchester ist gut, aber vielleicht sollte man auch andere Musiker einbinden, damit bekannt wird, dass das Akkordeon auch im Zusammenspiel mit anderen Instrumenten gut klingt (zwei o. drei Akkordeonisten, die sich in der Melodieführung abwechseln, E-Gitarre, Schlagzeug, Bass).

    Warum halten viele nicht viel von Hohner - kann ich nicht sagen. Ich selbst spiele eine Hohner. Meiner Meinung nach ein gutes Instrument.
    Ich könnte mir aber vorstellen, dass in einer kleineren Manufaktur (Weltmeister, Klingenthal), mehr Liebe zum Produkt da ist, als in einer AG. Persönlich glaube ich auch, dass Hohner durch ihre Geschäftspolitik an der unseligen Entwicklung, die ich oben beschrieben habe, mitschuldig ist. Darum würde ich mir selbst kein neues Instrument bei Hohner kaufen, selbst wenn der Preis stimmen würde. Ein Gebrauchtes von Privat wäre eine andere Sache.

    Vielleicht denken hier mehr so wie ich, dann sind wir der Antwort auf die Frage schon etwas näher gekommen. :)


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  8. Balgseele

    Balgseele Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.07   #8
    also wenn es DICH wirklich interessiert:

    ich toleriere AO weil sie nichts böses tun, habe aber meine freie schlechte Meinung dazu weil mir die Musik nicht gefällt obwohl ich das Akkordeon und den sound sehr liebe.

    Schon der Begriff "Akkordeonorchester" ist zwar Konvention, aber falsch denn Gruppen von gleichen Instrumenten werden als "Chöre" bezeichnet. z.b. Kinderchor oder Posaunenchor. Auch Hugo Herrmann vertrat diese Meinung. Es müsste also statt Akkordeonorchester (AO) Akkordeonchor (AC) heissen. Daran ändern auch ein Press-Basso, zwei mitzwitschernde Elektronien und ein Schlagzeugbediener nichts.

    Klanglich deckt sich ein AC einfach zu sehr, da kann arrangiert und registriert werden wie verückt nach max 1Stunde AC pur ist jedes Gehör totgematscht. Akkordeons kann man bekanntlich nicht aufeinander fein stimmen wie Streicher oder Bläser es tun, das ist ein wesentliches Problem für den Gesammtklang.

    Das Puplikum besteht deshalb zu 90% aus Angehörigen und Akkordeonspielern aus anderen AC. Der Rest sind Kurgäste und "angeworbene" die "sich das auch einmal anhören". Wo bleibt die Musik und das tiefe Empfinden das es im Menschen bewirken kann?

    Die ganze AO-Scene mit ihren Wettbewerben ist wirklich ein Krampf der im eigenen Saft leise dahinköchelt. Wer ist so krank und spielt MUSIK ALS WETTKAMPF GEGENEINANDER um 1ter 2ter 3ter Platz? Mit Wertungsrichter und Siegerehrung! Jugend musiziert vergibt zwar Preise aber keine Ranglisten, also z.B. zwei erste und 3 zweite etc. das ist mehr eine individuelle Beurteilung als ein Wettbewerb gegeneinander. AO hat es bei JM noch nie gegeben. Wer das macht hat IMHO das Wesen der Musik nicht verstanden oder sonst nichts besseres zu tun. Schon die Kinder werden versaut mit Wettbewerben 1ter 2ter .. letzter und später checken Sie nicht einmal mehr welche Luftnummer sie da abziehen.

    Höre ich einen "leistungsfähigen" AO (=>"Untergrombach") denk ich mir nur wie wäre das mit verschiedenen sounds mit Bläsern oder Streichern, Gitarren etc. Aber solche gemischten Besetzungen mit Akkordeons gibt es schlichtweg nicht. Es sind schier unüberwindliche Gräben zwischen Akkordeonisten und "den anderen Musikern".

    Die "spitzen-" Akkordeonisten der AO sind i.d.R. (Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel) virtuose Notenkleber ohne GROOVE, die kaum ein Stück Auswendig können und sich überhaupt nicht vorstellen können das man Musik macht um sich und dem ZUHÖRER eine Freude zu bereiten sondern sich selbst beweisen müssen "wie gut sie sind". peinlich :o

    Also bitte wer als Akkordeonist eine ABM braucht, auf in den AC, man wartet auf euch.

    Da ich das Akkordeon liebe liegt mir auch etwas an dem Thema "AO-Spieler" weil sie mir immer etwas Leid tun (ich schwöre das ist keine Arroganz!!!).

    Regeln für AO-Spieler wie sie sich musikalisch weiterentwickeln können.

    - die Musik zu "FÜHLEN" zu EMPFINDEN statt sie zu "DENKEN"
    - die EIGENE Musikalität zu entwickeln, statt Noten mit möglichst wenig Fehler herunterzuklopfen
    - "glücklicher" zu musizieren
    - beim musizieren in sich freier zu werden, "darüberzustehen" was man spielt
    - mit der Musik seine Selbstsicherheit zu verstärken
    - die Wahrnehmung seines eigenen Spiels zu verbessern,
    - EMOTIONEN auszudrücken,
    - anderen Instrumenten (Bläser Streicher, Gitarren Bässe etc) gegenüber aufgeschlossener zu werden, d.h. mit dem Akkordeonklang sich in gemischter sound-umgebung einfühlen.
    - den Zuhörer wirklich zu erreichen, ihn miteinzubeziehen ihn das Musizieren, für den Zuhörer zu musizieren, er also sein Empfinden ist das WICHTIGSTE, ohne ihn gibt es keine Musik!

    Dazu muss die Musik nicht komplex oder schwierig sein.(In AO muss es möglichst komplex und möglichst schwierig sein, oft sogar zu schwierig für die Spieler) Den begnadeten Musiker, den wahren KÜNSTLER erkennt man daran wie er auch etwas scheinbar EINFACHES genial interpretieren kann, das berühmte Gänsehaut-feeling. (ich behaupte nicht das perfekt zu können, aber es ist mein Leitbild, es gibt immer jemanden der "Besser" spielt, aber es gibt niemanden der SO spielt wie ich und das gilt für jeden!)

    Sagt nicht ich habe keine Ahnung, habe selbst AO betrieben bis das Erwachen kam.:D

    Die maximale Anzahl von Akkordeons die IMHO zusammen musizieren sollten ist 4, wobei 2 oder 3 + Bass ist besser für die Transparenz.


    ZERFLEISCHT MICH UND DENKT DANN NACH, dann schmeisst euch ein paar vernünftige CDs in den player und fragt mal in der musikschule ob nicht ein Saxer ein Bass ein Gitarrero und ein Drummer ein bischen Musi machen wollen. Ihr könnt mit wenig aufwand so viel erreichen, die Leute werden euch anschauen und mitgrooven oder Tanzen.:great:

    Beispiele hören:
    http://www.trio-bluesette.de/mp3/nany.mp3
    http://www.trio-bluesette.de/mp3/baldosa_floja.mp3
    http://www.trio-bluesette.de/mp3/beguine_remix.mp3
    http://www.trio-bluesette.de/mp3/fuli_tschai_remix.mp3

    Beispiele sehen:
    [​IMG] [​IMG] [​IMG]
    [​IMG]

    mfg Balgseele
     
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  9. Don_Tommi

    Don_Tommi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.07   #9
    hallo balgseele,

    ""Klanglich deckt sich ein AC einfach zu sehr, da kann arrangiert und registriert werden wie verückt nach max 1Stunde AC pur ist jedes Gehör totgematscht. Akkordeons kann man bekanntlich nicht aufeinander fein stimmen wie Streicher oder Bläser es tun, das ist ein wesentliches Problem für den Gesammtklang.""

    ich weiß nicht, was für akkordeonorcehster du bisher gehört hast, oder was deine vorstellung von der musik ist, die dort gespielt wird! aber diese meinung kann ich mit dir leider nicht teilen! wenn man ahnung davon hat, WIE man die instrumente zu registrieren hat, wo man die elektronien einsetzt und wie man vor allem die stimmen setzt, weil man die stärken und schwächen eines jeden orchesterspielers gut kennt, kann man es wohl schaffen, einen klangkörper zu formen, welche einem symphonieorchester in keinster, noch so geringen weiße nachsteht!

    ich respektiere deine meinung, aber ich finde es quatsch zu sagen, dass sich ein orchester akkordeonist abschottet oder auch dass sich orcehster gegen einsätze anderer instrumente wehren. dafür haben wir (speziell auch ich geschreiben) schon viel mit bläsern, mundharmonika, klavier, streichern und chören gemacht!

    was verstehst du dennn unter einem orcehster? oder wie hat es bei dir ausgesehen, du sagst, du kennst dich auch, bzw hast lange in einem gespielt?! was habt ihr gespielt?

    Gruß
    Thomas
     
  10. Balgseele

    Balgseele Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.07   #10
    hallo thomas,

    wir müssen unsere Meinungen nicht teilen oder uns einigen. Du hast das gefragt und meine Antwort bekommen. Ich weiss das viele Spieler sehr gerne Musik im AO machen (sonst gäbe es sie nicht ;) ) und das ist auch so Ok. Wieviele Menschen AO nicht gerne hören und warum ist aber schon eine andere Sache.
    Erläutere Deinen Standpunkt und schildere die Vorzüge der AO-Musik alles OK aber ich will hier nicht mit Dir weiter darüber herumstreiten, bitte Frieden!

    mfg Balgseele

    P.S. wir haben ALLES :eek: gespielt was nicht angenagelt war, vieles nicht soo gut weil zu schwer für die meisten, geklatscht wurde trotzdem! :D
     
  11. Akkordeonspieler

    Akkordeonspieler Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.12.07   #11
    zu Hohner: ich habe nichts gegen Hohner. Ich spiele selbst ein Hohner Tango 3M aus dem Jahr 1955 und bin sehr zufrieden damit. Zumindest damals hat Hohner excellente instrumente hergestellt. Die aktuellen kann ich nicht beurteilen, da ich noch keines gespielt habe.
    Zum Thema Akkordeonorchester:
    Ich würde mir gerne mal sowas ansehen, damit ich mir ein Urteil bilden kann. Ich selber spiele nur für mich. Aber um mitzureden will ich mir sowas gerne mal ansehen. Gibt es im www eine Veranstaltungsübersicht oder etwas anderes Hilfreiches ?
     
  12. Malineck

    Malineck Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.12.07   #12
    Na, jetzt wirds aber spannend :)

    @ Pestra (hat aber mit dem thema Orchester nichts zu tun jetzt)

    Es gibt -auch wenn man das Instrument am lernen ist - schon seit urzeiten derat SCHÖNE Akkordeonmusik, die einzig und allein mit dem AKK auch so toll rüber kommt, dass ich es schade finde, wenn ducrh miserable Literaturauswahl die Freude am SPiel verdorben wird.

    Ein Beispiel:
    Ich habe sage und schreibe 3 Jahre in einem Jugendorchester "gelernt". Vielmehr habe ich ganeu die Stücke vorgesetzt bekommen, die da gespielt wurde, und zwar extrem vereinfach arrangiert. Daneben hat man mir irgendwelche Volksweisen vorgesetzt.
    Zum GLÜCK hatte ich einen Verwandten, der schon 30 jahre länger dieses Instrument hervorragend spielt und von genau diesem habe ich dann mal "ordentliche" Noten bekommen, und auch Originalmusik für Akkordeon. Als ich merkte (mit 13 Jahren), dass meine Lehrerin damit ziemlich nichts anfangen konnte, bin ich zur Autodidaktik umgestiegen :-) bis heute (ist 25 jahre her ^^)

    @ Balgseele

    Ich verstehe, was du meinst!
    Akkordeons klingen relativ ähnlich und man kann sich an einem Orchester schneller "satthören" als bei einem Solisten. Das geht mir ganz genauso. Warum das so ist, hab ich mir isher nicht erklären können. Wenn ich drinsitze und selbst mitspiele, ist dem aber gar nicht so und ich könnte stundenlang musizieren mit den anderen ^^
    Mit dem Feinastimmen meinst du womöglich die Grundstimmung des Instrumentes. Wenn auch nur ein einziges Instrument leicht anders gestimmt ist (im AO) hört sich das völlg daneben an. Da hast du Recht. Dennoch muss das nicht heißen, dass es AOs nicht schaffen, das dennoch geregelt zu bekommen.
    Dass du bei einem AO eher von "Chor" sprichst, ist zwar nachvollziehbar, da es sich immer um die ein und selbe Tonerzeugung handelt, bloß in je verschiedenen Tonhöhen (Registrierung ..) aber ich sehe jetzt nicht, was daran gegen ein AO spricht. Nennen wir es halt AC und ich mag das ganz genauso :)

    Wertungsspiele ... naja, die gibt es ja auch bei den Solisten. Welchen Sinn das hat, frage ich mich generell, da die Kriterien ja nicht mehr viel mit Musikalität zu tun hat. (Beispiel: Ich als absoluter Autodidakt und Hobbyspieler mit etwas angeborenem Talent habe sehr locker eine solche hochgezüchtete preistragende Notenableserin bei einem netten Geburtstag "in Grund und Boden" gespielt. Sie hatte nur von 2 Stücken Noten dabei, konnte kein einziges Stück auswendig, konnte null Improvisieren und ... ich weiß auch nicht, war halt so :-)) )
    -> Also ich mag AOs vor allem wegen meinen oben genannten Gründen und sehe das ganze "technische" und rein musikalische dabei weniger tragisch. Ich bin eher ein sehr emotionaler Spieler auch im Orchester ^^

    Andere Instrumente:
    Tja, ich persönlich habe so gut wie keine Erfahrung mit anderen Instrumenten zusammenzuspielen, außer mit der Family am Weihnachtsbaum :-))))
    ABER das würde mich ebenso mal reizen, ich hätte nur Bedenken, ob ich Leute finde, die das etwa ähnliche gern spielen wie ich. Möglichkeiten gäbe es aber einige.

    Fazit: AOs machen nichts schlimmes und können für einen Akkordeonisten eine sehr schöne soziale Bereicherung sein. Die Musikalität klammere ich dabei vollkommen aus, weil das eine Frage JEDES Orchesters ist und NICHTS mit dem Instrument zu tun hat.

    Gruß!


    PS: Ich kann die Argumente GEGEN AO sehr gut nachvollziehen (es gibt AO- Spieler, die außer dem Orchesterprogramm GAR NIX mehr spielen, keinen Bass mehr können und nicht in der Lage sind , "Hänschen Klein" auswendig, geschweige denn komplett begleitet, vorzutragen :-)) alles schon erlebt )
    Dies betrifft mich aber z.B. gar nicht und lasse ich auch nicht als Argument gegen das AO als solches gelten! :-)

    PPS: Nochmal zu Hohner: Ich habe ein Instrument, das noch mit sehr viel Liebe und Sorgfalt gefertigt wurde. Wie das mit den modernen Insrumenten ausschaut, ist wieder etwas anderes. Fest scheint aber zu stehen, dass die "High End" - Instrumente - auch von Hohner - generell eine ausgezeichnete Qualität haben ^^
     
  13. darccord

    darccord Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.12.07   #13
    Hallo Tommi...

    ICH will bei Dir im Orchester mitspielen :D

    Nee, ernsthaft, wober kommst Du?

    Ich aus Oldenburg in der Nähe von Bremen :cool:

    Ich habe auch zwei Hohner...das eine ist ein 20 Jahre altes 120 bässiges...und das andere 72 Bässe und relativ neu. Das habe ich mir zusätzlich zugelegt aufgrund von Rückenprobleme. :eek:

    Also, ich komme gerne...:)
     
  14. Ydufree

    Ydufree Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.12.07   #14
    Also da muss ich Dir widersprechen. Ich habe vor 40 Jahren als ich in der Knabenmusik Trompete spielte schon an Musiktagen teilgenommen. Und da wurden die musiken auch bewertet. Mit der letzten Blasmusik, bei der ich spielte, habe ich vor etwa 3 Jahren auch an einem solchen Wettbewerb teilgenommen. 'Musikwettbewerbe' im weitesten Sinn gibt es überall. Sogar in der Klassik. Und ich finde das auch überall Sch... Aber das ist auch im Sport so. Deshalb spiele ich vor allem für mich, meinen Hund, meine Frau und alle Freunde die gerne Zuhören. Und das ohne Leistungsdruck einer Wettbewrbsjury.
     
  15. WilliamBasie

    WilliamBasie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.12.07   #15
    ...ich hatte mich ja mit Balgseele zu diesem Thema schon gezofft...

    Ich kenne doch einige Akkordeon-Orchester, angefangen von Wald-Feld-Wiesen-Qualität bis zu hoch innovativen Kunststufen-Orchestern - und ich kenne vorallem auch viele Musiker aus diesem Bereich.

    Deshalb teile ich eher auch die Meinung von Balgseele, sehe sie aber nicht so drastisch und auch nicht so durchgängig - wenn ich die Argumentation von Tommi lese, dann sehe ich aber ganz deutlich die "Betriebsblindheit", die eines der großen Probleme dieser Klangkörper ist.

    Ich persönlich habe nichts gegen Orchester, wenn ich nicht will, muß ich sie mir ja nicht anhören - und dort spielen muß ich auch nicht... - was ich aber über einige Jahre gemacht habe und mir nicht mehr vorstellen kann, das wieder zu machen.
     
  16. Don_Tommi

    Don_Tommi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.12.07   #16
    guten morgen zusammen :)

    @balgseele: ja, du hast recht, wir wollen ja nicht streiten und es hat jeder seine eigene meinung dazu

    neben dem spielen im 1.orchester haben wir eine kleine spielgruppe gegründet, welche schon seit ca.6 jahren besteht. dort haben wir je nur einen spieler pro stimme. einen dirigent haben wir natürlich auch nicht. und spielen tun wir bei geburtstagen, auf festen oder sonstigen veranstaltungen. ich untertreibe nicht, wenn ich sage, dass wir dort aus jeder stilrichtung musik haben.
    das musizieren in diesem kreise (es versteht jeder der spieler 100%seine stimme) macht nochmal mehr spaß, als im orchester und hat aber doch wieder von der besetzung her, den gleichen charakter!

    @darccord: ich komme aus der nähe von rastatt, baden-württemberg. spiele bei der hhv in muggensturm. denke das ist leider zu weit weg...aber natürlich darfst du trotzdem gerne vorbeikommen :)
     
  17. senseo

    senseo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.12.07   #17
    Also, dieser Link wurde hier schon einmal als absolutes Negativbeispiel gebracht. Ich selbst habe schon einige Akkordeonorchester erlebt, die sich ähnlich anhören und auch selbst schon mal in einem ähnlichen Orchester mitgewirkt.

    Ich denke, du wirst mir zustimmen, dass das kein wirklicher Hörgenuss ist.

    Gruss, Senseo
     
  18. senseo

    senseo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.12.07   #18
    Das habe ich schon mal probiert. Das Problem ist einfach, dass es unheimlich schwer ist, Leute zu finden, die daran Lust haben und dies auch ausdauernd betreiben möchten. Die meisten, die mir begegnet sind, wollen liebert mit Tanzmusik das schnelle Geld machen, oder träumen von einer "Band" (im Sinne von Rock, Metal, Punk etc...). Musiker, mit denen man wirklich etws auf die Beine stellen könnte, sind mir leider noch nicht begegnet :(

    Gruss, Senseo
     
  19. Don_Tommi

    Don_Tommi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.12.07   #19
    @william: wenn du die begeisterung für eine sache als betriebsblindheit bezeichnest, dann bin ich das wohl! du spielst lieber alleine, ich spiele lieber im orchester oder mache was aus einem!

    @senseo: ok, das video und die musik sind echt nicht DER knüller!
     
  20. WilliamBasie

    WilliamBasie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.12.07   #20
    Du nennst es Begeisterung - ich nenne es Schönreden von Bedingungen, die so gut wie nicht zu ändern sind und die die Musik mehr oder weniger behindern.
    ...gehen wir mal davon aus, daß Du eine der wenigen Ausnahmen bist, diesseits des Atlantik, auf den das natürlich nicht zutrifft...


    Ich kenne das alles, auch die Spielgruppe mit nur einem Akkordeon pro Stimme (wir hatten sogar zwei Erste mit Zwillingsschwestern besetzt, die göttlich zusammen harmoniert und phrasiert haben), Elektronium war bei uns absolutes NO GO, dafür hatten wir Klavier + (echte) Hammond/Syntie besetzt, Gitarre, Kontrabaß, Drums, also vier Akkordeons zu fünf "Fremdinstrumenten".
    Unsere Spezialität waren umgearbeitet Big Band Arrangements, meist aus dem Jazzbereich, da wir auch zwei Akkordeonisten hatten, die improvisieren konnten - Klavier, Hammond und Gitarre sowieso.

    So, und was ist passiert? Diese Spielgruppe hatte sich aus Personalmangel entwickelt, weil ein "Senioren-Orchester" nicht mehr möglich war. Wenn es nur um Musik, Qualtät, Präsentation, etc. gegangen wäre, hätte sich der Verein die Finger lecken müssen!
    Stattdessen ging es von Anfang an um Macht, der Verein hatte so gut wie keinen Einfluß auf uns, weder terminlich, und schon gar nicht aufs Repertoire - das wurde von Anfang an torpetiert. Irgendwann hat die Vorstandschaft gewechselt, uns wurden Spieler aus dem Jugendorchester (die altersmäßig, aber sonst aus überhaupt keinem Grund zu uns gepaßt haben) aufs Auge gedrückt.
    Eine Stunde nach diesem Beschluß der Vorstandschaft, hat es unsere Spielgruppe nicht mehr gegeben, dafür aber übelste (öffentliche) Hasstiraden auf die zwei Akkordeonspieler, die weiter im Verein aktiv bleiben wollten.

    ...und es ist wohl reiner Zufall, daß man diese Geschichte in abgewandelter Form von engagierten Musiker immer wieder hört...
     
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