Welche Interne Soundkarte für Recording und VST Instrumente

von hellracer, 04.07.08.

  1. hellracer

    hellracer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.07.08   #1
    Hi Leute, ich baruch mal eure Hilfe!

    Ich hab schon im Forum gelesen aber noch nicht so das richtige gefunden.

    Die Situation ist folgende. Ich komme eigentlich aus der Keys-Ecke, beschäftige mich aber seit einiger Zeit mit Recording und VST Instrumenten. Bis jetzt habe ich dazu immer eine relativ einfache Soundkarte (C-Media CMI8738/C3DX Audio Device PCI) verwendet. Jedoch war die Latenz beim Spielen von VST immer sehr hoch, so dass man live eigentlich nicht damit spielen konnte (ich meine über den Rechner das Signal erzeugen und direkt den Ton vom Rechner hören. Dann kam der Ton sehr spät erst nach dem Drücken der taste)
    Daher will ich mir jetzt eine neue kaufen. Leider liegt mein Budget derzeit bei maximal 150€.

    Die Dinge die ich genau mit der Karte vorhabe wären:

    1. PC als Jukebox nutzen und über PA verstärken
    2. Aufnehmen von Keyboard, Gitarre oder Gesang
    3. Spielen von VST Instrumenten (über midi)

    Ich kann jetzt leider überhaupt nicht einschätzen, welche Karte für mich geeignet ist. Unglaublich viele Ein- und Ausgänge brauche ich nicht (2 in und 2 out würden völlig reichen) allerdings nerven mcih die Klinke 3,6mm Stecker der C-Media sehr stark. Richtige Klinke 6,3mm wären mir lieber.

    Ich hab auch gesehen, dass es externe Soundkarten über USb gibt allerdings wäre das vom Platz her nicht so wirklich schön und außerdem hab ich auch gelesen, dass die Latenz nicht ganz so gut bei externen wäre wie bei internen.

    Ich hoffe es gibt Empfehlungen für mich.

    Gruß
    Hellracer


    P.S. Die Rechnerkonfiguration: Amd Athlon 64X2 5000+, 2GB Ram, Win XP SP3 + (zwangsweise für die C-Media ASIO4ALL Treiber)
     
  2. jaumusik

    jaumusik Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.07.08   #2
    Hi,

    vielleicht könnten diese Geräte für Dich interessant sein:

    https://www.thomann.de/de/line6_toneport_ux1.htm (allerdings hat das Teil keine MIDI I/O)

    https://www.thomann.de/de/emu_1212m_digitalaudiosystem.htm (hiermit liegst Du wahrscheinlich besser)
    :great:
    Das kann sein, muss aber nicht - kommt u.a. auch darauf an, ob USB 1.1 oder USB 2 genutzt wird. Sollte aber bei Deiner PC-Performance nicht so sehr relevant sein, vor allem, wenn Du den ASIO-Treiber (vom Hersteller) nutzt.;)
    Nachteil der internen Lösung kann sein, dass Du
    a) nicht so mobil bist (ist aber auch kein Muss)
    und b) dass Du, je nachdem, wie die anderen Bauteile Deines Rechners geschirmt sind, es möglicherweise zu Einstreuungen, Brummen o.ä. kommen kann. (Ist mir mit meiner Delta 1010LT bisher allerdings noch nicht passiert). ;)

    Ich hoffe Dir ein wenig weiterhelfen zu können.:D
     
  3. ars ultima

    ars ultima HCA Recording HCA

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    Erstellt: 04.07.08   #3
    Ohen Phantomspeisung ist man bezüglich Gesangsaufnahme etwas eingeschränkt.
    das ist wohl das, was er sucht. ich verstehe aber auch nicht ganz, warum er nicht einfach mal in einem Onlineshop gekuckt hat, was da in Frage kommt; so groß ist die Auswahl an PCI-Karten mit zwei Klinken-Eingänge nicht...
    Mir konnte immer noch keiner erklären, warum mit USB 2.0 niedrigere Latenzen möglich sein sollen als mit USB 1.1. Bandbreite hat nichts mit der Latenz zu tun.

    Die externen Soundkarten haben in der Regel den Vorteil, dass sie schon Mikrofonvorverstärker, spezielle Gitarreneingänge, eine Extrakopfhöreranschluss, Lautstärkeregler,... haben. Um eine PCI-Karte entsprechend nutzen zu können bedarf es in der Regel noch einem Mischpult.
     
  4. jaumusik

    jaumusik Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.07.08   #4
    Da ich selber die interne Delta nutze (inkl. Mischpult und Co.), ziehe ich das "Wissen" bzgl. USB dann auch mehr aus Beiträgen in einschlägigen Fachblättern als aus eigener Erfahrung. Angeblich liegt es schon an der höheren Bandbreite, da der Datendurchfluss bei USB 2 etwas höher ist als beim alten USB 1. Dadurch können die Daten schneller in den Rechner, dort von der Software verarbeitet werden und wieder ausgegeben werden. Natürlich kommt für die Latenz noch der verwendete Buffer etc. hinzu, aber so ganz unwichtig ist die Datentransfergeschwindigkeit nicht (Beim Hardwaremonitoring umgehe ich ja auch die Latenz, indem ich das Signal direkt am Input abgreife und an den Output weiterleite, d.h. den Datentransfer schnell gestalte).:)
     
  5. pico

    pico HCA-Recording Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 04.07.08   #5
    dann Versuch ichs mal ;)

    ist aber eher theoretisch, da es 1. heuet kaum noch Interface mit USB1.0 gibt und 2. wenn es sich doch noch um ein solches handelt, die Anzahl der Kanäle meist bei 2 liegt.

    Die analogen Daten werden ja im Interface in Digitale gewandelt und dann Blockweise (Buffersize) an den Rechner Übertragen - leider hat USB1.= einen recht großen Daten-Overhead, also Steuer- und Controldaten, die die eigentlichen Nutzdaten teilweise bei weitem übersteigen. Also je kleiner die Blöcke sind und damit auch eine niedrigere Latenz verbunden ist, desto mehr dieser Steuer- und Controldaten fallen an.

    Da hier max. 1.5MBit/s übertragen werden können kommt es da dann bei gleichzeitiger Aufnahme und Wiedergabe - kein Direct-Monitoring - dann unter Umstaänden doch schon mal zu einer Überlastung. Man kann diese halt nur durch vergrößern der Block/Buffergröße vermeiden und dadurch hat man halt dann doch schnell Latentz-Problemchen.

    Beim Datenaufkommen spielt es dann natürlich auch noch eine Rolle, ob mit 44.1,48 oder 96KHz gewandelt wird.

    Ich hoffe ich konnte es einigermaßen Verständlich ausdrücken.

    Edit - na gut, wieder zu langsam geschrieben und zuviel zwischendurch telefoniert ;)
     
  6. hellracer

    hellracer Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.07.08   #6
    Hi Leute,

    erstmal Danke für die Antworten.
    Ich hatte schon in der Onlineshops mich umgeschaut, aber ich konnte schlichtweg gut von schlecht nicht unterscheiden und der Preis ist ja nicht immer auch eine Garantie für Qualität.

    Die EMU sieht ganz interessant aus. Ist EMU als Firma allgemein gut für Audio?

    Bei Thomann wird nämlich noch die kleinere Version für 99€ angeboten
    (https://www.thomann.de/de/emu_0404_digital_audio_system.htm)

    Wär die auch was? Ich muss einfach auf mein Geld achten und wenn die es auch tun würde und in der Qualität stimmt käme das meinem geldbeutel natürlich entgegen.

    Gruß
    Hellracer
     
  7. kb1

    kb1 HCA Recording HCA

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    Erstellt: 04.07.08   #7
    Ich kann nur von der schon empfohlenen 1212m sprechen:
    klasse Karte!
     
  8. jaumusik

    jaumusik Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.07.08   #8
    Die Karten von E-MU sind sicherlich schon ganz ordentlich. Von daher kann die 0404 für Dich volkommen ausreichend sein. Die Frage, die Du Dir stellen musst ist, ob Dir das, was die Karte leistet, ausreicht, für das was Du tuen willst?! Und am Besten auch so'n bissl in die Zukunft schauen: hat das Ding evtl. genug Reserven, um Dich auch bei größeren Sachen zufrieden zu stellen?! Und da kommt schnell die Überlegung auf, lieber jetzt schon die paar Euro draufzulegen und erst einmal Ruhe zu haben.:rolleyes:

    Zumal Dir schon einige hier bestätigt haben, dass die 1212 in der Preisklasse wirklich gut ist.:great:
     
  9. kb1

    kb1 HCA Recording HCA

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    Erstellt: 05.07.08   #9
    Um das noch etwas zu spezifizieren (bzw einen bestimmten Punkt davon herauszustreichen):
    Um 50.- mehr bekommst du mit der 1212m eine Karte, die über mehrere Kanäle verfügt.
    Solltest du einmal in die Verlegenheit kommen, mehrere Kanäle gleichzeitig aufzunehmen, oder mit einer Band irgendetwas aufnehmen zu wollen, dann kannst du die Karte via ADAT zum Beispiel mit dem Behringer ADA8000 sehr günstig um weitere 8 Kanäle erweitern.

    Bei der 0404 würde das gleiche Szenario bedeuten, dass du sie gegen eine andere Karte ersetzen müßtest.
     
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