Welche Leute kaufen teure Gitarren, z.B. Fender CS

boisdelac
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Ausgelagert aus Fender CS-Userthread


Was mich interessieren würde ....

Seid Ihr alle Zahnärzte, damit Ihr Euch Gitarren um eine Geldsumme kaufen könnt, von der manche vierköpfige Familien in Deutschland für ein halbes Jahr ihr Auskommen finanzieren müssen?

Oder laufen Eure Geschäfte als Musiker so gut, dass Ihr Euch mehrere CS und oder MB-Gitarren leisten könnt?

Oder seid Ihr Leute, die gewollt minimalistisch leben (nicht rauchen, nicht saufen, keinen Urlaub, Zweiraumwohnung für 8 Leute, kein Auto, kein E-Bike, Uralthandy mit Spartarif) und alles übrige Geld in diese tolle Gitarren stecken?
 
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@boisdelac ich bin selbständig. Ich hab mich mit Ende 30 selbständig gemacht. Das erste richtige Geld hab ich ab Anfang 40 verdient. Während des Studiums und der Ausbildung konnte ich mir nix leisten. Ich hatte die ersten 20 Jahre meines gitarristischen Lebens nur ne billige Squier. Mehr war nicht drin. In der C-Zeit habe ich mir 4 CS gekauft. Ich bin mittlerweile fast 60... Hab mir gedacht, dass ich mir diesen Wunsch erfülle
 
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Was mich interessieren würde ....

Seid Ihr alle Zahnärzte, damit Ihr Euch Gitarren um eine Geldsumme kaufen könnt, von der manche vierköpfige Familien in Deutschland für ein halbes Jahr ihr Auskommen finanzieren müssen?

Oder laufen Eure Geschäfte als Musiker so gut, dass Ihr Euch mehrere CS und oder MB-Gitarren leisten könnt?

Oder seid Ihr Leute, die gewollt minimalistisch leben (nicht rauchen, nicht saufen, keinen Urlaub, Zweiraumwohnung für 8 Leute, kein Auto, kein E-Bike, Uralthandy mit Spartarif) und alles übrige Geld in diese tolle Gitarren stecken?
Was mich interessieren würde: Warum interessiert Dich das?

Außerdem hast Du bei Deinem Vergleich doch ziemlich stark übertrieben: Die letzte hier vorgestellte MB Strat war mit 7.990 Euro gelistet, also kann man sie wahrscheinlich für ein paar hundert Euro weniger mit nach Hause nehmen. Und eine vierköpfige Familie kommt mit Bürgergeld und Kosten der Unterkunft je nach konkretem Fall auf ca. 2000-3.000 Euro im Monat.
 
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Nur vorsorglich:
Bitte nicht abdriften, das könnte in eine Neid-Debatte übergehen (bisher ist ja noch alles okay)
 
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Das interessiert mich einfach, weil hier sehr viele Leute (geschätzt 250 Teilnehmer hier im Thread mit 4424 Posts) über Gitarren schreiben, die sie besitzen und die ich mir nie leisten könnte oder wollte.
Nein, ich bin nicht neidisch. Ist rein aus Interesse ....

@Blues Bird Da hab ich wohl übertrieben ... 7990€ sind natürlich übertrieben viel im Vergleich zu rund 3000€ Bürgergeld.
 
Um mal evtl zu erklären, wie sich sowas entwickeln kann:
Ich hatte zu früheren Zeiten kein Geld und genau eine Gitarre. Eine alte Ibanez EX irgendwas Rechtshänder, die ich damals beim Bund im Keller mit einem Marshall Valvestate 8080 gefunden und dem Zug für, ich glaube, 350 DM abgekauft habe. Der ursprüngliche Besitzer war fahnenflüchtig.

Die Gitarre habe ich umgespannt und das FR stillgelegt. Später in der Band habe ich mir ein Line 6 Spider irgendwas Topteil auf Raten im Music Store gekauft und das war es für mehr als sechs Jahre Bandleben. Mit dem Amp bin ich nie auf einen grünen Zweig gekommen und der Marshall war leider immer zu leise (kam nie auf die Idee, ihn an eine 4x12er zu packen).

Später kam ich dann an eine gebrauchte Fender American Deluxe für 600€, die ich aus Geldmangel ein paar Jahre später wieder für denselben Kurs verkauft habe.
Die Ibanez und der Marshall waren da schon Geschichte und geblieben ist die bunte Epiphone Les Paul Special II.

Bevor ich wieder ernsthaft mit der Gitarre angefangen habe, hat sich meine Lebenssituation massiv geändert. Durch Selbstständigkeit wächst zwar kein Geld auf den Bäumen, aber man kann sich zwischendurch was leisten. Die teuerste Gitarre bei mir ist eine 54er Goldtop, die aktuell 4.499€ kostet, die habe ich gebraucht (fast Neuzustand, weil Baujahr 2024, 2025 vom Vorbesitzer gekauft) für wesentlich weniger Geld erstanden. Die neuen Gitarren, die ich letztes Jahr gekauft habe (Charvel und ne Mex Strat) lagen unter 1k und die gebraucht gekauften Modelle lagen preislich ähnlich, oder (wie die 93er Korea Strat für 150€), weit darunter.

Im Endeffekt habe ich den Großteil meines Lebens jede Mark oder jeden Euro dreimal umdrehen müssen und bin jetzt an einem Punkt, wo man sich mal was leisten kann. Aber eben auch nicht immer.

Und ja, wenn jemand das Geld übrig hat und die Situation es zulässt, darf man sich auch, wenn es keine anderen Wünsche gibt, eine Gitarre für X tausend Euro kaufen. Egal ob man die dann über die Portokasse bezahlt oder über Jahre das Geld gespart hat.

Edit: Evtl kann man das Thema auch auslagern.
 
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Ich hab nur noch eine Custom Shop Gitarre seit ich meine Gibson Black Beauty vor ein paar Monaten verkauft habe:
IMG_8210.jpg


Aber ich muss sagen seit ich mir in 2005 die erste hochpreisige Gitarre gekauft habe (ein Gretsch 6120 Brian Setzer Modell) kaufe ich wesentlich weniger Gitarren als früher.
Vorher hatte ich mir mehrmals im Jahr eine neue (bzw. zusätzliche :D ) Gitarre gekauft - alles so bis max. 1.000 Euro - Fender Mexico, Epiphone, Washburn... you name it.... aber lange zufrieden war ich nie mit einer da es dann alsbald ein anderes Modell gab was mir besser gefiel.

Seit 2005 habe ich nur noch wenige Gitarren gekauft... 2009 dann die Black Beauty, 2012 eine Martin D-16, 2013 die Fender TeamBuilt vom Bild oben, 2024 die EVH Frankie Relic (wobei die nicht hochpreisig ist und ein reines Spaß-Modell ist) und 2025 jetzt die Maybach Jetwing für die ich dann sogar die Gibson verkauft habe.

Also kaufe ich teure Gitarren aus purem Eigenschutz :evil:
 
Das interessiert mich einfach, weil hier sehr viele Leute (geschätzt 250 Teilnehmer hier im Thread mit 4424 Posts) über Gitarren schreiben, die sie besitzen und die ich mir nie leisten könnte oder wollte.
Nein, ich bin nicht neidisch. Ist rein aus Interesse ....

@Blues Bird Da hab ich wohl übertrieben ... 7990€ sind natürlich übertrieben viel im Vergleich zu rund 3000€ Bürgergeld.

Dass Dich das interessiert, hattest Du ja bereits geschrieben. Die Frage war vielmehr, warum Dich das interessiert . Warum also die möglichen Antworten für Dein Leben und Wohlbefinden Bedeutung haben.

Diese Antwort bist Du bislang schuldig geblieben.
 
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Ich rechne ja jeden Moment damit, dass der Mod wegen OT dazwischen grätscht.;) Auch wenn es OT ist, finde ich die Unterhaltung ganz lohnend. Deshalb Danke für den Freiraum. Ich versuche mal den Bogen zum Fender CS zu schlagen. Ich habe ab 2007 zum ersten mal ein bisschen Geld übergehabt. Ich habe mir eine Gibson LP Standard gekauft (neu), die ich heute noch habe. Ich bin dann auch mal irgendwann bei Haar gelandet. Da fühlte ich mich mit zwei Strats von besagtem Hersteller gut aufgehoben, bis ich dann den Unterschied zum Fender CS herausfinden durfte. Im Nachhinein hätte ich mir das Geld sparen sollen und gleich auf den Fender CS gehen sollen. Die zwei Haar schlummern in irgendwelchen Koffern. Was ich aber sagen will ist, dass ich mir irgendwann Anfang 2000 mal ne gebrauchte Carvin als Superstrat gekauft habe. Die ist so gut gewesen für relativ kleines Geld. Hätte ich die in meinen Zwanzigern gehabt, wäre ich super aufgestellt gewesen. Theoretisch hätte ich damit mein ganzes gitarristisches Leben bestreiten können. Will sagen... mit ner gebrauchten Gitarre, z.B. HSH oder HSS, zB. von Hamer, Carvin, Ibanez, Sqier usw. kann man mitunter viel Gitarre für einen vergleichsweise bezahlbaren Kurs bekommen. Das gab es nach meiner Erinnerung in den 80ern so nicht.
 
Fender Custom Shop User Thread: Warum soll man nicht mal über solche Themen diskutieren dürfen?
Ich sehe das auch nicht als Neid-Frage, sondern als Interesse, da die Gitarren einfach sehr teuer geworden sind.

Ich glaube, die meisten der "geschätzten 250 User hier im Thread" (woher die Zahl auch kommen mag) haben eine ähnliche Geschichte. Auch ich konnte mir früher so eine CS-Gitarre nicht leisten. Gibt es immerhin seit 1987 (da war ich 22 Jahre jung). Also blieb sowas ein Traum und viele hier im thread können sich nun nach vielen Jahren des Arbeitens und Großziehen von Kindern, etc. auch ein Stück Jugendtraum leisten. Warum auch nicht?

Das hat mit Zahnarzt (totales Klischee) nichts zu tun. Insofern ist die Frage von @boisdelac natürlich schon provokativ.

Manche leisten sich den Porsche, von dem sie ein Leben lang geträumt haben, andere eben eine CS-Gitarre. Ich jedenfalls freue mich darüber, mir solche Träume mit 60 Jahren erfüllen zu können, wobei bei mir keine Gitarre über 3600,- gekostet hat (auch die Master built nicht).
Es sollte nicht in Neid entarten, man kann sich auch für andere Menschen freuen, wenn sie sich einen Traum erfüllt haben und ihr Glück gerne hier teilen möchten. Mich jedenfalls freut es, schöne Bilder von Gitarren zu sehen und wenn ein User stolz seine neue Errungenschaft vorstellt.

Vor allem, wenn es sich um ein Wahrwerden von über Jahre oder gar Jahrzehnte alte Träume handelt.
 
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Den Porsche kauf ich mir dann mit 70...😂
 
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Ich stimme @Stratomano zu, sehe aber auch wie @DirkS, dass das ein Gitarre(/Instrumente/Hobby) uebergreifendes Thema ist und nicht nur den Fender CS betrifft. Theoretisch waere es einen eigenen Thread wert, und ich waere sehr stolz auf das MB (v.a. seine User) falls das Thema dort normal diskutiert werden wuerde. Ich habe mich im OT Bereich gerade erst mit einem anderen Thema verbrannt(*), vielleicht traut sich ja jemand anderes so einen Thread zu starten :ROFLMAO:


(*) mit einem Thema das leicht politisch werden kann und im ersten Beitrag auch sofort politisch wurde - trotz Bitte das nicht zu tun & den entsprechenden Regeln im Forum Politik doch bitte nicht zu diskutieren.
 
Ich finde es gruselig, wenn Menschen immer gleich nach der Kohle fragen. Das kenne ich nur aus Deutschland. Die erste Frage ist immer, waaaas kostet daaaaas die zweite was machst du beruflich. Typisch deutsch halt. Keiner hier wird sich die Kohle ergaunert haben. Woher sie letzt endlich kommt, dafür gibt es genügend Gründe und die gehen niemanden was an.
 
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Ich habe die Diskussion mal aus dem Fender-Thread ausgelagert, weil sich dort zwei unterschiedliche Diskussionsstränge entwickelten.
 
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Klar war meine Frage provokativ. Nun finde ich selbst es nicht gruselig, nach dem Einkommen zu fragen und oder zu fragen, was etwas kostet. Das ist aus meiner Erfahrung heraus nur in Deutschland gruselig.

Mir selbst ging es darum, herauszufinden, wer sich so tolle Instrumente leistet.

Aus den wenigen Posts, meine ich herauslesen zu können, dass jemand sich durch lange Zeit harte Arbeit ein kleines Vermögen erarbeitet hat, und sich nun etwas leisten kann und will ... Gitarre, Boot, Haus, Cabrio/Sportwagen. Das ist doch voll in Ordnung.

Profi-Musiker haben sich für mich nicht erkennbar geäußert. Ebenso die Sparer mit niedrigem Einkommen, die sich für so ein Instrument jeden übrigen Cent vom Mund absparen.
 
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:ROFLMAO:
 
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Ich finde es komisch, dass niemand fragt was das für Leute sind die sich teuere Autos leisten. Die Differenz zu Autos die wirtschaftlich sinnvoll sind und die sie wirklich benötigen ist doch oft ein Vielfaches größer als teure Customshop Gitarren.
 
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nee...
Geschäfte als Musiker so gut
... erst recht nicht ...
gewollt minimalistisch
Schon eher. Ich habe als Kind und Student zu wenig Geld gehabt, mir Mist zu kaufen. Gleichzeitig habe ich immer gut Preise verglichen. Und mich nicht von Namen blenden lassen (klar, das sind Orientierungsmarken, aber nicht mehr). Dadurch konnte ich immer wieder gute Instrumente für einen recht guten Preis kaufen, auch wenn ich als Studi dann mal wieder ein paar Tage keine Briketts gekauft habe und das Mensaessen durch noch günstigeres Supermarktessen (3 Schusterjungen, 1 Rolle Harzer, 0.5l Milch) ersetzt habe (außerdem war der Lahmacunstand mein Freund).
Wir kaufen immer noch fast ausschließlich gebraucht, mittlerweile werfen aber mehr Leute ihre alten, guten Instrumente günstig auf den Markt, und mittlerweile ist auch die Qualität der Einfachinstrumente deutlich besser geworden. Eine Tele gehört in jeden Haushalt - und bei mir ist es eine gebrauchte HB TE52 geworden, aus dem Forum hier... Und eine gute, fast neuwertige Mando mit Koffer gab es für 40€ - ,man muss nur warten können.
Ich kaufe also eigentlich keine teuren, aber hochwertige Instrumente. Für recht wenig Geld.
 
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Lehre, Meisterbrief, Studium - mit Ausnahme von 9,5 Jahren als Betriebsleiter- immer selbständig.

Es gab Zeiten, da war für

rauchen, saufen, Urlaub, Auto, E-Bike,
kein Geld da, der Kühlschrank und der Magen leer. Habe mal ALLES im Leben durch Fremdverschulden und Gutgläubigkeit verloren (Frau, Haus, Firma, Pferde, Autos . . . ) und wäre im wahrsten Sinne des Wortes auf der Straße gelandet, wenn mich mit meinen zwei Plastiktüten Hab und Gut nicht ein Freund aufgenommen hätte.

60, 70 Sunden in der Woche sind für mich, wie für viele andere selbständige auch, selbst mit 65 keine Seltenheit (Obwohl nicht unbedingt erforderlich). Ich bin ein bescheidener, zufriedener Geselle, da ich mir hin und wieder etwas leisten kann, ohne überlegen zu müssen, ob genug Deckung -wie etwa in der Preisklasse deiner Frage- auf dem Konto ist.
 
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