Welche Leute kaufen teure Gitarren, z.B. Fender CS

@boisdelac Sorry, mir würde aber nie in den Sinn kommen, jemanden nach seinem Einkommen zu fragen. Schon garnicht jemanden, denn ich nicht kenne. Hat auch was mit Anstand zu tun. Aber ich gehöre halt auch nicht zu der was kostet das und Beruf Abfrage Fraktion.

Ich bin weder Profi-Musiker noch guter Gitarrenspieler. Ich hab genau eine Gitarre hier stehen. Ja und das ist eine Tele MB. Warum ? Weil ich nicht zig Gitarren brauche. Es ist für mich ein ab und an Hobby, wenn ich Bock habe spiele ich ein wenig, wenn nicht hängt sie als Deko im Wohnzimmer. Und genau aus diesem Grund wurde es ein MB. Außerdem habe ich das Gefühl, daß, wenn einem die gekaufte Gitarre nicht gefällt, man sich mit ihr auch nicht beschäftigt oder an die Wand hängt. Mir macht es jedes mal Spaß wenn ich sie in die Hand nehme oder wenn ich sie an der Wand hängend anschaue. Das entscheidende ist doch, daß man einfach Freude hat. Egal wie. Andere hier haben 5 oder mehr Gitarren zu Hause rum stehen. Wenn ich den Wert zusammen zähle, komme ich bestimmt auf eine MB. Als Profi-Musiker, der mehrere Gitarren braucht völlig legitim. Nicht aber für mich, der Gitarre spielen rein als ab und an Nebenbeschäftigung betreibt. Ich wollte eine Gitarre und die mußte für mich genial aussehen, leicht, einfach zu bedienen und was Besonderes sein (ach und von meiner Frau genehmigt sein).
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Seid Ihr alle Zahnärzte, damit Ihr Euch Gitarren um eine Geldsumme kaufen könnt, von der manche vierköpfige Familien in Deutschland für ein halbes Jahr ihr Auskommen finanzieren müssen?
Eine vierköpfige Familie als Alleinverdiener muss man sich heutzutage auch leisten können...
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 5 Benutzer
mir würde aber nie in den Sinn kommen, jemanden nach seinem Einkommen zu fragen. Schon garnicht jemanden, denn ich nicht kenne. Hat auch was mit Anstand zu tun.
Das ist tatsächlich so ein typisch deutsches Ding. In anderen Ländern ist man da viel offener und ich persönlich empfinde das auch in keiner Weise als unanständig.
Bei mir ist es total simpel, man kann mein Gehalt offen einsehen. Als Lehrer bin ich Beamter mit A13, die Besoldungstabellen sind frei verfügbar im Netz. Aktuell verdiene ich grob 4500€ netto im Monat.
Als Alleinstehender mit Eigentumswohnung sind meine Ausgaben auch äußerst überschaubar: Ich hab die Krankenversicherung, Hausgeld, Lebensmittel, Versicherungen etc, aber danach bleiben dann immer noch locker 2500-3000€ im Monat übrig.
Insofern bin ich da in der glücklichen Lage für meine Hobbies viel Geld ausgeben zu können.
Ich bin aber z.B. nicht der Typ, der ständig groß feiern geht oder in teure Restaurants, sondern ich priorisiere da ganz stark, insbesondere nach Zeit. Die Dinge, wo ich viel Zeit investiere, dürfen entsprechend auch mehr kosten.

In meinem Leben war ich finanziell immer recht gut aufgestellt und die Haupt"schuld" daran trägt meine Oma:
Die hatte zu meiner Geburt die fantastische Idee, ähnlich wie so ein amerikanischer "College Fund", jeden Monat 100DM auf ein Konto zu überweisen. Meine Eltern fanden die Idee prima und haben dasselbe getan. Als meine Oma dann verstorben ist, haben meine Eltern ihren Anteil übernommen. Das waren dann also 2x100DM = 100€ im Monat.
Das ist für die meisten Familien absolut verkraftbar.
An meinem 18 Geburstag hab ich dann den Zugriff auf diese Konten bekommen. Mit Zinsen über die 18 Jahre waren das über 25.000€. Ich bin dann studieren gegangen, hab noch bei meinen Eltern gewohnt und dann nebenher in einer Musikschule gearbeitet, so dass ich das Geld quasi nicht angetastet, sondern wieder (teilweise langfristig mit hohen Zinsen) angelegt hab.
Da war ich also wirklich super konservativ und hab das Geld nicht auf den Putz gehauen oder bin groß gereist, sondern immer sparsam gelebt und dann hatte ich auch Glück mit meinen Lebensumständen: Die Mietwohnung in die ich dann später gezogen bin konnte ich für 60% vom Mietspiegel anmieten, weil mein Vermieter schon super alt war und wir den Deal hatten "wenn was kaputt geht, kümmerst du dich selbst, dafür zahlst du weniger Miete". Der hatte einfach keine Lust sich um was zu kümmern, sondern wollte nur pünktlich sein Geld. War für mich dann super günstig.

Insofern ist das bei mir eine Mischung aus gutem Start durch meine Eltern/Oma, permanenter Arbeit, auch wenn ich nicht hätte arbeiten müssen und jetzt eben einem vernünftig bezahltem Job und wenig sonstigen Ausgaben.
Ich betrachte mich nicht als super reich, habe aber keine finanziellen Sorgen und wenn ich mir etwas leisten möchte, brauche ich eigentlich auch nicht groß sparen, sondern hab das Geld auf dem Konto. Natürlich hat man größere Ausgaben wie das nächste Auto in 5-10 Jahren im Blick und legt auch immer was auf die hohe Kante, aber wenn ich da jetzt mal irgendwann DIE eine Gitarre spielen sollte, kann ich sie halt auch einfach einpacken. Im Akustikgitarren-Bereich hab ich das schon erreicht, da hab ich eine fantastische Nylonstring, die ich damals für mein Musiklehramtsstudium gekauft hab und eine ganz großartige Westerngitarre einer vollkommen unbekannten Gitarrenbauerin, die aber eine der besten Gitarren ist, die ich jemals in der Hand hatte.
Im E-Gitarrenbereich suche ich noch, seit 1-2 Jahren auch ein bisschen aktiv. Ich hab meine Hauptgitarre, die ich seit.. über 20 Jahren besitze und dann seit kurzem eine Zweitgitarre als Proberaumgitarre, beide fallen nicht in die "teuer" Kategorie, aber ich war kurz davor diese Collings 470JL für knapp 10.000€ anzuspielen, die sie bei TFOA hatten, aber war dann schon weg, als ich Zeit hatte hinzufahren. Insgesamt gibt es da aber wenig, was mich wirklich zu 100% anspricht. Fender Custom Shop find ich tatsächlich ehr langweilig und schon fast zu "Massenware".
Ich mag was Individuelles und vielleicht muss ich mir wirklich irgendwann was bauen lassen..
Also insgesamt: Eher wenig Gitarren, dafür teure. Ich brauche nicht 20 Stratocaster.. mir reicht eine.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 8 Benutzer
Wir reisen wirklich viel. In alle Herr Gotts Länder. Ich kann mich noch an kein Gespräch erinnern, daß mit was machst du beruflich begonnen hat (außer auf deutschen Kreuzfahrtschiffen) bzw. danach gefragt wurde was kostet das. Aber anscheinend ist das für einen großen Teil in Deutschland relevant zu wissen. Warum auch immer....

So sehe ich das auch, weniger Gitarren, dafür aber was richtig tolles. Nach dem Motto, weniger ist manchmal mehr :)
 
Sorry, mir würde aber nie in den Sinn kommen, jemanden nach seinem Einkommen zu fragen. Schon garnicht jemanden, denn ich nicht kenne. Hat auch was mit Anstand zu tun.

Das ist tatsächlich so ein typisch deutsches Ding. In anderen Ländern ist man da viel offener und ich persönlich empfinde das auch in keiner Weise als unanständig.

Da bin ich ganz bei @Disgracer. Ich habe Familie und Verwandte in mehreren EU Ländern und den USA, ebenso gute Bekannte und Kunden.
Während ich in Deutschland bei einigen Menschen das Gefühl habe mich für ein "dickes Auto", eine "teure" Uhr oder sonstwas fast entschuldigen, oder zumindest rechtfertigen zu müssen, habe ich im Ausland, besonders in den USA und selbst im benachbarten Belgien und den Niederlanden die Erfahrung gemacht, dass man hört "Tolles Auto", "Schicke Uhr, darf ich die mal sehen" oder dass die Fragen "Wieviel verdienst Du bei deiner Company?", "Wieviel Urlaub, Gehälter, Zulagen oder Gratifikationen gibt's bei euch?", "Wieviel hast du/haben sie an so einem Produkt verdient?", "Wie setzt sich ihr Tagerssatz von 840,00 Euro zusammen?" zumindest nicht ungewöhnlich sind.

Während man sich in Deutschland für den (wirtschaftlichen) Erfolg seiner Arbeit bei einigen Zeitgenossen fast schämen muss, als Angeber, Abzocker oder Bonze abgestempelt wird, habe ich im Ausland oft die Erfahrung gemacht, dass man gerne mit erfolgreichen Menschen Geschäfte macht, denn wenn sie so erfolgreich sind, müssen sie auch fleißig, gut in ihrem Job oder ihre Produkte gut sein.

Und die Floskel von @boisdelac mit dem Zahnarzt ist zwar alt, abgedroschen und stimmt längst nicht mehr überall, dennoch weiß wohl jeder sofort was gemeint ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 5 Benutzer
Dem ersten Teil stimme ich Dir zu. Ja, in Deutschland muß man sich für Reichtum eigentlich schämen.. Deshalb wird man ja meist erstmal mit dämlichen Fragen, wie schon beschrieben, gelöchert. Hat mit der Sache aber nichts zu tun. In anderen Ländern, wenn man eine teure Uhr oder eine schickes Auto etc. hat sei es einem gegönnt bzw. findet es toll. Aber die Fragen nach dem was kostet das oder was machst du beruflich bleibt erstmal hinten dran. Es wird dann erstmal über das Produkt selbst gesprochen. Nicht der Wert bzw. das wie teuer, Beruf etc. stehen im Vordergrund.
 
Natürlich hätte @boisdelac seinen Beitrag auch anders formulieren können, denn ich glaube nicht, dass er tatsächlich wissen wollte, wie viel hier jeder verdient. Ich habe das eher als willkürliches Beispiel, als Anhaltspunkt gesehen.
Nach vielen Jahren hier im Forum schätze ich @boisdelac als bodenständigen, hilfreichen und erfahrenen Forumskollegen. Es gibt einige hier mit mehreren CS oder MB-Gitarren, sehr umfangreichen Sammlungen von PRS, Gibson, Ibanez oder anderer Gitarren bzw. Amps mit teils erheblichem Wert. Da erkenne ich jetzt nichts schlechtes in der Frage, wie (oder warum) man so etwas finanziert; Sei es rein interessenhalber oder einfach nur um zu lesen, mit wem man es hier seit vielen Jahren zu tun hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 5 Benutzer
Ich habe ja eine gewisse Nähe zu einem Anbieter eher etwas hochpreisiger Gitarren und kann schon ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern, wenn es darum geht "wer" sich diese teuren Gitarren kauft. Auf den Messen konnte ich auch am Stand immer wieder recht interessante Erfahrungen sammeln.

Allerdings eher ganz allgemein und akustische wie elektrische Gitarren betreffend. Das hat jetzt erstmal nichts mit Marken oder zu tun

Das ist schon ein bunter Mix.

Es sind schon oft etwas älteren Hobby-Spieler, oder halt die Eltern kaufen mal wieder "nur das Beste" ;-) für ihre Kinder.
Es sind aber nicht "nur" die Topverdiener. Einige sparen dafür durchaus lange.
Es sind aber auch sehr, sehr, seltsame Vögel dabei, die einfach nicht wissen, wohin mit ihrer Kohle. Keinen Plan, aber zig Gitarren. ;-) "Die sieht geil aus, die will ich haben" Das habe ich auch schon genau so erlebt.
Es sind aber durchaus auch Profis unter den Kunden, die einfach etwas Spezielles suchen

Es gibt aber schon auch noch viele rein Marketing gesteuerte Kunden, die halt auf bestimmte Marken und "Custom-Shop" Gedöne fixiert sind. Wobei die Dinger sind ja in der Regel auch nicht schlecht sind. ;-)

Nach meinem Erleben, tut aber dem größeren Teil der Kunden in diesem hochpreisigen Bereich eine Gitarre für 4.000,00 oder 5.000,00 Euro nicht sonderlich weh.

Wie aber auch schon hier an anderer Selle geschrieben wurde, ist es für einige auch einfach eine Frage der Prioritäten im Leben.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Auf das ganze Erwerbs- und Konsumleben gesehen ist eine Gitarre für 8.000 € für viele Menschen kein so relevanter Betrag.

10 Tage Skiurlaub mit einer 5 köpfigen Familie? Kostet auch etwa diese Summe. Und das Geld ist damit verbraucht, die Custom-Shop-Strat kann man grundsätzlich noch verkaufen. Mal ein par Monate in New York oder Tokyo leben, Designer-Mode, Uhren etc... alles Dinge, die potentiell deutlich kostspieliger sein können.

Natürlich sind 8.000 € für ein bischen Holz mit Magneten und Saiten drauf ne Stange Geld. Aber Geld ist nunmal weder gleichmäßig noch immer gerecht verteilt.

Wer kauft das also? Jeder, dem der Erwerb dieser Instrumente in Relation zum verfügbaren Einkommen und Vermögen ausreichend wichtig ist. ;) Für einige ist es das, selbst wenn sie danach bei ihrer Ernährung sparen müssten. Andere denken gar nicht drüber nach.

Bei der Custom-Shop Gitarre kann man sich - sofern nicht erreichbar - damit trösten, dass man eben so gute Musik auch auf deutlich günstigeren Instrumenten machen kann. Ich denke man sollte sich vielmehr Gedanken darüber machen, dass beispielsweise eine gute medizinische Versorgung auch bei uns immer mehr zu einem wirtschaftlichen Privileg wird. Wer wie viel Geld für seine Gitarren ausgeben kann, hat dagegen kaum gesellschaftliche Relevanz.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
ich würde das gerne von ein paar Leuten, die in einem laden arbeiten: Welche Leute kaufen teure Gitarren, z.B. Fender CS
Ich kann da nur aus der Zeit von 1985-1995 berichten, als ich in einem Musikgeschäft gejobbt hatte:
Da gab es eigentlich zwei (Haupt-)Gruppe:
1. Engagierte Hobbyisten, mit hohem Einkommen (z.B. eine Band aus Hobby Piloten, die sich also auch alle ein eigenes Flugzeug leisten konnten, beruflich z.B. Besitzer von Autohäusern)
2. lokale Musik "Größen", die hauptberuflich oder nebenberuflich ihr Geld oft mit "Tanz"/Gala Musik verdient haben oder zum Teil auch Ex-"Größen", die mittlerweile Diskotheken/Clubs eröffnet hatte.

Da war aber klar, mit wem man es zu tun hatte. Es gab aber natürlich auch völlig unscheinbare Kunden, die edles Zeug gekauft haben.
 
Ein Musiker kauft ich eine Gitarre, die das umsetzen kann, was er sich vorstellt, die sich gut bespielen läßt und wahrscheinlich seinen optischen Vorstellungen entspricht.
Das sind die "Arbeitspferde" und meistens gar nicht so hochpreisig.

Es gibt ein breites Mittelfeld von Instrumenten, die schon deutlich teurer sind - ich setze hier mal 2.000 bis 5.000 Euro an - , die zum Teil gerechtfertigte Specs und Bearbeitungsschritte beinhalten,
aber auch schon des Marketings wegen teuer verkauft werden (Marke, Modell, Hardware, Jubiläumsedition, origalgetreuer Nachbau u.ä.). In der Zeit der CNC-Fertigung wird da vielleicht noch etwas
mehr Hand angelegt und auf die Qualität der Einstellungen geachtet oder zum Beispiel nach einem Vorbild "ge-aged".

Wirklich "teure" Instrumente sind Sammlerstücke, Investitionsgüter, Kunstobjekte oder Wunschgitarren (Liebhaberei), die man sich leistet, wenn man es kann oder will.

Deshalb sind auch viele extrem teure Gitarren in der Hand von nicht Gitarre spielenden Sammlern oder Investoren. Ob das so bleibt, weiß niemand. Und ob jemand wirklich mit einer 60 Jahre alten
Gitarre auf die Bühne geht, ist vielleicht von seinem Ego abhängig, denn wirklich nötig ist das heutzutage nicht.

Darüber hinaus denken wir Gitarristen in Preiskategorien, die meistens eher noch als erschwinglich gelten. Frag mal einen Cellisten, Kontrabassisten, Pianisten/Keyboarder oder Violinisten, was sein Instrument/seine Instrumente
gekostet hat/haben. Dagegen sind wir meistens Waisenknaben, auch wenn es sich nicht so anfühlt.

Ray
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
Z.B. indem er selber erst einmal seine eigene Berufs- und Einkommenssituation sowie sein Gitarrenkaufverhalten offenlegt?

Guter Einwand @glombi. (y)

Fragen wir @boisdelac doch einfach.
Wenn ich mich recht seiner Beiträge entsinne, hat er 5 oder 6 Gitarren, allesamt seine Traumgitarren.
(Ich habe derzeit noch 5 E und 1 E im Bau sowie 2 A-Gitarren)

Stimmt das noch @boisdelac?

Wie finanzierst Du Deine Musik? Was dürfte eine "Traumgitarre" bei Dir kosten?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Ich habe so ein bisschen das Gefühl, dass sich bei einigen so eine gewisse Gereiztheit einschleicht. Ich fand die Frage des Threadstarters harmlos. Wer nicht antworten möchte, tut es halt nicht. Insgesamt finde ich die Diskussion aber schon interessant. Nach meinem Eindruck ist das Thema hochpreisige Gitarren eines, das wesentlich die 50+ Leute beschäftigt. Wie das Theme E-Gitarre insgesamt eher bei Generation X und den Boomern angesiedelt ist.
 
Grund: Versuch korrekter Schreibweise
  • Gefällt mir
Reaktionen: 5 Benutzer
Ich bin Rentner und Hobbymusiker mit rund 2400€ Rente pro Monat und ohne Einkommen durch die Musik. Von meiner Rente lebt auch meine Frau. Hab kein Boot, keinen Sportwagen, ich rauche nicht, ich saufe nicht, gelegentlich machen wir 1 Woche Urlaub in Deutschland. Aber Gitarren finde ich toll.

Die letzte Gitarre habe ich Anfang 2025 gekauft, eine Squier Affinity Tele, die ich mittlerweile mit Teilen um ca. 400€ umgerüstet habe. Davor hab ich mir ca. 2022 eine Acoustasonic American Tele geleistet. 2017 eine Siggi Braun relic Strat zum halben Preis von 1700€ aus einer Emailaktion. 1996 eine Lakewood DM1. 1993 eine Fender Sonderausgabe Strat, 1991 eine Steinberger GM4TA.

Richtige Amps habe ich keine, nur zwei Boss GT1000 aus 2018 und 2019, sowie zwei passende Aktivböxlein aus 2019.

Und ja, ich muss auf größere Ausgaben sparen. Nächste Projekte wären ein Kemper Profiler Stage oder ähnliches. Bei 3000€ für eine Gitarre hört bei mir der Spass auf.

Ich brauche auch keine weiteren Gitarren. Und jetzt soll es für mich hier gut sein.

P.S. Ich scheine in weißer Voraussicht mal wieder ein Wespennest gefunden zu haben 😉
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 8 Benutzer
Ich kaufe mir nicht super teure Gitarren (weil ich es mir nicht leisten kann), aber ich kaufe hochwertige Gitarren (Gibson-Hater dürfen jetzt kichern 😁 :evil:) weil sie mir einfach mehr Freude bereiten und sie mich in einer anderen Weise inspirieren, als "günstige" Gitarren. Ich gehe selten bis nie in die Ferien, lebe sonst recht sparsam und investiere mein Geld halt einfach gerne in Gitarren. Wenn ich das Geld hätte, wäre mindestens eine 59er Burst bei mir zuhause und sicher auch ein paar Murphy Lab Gitarren. Aber wie gesagt: Konto sagt nö... :ugly: Wenn ich mir ansehe, wie diverse Kumpels Tausende in Tattoos verballern, mal ich mir lieber selber was mit Edding auf den Arm und kauf mir nochmals eine Klampfe 😁
 
  • Haha
  • Interessant
Reaktionen: 6 Benutzer
Und ob jemand wirklich mit einer 60 Jahre alten Gitarre auf die Bühne geht, ist vielleicht von seinem Ego abhängig, denn wirklich nötig ist das heutzutage nicht.

"Notwendig" ist so einiges nicht.

Ich behaupte: Selbst für professionelle Ansprüche kann ein Gitarrist mit ca. 1.500 € heute ein Rig zusammenstellen, dass das technisch Notwendige abdeckt.

Wenn die 60 Jahre alte Gitarre einen aber musikalisch inspiriert, ist die damit durchaus Notwendig. Jedenfalls für diesen Grad an Inspiration.

Das gleiche gilt auch für die Custom-Shop-Gitarre. Wenn die einem einen Mehrwert bietet der den Preis rechtfertigt und man das Geld dafür verschmerzen kann, dann machen.


Beitrag automatisch zusammengefügt:

Wenn ich mir ansehe, wie diverse Kumpels Tausende in Tattoos verballern, mal ich mir lieber selber was mit Edding auf den Arm und kauf mir nochmals eine Klampfe 😁

Und so rechtfertigt jeder seine Ausgaben :)

Wenn Du noch dazurechnest was Du durchs Nichtrauchen sparst (falls Nichtraucher, sonst nimm halt fiktiv die Kosten irgendeiner Droge deiner Wahl) kannst Du auch locker Custom-Shop Gitarren rechtfertigen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Moin zusammen,

starkes Thema, die Idee dahinter gefällt mir.

Ich handle in diesem Zusammenhang gern nach dem Grundsatz meiner Großmutter: Ich bin nicht reich genug um mir regelmäßig Kompromisslösungen zu kaufen. Wie dieser Kompromiss im Einzelnen aussieht ist abhängig vom jeweiligen Anwendungszweck. Ich würde mir z.B. keine günstige Gitarre kaufen um etwas auszuprobieren (7- oder 8-Saiter z.B.) und schaue stattdessen ob dieser Wunsch bleibt oder bei nächster Gelegenheit durch etwas anderes ersetzt wird. Ich mag es auch einfach nicht viele Dinge zu besitzen und alles in Schuss zu halten. Ein alter Amp reicht mir schon den ich jetzt mal wieder zum Tech bringen muss um etwas reparieren zu lassen, stattdessen ein neues Exemplar zu kaufen möchte ich aber auch nicht.

Persönlich kann ich mich darüber freuen wenn andere Musizierende tolle Instrumente haben und ich finde es schade, dass in diesem Zusammenhang vieles Missgünstig beäugt wird. Natürlich muss nicht jeder ein teures Auto, Flugzeug, Zeppelin oder goldene Abflüsse im Badezimmer haben aber mich stört, dass sowohl von Personen im Besitz dieser Dinge schnell eine Missgunst oder Neid gewittert wird wie auch von den fragenden Personen gern über die Sinnhaftigkeit solcher Anschaffungen oder deren Finanzierung diskutiert wird. Vielleicht wäre es an dieser Stelle gesellschaftlich an der Zeit etwas von diesen Vergleichen zurückzutreten und mehr auf die (eigene) Verfassung zu achten aber leider spricht der Zeitgeist gerade, zumindest online, eine andere Sprache.

Viele Grüße
Christoph
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Ich handle in diesem Zusammenhang gern nach dem Grundsatz meiner Großmutter: Ich bin nicht reich genug um mir regelmäßig Kompromisslösungen zu kaufen.

Die E-Gitarre an sich ist doch technisch eine einzige Kompromisslösung... :)
 
Kommt auf den Einsatzbereich an ;-) und für meine Zwecke ist die von mir genutzte E-Gitarre genau das was ich brauche
 

Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben