Welcher Gitarren-Akkord ist das? (B11)

  • Ersteller Michael Scratch
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Wenn man diese Töne in eine andere Reihenfolge bringt, kommt immerhin der Anfang der Misheberakh-Tonleiter heraus: a h c dis e (das ist HM4, also der vierte Modus von Harmonisch Moll).
Misheberakh ist eine Tonleiter, die in der Klezmermusik gebräuchlich ist.

Viele Grüße,
McCoy

Was ich noch nicht ganz begriffen habe: Wenn ich eine bestimmte Tonleiter nehme (wie jetzt in diesem Beispiel die Misheberakh, und eine Melodie mit diesen Tönen finde, dann bilde ich meine Akkorde (normalerweise) auch mithilfe dieser Töne?

Oder (anderes Beispiel, nur "anders herum"): Ich kann die A-Moll Pentatonik (bzw. die A-Moll-Blues Scale) über alle Akkordfolgen, die in Am oder C-Dur geschrieben sind, spielen?
 
dann bilde ich meine Akkorde (normalerweise) auch mithilfe dieser Töne?
Nö. Bsp.: Die Melodie ist in nat. Moll, bei den Akkorden verwendet man trotzdem oft eine Dur-Dominante (also etwa E statt Em in Tonart Am) und die ist da nicht leitereigen.

Oder (anderes Beispiel, nur "anders herum"): Ich kann die A-Moll Pentatonik (bzw. die A-Moll-Blues Scale) über alle Akkordfolgen, die in Am oder C-Dur geschrieben sind, spielen?
Können tust du es natürlich, aber die Frage ist ein wenig wie "Kann ich in allen nicht süßen Gerichten, die ich koche Salz und Pfeffer verwenden"....
Diese Akkorde haben trotzdem jeweils ihr eigenes Verhältnis zu den Tönen. Nudel mal über einem Am-Akkord auf dem Ton D (ist ja Teil der Am-Penta) herum, klingt meist nicht so dolle oder?

Verabschiede dich lieber von dem Gedanken, dass es sowas wie simple "Kochrezepte" gibt, wo man einfach nur eine Skala für eine ganze Akkordfolge nimmt und fertig, das ist viel zu kurz und zu simpel gedacht.
 
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Nö. Bsp.: Die Melodie ist in nat. Moll, bei den Akkorden verwendet man trotzdem oft eine Dur-Dominante (also etwa E statt Em in Tonart Am) und die ist da nicht leitereigen.
Okay, verstanden.
Bevor ich Deine Antwort gelesen habe, hatte ich folgende Frage im Kopf:

Wenn ich ein Stück schreibe in A-Moll, dann habe ich KEINE Vorzeichen am Anfang notiert (weil ein Stück in A-Moll im Prinzip ja genauso gut C-Dur sein könnte, da A-Moll die parallele Moll-Tonart zu C-Dur ist).
Wenn ich nun in einem Stück bei einem Akkord ein Kreuz vor dem G finde, das mir das G zu einem Gis macht, dann ist das ein Indiz dafür, dass das Stück nicht in C-Dur, sondern eben in A-Moll geschrieben ist, oder?

Verabschiede dich lieber von dem Gedanken, dass es sowas wie simple "Kochrezepte" gibt, wo man einfach nur eine Skala für eine ganze Akkordfolge nimmt und fertig, das ist viel zu kurz und zu simpel gedacht.
Schon klar. :)

Aber irgendwie muss man ja mal anfangen, etwas zu verstehen, wenn man es verstehen will.
 
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Wenn ich nun in einem Stück bei einem Akkord ein Kreuz vor dem G finde, das mir das G zu einem Gis macht, dann ist das ein Indiz dafür, dass das Stück nicht in C-Dur, sondern eben in A-Moll geschrieben ist, oder?
Hi,
Ich denke du versteifst dich zu sehr auf Musiktheorie.
Aber wenn du dich tatsächlich dafür interessierst, dann kauf dir doch ein gutes Theoriebuch, wo zumindest die Grundlagen gut erklärt werden. Das bringt dich weiter als hier zu diskutieren.
 
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Ich finde, du denkst da falsch rum.

Wenn du meinst, du schreibst was in Am, es könnte aber ja genauso C-Dur rauskommen weil du ja nur die Töne C-D-E-F-G-A-H-C verwendest würde ich das eher so sehen:
Wovon du schreibst ist eher "stochern im Nebel" und wenn dabei was schlüssiges rauskommt kann man das natürlich wieder analysieren und danach würden sich dann die Vorzeichen bzw. die Tonart richten. Aber ohne offenbar einen Plan von Dur/Moll zu haben von dem, was man tut sie trotzdem vorher zu setzen finde ich eigentlich ziemlich sinnbefreit.

Vielleicht verwendest du sogar die Akkorde Am und C überhaupt nicht, vielleicht müsste man z.B. überlegen, ob man nicht doch ein Kreuz vorzeichnet weil eigentlich klar G die Tonika ist - dann bekommt das F, das sonst dann ja ein F# wäre immer ein Auflösezeichen und wird so klar als mixolydische (kleine) Septime "markiert" und jeder Notenkundige sieht auf einen Blick, dass er in G unterwegs ist, aber eben mit mixolydischer Klangfarbe.

Da muss man vor allem mal Dur/Moll unterscheiden lernen (mit den Ohren, nicht am Papier), dann sieht man da deutlich klarer.

Wenn ich nun in einem Stück bei einem Akkord ein Kreuz vor dem G finde, das mir das G zu einem Gis macht, dann ist das ein Indiz dafür, dass das Stück nicht in C-Dur, sondern eben in A-Moll geschrieben ist, oder?
Jaaaiiinn... meistens schon, aber wie gesagt, keine simplen Kochrezepte.

Kommt halt darauf an, was davor und was vor allem danach kommt. Folgt auf einen E bzw. E7 ein Am Akkord ziemlich sicher ja. Aber vielleicht ist es z.B. auch nur Teil eine chromatische Melodielinie rauf zum A über einem ganz normalen Stufenakkord in C

LG.
 
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Wenn man von C als Grundton ausgeht haben wir die Dur-Terz E und die Moll-Terz Eb (Dis) (#9) und die Dur-Septime H sowie die 6 (13).
Das gleichzeitige Auftreten Dur-Terz und #9 erinnert ein klein wenig an den sogenannten Hendrix Chord. C - E - (G) - Bb - Dis.
 
Grund: Habe was verwechselt

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