Welche nicht-NOS GZ34 Gleichrichterröhre klingt am besten?

von Turbomarcel, 27.02.08.

  1. Turbomarcel

    Turbomarcel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.02.08   #1
    Hallo! :cool:

    Ich wollte nur mal fragen, welche GZ34 Gleichrichterröhre ihr am besten findet und warum ...
    Bringt ein Wechsel dieser Röhre einen hörbaren klanglichen Unterschied?
    Also wenn ich zum Bsp. einen neuen Marshall JTM 45 Reissue kaufen und eine andere GZ34 verwenden wollen würde ... zu welcher (keine NOS) würdet ihr greifen?

    Vielen Dank :great:
     
  2. Turbomarcel

    Turbomarcel Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.02.08   #2
  3. Constie

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    Erstellt: 27.02.08   #3
    Gleichrichterröhren befinden sich nicht im Signalweg, sondern dienen dazu (wer hätte es gedacht) den Strom von Wechsel- in Gleichstrom zu richten.
    Was am Schluss rauskommt ist Gleichstrom, da wird sich auch mit einer anderen Röhre nichts ändern (soll es ja auch nicht!!!)

    Klanglich ändert sich demnach ebenfalls nichts. Unterschiede sind mMn nur zwischen Dioden- und Röhrengleichrichtung merkbar.

    mfg
     
  4. AgentOrange

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    Erstellt: 27.02.08   #4
    So kann man das auch nicht sagen. Alles hat irgendwo eine Auswirkung auf den sound - inwieweit man es tatsächlich hört bleibt ne andere Frage ;)


    @Threadersteller:

    wenn ich dir nen Tipp geben darf: kauf dir nicht diesen JTM45-reissue nur um ihn umbauen zu lassen. Da würd ich eher zu einem amptechniker gehen und mir einen bauen lassen. z.B. www.audioampco.com . Da komm ich zwar am ende nicht mit 1500€ rum sondern brauch gleich 2000€, aber dafür hat das den Vorteil dass ich was wirklich gutes und nix halb-gares hab.
     
  5. Turbomarcel

    Turbomarcel Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.02.08   #5
    Ok danke, dass hat mir schon geholfen ... eigentlich war/ist mir klar, dass diese Röhre keine direkten Auswirkungen auf den klang haben KANN. Doch ich habe es so formuliert, weil die meisten Artikel über den JTM45 in dieser Art und Weise geschrieben sind.

    Danke für den Tip mit dem Amp ... aber leisten kann ich mir das leider nicht. Ich werde nicht groß am JTM rumschrauben wollen ... ich finde mich einfach damit ab, dass er zwar sehr gut klingt, aber nicht sooo gut wie es sein könnte. Wenigstens die Röhren möchte ich tauschen, dies allein hat ja auch schon einen recht großen Einfluss auf den Klang, denk ich.
     
  6. Darkeminence

    Darkeminence Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.02.08   #6
    ein normaler gleichrichter verändert den klang nicht...sonst würden das halbleitergleichrichter auch tun....sie wandeln elektrischen strom um, mehr nicht...und elektrischer strom ist nun mal elektrischer strom...

    n' kompletter röhrenwechsel ist aber euch keine zauberei also erwarte nur änderungen im nuancenbereich...das schaltungskonzept eines amps ist viel wichitger...
     
  7. AgentOrange

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    Erstellt: 27.02.08   #7
    Das schaltungskonzept ist schonmal die halbe Miete, aber wenn man keine entsprechenden Bauteile verbaut ist das leider fürn A*****. Darum steh ich mit den Marshall re-issues auf kriegsfuß (ausnahme ist der 1974 combo).
     
  8. Darkeminence

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    Erstellt: 27.02.08   #8
    naja, aber n' gleichrichter ist und bleibt nunmal kein klangbildenes element...bei den röhren in end- und vorstufe ist das sicherlich anders...

    und n' röhrenwechsel generell bewirkt halt trotzdem nur nuancen, da ein amp nun mal seinen eigenen grundsound behält...
     
  9. 68goldtop

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    Erstellt: 27.02.08   #9
    hi!
    tut er ja auch - teilweise sogar recht drastisch.

    das "besondere" an röhrengleichrichtern in amps - und der grund warum sie heute teilweise wieder geschätzt + genutzt werden - ist, daß diese teile bei hoher belastung manchmal nicht in der lage sind die benötigte leistung schnell genug zur verfügung zu stellen. daraus resultiert der sogenannte "sag", das kurzzeitige "einbrechen" des sounds.
    das ist schwer zu erklären, ist aber sehr leicht nachzuvollziehen wenn man mal einen amp mit röhrengleichrichtung an der leistungsgrenze gespielt hat. "fühlt" sich einfach gut an ;)
    und genau da kommen auch die unterschiede zwischen verschiedenen gleichrichteröhren ins spiel.

    diodengleichrichter haben diesen "mangel" natürlich nicht - und deswegen wurden sie auch seit beginn der 60er jahre in den höherpreisigen amps benutzt.
    daß das starke auswirkungen auf spielgefühl und sound hat versteht sich von selbst.

    aber - strom ist ja nur strom, gell ;)


    cheers - 68.
     
  10. OneStone

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    Erstellt: 27.02.08   #10
    Ja, aber die Dinger haben einen Innenwiderstand...und der kann von Hersteller zu Hersteller verschieden ausfallen. Wenn du schlechte Elkos verbaut hast, dann liegt das Ding übrigens sehrwohl im Signalweg...

    Sehe ich auch so.

    Anderer dynamischer Innenwiderstand...

    Manche hören das Gras wachsen und es gibt sicherlich Ansätze, das zu erklären. Aber relevant ist der Hersteller einer Gleichrichterröhre meiner Meinung nach nicht (die Dinger haben IMHO eh keinerlei sinnvolle Verwendung in einem Gitarrenamp...).

    MfG ONeStone
     
  11. Darkeminence

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    Erstellt: 27.02.08   #11
    elektrischer strom ist definitiv nur elektrischer strom, ja!

    was hat das mit der ausgangsfrage zu tun? das mag ja alles sein, aber eine andere gleichrichter röhre verändert den klang nicht.
    es hat dann aber etwas mit dem spielgefühl und nicht mit dem klang zu tun...mit röhren wird oft so viel voodoo verbreitet, man muss vorsichtig sein.
    man sollte jedenfalls bei einer anderen "gleichrichterin" nicht so viel änderung erwarten.
     
  12. Constie

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    Erstellt: 27.02.08   #12
    Klar, aber ob da nun ein paar Volt mehr oder weniger abfallen, wird den Sound wohl nicht beeinflussen.

    Davon wollen wir bei einem guten Hersteller einfach mal nicht ausgehen.
    Das wär ein Sonderfall. Der Gleichrichter liegt im Normalfall nicht im Signalweg ;)

    mfg
     
  13. 68goldtop

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    Erstellt: 27.02.08   #13
    hi darkeminence!
    ich hatte doch erwähnt an welcher stelle sich eine andere röhre/anderer hersteller u.U. bemerkbar macht - onestone nannte es "anderer dynamischer innenwiderstand" - und auch inwieweit eine gleichrichteröhre einfluß auf den klang nimmt/nehmen kann.

    von voodoo hat hier - glaube ich - niemand gesprochen.

    - 68.
     
  14. Darkeminence

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    Erstellt: 27.02.08   #14
    hallo,

    du hast vom sag und seinen ursachen gesprochen, von anderen herstellern war nicht die rede...wie gesagt, das spielgefühl ist anders, wird sich aber imho kaum mit ner anderen röhre verändern, das meinte ich mit voodoo...
    ist ja nicht so, dass ich jetzt wieder ne röhren diskussion entfachen will, aber eine andere gleichrichterröhre wird keine soo große änderung bringen(jedenfalls nimmt man sie kaum bis garnicht wahr)

    gruß:cool:
     
  15. Vintage_Man

    Vintage_Man HCA Elektronik, Röhrentechnik HCA

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    Erstellt: 27.02.08   #15
    Muss nicht, aber es kann gewaltig. Der Austausch einer Originalröhre (NOS) gegen eine aus jüngster Produktion kann sich erheblich auswirken. Beispiel 5Y3GT: Tauscht man die originale, alte Röhre gegen eine neue aus, liegt die Anodenspannung auf einmal bis zu 40 Volt höher als vorher. Das hat dann deutliche Auswirkungen auf den Klang.

    /V_Man
     
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