Wersi-Orgel DX 10

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Moin,wer kann mir helfen:gruebel:?bei meiner Wersi DX 10 fallen während des spielens Töne aus,Obermanual,Untermanual,Fußbass,Rhythmusgerät stellenweise,wer weist einen Rat?:gruebel:
 
Eigenschaft
 
hi
kein Problem, kenne die DX 10 aus dem FF......
Als Ursache kommen einmal die Tastenkontakte in Frage, nur wenn es gleichzeitig in allen Manualen und Pedal der Fall ist und in der automatischen Begleitung ( nehme mal an daß dies mit Rhytmusgerät gemeint ist ) dürfte der Fehler woanders zu suchen sein.
Schraub zunächst einmal die Orgel auf . Im Bedienfeld sitzen an rechter und linker Seite zwei brünierte Schrauben die das Bedienfeld befestigen.
Diese Schrauben sind elend lang ersetz sie bei der Gelegenheit gleich durch kürzere M4 x 10mm.
Ist das Bedienfeld hochgeklappt siehst Du wenn Du vor der Orgel stehst links eine große Platine ( MM1) mit 6 Steckkarten SL2 drauf. Ganz links
in der vorderen Ecke ist ein Akku eingelötet. Entweder noch der alte schwarze Varta AKKU oder schon ein runder grüner Akku 2,4 Volt.
Dieser Akku darf nicht ausgelaufen sein. Sollten sich da irgendwie grünlich bläuliche Kristalle daran befinden ist er ausgelaufen und sollte schnellstmöglich ersetzt werden. Durch das Auslaufen ( besser gesagt ausgasen ) werden Leiterbahnen weggeätzt und an einigen Stellen wie IC Beinchen ist ein gräulicher Belag festzustellen.Der Akku wird nur im eingeschalteten Zustand der Orgel geladen. Ob er noch die Sollspannung von 2,4 Volt hat kann man an der Speicher ICs feststellen.
Linke Seite gegenüber dem Akku ist ein breiter Kabelstecker. Unterhalb an der linken Seite direkt darunter befinden sich zwei solche Speicher ICs bezeichnet mit VOICE RAM etc. Die IC Kerbe weist zum Platinenrand. Die Zählfolge der Pin Nummern beginnt unten links an der Kerbe mit "1" gegen den Uhrzeigersinn bis zum Pin 28 der gegenüber dem Pin 1 liegt. Pin 28 führt die AKKUSPANNUNG 2,4 Volt auch im ausgeschalteten Zustand der Orgel - sollte er zumindest . Pin 14 ist Masse = GND . Rechts neben dem Akku ist ein Molex Steckverbinder PL 3 mit den Versorgungsspannungen.
Der ganz rechte Anschluß ( schwarzes Kabel ) ist ebenfalls GND die weiteren Spannungen sind am Platinenrand aufgedruckt und sollten bei eingeschalteter Orgel auch vorhanden sein. Wenn nicht liegt schonmal ein Netzteilfehler im PS 20 oder gar Trafo vor.
Wenn die Orgel nie gewartet wurde und auch noch nie der Akku gewechselt wurde dürfte das der Fehler sein, da er mit Sicherheit ausgelaufen ist und bereits größeren Schaden angerichtet hat. Sowas ist durchaus noch reparierbar und im worst Case halt eine neue gebrauchte MM1, die auch von einem MK 1 stammen darf wenn die Programm IC gewechselt werden. MM1 vom Expander EX 10/ 20 können nur nach Austausch der Steckverbindung zur MM1E benutzt werden weil dieser Stecker dort als Winkelstecker benutzt wird und nicht in einer Ebene wie bei DX 10/ MK 1.
Eine Reparatur sollte man jedoch denen überlassen die sich damit auskennen.
Wenn der Akku in Ordnung und auch alle Spannungen anliegen kommen eigentlich nur noch die senkrecht stehenden SL 2 Karten ( eigentliche Stimmerzeuger ) in Betracht. Im Maximalausbau der Orgel sind 10 solche Karten verbaut, davon 6 auf der großen Platine MM1 und weitere 4 auf der sogenannten Extenderkarte MM1 E die über einen breiten Stecker mit der MM1 verbunden ist. Jede Steckkarte SL 2 erzeugt zwei Stimmen. Welche nun im Betrieb jeweils angesteuert wird ist programmbedingt Zufall je nachdem welche gerade frei ist.
Um den Fehler etwas einzugrenzen kann man im ausgeschalteten Zustand die Extenderplatine mal abstecken.
Dann läuft die Orgel nur noch mit 12 Stimmen in der Hoffnung daß der Fehler auf der Extenderkarte liegt
Dazu müssen die Schnapp Platinenhalter ( einseitge Nase ) gelöst werden und zwar MM1 und MME1 1 gleichzeitig. Die MM1 ist mit insgesamt 7 solcher Verbinder befestigt. die Extenderkarte mit derer 4. Hier nicht versuchen nur durch hochbiegen der rechten Seite der MM1 zum Ziel zu gelanden, dabei könnten Leiterbahnen reißen. Es geht nur Stück für Stück beginnend mit der Extender Platine. Zum Lösen mit flacher Schraubendreherklinge die Nase der Plastikhalterung eindrücken und gleichzeitig die Platine etwas anheben.
Ein anderer Weg wäre die SL 2 Karten einzeln herauszunehmen indem die obere Halterung die jeweils 2 SL 2 hält gelöst wird.
Problem ist nur, daß der Plastikbolzen für die Arretierung an der Befestigunsgseite zur MM1 ein Plasikgewinde hat mit M 3 Schraube unterhalb der MM1. Wird die dabei herausgedreht muß die MM1 eh ausgebaut werden.
Ein weiteres Problem sind die Steckverbinder der SL 2 zur MM1. Diese Steckverbinder werden entgegen des Weges der Kontaktzunge durch die Stifte
der SL2 Karten benutzt. Rausziehen geht einfach jedoch das Einfädeln beim Einstecken sollte mit Bedacht vorgenommen werden und die SL2 Platine auch parallel eingeführt werden. Ein Verkanten oder Reinwürgen verbiegt diese Kontaktzungen ( 3 x 12pol Kontakte )

WAs nun im Beginn einer Fehlersuche noch helfen kann ist alle Steckverbindungen mehrfach auf und abtecken um so mögliche schlechte Kontakte zu reinigen. IN JEDEM FALL KEIN SPRAY VERWENDEN !!!! Das ist pures Gift und macht mehr Probleme als nötig. Reinigung irgendwelcher Kontakte nur mit Glasfaserstift.
Des weiteren kann es sein daß sich ICs in ihren Sockeln gelöst haben. Hier kann vorsichtiges Nachdrücken helfen. GGf auch die ICs aus den Sockeln hebeln und die Kontakte mit Glasfaserstift reinigen. Aufpassen auf richtige Polung beim wieder einsetzen und keine Pins dabei verbiegen.
 
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Moin,Moin,Mann o Mann,da ist was hinter,also es ist ein blauer Viereckiger Akku von Varta drinn,alles andere werde ich heute nach und nach mal versuchen , die kontaktfedern von den Tasten sind stellenweise noch ganz in Silber,andere wieder etwas dunkler,nun habe ich aber keinen Glasfaserstift,was wäre die Allternative? mfg
 
Alternative zu Glasfaserstift ist nur Glasfaserstift , beißt keine Maus den Faden ab.
Flächen könnte man mit 1000er Schmirgelleinen behandeln was man auf Holzspatel wie gebrauchte Eisstiele etc aufklebt oder evtl noch mit feiner Stahlwolle.
Wenn es die Tastenkontakte sind so der Hinweis daß diese nachstellbar sind. Etwas stärker angezogen bewirkt folgendes:
Die Kontaktfeder wird stärker über den Kontaktdraht gezogen. Das hilft jedoch nur für den Ruhekontakt. Für den Arbeitskontakt muß die Stellschraube gelockert werden damit auch dort der Reinigungseffekt durch stärkeres Drücken bewirkt wird,
Die Feder muß aber so eingestellt werden daß der Ruhekontakt in jedem Fall bei loslassen der Taste geschlossen wird. Andernfalls gibt es Tonhänger weil der Ton nicht mehr abgeschaltet wird. Auch wenn die Federn sehr schwarz aussehen, die eigentliche Kontaktstelle ist meist sauber.

Im Obermanual ist die Tastenabfrage DYNAMISCH dh hier sind beide Kontaktpositionen wichtig. Im Untermanual gibt es keine Dynamik hier wirkt nur der Arbeitskontakt , genauso im Pedal
 
Moin,Moin,danke nochmal,habe bei Ebay nach den Fasersstift geschaut,geht ab 4,oo€ los,welche Stärke muß ich denn nehmen? bin dabei die Orgel wieder aufzustellen,Mensch das wäre ja toll wenn ich sie wieder hinbekomme, mfg
 
Also ich kenne nur eine Variante des Glasfaserstiftes für den es auch Ersatzglasstifte gibt. Durchmesser ca 3 mm ; Stift ist rausdrehbar.
In jedem Fall Handschuhe tragen andernfalls reichlich Juckreiz von abgebrochenen Glasfasern, was bei Betrieb normal ist.
Mein Motto lautet : Geht nicht gibts nicht und ich kenne keine Orgel die ich nicht wieder zum Laufen gebracht hätte ........
 
Moin,Moin, hier bin ich wieder,habe deine ratschläge gefolgt,nun der Fehler ist immer noch da,habe Batterie aus gewechselt,alle kontakte mit faserstift gereinigt,was könnte es denn noch sein?:whistle:meine vermutung ist das es ein Bauteil sein könnte was defekt ist aber welches?habe die Tastaturen von einer anderen Omega angeschlossen,fehlerr bliebt,Steckkarten ausgewechselt fehler bliebt,was könnte ich sonst noch machen??
 
Sodele
Auch wenn Akku schon gewechselt stell bitte mal ein Bild von dem Bereich ein. Kann sein daß da doch noch was ist was übersehen

Als nächstes ziehst Du einen Flachkabel stecker nach dem anderen mehrfach auf und ab, damit sich dort die Kontakte reinigen.
Aufpassen bei den Flachkabelsteckern mit IC Gehäuse. Hier brechen sehr leicht Pins ab

Dann schraubst Du die Verriegelungslasche von zwei Slave Karten SL 2 ab ( aufpassen den Kunststoffgewindebolzen dabei mit Flachzange festhalten
nicht daß sich da die Mutter unterhalb der Platine löst und ggf der Bolzen abbricht )
Wenn Lasche entfernt vorsichtig die Slavekarte NUR ETWAS - ca 4 mm - herausziehen und wieder einstecken - mehrfach
SL2_MM1.jpg

Die Buchse wird eigentlich von der verkehrten Seite benutzt. Zieht man den SL 2 komplett ab und setzt ihn verkantet wieder ein, kann es passieren das die Stiftleiste ( rot ) den Kontaktbügel ( blau ) im Inneren des Plastikköpers verformt. Die Buchse muß dann ersetzt werden

Du mußt hier unterscheiden :
Sounds kommen nur von den SL 2 Steckkarten
Drumssounds vom eingebauten Rhytmusgerät CX 7 oder CX 32
Wenn hier jedoch sowohl Drumssounds wie Orgelsounds fehlen ist es ein MASTER MM1 Problem. Die Pattern kommen von MM1 die Drumsounds
von CX 7 / CX 32
Sind es nur Sounds liegt der Fehler auf der MM1 / SL 2 bzw der Erweiterungsplatine MM1 E mit weiteren SL 2 Karten.

Es gibt in der Orgel ein Testprogramm womit man jede einzelne Stimme auf funktion testen kann.
Steht in der Bedienungsaleitung unter Programmierung.
Aus dem Menue kommst Du nur durch RESET wieder raus
Die Stimmen werden der Reihe nach aufgerufen, Reihenfolge gemäß Steckkarten, Erste Steckkarte Stimme 0 und 1 ( es wird binär gezählt )
zweite Steckkarte Stimme 2 und 3 , letzte Karte auf der Extenderplatine Stimme 18 und 19.
Fehlt also irgendwo eine STimme kann die betreffende Karte sofort ermittelt werden durch Abzählen.
Dann jedoch diese Karte auf einem Platz der funktioniert hat erneut testen um sicherzustellen daß es nicht evtl die Ansteuerung der Karte auf der MM 1 ist und nicht die Karte selbst.
Falls es die MM1 ist weiteres per PN
 
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Moin,Moin,danke für diese Info,habe ja schon die Steckkarten von einer anderen DX 10 eingesteckt,die Sound & Rhytmusschwangungen sind geblieben,auch habe ich alle steckkarbelverbindungen raus und rein gesteckt, am besten ich mache mal von der ganzen Elektronik Bilder und sende die mal zu,ich vermute das da ein Bauteil defekt ist,was mir aufgefallen ist,nach dem Batteriewechsel das es nicht mehr anzeigt welches System auf der Orgel gespeichert ist,es zeigt zwar was an aber unvollständigt,die Schwankungen finden in den Manualen,Rhytmus & Basspedal statt,dann hatte ich gedacht von der anderen DX die Platinen einzusetzen,aber fehlanzeige dsa scheint ein anderes System zu sein,
 
Hi
Also da wirfst Du nun einiges durcheinander.......
Entweder startet die Orgel oder eben nicht. Wenn sie startet zeigt sie auch an welches System drin ist.
Ausnahme : erst die letzte Serie ging gleich in den Spielmodus über zum letzten aufgerufenen Preset vor dem Ausschalten

Alle Versionen davor machten erstmal den sogenannten BLINKCHECK mit LED Mustern aller Bedientastern.
Dieser Check ließ sich nur durch Drücken irgendeiner Taste unterbrechen und ging erst dann in den Spielmodus über.

Die letzte Version ( V 1.6 ) macht den Blinkcheck nur wenn vor Einschalten der PROGRAMMTASTER gedrückt gehalten wird und erst nach Einschalten losgelassen wird. Prozedur dann wie bei älteren Versionen.....

Du kannst in der DX 10 auch nicht jede beliebige Softwareversion einsetzen. Die ersten Serien hatten als NF Platine die AF 20.
Ab einer bestimmten Softwareversion wurde dann zusätzlich auch die AF 20 durch die AF 21 ersetzt. ( ca Version V 1.3 )
Dh neuere Software funktioniert NICHT mit der AF 20. AF 20 und AF 21 unterscheiden sich durch anderen VCF und Rauschunterdrückungssystem
(SSM 2200/LM13700 durch CEM 3360 ersetzt )
Falls eine AF 50 eingebaut ist so ist diese baugleich mit der AF 21 nur das hier der Hall DH 10/11 ggf DH 100 huckepack oben drauf sitzt. Ferner hat die AF 50 zwei Löt-Jumper die eine Verwendung sowohl in der DX 10 als auch DX 5 ( Prisma ) zulassen.

So wie es aussieht liegt der Fehler auf der MM 1 . Fehlende Töne können auch mit den Manualplatinen zu tun haben.
Testen einzelner Komponenten bringt auch nichts es muß die gesamte Orgel (Oberteil) durchgecheckt werden.
Vermutlich st der AKKU ausgegeast und es hat sich überall niedergeschlagen bis hin zu sogenannten Durchkontaktierungen der doppelseitigen Platine und sicher auch auf den Bedienfeldern die in geschlossenem Zustand genau über der MM 1 liegen. Die Platinen sind Feinleitertechnik mit Breiten von 0,1mm , komplett weggeätzt sieht man das noch nicht einmal und denkt das muß so sein. Teilweise führen zwischen zwei IC PIns mit Abstand 2,54mm auch zwei Leiterbahnen hindurch und das oft unter einem IC Sockel was man so nicht sieht.
Von Auswirkungen ausgelaufener / ausgegaster Akkus kann ich ROMANE SCHREIBEN ........
 
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Moin,Moin,das ist ja ein Ding die Orgel,wie sieht es denn aus wenn ich dir die ganzen Platinen mal zuschicken könnte?vielleicht findest du ja den Fehler , alles andere klappt ja,wäre schade wenn ich die Orgel aufgeben müßte, mfg
 
@Kudderheinz
hast PN
 
Hi,
Besagte MM 1 Platine und einiges andere liegt nun zur Überprüfung vor.
Platinen sehr sind werksseitig aufgebaut was man an den unterlaufenen Stellen des Lötöackes aufgrund des Schwalll Lötbades erkennt.
Weiteres Merkmal die genieteten VG Leisten ( Bausatz ist immer verschraubt ). Nur ein Anschluß des Akkus war mit Litze gebrückt.
Der Akku wurde geweschelst und hat die angegebene Spannung die auch an den RAMs gemessen werden konnte.
Angeschlossen für einen Test kamen noch nicht einmal Zeichen auf dem Display nur einige LED´s des Bedienfeldes brannten zufallsbedingt.
Das ist ein klares Zeichen dafür daß der Prozessor nicht arbeitet. Also Platine mal genauer unter die Lupe genommen.
Im Bereich des Akkus waren verfärbte Leiterbahnzüge zu sehen, was auf Reste vom ausgelaufenen Akku deutet. Belagspuren ließen sich an den Anschlüssen der Sperrdiode und dem Vorwiderstand für den Akku erkennen, sowie eine angefressene Leiterbahn parallel zwischen Widerstand und Akku.
Erstes Anzeichen als dafür hier genauer hinzusehen .......
DX_1993.jpg

Die doppelseitige Stromschiene war nur noch mit hauchdünnen Verbindungen an den Lötstellen geheftet und ließ sich mit Schraubendreher komplett im rechten Bereich der Platine bewegen - fast genau die halbe LÄnge der Stromschiene, womit etliche IC nicht mit der Spanungsversorgung verbunden waren bzw es mehr zufallsbedingt war daß sie noch ein wenig Kontakt hatten

DX_1994.jpg

Also erstmal den Akku entfernt um zu sehen was sonst noch durch die Akkusäure angerichtet wurde.
Durchkontaktierungen schonmal weggefressen was auch die Litzenverbindung erklärt.


DX_1995.JPG

Die Stromschiene ließ sich mit zweinal hin und herbewegen kompett entfernen und zeigte an den markierten Stellen
auffällige Verfärbungen

DX_2000a.jpg

Isolierüberzug ( Klebeband ) kurz am Ende angeliftet und es präsentierte sich das was die Säure angerichtet hat

DX_2001.jpg

So etwas habe ich bisher jedoch noch nie gesehen. Daß mal ein Pin angefressen wurde schon, aber nicht daß sich die Säure unbemerkt unter der Klebebandisolierung weiterfrißt. Die an und für sich isolierten Pole weisen bereits einen Übergangswiderstand auf

DX_2002.jpg

Gründliche Reinigung im Bereich des Akkus , des Leiterplattenanschlußes und einiger ausgelöteter Bauteile zeigen die RESTE der ehemaligen Leiterbahnen.
Die Pfeile weisen auf komplett weggefressene Leiterzüge und Durchkontaktierungen.

DX_2003a.jpg

Alles wird nun gründlichst gereinigt bzw weggefräßt. Auch einige umliegende IC Sockel werde ich noch auslöten um zu sehen was darunter so ist.

Die Stromschiene ist unbrauchbar und muß ersetzt werden, noch in 8 cm Entfernung vom Akku waren Spuren zu sehen, ausgelaufene Akkus beschränken
sich also nicht nur auf den näheren Bereich, sie laufen auch nicht aus sondern sie gasen aus was schon verheerender ist weil man nie weiß wo genau sich die Angriffspunkte befinden.
 
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Moin,Moin,habe den Bericht aufmerksam durchgelesen,Mann,o,Mann,da habe ich ja wirklich ein Brüller anland gezogen,nun bekomme ich aber schiß,was soll denn das ganze kosten? so viel Knete habe ich garnicht, mfg
 
Nach gründlicher Reinigung des Boards gings ans wiederbestücken der defekten Komponenten
Stromschienen zweipolig hat man zwar da ( wenn auch längere Versionen ) nur Stromschiene ist nicht gleich Stromschiene
( wenn auch vom gleichen Hersteller )
DX_2009.jpg
Das Rastermaß der Anschlüsse ist völlig anders somit ist diese 2 polige Stromschiene nicht verwendbar

Statt dessen jedoch blanke einpolige Schienen, die zumindest in den Endpunkten mit dem Rastermaß der MM 1 Platine übereinstimmten.
Hier sind dann jedoch zwei solche Schienen erforderlich
Bis auf die Endpunkte alle weiteren Lötanschlüsse abgeschnitten und an den richtigen Positionen der MM 1 Drähte an die Stromschiene angelötet.

DX_2007.jpgDX_2007.jpg

Die Schienen dann V förmig schräggestellt sodaß sie sich beide Schienen nicht berühren ( eine ist GND Potential die andere führt + 5 Volt )
Restliche Bauteile durch neue ersetzt, Leiterbahnen geflickt und dann der
große Test ob alles nun auch funktioniert.

Ergebnis : sie tut es wieder ohne Murren

Was jetzt nioch folgt ist der Test der übrge Platinen .........
denke mal keine weiteren Überraschungen mehr

- - - aktualisiert - - -

NAch Rechtschreiborrektur war das zweite Foto weg
darum hier nochmals
Anhang anzeigen 362623
 
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Raumschiff Enterprise Logeintrag ..........
Die reparierte MM1 wies nach längerem Betrieb dennoch einige Timingfehler für die Stimmerzeugung auf. Ursache dürften weitere
Schäden unter IC Sockeln sein durch den ausgelaufenen Akku.
Hier müßten alle IC Sockel entfernt und genauer untersucht werden.
Die Reparatur wurde abgebrochen und statt dessen eine zweite mitgelieferte MM1 auf die aktuelle Software geändert. Der dortige Akku war zwar leer aber noch nicht ausgelaufen. Er wurde durch einen externen in Filmdose ersetzt.

Bei den weiteren Platinen war nur eines der Netzteile defekt was jedoch behoben werden konnte.
Wie mir heute mitgeteilt wurde funktioniert die Orgel nun nach Einbau der Komponenten wieder einwandfrei.
 
Moin,soweit läuft sie gut. nur der Rhytmusteil wenn sie beim ersten mal gestartet wird dann bleibt es stehen (alles,)dann Reset dann startet sie durch,was falsch angeschlossen? mfg
 
Kann dann eigentlich nur an den Steckverbindungen der Flachkabel mit den DIL STeckern liegen ( Verbindung Rhytmusbedienfeld zum Bedienfeld der Orgel ) bzw Verbindung CX 32 Schlagzeugplatine zur MM 1. Man muß schon genau hinsehen wenn man diese DIL Stecker einsetzt, auch darf da kein Pin daneben stecken oder gar abgebrochen sein. Evtl sitzt auch das breite Verbindungskabel MM1 - Bedienfeld durch häufiges Auf und zuklappen leicht schräg und einige Stifte haben dann keinen Kontakt. Die weiteren Verbindungen vom Rhytmusbedienfeld laufen dann auch über dieses kurze Flachkabel.
Am besten den Bedienfelddeckel leicht schräg halten und die Stecker dieses Kabels gut eindrücken , dann erst zuklappen.

Fehlfunktionen können auch durch die seitlichen Fußschalter am Schweller hervorgerufen werden wenn diese auf Rhytmus Start Stop programmiert sind. Hat man zu große Schuhe und kommt versehentlich dagegen lösen die natürlich auch eine Funktion aus.
Das Rhytmusbedienfeld war nicht hier zum Check möglich ist auch ein verdreckter Taster. Evtl diesen einmal repetierend betätigen bis wieder einwandfreie Funktion
 
Moin,Moin, happy Freddy,Orgel spielt wieder verrückt,orgel hängt sich während des Spielen auf,register lassen sich nicht mehr schalten,dann mache ich Reset,dann kein Ton, beim berühren der Tastertur nur knacken,wieder Reset,nach 3-4min wieder das gleiche,Rhytmusbegleitung schaltet sich dann auch ab,schlagzeug spielt weiter,dann wieder aufhänger,rauschen im hintergrund,teilweise tastertur jeder 2-3 taste ein ton,orgel ne weile ausgemacht,dann wieder gestartet,dann läuf esne ganze weile wieder,und dann das gleiche,nun hab ich sie ausgeschaltet, bin verzweifelt,wieder was defekt? ,mfg heinz
 
Hallo,
Das was an Platinen NICHT hier zum Check war sind :
- kompletes Bedienfeld incl Zugriegel ( hier besonders die VERKABELUNG )
- beide Manuale

Wenn das UM einwandfrei spielt liegt es am Obermanual.
Das Obermanual hat einen EIGENEN PROZESSOR wegen der Dynamik

Beide Manuale sind von der Verkabelung am Bedienfeld angeschlossen und die Verkabelung geht dann von dort im kurzen breiten
Verbiindungs Flachkabel zur Hauptplatine MM 1

Alle Verbindungskabel auf festen Sitz prüfen und sie dürfen auch nicht an einer Stelle SCHARF geknickt worden sein.
Die Stecker mit dem eingepreßten Kabel müssen auch einwandfrei sein. Zieht man die Kabel zu stark ab kann sich die Preßverbindung im STecker lösen und einzelne Adern haben dann keinen einwandfreien Kontakt mehr. Zu stark geknickt können im Kabel unsichtbar auch schonmal Adern unterbrochen werden.

Das Untermanual wird normal abgefragt und es sind auch nur die Einschaltkontakte belegt
Das Obermanual liefert über den eigenen Rechner nur die Daten in zwei Bytes mit Dynamikwert und Tastennummer.
Hier sind jedoch die Tastenkontakte mit Arbeits und Ruhekontakt für jede Taste getrennt.
Die Kontaktfeder kann per Schraube auf gleichen Weg zu beiden Kontaktbügeln eingestellt werden.
Die Kontakte solten natürlich SAUBER sein und bei Verschmutzung mit Glasreinigerstift gereinigt werden.
KEIN SPRAY VERWENDEN !!!!!

Somit hängt die gesamte Orgel an ein und demselben Daten / Adressbus . Liegt jetzt eine Störung im Daten/Adressbus vor ist das System
quasi blockiert und kann nur per Reset wieder zum laufen gebracht werden.

Die " Störung" kann jedoch auch durch fehlerhafte Daten eines Cartridges ( mit Sounds und/oder Rhytmen) hervorgerufen werden.
DAs gleiche kann passieren wenn eine Taste eines Manuals nicht abschaltet , man während dessen ein Cartridge abzieht und ein neues einsteckt. Hier entsteht dann " Datensalat" mit dem ein Rechner ins Nirwana läuft - er hängt sich auf.

Auch die STeckkontakte der Cartridges sollten sauber sein. Sind die verschmutzt wandert der " Dreck" in die Kontakte des Schachtes.
Zum reinigen hier einen Plastikradiergummi nehmen. ISt der Schacht bereits verdreckt muß er ersetzt werden.
Die Buchse ist baugleich mit alten SHUGART Disklaufwerkbuchsen

Die Ursache kann jetzt auch thermischer Natur sein oder das im Bedienfeld ein IC keinen richtigen Kontakt mehr hat.

Hier würde ich zunächst einmal die ICs im Bedienfeld und unter den Manualen etwas nachdrücken. Knackt es dabei verdächtig waren die
schonmal lose bzw hatten keinen richtigen Kontakt mehr was auch zu solchen Problemen führen kann.


Sind es IMMER DIESELBEN Tastenkontakte die Probleme im Obermanual machen kommen auch die beiden zugehörigen Entkoppelungsdioden in Frage. Hier mußt Du einfach von einer Seite des Manuals jeweils 2 Dioden für eine Taste abzählen.
Kannst auch per Ohmmeter die Dioden mal durchmessen. Sie sollten annähernd gleiche Sperr und Durchlaßwerte aufweisen.
Tanzt da eine Diode so richtig aus der Reihe ( mehr wie 100 Ohm Unterschied ) ist sie bereits " matschig" und sollte ausgetauscht werden. Durchlaßwerte sollten im Bereich 560 Ohm liegen ; Sperrwerte = Überlaufanzeige" , Meßbereich : DIODE

Da Du nach eigenen Aussagen zwei DX 10 hast kann man auch mal die Manuale / Bedienfeld tauschen. Merk Dir aber was aus welcher Orgel stammt

happyfreddy
 
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