Was verlangen Coverbands in eurer Region pro Abend ca.?

Also ich glaub so pauschal kann man das bei weitem net sage!
Es gibt welche die gehen mit 500€ ohne Anlage heim (vor ca. 200 Mann) und die großen gehen mit bis zu (sicher nach oben kein ende, aber mir bekannt) 10.000€ den Abend vor 1500-2000 Pax heim! Von daher is die Qualität und vor allem der Bekanntheitsgrad von der Gage abhängig (aber auch die venuegröße).

mfG Johannes
 
Wir haben uns mittlerweise auf eine Gagenforderung im Bereich 1000 - 1500 Euro eingeschossen, bei kompletter Lieferung der Technik (Licht und Ton) und eigenem Tonmann, sowie ca. 3h netto Spielzeit.
Wird die Technik gestellt, geht´s auch mal für weniger.
Kürzlich bekam ich feedback eines Veranstalters, der sagte mir: Jede Band, die sich für deutlich weniger als 1000 € anbietet, nehme ich pauschal nicht ernst!

Durchaus interessante Aussage!
 
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Hallo,

ich muss gottseidank nicht von der Musik leben und somit nicht jeden Dumpingpreis mitgehen. Ich kenne aber auch Fälle, in denen die Musiker schonmal kalkulieren, dass sie ja ein Essen umsonst bekommen....

Ich gehe normal nicht für unter 300,- € netto pro Nase mehr los (bei uns also 2400,- € ohne Technik und mit Mischer). Es gibt Ausnahmen, aber die müssen wohlbegründet sein: Selbstdarstellung vor mehr als 1000 Leuten, gute Presse, gute Werbung, da kann man schon mal für weniger gehen. Ebenso die festen Dinger, die schon das 3. oder 4. Jahr laufen und die immer nett waren...

Ich will als Künstler ernst genommen werden (ja, auch ein Covermucker kann sich als Künstler sehen ;)) und da spielt auch der Preis eine Rolle.

Und rechnet mal nach, wieviele Gigs man im Jahr spielen muß, um von 300,- € pro Abend eine Familie durchzubringen. Rechnet die Versicherungen, die Rentenvorsorge, Rücklagen für giglose Zeiten, krankheitsbedingte Ausfälle usw.

Der Preis ist echt fair und nicht übertrieben. Oder kann man nicht so rechnen??
 
Und rechnet mal nach, wieviele Gigs man im Jahr spielen muß, um von 300,- € pro Abend eine Familie durchzubringen. Rechnet die Versicherungen, die Rentenvorsorge, Rücklagen für giglose Zeiten, krankheitsbedingte Ausfälle usw.

Dafür reichen 300 Euro pro gig nicht.
Deshalb ist das mitlerweile auch meine absolute Untergrenze. Darunter nehme ich keine gigs mehr an, basta.
Ich bin schon ziemlich in Sorge, dass ich dadurch unterm Strich noch weniger verdienen werde. Aber das werde ich erst Ende des Jahres sagen können. Die bisherige Erfahrung mit dem Booking 2008 ist, dass wir vielen Leuten zu teuer sind - ich lasse mich nicht mehr herunterhandeln, sondern sage dann einfach, sie sollen sich eine andere Band suchen - wobei denen auch 200 Euro pro Nase zu teuer sind. Aber andere zahlen Dir diese Gage eben doch, so dass die bisherige Bilanz gar nicht mal sooo schlecht ausschaut. Aber es ist und bleibt eine Zitterpartie - wie bei den meisten Selbständigen.
schöne Grüße
Bell
 
Das Problem ist eigentlich, dass Coverband nicht gleich Coverband ist.
Die, die schon jahrelang im Geschäft sind und auch entsprechend Publikum anziehen, können relativ problemlos ihre Gagenforderungen durchbringen, denn der Veranstalter bucht diese um die Bude voll zu haben. Ob sie dann gut sind oder nicht, ist erst mal zweitrangig.

Wenn du richtig gut bist, aber vieleicht nicht so bekannt, musst du die Veranstalter überzeugen.
Da kommt es dann drauf an wie gut du überzeugen kannst - entpsrechend stellt sich die Gage dar.

Als (realtiv) neue Band muss man sich erst mal "hocharbeiten" d.h. für kleine Gage anfangen und sich langsam steigern. Das klingt jetzt einfacher als es wirklich ist, denn wenn du irgendwo für 800,00 EUR gespielt hast, kannst du nicht einfach sagen: Aber dieses Jahr kostet es das Doppelte ;-)

Ist also insgesamt nicht ganz einfach......

Viel Spass beim mucken

bluebox
 
Da kommt es dann drauf an wie gut du überzeugen kannst - entpsrechend stellt sich die Gage dar
So isses! :great:

Und genau da machen die meisten Bands den Fehler, am falschen Ende zu sparen. Selbstgebrannte CDs, im Copy Shop zusammenkopierte Infos, womöglich handgeschriebene Zettel... und dann darüber klagen, dass kein Veranstalter mehr als 800,- Euro zahlen möchte.

Wenn wir uns irgendwo bewerben, verschicken wir eine Informationsmappe im Corporate Design mit relativ aufwendig produzierter Live-DVD (Trailer zum Download), persönlichem Anschreiben, Info, Pressefotos, Referenzliste etc. Natürlich alles im Corporate Design und aus der Druckerei.

Natürlich ist das teuer. Sowohl die Herstellung als auch das Porto. Von den Telefonkosten gar nicht zu reden.

Aber: Wenn durch den Aufwand auch nur zwei Gigs pro Jahr reinkommen, die wir sonst nicht bekommen hätten, hat es sich bereits gelohnt. Mir scheint, das vergessen viele Bands immer wieder.

Wir haben z.B. an diesem Wochenende wieder ein professionelles Fotoshooting mit der Band gemacht, um den Agenturen und Veranstaltern aktuelle Fotos aller Kostüme zeigen zu können und ganz allgemein unser Infomaterial aktualisieren zu können. Das Shooting hat zwei Tage gedauert und kostet natürlich auch einiges. Dafür können sich bei einigen Veranstaltungen aber auch mal Gagen von vier- oder fünftausend Euros (ohne Technik) ergeben. Und schon hat sich's wieder gelohnt. Zumal bei solchen Gigs fast immer auch Folgegigs rausspringen.

Allerdings nur, wenn Infomaterial und auf der Bühne gezeigte Leistung nicht allzu weit auseinander liegen, ist ja logisch ;)

Wer also quengelt, dass der Headliner bei der letzten Veranstaltung auch nur Covermucke gespielt, dafür aber das Dreifache an Gage bekommen hat, sollte sich überlegen, warum die andere Band den deutlich höheren Status hat und wie sie dort hin gekommen ist.

Ich bin mir absolut sicher, dass sich die meisten Bands aus falsch verstandener Sparsamkeit einfach zu günstig verkaufen.
 
Und genau da machen die meisten Bands den Fehler, am falschen Ende zu sparen. Selbstgebrannte CDs, im Copy Shop zusammenkopierte Infos, womöglich handgeschriebene Zettel... und dann darüber klagen, dass kein Veranstalter mehr als 800,- Euro zahlen möchte.
Da ist natürlich viel dran ;)
Mal aus Veranstaltersicht: Du wirst jede Woche mit unzähligen Demo CD's
überhäuft. Welche dieser CD's hört man sich zuerst, bzw. bei knapper Zeit
überhaupt an ?
Die mit Edding beschrifteten oder die mit profesionell gestaltetem Booklet ?

Seit einiger Zeit ist man z.T. noch sparsamer (oder fauler ?) geworden, und
es schlagen nur Emails auf mit dem Inhalt: Guck' mal bei myspace-tralala....
Diese "Auftritte" sind zum Teil eine Katastrophe, minderwertige mp3's,
fehlende Informationen zur Band, schlechte Fotos etc.
Da überlege ich nicht lange, ob ich überhaupt noch Lust habe mich damit
zu beschäftigen.......
 
@ Legato: euer Video ist ja auch gerade zu vorbildlich - besser geht es für eine Coverband eigentlich nicht. Da kann man bei den anderen Themen auch nur auf eine ähnliche Professioanltät schließen.


Topo :cool:
 
Es war so und es bleibt so:

Man muß sich eben mühsam und meist über viele Jahre einen Ruf erweben und so Status (und Gage :D) in die Höhe schrauben.

Aber: Wer billig anfängt, bleibt auch meist billig.

Es ist sehr schwer, da die richtige Balance zu finden. Man muß immer von Gig zu Gig sehen. Eine absolute Kotzgrenze, ab der man nicht mehr losgeht, ist IMHO aber auch wichtig. Ich sehe das ganz ähnlich wie Bell.

@Bell: Ich drück Dir die Daumen, dass Du Deine angepeilten Ziele erreichst. :)
 
Man muß sich eben mühsam und meist über viele Jahre einen Ruf erweben und so Status (und Gage :D) in die Höhe schrauben.

Aber: Wer billig anfängt, bleibt auch meist billig.

Es ist sehr schwer, da die richtige Balance zu finden. Man muß immer von Gig zu Gig sehen. Eine absolute Kotzgrenze, ab der man nicht mehr losgeht, ist IMHO aber auch wichtig. Ich sehe das ganz ähnlich wie Bell.


Dem ist nicht viel hinzuzufügen. Man sollte auch immer überlegen ob der Gig einen als (Anfänger-)Band überhaupt weiter bringt.
 
@Bell: Ich drück Dir die Daumen, dass Du Deine angepeilten Ziele erreichst. :)

Danke :)
Wir werden sehen, es ist noch zu früh, um was Definitives für 2008 zu sagen, aber ich bin optimistisch. Freiberufler haben es ja im allgemeinen nicht so leicht, da sind wir Musiker auch keine Ausnahme.....
schöne Grüße
Bell
 
also ich komme aus thüringen 07407 und unsere bands die hier spielen bewegen sich im bereich zwischen 1500-3000€. natürlich gibts auch noch welche unter diesem preis diese würd eich aber nich tempfehlen
 
Nachdem ich dies alles gelesen habe, möchte ich mal meine Erfahrungen dazu geben:
Ich spiele in einer Coverband im regionalen Raum (mit 5 Leuten): Wir haben so im Schnitt 15-20 Auftritte im Jahr.
Ich gebe zu, dass wir davon nicht leben müssen. Trotzdem bin ich der Meinung dass wir einigermaßen bezahlt werden wollen.
Wir sind vielleicht nicht so gut wie ne Profiband, deswegen nehmen wir auch nicht soviel wie ein Profiband. Normal sind dies 1200 Euronen. Dabei haben wir auch unser Equipment optimiert: Amp-Modelling für Gitarre und Bass, In-Ear-Monitoring. Der Gitarrist hat zwei Gitarren 1 akkust + 1 E. Der Keyboarder auch nur 2 Keys. Die Bühne ist total aufgeräumt. Wir können auf kleinen Raum spielen. Wir spielen auch mal auf ner Privatveranstaltung für 800 Euro mit abgespeckten Equipment. dies ist auch ganz gut mal neue Songs zu testen.
Dazu auch mal was zum Thema Coverband. Wir covern nicht alles, sondern spielen was wir können und was uns auch Spaß macht. Das sind natürlich bekannte Nummern. Und ich kann sagen wir begeistern immer unser Publikum. Manchmal dauerts länger. Manchmal müssen wir auch 2 Sets ohne Pause spielen, weil die vorherige Publikumseinlage die Leute komplett gelangweilt hat und wir die Leute wieder nach vorbringen müssen. Aber ich machs gerne, auch wenn ich dann irgendwann um 3 Uhr erst im Bett liege. Musik machen und den Erfolg über den Applaus quittiert zu bekommen bedeutet mir viel. Aber die Gage sollte auch stimmen - Denn was nichts kostet ist auch nichts wert - oder anders gesagt was billig ist kann auch nicht gut sein. Das ist mein Leitspruch bei den Verhandlungen mit den Veranstaltern.
Und wenn man einen Namen hat und das Publikum begeistert ist (auch wenn der alkoholgetrübte Blick mancher zuschauer oder Tänzer das Ganze gar nicht beurteilen) bekommt man auch neue Aufträge, oder wie bei uns: wir werden für bestimmte Events immer wieder gebucht.
Abschließend ist eine professionelle Präsentation auch nicht schlecht. Professionalle Plakate und Mappe gehören dazu. Wir haben zum Beispiel gute Erfahrung gemacht mit einer DemoCD/DVD auf dem wir einen Live-Zusammenschnitt von 15 Songs in 7 Minuten präsentieren. Da muss er nicht stundenlang CDs hören oder in Yutube gehen. Allerdings wollen wir in Zukunft auch einen 5-10mituigen Livezusammenschnitt auf ne DVD bringen damit potentielle Veranstalter sehen, was bei uns so abgeht.

Zusammenfassend kann man nur sagen: die ersten Gigs sind schwer, aber wenn die Band mal einen Namen hat, dann fällt manches schon leichter
 
Wir spielen im Regelfall ein dreistündiges Set für 1000-2000 Euro, je nach Entfernung, Besucheranzahl, Veranstaltung und Anlass, aber immer ohne Anlage, zzgl. Übernachtung nach bedarf. Wir sind allerdings eine reine Böhse Onkelz-Coverband, daher erscheint unsere Gage erstmal eher moderat, wenn man Top40-Coverbands mal anguckt. Für diese "Szene" ist das allerdings ein ganzer Batzen. Da hilft auch nicht immer der Bekanntheitsgrad.
 
also ich komme aus thüringen 07407 und unsere bands die hier spielen bewegen sich im bereich zwischen 1500-3000€. natürlich gibts auch noch welche unter diesem preis diese würd eich aber nich tempfehlen
Also wir spielen fast nur auf Stadtfesten, da gibt es teilweise Gagen bis 2000 € ohne PA, aber andere Veranstalter die in Thüringen solche Gagen zahlen???? Ich würde dir für jede Vermittlung 20% zahlen.

VG Garry
 
letztens bei einer Familienfeier. Opa's 75. Geburtstag gebucht wurde ein DJ gut ist jetzt keine Coverband (@Mod bitte post verschieben falls falsches Topic) gebucht und der war so schlecht und als ich erfahren habe was dieser für eine Gage für den Abend bekommen hat, bin ich aus allen latschen gefallen 500€ damit er aus seiner MP3 Sammlung irgenwelche willkürlichen nicht aufeinannder abgestimmte Songs anklickt. Hätte ich das vorher gewusst hätte ich den DJ gemacht -sorry musste jetzt mal raus ;-)
 
Grad wieder:
Anfrage für ne 50 Jahr feier von irgendwas.
Mit großen 500 Mann festzelt, riesen Theke und allem drum und dran.
Auf meine Antwort das wir mit Anlage, Tontechniker und Licht (!) ca. 1500€ wollen kam die Antwort: "Ja dann gehts nicht. Wir haben so mit 400-500 € gerechnet".
Ich meine die Anlage gehört zwar uns und wir bezahlen nichts dafür aber HALLO? Gehts noch?

Da fehlen mir dann einfach die Worte.
Die suchen quasi:

Eine Coverband die für 500 € Licht und Soundanlage quasi für eine Kirmesbühne mitbringt, aufbaut, bedient und abbaut, mit Tontechniker und dann noch 5 Stunden spielt.

Ganz ehrlich: Wie kommen die Leute bitte auf solche Preise und wo findet man bitte solche Bands?
Ich finde solche Anfragen einfach krass dreist.
Alles nur vom feinsten und dann kein Geld mehr für die Mucke haben und nen "dummen" suchen.
Irgendwie ist das schon unverschämt oder?

Habt Ihr auch solche Anfragen, oder bin ich da alleine?
 
Grad wieder:
Anfrage für ne 50 Jahr feier von irgendwas.
Mit großen 500 Mann festzelt, riesen Theke und allem drum und dran.
Auf meine Antwort das wir mit Anlage, Tontechniker und Licht (!) ca. 1500€ wollen kam die Antwort: "Ja dann gehts nicht. Wir haben so mit 400-500 € gerechnet".
Ich meine die Anlage gehört zwar uns und wir bezahlen nichts dafür aber HALLO? Gehts noch?

Da fehlen mir dann einfach die Worte.
Die suchen quasi:

Eine Coverband die für 500 € Licht und Soundanlage quasi für eine Kirmesbühne mitbringt, aufbaut, bedient und abbaut, mit Tontechniker und dann noch 5 Stunden spielt.

Ganz ehrlich: Wie kommen die Leute bitte auf solche Preise und wo findet man bitte solche Bands?
Ich finde solche Anfragen einfach krass dreist.
Alles nur vom feinsten und dann kein Geld mehr für die Mucke haben und nen "dummen" suchen.
Irgendwie ist das schon unverschämt oder?

Habt Ihr auch solche Anfragen, oder bin ich da alleine?

Da geb ich dir vollkommen Recht - das ist wahrlich eine Frechheit!
Ich kenns selbst aus meiner Region, hier ist solches Denken leider ebenfalls weit verbreitet.

Wir sind ne kleine Rock/Pop Coverband und machen das alles auf Hobbybasis, allerdings auch mit ca. 4-5 Stunden Programm.
Von der Gage wird die gemietete Anlage bezahlt und der Rest is für unsere Bandkasse - und dann dreht sich bei mir auf auch jedes Mal der Magen um, wenns dann heisst "Was? 700 Euro? Das is aber ne Menge Geld".
Klar ist das ne Menge Geld, aber den Aufwand dahinter sehen die Leute halt kaum.

Grüße
 
Jo, genau solche sachen meine ich.

Mir ist auch klar, dass Veranstalter mit Ihrer Veranstaltung möglichst was verdienen wollen. Das ist vollkommen legitim und verständlich.
Jedoch sich quasi verkalkulieren und die Preise nicht kennen, dann zum Schluss noch 2,50 € übrig haben für die Unterhaltung und nen blöden suchen.
Ehrlich, da hört für mich der Spass auf.

Wir machen das auch nur als Hobby (Obwohl wir zwischen 30-40 gut bezahlte Gigs im Jahr haben) aber unser Kram will ja auch bezahlt werden, abgesehen vom Finanzamt mist.

Die könnten auch einfach sagen: "Ja hallo, wir haben keine Ahnung und unsere Feier falsch geplant und uns stehen nun zuwenig Mittel zur Verfügung. Könntet Ihr nicht eure Freizeit opfern, noch 250€ mitbringen und das einfach so für uns machen?"

/Ironie on
"Ja klar, wir proben jede Woche, üben zuhause und schaffen Equipment für mehrere Zehntausend Euro an, damit wir bei Eurer Durchlauchtheit für umsonst spielen dürfen und euch eure Veranstaltung finanzieren. Es ist uns eine Ehre...."
/Ironie off

Mag sein das viele nicht wissen was sowas kostet. Aber wie kann ein gesund denkender Mensch glauben das man von 500€ Ton und Lichttechnik + 5 Stunden Programm + 7 Personen (5 Musiker 1 Tontechniker 1 Helfer) bezahlen kann?
Wie kommt man auf diesen Preis? Weltfremdheit? Dummheit? Dreistigkeit? Ich weiss es nicht.

Ganz ehrlich: Ich wär froh wenn solche Veranstalter garnicht mehr fragen ob wir können. Mich regt das jedes mal nur auf.

Was mich dann etwas tröstet, das dieser Veranstalter für seine 500 Euro höchstwahrscheinlich keine Coverband finden wird, welche auch Showmässig und Musikalisch was auf dem Kasten hat und auch noch ALLE technik stellt.

Heisst: Die setzen sich auf jeden Fall auf den Arsch mit Ihrer Veranstaltung und werden sich vielleicht beim nächsten mal überlegen, ob man nicht doch eine professionelle Band holt, die einem dann aber auch was bringt.
(Professionell im sinne von: Die Leute arbeiten professionell - nicht: sie leben von der Musik)

Schade ist nur, wenn man dann in der Zeitung liesst, das irgendein Event nicht mehr stattfindet wegen "sinkenden Besucherzahlen".
Klar, wenn man jährlich nur der devise "Hauptsache billig" folgt und dann die Leute wegbleiben, muss man sich nicht wundern.
Die Veranstalter halten das Publikum wirklich für bescheuert und das es eventuell an der Qualität des dargebotenen und dessen Umfeld liegt, da kommen die Herren Krawattenträger leider nicht drauf.
Lieber den fehler beim "Desinteresse der Bevölkerung" finden.

Armseeling....

Bestes Beispiel:
In Herborn gab es solange ich denken konnte eine gut besuchte Kirmes.
Seit ein paar Jahren findet die nun nicht mehr statt, weil sich in der Bevölkerung "kein interesse zeigt".

Ablauf der Kirmes bis ca. 1995:
Fr. Discoabend für die jugendlichen mit guten DJs und netter Atmosphäre.
Sa. Rockabend mit namhaften Bands aus der Region
So. Frühschoppen mit Blasorchestern, ganztags, aus der Region für die älteren und die Blasmusikfans.

War Prima besucht. Die Hütte war IMMER voll.

Ablauf der Kirmes ab ca. 1996:
Fr. Discoabend für die Jugendlichen mit "Hans von nebenan mit seinen 2 Technics Turntables und 1000W 'tbone' PA"
Schrott musik, keine Atmosphäre.
Sa. Noch mehr schrott DJ geschichten.
So. Frühschoppen mit Blasorchestern, danach musik vom Band.

Ein desaster.
Wie kann man als Veranstalter übersehen, das hier das gebotene einfach uninteressant und qualitativ scheisse ist?
Wenn der Fr. und Sa., welche die Hauptabende von der Kirmes waren, nicht mehr angenommen werden, liegt das aber dann am "desinteresse der Bevölkerung".
Da könnt ich echt heulen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie kommt man auf diesen Preis? Weltfremdheit? Dummheit? Dreistigkeit? Ich weiss es nicht.

Klarer Fall von sich keine Gedanken gemacht.
Ich behaupte, das die meisten noch nicht mal wissen, wieviel Arbeit und Geld in einer Band steckt.

Grüße aus Wz.
 

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