Was zuerst abnehmen?

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Hallo Leute, bin neu in der Drummikrofonierung und wollte fragen, was zuerst abgenommen werden soll. Noch hat unsere kleine Band keine Mikros zum Abnehmen und so wollte ich mal fragen, welches Mikro zuerst gekauft werden sollte. Wollen/können nicht sofort einen ganzen Batzen ausgeben und wollten in kleinen Schritten investieren dafür aber was gescheites. Sollte man sich zuerste ein Bass Drum Mik besorgen oder erst die Becken und Co abnehmen, da die Bass Drum alleine genug wummert? Wir haben eine PA zur Verfügung mit 2x 350W Topteilen und 2x Subs mit je 800W (komplett aktives System) und einen Yamaha 166CX Mixer.
 
Eigenschaft
 
Du hast den Beitrag im Recording-Unterforum erstellt, sprichst aber von einer PA-Anlage. Geht es um die Abnahme bei Live-Gigs oder um Aufnahmen?
Je nachdem würde ich die Priorität anders setzen.

Für Live-Gigs ist das erste Mikro auf jeden Fall für die Bassdrum. Alles andere vom Schlagzeug ist erst mal laut genug, aber die Bassdrum drückt nur mit Abnahme (und passender Bearbeitung) sowie potenter Anlage richtig.
Meine persönliche Reihenfolge ist dann Toms - Snare - HiHat - Overheads - Details wie Snare-Bottom, Ride etc.
 
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Hallo kingmar

Im Moment ist mir noch nicht so ganz klar, worum es dir eigentlich geht.
Geht es dir um die Drummikrofonierung beim Recording ?.
ODER
Geht es dir um die Drummikrofonierung im Proberaum über die PA ?.
ODER
Geht es dir um die um die Reihenfolge der Live Abnahme/abmischen ?.

Ich frage deshalb, weil du hier im Recording Forum bist. Aber dein Anliegen scheint mir irgendwie in eine andere Richtung zu gehen.
Oder irre ich mich da :gruebel: ?.
 
Hey, ja das stimmt, ist wohl etwas schwammig sorry. Aber es geht auch um eine spätere Aufnahme des Signals, aber dafür wäre es wohl nötig, wenn alles gescheit mikrofoniert wäre. Ich würde gern wissen, was man am besten zuerste abnimmt im Proberaum.
 
Ich würde gern wissen, was man am besten zuerste abnimmt im Proberaum.
Wie "the flix" ja schon angedeutet hat.........
Für Live-Gigs ist das erste Mikro auf jeden Fall für die Bassdrum. Alles andere vom Schlagzeug ist erst mal laut genug, aber die Bassdrum drückt nur mit Abnahme (und passender Bearbeitung) sowie potenter Anlage richtig.
Dies gilt auch für den Proberaum. Wir haben bei uns im Proberaum auch nur die Bassdrum abgenommen.

Für spätere Aufnahmen sieht das wieder anders aus.
Hier wird (sollte) jede Komponente des Drum abgenommen(werden) damit diese alle auf separaten Spuren liegen um später
beim Abmischen die einzelnen Komponenten unabhängig anpassen zu können.
 
Hallo,

im Zusammenhang mit Aufnehmen rate ich von den bekannten Billig-Drummikrofon-Sets mit 6 oder 7 Mics für unter 200 € ab - rechne mal, was da alleine übrigbleibt, wenn Du nur den Betrag durch 6 oder 7 dividierst... da sind noch keine Klemmen drin, auch das schicke Köfferchen noch nicht... und dann kommt schnell die nächste Frage "Warum klingen meine Schlagzeugaufnahmen sch...?"

Muß nicht sein... lieber Schritt für Schritt und dann gut einkaufen. Für den Anfang können sogar zwei Mikrofone reichen, oder auch drei. Eine Vollabnahme bedingt einmal, daß ihr überhaupt über ein Interface verfügt, das soviele unabhängige Mikrofonkanäle hat, und sie braucht auch ordentlich Erfahrung - ich würde nicht gleich mit Vollabnahme anfangen. Nimm doch mal als Anhaltspunkt die Stichwörter "Recorderman-Technik" und "Glyn-Johns-Technik" und suche mal nach Beiträgen dazu hier im Board, da gibt's einige..-

Viele Grüße
Klaus
 
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Alles klar. Danke für die Antworten! Und wie kann ich das jetzt am besten abnehmen, wenn ich mal ein Demotape machen will. Hierzu müsste dann alles gescheit mikrofoniert werden, oder wie läuft eine Demotape aufnahme im Proberaum?
 
Nimm doch mal als Anhaltspunkt die Stichwörter "Recorderman-Technik" und "Glyn-Johns-Technik" und suche mal nach Beiträgen dazu hier im Board, da gibt's einige..-
Hättest du diesesn Post ernst genommen, würde sich deine Frage erübrigen. Basselch hat dir schon gute Hinweise gegeben. Denn diese Techniken sind Mikrofonierungstechniken. Wenn man sich eben diese zu Gemüte führt dann kann man auch eine DEMO aufnehmen...ja, auch im Proberaum.
 
(sehr) billig UND gut wirst du nicht hinbekommen... und ohne große Ahnung erst recht nicht.

Kratz lieber nen bischen Geld zusammen und such dir jemanden, der die Demos mit dir auffnimmt und ein wenig Ahnung hat.
 
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Hallo, kingmar,

...für den Anfang kommst Du im Zweifelsfalle sogar mit zwei Kleinmembranmikrofonen aus, Positionierung entweder in Recorderman-Anordnung oder ggfs. auch nur als Overheads. Das beste Meßinstrument für die richtige Aufstellung ist Dein Gehör... um Testaufnahmen und häufiges Mikrofonerücken wirst Du zunächst nicht herumkommen. Mögliche Mikrofon-Kandidaten beim Einstieg könnten beispielsweise sein: Oktava MK012, Rode NT5, vielleicht auch die neuen Rode M5 (Achtung: Die kenne ich NICHT aus eigener Erfahrung...), Beyerdynamic TG I53c, und als schon-nicht-mehr-Geheimtip Line Audio CM3 (die dann schon mal mindestens eine ganze Klasse höher spielen...). Und natürlich gibt's noch mehr Auswahl... später kannst Du dann gezielt dazukaufen, z. B. für die Bassdrum, hier bieten sich Kandidaten von Shure, Sennheiser, Beyerdynamic usw. ebenso an.

Laß mich mal ganz, ganz tief in meiner Erinnerungskiste kramen und kurz erzählen, mit welchem Instrumentarium ich meine ersten brauchbaren Schlagzeugaufnahmen erstellt habe, das war irgendwann Mitte der 90er Jahre - damals waren jedwede Recordinglösungen beinahe unerschwinglich, das war nicht so schön wie heute.
Wir haben auf Compact-Cassette aufgenommen, 8 Spuren. Keyboards Stereo, 2 E-Gitarren, eine akustische, Gesang, Baß und Drums (in mono).
Für die Drums hatte ich ein Sennheiser Studio Sound (dynamisches Handmikrofon) und 2 Milab LSR 1000, das waren Kondensator-Gesangsmikrofone, alle für die Bühne, also auf Nahbesprechung eingerichtet. Die LSR1000 gingen als Overheads, das Sennheiser befand sich vor der Bassdrum, das Ganze wurde auf mono heruntergemischt (Fostex 820-Konsole - brr..., darf gar nicht mehr dran denken...), mit einigen Tests und einigem Mikrofonumstellen ging das aber ganz gut. Mit dem Ergebnis bei den Drums kann ich heute noch gut leben, es geht also auch mit wenig Materialeinsatz: Klick (Hoffentlich werde ich für die alte Demoaufnahme nicht gesteinigt ;) )

Viele Grüße
Klaus
 
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Ich kenne einen ganz großartigen Trick wie man die Bassdrum währen der Probe besser hörbar machen kann: Man macht alles andere leiser.

Ich finde es völlig albern in Proberäumen irgendwas am Schlagzeug zu mikrofonieren. Das Schlagzeug in der typischen Rockband das einzige Instrument dass keinen Volumen-Regler hat und noch dazu ist ein Drumset von sich aus wirklich schweine laut.

Wenn eure Bassdrum nicht durchkommt oder nicht fett genug klingt, dann ist sie vielleicht einfach schlecht gestimmt? Oder andere Sounds im Raum überdecken die entsprechenden Frequenzen. Verstärker von Gitarren und Bässen werden meißt zu laut und zu mulmig eingestellt. Da kann gar nichts drücken, weil dann alle Instrumente miteinander um den Druck konkurrieren.

Für live-Mikrofonierung wurde schon einiges gesagt. Letztlich kommt es aber auch auf die Stilistik an. Ein Jazzschlagzeuger wird zuerst ein Overhead aufstellen. Ein Popschlaagzeuger ein Bassdrum Mikro ...
 
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Wichtig ist im Proberaum (wie überall anders natürlich auch, aber hier besonders) der Raum an sich, und dass das Instrument darin vernünftig klingt. Drums sind lange nicht so einfach zu stimmen, wie eine Gitarre und man hat einfach sehr viele Freiheitsgrade.
Auch der Raum spielt eine wichtige Rolle. Wenn es hier schon matscht und schwubbelt, bringen die besten Mics nichts.

So Far...
Laguna
 
ich hatte ein paar jahre lang das schlagzeug in unserem probe-/aufnahmeraum mit 4-5 mikrofonen abgenommen. die mikros gingen in ein analoges 12-kanal mischpult. von dort abgemischt gingen zwei kanäle ins audiointerface. es also nicht zwingend notwendig, ein audiointerface mit zig eingängen zu haben.
 
Naja ... einfach nur Mikros an der richtigen stellen und dann alles zusammenmischen reicht ja heute nicht mehr aus. Man nimmt ja die Spuren einzeln auf um später alles einzeln bearbeiten zu können. Gerade wenn man nicht auf 20 Jahre Erfahrung im Schlagzeugmischen zurückblicken kann, wird man wohl kaum bei der Aufnahme quasi blind wittern können wie laut eine Snare/Tom im schlussendlichen Mix sein muss. Oft will man verschiedene Teile des Kits mit verschiedenen Hallräumen belegen, zB die Snare. Außerdem wollen die Phasenbeziehungen bzw Laufzeitdifferenzen zwischen den Mikros korrigiert werden. Deshalb braucht man schon genug Kanäle. Oder man beschränkt sich eben gleich was die Mikrofonierung angeht.
 
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außerdem finde ich, dass es auch genre-abhängig ist, wie umfangreich man ein schlagzeug abnimmt. klar ist man nicht so flexibel, wenn man das so macht, wie ich in meinen anfängen, aber wenn man sich genug zeit zum mischen nimmt, passt das schon. da macht man sich dann auch schon im vorfeld mehr gedanken, über sein schlagzeugspiel und arrangement. viel mehr, als wenn man nachträglich ohnehin alles noch editieren kann.
 
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Zeig uns mal bitte eine so entstandene Drum-Aufnahme im Bandkontext und wir schauen mal, ob das den Ansprüchen gerecht werden kann.
Ich bezweifle jedenfalls, ob man damit wirklich glücklich wird.

Natürlich ist das bis zu einem gewissen Punkt Genreabhängig. Aber das ist Musik immer. :weird: Klar brauche ich für Jazz ein anderes Drumkit und natürlich auch andere Mics als für Knüppelmetal.
Irgendwann kommt man aber mit einer Stereoaufnahme soundmäßig einfach nicht mehr weiter.

So Far...
Laguna
 
Allerdings muss ich sagen dass ich auch mal ein Drumset gehört habe, das mit einem einzelnen Mikro in Mono aufgenommen und dann richtig hart EQed wurde. Und das klang sowohl allein als auch im Mix einfach nur unfassbar geil. Allerdings hatte der Engineer auch eben etwa diese 20+ Jahre Erfahrung und die Experimentierfreude die man dafür braucht.

Ich selbst lasse mir immer möglichst viele Möglichkeiten offen und habe lieber einen Kanal mehr aufgenommen. Einfach damit ich noch was retten kann, wenn ich einen Fehler mache der mir erst im Mix auffällt. Am Ende schaffen es oft eh nicht alle Spuren in den Mix.
 
da hier weder klar ist, um welches genre es sich handelt, noch die größe der band und des probe-/aufnahmeraums ist, habe ich eine weitere möglichkeit eingebracht. für mich ist das auch nicht gleich eine sache die nur mit jahrelanger erfahrung zu tun hat, man muss sich einfach die zeit nehmen und genau zu- und hinhören. wenn man das an einem abend nicht schafft.... schafft man das in 20 jahren? ich weiß es nicht. in gut 25 jahren habe ich das eine oder andere tonstudio erlebt, wie auch deren tonschaffende. die wege zum ziel waren immer unterschiedlich, gemein hatten sie alle die liebe zum hören.
 

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