welcher poti für volume/tone

von Wusel-666, 01.08.06.

  1. Wusel-666

    Wusel-666 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.08.06   #1
    ein kollege von mir hat ne alte Paula-style klampfe bekommen. bei der sind alle 4 potis ziemlich kaputt und machen störgeräusche wenn man sie dreht (sind auch wohl schon was älter.) kontaktspray haben wir auch schon versucht -> hilft nicht. also wollen wir sie austauschen. die frage ist jetzt nur, welche da rein müssen. auf den alten steht nämlich nichts drauf. und jetzt die ganz blöde frage: muss ich da eine bestimmte ohm-größe achten oder ist das egal? und wie wirkt es sich aus, wenn ich z.b. einen 250er oder 500er poti nehm?
     
  2. DeepImpact

    DeepImpact Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.08.06   #2
    Am besten mit einem Widerstandsmessgerät (z.B. Multimeter auf Stellung "Ohm") die Potis durchmessen, und zwar über die ganze Widerstandsbahn (äußere Anschlüsse, beim Drehen darf sich nix ändern). Und dann neue Potis mit dem selben Wert besorgen.

    Wenn man andere nimmt, kann das ziemliche Auswirkungen auf den Klang haben - wenn man passive PUs hat.

    Beispiel Volume-Poti: Das macht einfach einen Spannungsteiler der Pickup-Spannung. Ist der Wert zu klein, wird der PU zu stark belastet, und die Resonanzüberhöhung ist weg. Das ergibt nen ziemlich ausdruckslosen Klang. Ist der Wert zu groß, wird die Gitarre ziemlich hochohmig, wenn man den Poti runter dreht - mit der Kabelkapazität ergibt sich ein Tiefpass, und die Höhen gehen weg. Kann aber durchaus alles erwünscht sein - einfach mal ausprobieren.

    Ich hab meine Pacifica auf aktive PUs umgebastelt, klappt prima. Das alles kann ich jetzt gezielt beeinflussen, z.B. Resonanzfrequenz, Überhöhung etc. Und der Klang ist unabhängig von der Stellung des Volume-Poti...

    Martin
     
  3. Wusel-666

    Wusel-666 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.08.06   #3
    :rolleyes: mh, auf die idee hätte ich ja auch mal kommen können...
    besten dank für die schnelle antwort!!! :great:
     
  4. DeepImpact

    DeepImpact Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.08.06   #4
    Gern geschehen!

    Nochwas: Es gibt lineare und logarithmische Potis. Stell das Poti auf "Mittelstellung" und mess den Widerstand zwischen einem äußeren Anschluss und dem Schleifer (mittlerer Anschluss). Wenn Du den halben Wert vom Wert davor bekommt, ist es linear, sonst logarithmisch.
     
  5. DerOnkel

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    Erstellt: 01.08.06   #5
    Kuckst Du hier.

    Ulf
     
  6. Hans_3

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    Erstellt: 02.08.06   #6
    Dein verlinkter Beitrag bezieht sich allerdings nur auf die Vorteile des Höhendurchlasses, je hochohmiger das Poti ist = bei voll aufgedrehtem Poti.

    Die Nachteile hat DeepImpact oben erwähnt: Je größer der Höhendurchlass bei vollem Hochohmpoti, desto rasanter der Niedergang der Reso-FQ , sobald er etwas zurückgenommen wird. Das ist durchaus ein gravierender Nachteil.

    Vergessen wir nicht, dass ja ebenfalls die Tone-Regler im Signalweg sind. Selbst auf "10" bilden sie immer eine kapazitive(?) Last. Diese sollte zuerst ausgeschaltet werden, wenn man filigran um Reso-FQ im Sinne von Höhenanteil feilscht. Also: No-Load-Potis rein, die in Stellung "10" direkt und nicht über die verbleibende Widerstandsregelung durchlassen.

    Ich bin net Onkel Ulf :D und kann das deshalb nicht mit Diagrammen belegen. Aber tendenziell kann man sagen: No-Load-Tonpoti (oder alternativ den Toneregler komplett aus dem Signalweg genommen wenn man ihn eh nie benutzt) ermöglicht einen niedrigeren Wert des Vol-Poti, der dann wiederum weniger Höhenverfall beim Vol-Runterreglen hat als ein VOL-Pot mit höherem Wert.

    Um das Ganze noch komplizierter zu machen, gibt's natürlich auch noch den Trick mit den den unterschiedlichen Widerständen am Vol-Poti = Volume runter - aber Höhen bleiben. Ich kann da nur aus meinen persönlichen Klangerfahrungen sagen, dass mich solche Änderungen bislang nicht befriedigt haben. Statt der Höhen verschwinden dann alternativ Sättigungsfrequenzen. Das kann vorteilfhaft sein oder nachteilig - je nach Soundgeschmack, Ampeinstellung, Gesamtsound/sättigung im Bandgefüge usw. 1 Paramter allein kann viel zum Positiven aber auch viel zum Negativen ändern. Die realklangichen Ergebnisse sind dann aber immer so subjektiv, dass das im Rahmen von Forumstexten (ide haben keine Ohren) mit Null Prozent Treffischerheit geregelt werden kann.

    Letztlich bewegen wir uns mit solchen Überlegungen nie im Bereich "Bin Schüler - mit welcher Änderung für 99 Cent den geilsten Sound aller Zeiten" sondern immer "Walking on a very thin Line"
     
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