Welche In-Ear Kophörer für Gitarristen wie mich?

von Squealer, 09.05.07.

  1. Squealer

    Squealer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.07   #1
    Hey,

    ich hab ein riesen Problem im Moment. Bin in einer neuen Band eingestiegen, welche mit In Ear spielt. Ich konnte jetzt zwar schon durchsetzen, dass ich für mich 2 Monitore bekomme, da ich In-Ear abgrundtief hasse! Ich musste schonmal mit IN-Ears spielen (es waren sogar total teure Shure, irgendwas mit 300T oder so, kp) und es war grausam! KEIN FEELING, SCHLECHTER SOUND, AUSSETZER...ahh...ich bin fast durchgedreht.
    Aber ich werde wohl nicht drum rum kommen mir ein paar Hörer zuzulegen, da der Rest der Band keine Monitore hat, sondern es nur eine Center-Monitor gibt, falls das In-Ear ausfällt.
    So hab ich das Problem, dass ich mich so gut wie nicht höre, wenn ich quer über die Bühne laufe (ausser über die PA natürlich, aber das kanns ja nicht sein).
    Aber wie gesagt, bei mir halten die Dinger nicht in den Ohren, klingen scheisse, nerven und bringen kein Fitzel eines Feelings rüber...

    Gibt es denn trotzdem noch Hoffnung für Musik wie mich? Dazu kommt nämlich noch, dass ich nen alten Marshall spiele, Vollröhre, Bj. 73 welchen man richtig aufreissen muss. Und das Feeling vor so einem voll aufgerissenen Amp mit 4x12er Box zu stehen ist einfach geil. DAS SOLL EIN IN EAR RÜBER BRINGEN KÖNNEN?

    Na dann mal ans schreiben ihr In-Ear Beschwörer :great:

    Grüsse
    Dennis
     
  2. der onk

    der onk HCA PA-Technik HCA

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    Erstellt: 09.05.07   #2
    Na dann komm mal, Du Problemfall...;)

    1. der Druck
    Das Körpergefühl, das eine laute Box einem beschert, kann das IEM systembedingt nicht vermitteln. Du bist davon zwar nur teilweise betroffen, weil ja keine DI-Lösung gemacht wird, sondern dein Marshall auf der Bühne steht, aber abnehmender Druck bei der Entfernung vom Amp auf Deinen "Spaziergängen" ist unvermeidlich.
    2. die Aussetzer
    Beruhen m.E. auf mangelhaftem Material, einem Defekt oder Fehlern bei der Vergabe der Trägerfrequenzen, Antennenaufstellung etc. Wenn Du nicht gerade auf Bühnen in Rolling Stones Dimensionen rumläufst, sollten bei IEM-Anlagen in der Klasse Sennheiser EW aufwärts Dropouts seltendst vorkommen.
    3. Sitz der Hörer
    Viele Leute kommen mit den Stöpseln (sei es Silikon oder Schaumstoff) einfach nicht zurecht. Guten Sitz und Halt bei starker Bewegung erreichst Du nur mit angepassten Formteilen vom Hörgeräteakustiker.
    4. Klang
    Neben guten (Mehrwege-)Hörern ist auch die Peripherie entscheidend. Auf Deinen Monitorweg also auch einen EQ packen sowie einen Multibandkompressor, um Lautstärke zu suggerieren, ohne die Ohren wegzublasen.

    der onk mit Gruß
     
  3. der onk

    der onk HCA PA-Technik HCA

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    Erstellt: 09.05.07   #3
    Oh, fünftens habe ich vergessen:
    Es gibt viele Musiker, die mit IEM sowas von überhauptnicht zurechtkommen. Optimalem Equipment und bester Eistellung desselben zum Trotz. In dem Fall musst Du eben Alternativen für Dich schaffen, da Deine Band sicherlich nicht vom IEM zurück zu konventionellem Monitoring gehen will. Vielleicht reicht ja eine zweite Gitarrenbox auf der gegenüberliegenden Bühnenseite sowie der Ersatz des "Notfall-Monitors" in Bühnenmitte gegen Sidefills.
     
  4. Squealer

    Squealer Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.07   #4
    Wir haben am 18. Mai nen Probeaufbau mit unserem neuen PA-Verleih und da probieren wir halt alles aus...
    Was für ein InEar Hörer könnte ich mir denn mal testweise kaufen um einfach mal alle Möglichkeiten auszutesten am Fr. und am Sa. drauf...dafür ist der Probeaufbau ja eben da.

    Sollte trotzdem nicht mehr als 100 euro kosten *duck und weg*
     
  5. der onk

    der onk HCA PA-Technik HCA

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    Erstellt: 09.05.07   #5
    Das mit dem Finden des optimalen Hörers ist eine Crux bei IEM. Aber schon ins Blaue gesagt, wirst Du für 100.- Euro wohl keinen Hörer finden, der anspruchsvolle Leute (und dazu zähle ich Dich mal) zufriedenstellt. Dazu kommt noch der Umstand, daß ein Hörer mit Elacin-Inlay (welches Du ja extra anfertigen lassen müsstest) wieder anders klingt als mit Standard-Aufsätzen (i.d.R besser) und auch besseren Halt im Ohr hat.

    Aber irgendwo muß man ja mal einsteigen...




    Also versuch's mal mit einem Shure E2; auf Dauer wirst Du aber höchstwahrscheinlich zu einem Mehrwege-Hörer greifen (gehen so ab 250.- Euro aufwärts los, ohne Elacin versteht sich), aber um mal grundsätzliche Sachen wie optimalen Mix, EQing, erforderliche Pegel, Dropout-Sicherheit, Kompressor-/Limitereinstellung etc. zu machen, ist der E2 sicher ein brauchbarer Kandidat.
     
  6. wogawi

    wogawi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.06.07   #6
    ich darf mich hier auch mal ins thema einklinken :)

    bin ebenfalls gitarrist und auf der suche nach einem in-ear-system. Habe bereits einen Elacin Gehörschutz - welche verschiedenen Varianten gibt es, diesen zum In-Ear-Hörer aufzurüsten?
     
  7. Seven

    Seven Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.06.07   #7
    Hier liegt eben ein großes Problem:
    Man will IEM mal eben testen und natürlich verständlicherweise wenig Geld in Hörer investieren. Wirklich gut klingts eben erst mit nem separaten IEM Mix, der erstmal Zeit und Erfahrung im Mix benötigt und eben auch gute Hörer.

    Man kauft sich ja auch keinen 30 € Verstärker, merkt das er nicht wie ein Engl Fullstack klingt und sagt, ne dann spiel ich eben keine Gitarre...
     
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