Welche Leute kaufen teure Gitarren, z.B. Fender CS

  • Ersteller boisdelac
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Ich sehe auch die billig Instrumente als Luxus.
Spielsachen, teuer oder billig, es sind Spielsachen und so mit nicht lebensnotwendig und Luxus.
^^ Yup!!! Ich habe vor ein paar Monaten eine knappe Woche in der Sumba Hospitality Foundation verbracht. Fuer den Preis der hier diskutierten Gitarren, kann man dort das Leben von einem Menschen komplett verändern (Ausbildung für 18 Monate finanzieren, inkl. Unterkunft, Essen, Hygiene Artikel, Krankenversicherung). Es ist alles eine Frage der Perspektive: für viele der jungen Erwachsenen auf Sumba ist eine Harley Benton quasi unerreichbar, wir diskutieren hier den Sinn & Zweck einer 5k Gitarren und 2-3 stellige Multimillionäre diskutieren halt die Anschaffung einer Burst und/oder 50s Flying V / Explorer. Was wir hier treiben ist in jeder Ausprägung Luxus - für den wir dankbar sein sollten.

***

Und noch eine Sache die mir bei solchen Diskussionen immer mal wieder durch den Kopf geht: Die pauschale Abwertung von Hobbymusikern mit teurem Equipment hält der Realität oft nicht stand (PRS = untalentierter Zahnarzt, etc.). Zwei meiner besten Gegenbeispiele sind ein sehr erfolgreicher Anwalt (Gitarre) und ein äußerst erfolgreicher Arzt (Klavier). Beide haben exquisite Instrumente - entscheidend ist jedoch, dass sie seit Jahrzehnten täglich mindestens eine Stunde spielen. Wer in seinem Beruf hochleistungsfähig ist und ein Hobby so konsequent und langfristig betreibt, bringt häufig auch dort überdurchschnittliche Fähigkeiten mit.
 
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Professioneller Musiker ist nicht zwingend gleichbedeutend mit besserer Musiker. Er verdient nur seinen Lebensunterhalt damit.
ich denke, @HIFI-KILLER will darauf hinaus: Profimusiker brauchen ein Instrument, sonst könne sie keine Musik machen und somit kein Geld verdienen.
Hobby-Musiker haben immer noch einen Lebensunterhalt, wenn sie kein Instrument haben.

Mehr steckt in seiner Aussage ja nicht drin.
 
Und noch eine Sache die mir bei solchen Diskussionen immer mal wieder durch den Kopf geht: Die pauschale Abwertung von Hobbymusikern mit teurem Equipment hält der Realität oft nicht stand
... weshalb ja so ein thread, der nachfragt, schon ganz gut ist, finde ich. Für eine die vorurteilsbasierte Vorstellung zu der Käufergruppe entkräftende Auswertung wird es aber wohl nicht reichen ...
 
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Man darf ja auch nicht ausser acht lassen, dass gerade bei Profimusikern der Durchschnittsverdienst geringer als ist als ein Durchschnittsgehalt in Deutschland.
Ein Handwerker verdient im Schnitt mehr.
Wenn einer Geld für teure Instrument hat, dann der Zahnarzt und der Anwalt - unabhängig davon, ob sie 3, 4 oder 5 Akkorde spielen können.
 
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Ich sehe keinerlei Nachteil.
ich auch nicht. Aber die Frage war ja auch eher: wer sind denn die nun wirklich? nicht, ob das gut, angemessen, oder schlecht ist oder gar verurteilenswert,
Am Anfang gab's da ja schon prima Antworten, die mich nicht so völlig überrascht haben ... aber auch nicht alle Annahmen über das Verhältnis Investitionsbereitschaft/Fähigkeit komplett entkräftet haben, oder? ;)
 
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An der Stelle möchte ich noch einwenden das man sich doch sehr teuschen kann.
Der Uwe zum Beispiel hatte teuere Markeninstrumente, und spielte immer nur die selben disharmonischen triolen.
Eines Tages hab ich mich (mal wieder) drüber lustig gemacht.
Plötzlich verändert sich Uwes Gesicht und er spielte und sang , als säße Jagger persönlich vor mir :hail:

:embarrassed:
 
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jetzt wird's konfus
 
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HIFI-KILLER
  • Gelöscht von klaatu
  • Grund: OT und Antworten darauf
Ob das Invest zum eigenen Können, Anspruch und Bedarf passt, hat m.E. nur der Käufer und allenfalls vom Kauf wirtschaftlich Mitbetroffene etwas anzugehen.
Dem hab ich ja gar nicht widersprochen.
Viele Punkte, die du machst, stehen ja sogar auch in meinem Beitrag.

Trotzdem empfinde ich es auch legitim zu sagen "ich gönne dem Menschen, der jahrelang auf eine CS-Strat gespart hat und das Ding jeden Tag 8 Stunden in der Hand hat die Gitarre mehr, als dem Typen, für den die CS-Strat der Einkauf zwischen der neuesten Leica und der Harley Davidson ist und wo die Gitarre dann nach zwei Wochen im Ständer verrottet und nur rausgeholt wird, wenn Besuch kommt".
Ich verstehe auch jeden Gitarrenbauer der sagt, dass er seine Instrumente lieber in Hände gibt, die eine emotionale Bindung zum Instrument aufbauen und das mit Begeisterung spielen, als dem Millionär, der seinem Kind für die ersten Versuche so ein Gerät kauft und es dann nach weniger Wochen nicht mehr anfasst.
Als ich noch Gitarrenlehrer war, hab ich auch lieber die Menschen unterrichtet, die mit Herzblut bei der Sache waren und ihre günstigen Instrumente ans Limit gespielt haben, als den 65jährigen, der zwar alle paar Wochen ein neue Gitarre für mehrere Tausend Euros hatte, aber nicht die Zeit investiert hat zu Üben.

Aber natürlich verkauft der Gitarrenbauer seine Gitarren auch an den Millionär und ich hab auch den Menschen weiter unterrichtet. Es ist eine geschäftliche Beziehung. Trotzdem kann ich das eine Sinniger finden als das andere oder das eine mehr unterstützen.
Ich verbiete niemandem sich teure Gitarren zu kaufen. Wie du schreibst darf das ja jeder selbst entscheiden. Aber ich darf das doch auch an manchen Ecken und Enden etwas fragwürdig finden.
Ich hab einfach gewisse Werte und dazu gehört auch Ressourcen zu achten und halbwegs verantwortungsvoll damit umzugehen.
 
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