Welche Bücher beeinflussen euer Songwriting

von Larsulrich1a, 06.02.07.

  1. Larsulrich1a

    Larsulrich1a Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.02.07   #1
    Hallo zusammen!
    Mich würde mal interressieren ob und von welchen Büchern ihr euch beim Songwriting inspirieren lasst! Übernehmt ihr evtl. ganze Sätze ...oder sogar ganze Zeilen?
     
  2. LongLostHope

    LongLostHope Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.02.07   #2
    Nein und wer das tut, finde ich sollte das songwriting lassen.
    Erstens ist es Diebstahl (weiß nicht wies rechtlich aussieht aber ich halt es für Diebstahl) und zweitens sollte man, wenn man meint, Songs schreiben zu müssen, genug Krativität beitzen, um texte zu schreiben, ohne was stehlen zu müssen.

    Hart aber meine Meinung dazu...
    Mich inspiriert vor allem das leben, meine Probleme, Filme und mein eigener psychischer Knachs.
     
  3. darknezzz

    darknezzz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.02.07   #3
    Aber ob man sich nun von einem Film inspirieren lässt, oder von einem Buch/Gedicht kommt doch auf dasselbe raus.
    Ich finde es ist durchaus in Ordnung, Sätze daraus zu übernehmen, die charakteristisch für das Schriftstück sind, die besonderns hervorstechen, ähnlich wie es ja einen ganzen Haufen Stücke gibt, die mit einem Filmzitat anfangen. Wenn man sich mal umsieht, findet man 'ne ganze Reihe Stücke, die sich an Literarischen Werken orientieren oder diese zitieren.

    Gemacht habe ich das noch nicht, aber ich habe ich mal ein Gedicht zu "Die Leiden des jungen Werther" (Goethe) geschrieben (weil's 'ne Aufgabe im Literaturkurs in der Schule war), das ich vielleicht mal vertonen werde.
    Ich habe keine Sätze übernommen, wohl aber Charaktere, Ort, et cetera.
     
  4. LongLostHope

    LongLostHope Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.02.07   #4
    Sich inspirieren lassen und Sätze eins zu eins übernehmen sind aber zwei komplett verschiedene Sachen... Ich persönlich finde es schwach, sich der Kreativität anderer zu bedienen... Hab ich auch nicht nötig. Ich hab ne eigene...
     
  5. Arachnophobia

    Arachnophobia Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.02.07   #5
    Brav so, Longlosthp.
    Allerdings gibt es da auch 1. so ein Ding, das nennt sich Intertextualität. Und 2., warum sollte man nicht ein oder zwei Sätze von jemand anderem übernehmen? Klar, man könnte den Inhalt der Sätze mit eigenen Worten ausdrücken. Ist meistens auch besser. Aber es gibt einige Sätze, die sind einfach so verflucht genial und treffend, dass man ihren Inhalt gar nicht passender ausdrücken kann... und wenn man immer einen großen Bogen um die Wortkombinationen machen wollte, die schon irgendjemand anderes geschrieben hat, blieben einem gar keine Worte mehr zum Songs schreiben ;)
     
  6. Zefix

    Zefix Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.02.07   #6
    Ich stimme da Arachnophobia vollkommen zu. Ich finde es absolut legitim einzelne Phrasen zu zitieren, oder auch bekannte Gedichte zu vertonen.

    Ich lasse mich persönlich sehr oft von Tolkiens Welt inspirieren, da sie sehr komplex und umfangreich ist, aber noch Unmengen Platz für eigene Gedanken lässt. Sie beinhaltet mit ihren Gedichten und philosophischen Gedanken mMn genügend Stoff für abertausende Songs.

    Grüßle
     
  7. LongLostHope

    LongLostHope Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.07   #7
    Mein Ziel ist es ganz einfach, selbst Sätze zu schreiben, die vllt mal einer so geil findet, dass er sie kopieren möchte.

    Ich will nicht "der Schüler" sein. Ich will "der meister" sein. Klingt arrogant und größenwahnsinnig, ist aber meine Motivation. Ich habe einfach zu viel Stolz um Sachen von anderen zu verwenden.
     
  8. strongtone

    strongtone Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.07   #8
    Es gibt ja immernoch das Stilmittel des Zitats, oder dessen Modifikation.
    Plump einen Satz aus einem Buch zu kopieren, fnde iche, wie LongLostHpe auch eher schwach und würde es auch fast als Diebstahl bezeichnen, aber ganz bewusst einen Satz zu nehmen, der eine gewissen Aussage hat und allgemein bekannt ist und z.B. 2 Worte zu vertauschen, so dass sich ein ganz anderer Sinn ergibt, halte ich auch für kreativ und eingenständig! Kettcar zum Beispiel arbeiten sehr viel damit und ich bin immer wieder begeistert!

    lg strongtone
     
  9. el bajo

    el bajo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.02.07   #9
    Clive Barker - Bücher des Blutes
    YEEEHAAAAAAA!! :D
     
  10. nazbue42

    nazbue42 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.02.07   #10
    Früher Hesse, besonders "Demian", aber auch "Der Steppenwolf";
    dann Carlos Castanedas Bücher, hier besonders "Die Reise nach Ixtlan";
    dann länger nix mehr, jetzt in gewissem Maße durchaus auch mal die Bibel (das Neue Testament).
    Meist sind es aber eher so gedankliche Anstöße oder Themen, die mich interessieren und inspirieren, Texte über konkrete Romanhelden oder so habe ich jetzt noch nicht verfasst.
     
  11. Tracii

    Tracii Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.02.07   #11
    Das Stundenbuch (Rilke)
    Portents (Herbert)
    Die Gedichte (Hesse)

    Nichts gegen deinen Anspruch; wenn du da so strikt rangehst, ist das okay, aber halt mal schön den Ball flach, wenn du auf andere zielst. :) Wenn ich irgendwo eine Formulierung lese, die mir gefällt und vielleicht sogar nicht mehr aus dem Kopf geht, und ich hab eine Songidee, in die sie reinpasst, dann verarbeit ich sie auch. Zu 99% passt das ja eh nicht sofort von Metrum und Reim her, und spätestens dann ist es meine Kreativität, die den Satz in eine neue, nutzbare Form bringt.

    Gerade bei englischen Texten find ich es nicht verkehrt, sich an Muttersprachlern zu orientieren. Warum sollte ich nie eine Redewendung anwenden dürfen, bloß weil ich sie bei jemand anderem entdeckt habe?

    Greetz,
    Fabse
     
  12. Dave1978

    Dave1978 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 05.03.07   #12
    Ich bin völlig der Meinung von LongLostHpe. Einzig ein schlüssiges Konzept, zu dem dann aber auch eine wirklich akribsiche Auseinandersetzung mit einer Thematik gehört, gibt einem ernsthaften Musiker das Recht sich einer Vorlage zu bedienen.
    Und weil ich hier gerade den Namen Tolkien gelesen habe. Das ist so ziemlich die ausgenudelste Vorlage, die man sich nur vorstellen kann. Bitte nicht noch eine weitere Vertonung von Tolkien...
     
  13. Bart McCool

    Bart McCool Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.07   #13
    Ich finde es vollkommen legitim sich von Büchern, Kapiteln oder einzelnen Sätzen inspirieren zu lassen und sie auch als Vorlage zu verwenden.
    Ich habe zum Beispiel mal gelesen das sich Georg Harrison (hoffentlich hab ich seinen Namen richtig geschrieben - halt der "Typ" von den Beatles) immer ein Buch rausgeholt hat und den ersten Satz der im ins Auge fiel für einen Songtext verwendet hat. So hatte er zum Beispiel "gently weeps" in einem Buch gelesen und was draus geworden ist wissen Wir wohl alle.
    Des Weiteren lässt sich hier sehr gut ein Film zitieren, den ich mal gesehen habe ("Forrester Gefunden!" Oder so). In diesem hieß es nämlich ungefähr, "Meister" zum "Schüler"um LongLostHpe Bezeichnungen zu benutzen, so:"Ich erlaubte Ihm meine Worte als Anfang zu verwenden um seine eigenen beim schreiben zu entdecken."
     
  14. I_dunno

    I_dunno Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.04.07   #14
    John Lennon hat auch Zeilen aus Timothy Learys "The Psychedelic Experience" rausgenommen.
    Bei tomorrow never knows. Gleich die erste Zeile "turn off your mind, relax and float downstream" ist aus dem Buch.
    Finde das jetzt eigentlich nicht schlimm.

    Oder A day in the life ist aus einzelnen Zeitungsausschnitten zusammengesetzt.
    Aber ob die wörtlich übernommen sind weis ich jetzt nicht ....
     
  15. Vocalcoach91

    Vocalcoach91 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.04.07   #15
    Also mich inperieren Bücher etc. nicht. ALl dass was mich zum Nachdenken bringt insperiert mich!!:great:
     
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