Wechselschlag bei palm-muted Power Chords

  • Ersteller Misfit86
  • Erstellt am
Misfit86
Misfit86
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
11.12.22
Registriert
03.01.22
Beiträge
2
Kekse
0
Guten Tag und frohes Neues allerseits,

ich habe mich nun extra hier angemeldet, weil mich seit Tagen eine Frage umtreibt und ich einfach nicht weiter komme. Ich entschuldige mich auch bereits jetzt dafür, dass ich mich ggf. nicht richtig ausdrücken kann, da mir Musiktheorie und die Begrifflichkeiten größtenteils nicht geläufig sind. Bin einfach jemand der sich mal ´ne E-Gitarre gekauft hat und mit Hilfe von Büchern, Tabs und vor allem Yotube Videos sich das Gitarre spielen soweit beigebracht hat, dass er zumindest ein bisschen Punkrock schrammeln kann. Neben Punkrock (Blink182, Bad Religion, NoFX,...) höre ich aber auch gerne Metalcore und wollte mich nun damit mal probieren.

Also erstmal Gitarre runter stimmen ;)
Die meisten spielen hier Drop D oder gar Drop C. Nun wird man relativ schnell damit konfrontiert, dass man 16tel Powerchords (Das heißt doch dann immer noch PowerChord obwohl es nur in einem Bund gespielt wird, oder?) o.ä. gemutet spielen soll.
Doch genau das bekomme ich nicht hin. Bei mir hört es sich eher nach 2 Einzeltönen als nach einem Akkord an, da ich beim Upstroke immer an der A-Saite hängen bleibe beispielsweise. Fehlt mir hier nur die Übung ?
Manchmal bin ich mir sogar unsicher, ob es überhaupt auf 2 Saiten gespielt wird oder nur die tiefere Saite gespielt wird ? Die dazugehörigen Tabs zumindest sagen aber immer was anderes und in den Videos lässt sich es nicht richtig erkennen. Außerdem hört es sich dann nicht so satt an wie in den Videos.

Als Beispiel hier ein paar Links. Da ich nicht weiss, ob der Timestamp funktioniert habe ich jeweils die Zeit dazu geschrieben von Abschnitten, die ich meine.

[2:09]

[2.12]

Vorab vielen Dank.
 
Eigenschaft
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, die schlagen mehr als eine Saite an und Muting.

Das einzige was Die fehlt ist, wie von dir ja bereits festgestellt, Übung.

Von der Geschwindigkeit her ist das ja weit weg von schnell :) Sollte also in kurzer Zeit machbar sein.

Das Du beim Spielen haengen bleibst, kann auch als Ursache die falsche Saitenstärke sein, da Downtuning muessen da dementsprechend Saiten drauf damit Spannung auf den Saiten ist und es nicht zu arg wabbelt.
 
Der Upstroke ist das Hauptproblem. Bei Nik Nocturnal kannst Du gut sehen, dass er nur Downstrokes spielt. Das ist sehr üblich im Metal-/Metalcorebereich und klingt auch anders, als mit Alternate Picking (Wechselschlag)
Eine der Vorreiter hierfür waren Metallica. Da wird idealerweise alles stumpf im Downstroke geschlagen. Das erfordert natürlich viel Übung und kann das Handgelenk am Anfang schon mal zum Schmerzen bringen.
 
Nur Downstrokes klingt einfach cooler!
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Als alter Fanboy von Mr. Hetfields rechter Hand: Yeah, Downstrokes!

Ab einer gewissen Geschwindigkeit sind reine Downstrokes allerdings nicht mehr machbar - selbst für Hochgeschwindigkeits-Downstroke-Maschinen wie James Hetfield, Mille oder Scott Ian...
Von daher: Ja, Downstrokes üben!
Aber auch Alternate Picking - sowohl über eine wie auch über zwei Saiten.
Vernünftige Saitenstärke/-spannung und richtige Plek-Stärke (zu weich ist genauso hinderlich wie zu hart) sind dabei genauso wichtig wie der richtige Anschlag; leider gibt es für keine der drei vorgenannten "Komponenten" eine allgemeingültige Regel.

Für mich z.B. sind 010-052er Saiten bei Sechssaitern in C# auf 648 mm bzw. D auf 628 mm i.d.R. genau richtig, dazu je nach Tagesform Dunlop 0.73er Nylon Standard Pleks oder 1.0 Hetfield White Fangs und eine Anschlagstechnik, die einen Gitarrenlehrer wohl spontan ergrauen lassen würde.
Für die meisten Death/Thrash(Core)-Gitarristen wären die Saiten zu dünn und die Pleks zu weich - für mich genau die Zutaten für alles von Guns'N'Roses bis Cannibal Corpse...

Bleibt also letzlich nix anderes als: ausprobieren, üben, ausprobieren und üben. ;)
 
Evtl. kannst du ein Video von dir beim Spielen aufnehmen? Dann könnten wir besser sehen, wo das Problem liegt.

Ich erinnere mich, dass ich auch eine zeitlang Schwierigkeiten hatte, gemutete Powerchords mit Alternate Picking zu spielen. Im Laufe der Zeit, als sowohl Palm Muting als auch Alternate Picking zusehends selbstverständlich wurden, hat es dann irgendwann von selbst geklappt. Ich merke aber, dass ich Powerchords mit Alternate Picking etwas lockerer/softer spiele als reine Downstroke-Riffs. Spiele ich nur Downstrokes, habe ich einen relativ harten Anschlag, bei Powerchords im Wechselschlag klingt es softer. Für letzteres bevorzuge ich auch softere Plektren bzw. merke ich dann immer, dass es nicht nur Vorteile hat, harte Plektren zu spielen ;-)
Ich würde an deiner Stelle also auch mal in diese Richtung herum probieren und ansonsten auch einfach schauen, dass du ganz generell eine solide und unverkrampfte Muting und Alternate Picking-Technik entwickelst (neben dem Downstrokes-Üben natürlich :rock: ).
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Bei Nik Nocturnal kannst Du gut sehen, dass er nur Downstrokes spielt.
Das tut er ab der betreffenden Stelle im Video eben nicht. Er spielt hauptsächlich Downstrokes aber zwischendurch immer mal wieder Upstrokes (inbesondere bei 2:16).

Wenn du bei den Upstrokes hängenbleibst, liegt das eventuell daran, wie du dein Plektrum hältst.
Das darf nur wenig zwischen deinen Fingern hervorragen und sollte sowohl beim Down- als auch beim Upstroke in einem 90 Grad Winkel zu den Saiten stehen, wenn du längs über die Saiten schaust.
Ansonsten bildet sich beim Upstroke quasi ein Haken mit dem du an den Saiten hängen bleiben kannst.
Wenn du dann das Plektrum dann noch etwas schräg zum Saitenverlauf stellst, so dass du nicht nur die flache Seite des Plektrum sondern auch etwas die Kante mitbenutzt, kommst du etwas leichter über die Saiten.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Vielen Dank für die ganzen Antworten. Das hilft mir echt weiter. Dann heißt es jetzt wohl die Haltung, sowie das Plektrum an sich nochmal unter die Lupe zu nehmen und zu optimieren.

Wie bereits erwähnt war ich mir sehr unsicher, ob die Tabs und die Spieltechnik in den Videos überhaupt zusammenpassen. Aber hier wird glaube generell viel gemogelt. Bei manchen ist mir aufgefallen, dass der original Track im Hintergrund so laut ist, dass man die Gitarre vom Video-Ersteller kaum wahr nimmt. Und dann werden die auch noch abgefeiert, weil es sich 1zu1 wie das Original anhört :D
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben