Westerngitarre scheppert

S
Seboo
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
25.12.09
Registriert
17.11.09
Beiträge
19
Kekse
0
Hallo Zusammen,

meine Anfänger Westerngitarre scheppert leider, besonders stark zu hören beim A-Akkaord bei der d-Saite.

Folgendes Phänomen, auf den A-Akkord bezogen:
Ich muss den Zeigefinger fast schon mittig im Bund ansetzen damit die Seite klingt, weiter zum Hals hin, egal wie fest ich drücke und wenn ich die Saite festtackern würde;), dann scheppert sie.

Im ersten Bund gegriffene Akkorde sind schwer zu greifen, da die Saiten sich ur schwer bis zum Hals nach unten Drücken lassen.

Gibt es da nen Tipp was man machen kann? Hatte alte Saiten drauf von meinem Bruder, dachte daran liegt es, bei den neuen Saiten ist es allerdings dasselbe.

Danke und Gruß
Sebastian
 
Eigenschaft
 
Wenn's scheppert, dann liegt es im Normalfall an einer zu niedrigen Saitenlage und/oder einer falsch eingstellten Halskrümmung.

Um beides abzuklären, solltest du mal die folgenden Messungen durchführen:

1.) Messe den Abstand zwischen der Unterseite der tiefen und hohen E-Saite und der Oberseite des 12. Bundstäbchens. Sprich, wie wiel "Luft" ist zwischen Saite und Bundstäbchen noch?

Hier sollten es bei der tiefen E-Saite etwa 3-3.5mm und bei der hohen E-Saite etwa 2-2.5mm sein. Etwas mehr ist ok, geht aber auf Kosten der Bespielbarkeit, weniger verursacht bei den meisten nicht optimierten Gitarren schon Schnarren.

2.) Greife die tiefe E-Saite im 3. Bund. Jetzt sollte zwischen der Saite und dem 1. Bundstäbchen noch minimal Luft sein. Ein Blatt Papier sollte also noch durchpassen.

3.) Greife die G-Saite im 1. Bund - oder besser: mach ein Kapo in den 1. Bund - und gleichzeitig im 14. Bund. Jetzt sollte zwischen der Unterseite der Saite und dem 6. Bundstäbchen etwa noch Platz für eine hohe E- oder H-Saite sein.
Auf jeden Fall sollte die Saite nicht auf halbem Weg (6-7 Bund) auf den Bundstäbchen aufliegen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
1. 4 und 3mm
2. eher 2-3 Blätter Papier
3. ebenfalls

dh die Saiten liegen zu hoch? Was nun?
 
Und es ist nur die D-saite, die scheppert. Und nur im 2. bund? Um was für eine gitarre handelt es sich?

Gruss, Ben
 
1. Ist ganz ok, eher etwas hoch
2. Ist auch eher etwas hoch
3. Ist auch nicht zu niedrig

Alles in allem wären das eher Anzeichen für eine ziemlich schepperfreie, aber dafür auch recht schwer bespielbare Gitarre. Natürlich können da auch noch andere Dinge der Auslöser sein, z.B. schlecht abgerichtete Bünde.

Im Zweifelsfall würde ich das Instrument mal einem Gitarrenbauer oder -Techniker vorstellen, vor Ort ist so ein Fehler meist schnell eingegrenzt, per Ferndiagnose kann man nie so 100% sicher sein.
 
Meine Gitarre hat auch immer gescheppert, allerdings nur, wenn ich sie in der Hand hatte, bei meinem Gitarrenlehrer hat sie sich immer super angehört.
Mit dem A hatte ich auch so meine Probleme, ich bin dann aber dazu übergegangen, sie mit Mittel- Ring- und kleinem Finger zu greifen, dann ging es irgendwann auch ohne scheppern.
 
Jo, das is übungssache wie man spielt.
Ich bin der ober schepperer mit Pick und nicht gerade vorsichtiger spielweise muss ich zugeben, aber für punk ist das schon ok ^^

Was bei meiner Gitarre doof ist, dass der *grübel* 13. bund oder so, also wenn ich den
spiele gibt das einen verschnarrten kurzen ton also warscheinlich weil der bund danach
zu hoch ist und die saite fast aufliegt denke ich, aber da ist ein klarer unterschied zum restlichen schnarren.
 
Eigentlich ist deine Saitenlage am Sattel und Steg eher zu hoch, das kann das scheppern eigentlich nicht erklären. Halskrümmung?

hals.jpg

Die Abbildung ist eigentlich für E-Gitarre gedacht, passt hier aber auch symbolisch für A-Gitarre. Die Halskrümmung könnte auch das Problem von ISCREAM erklären. ;)

Steht ein Bundstäbchen zu weit raus und ist daher der Übeltäter?

Die höhere Saitenlage kann Ursache sein, da du beim runterdrücken einen viel zu hohen und unnötigen Kraftaufwand aufwenden must und es trotzdem noch nicht ausreicht.

Wurde ja schon gesagt, evtl. die Gitarre von deinem Händler oder einem Fachmann überprüfen/einstellen lassen. Im schlimmsten Fall oder wenn die Gitarre eher Deko als ein Instrument ist, eine neue kaufen die dir besser liegt.
 
Hallo,

danke für die Tipps, muss das mal durchgehn. Die Gitarre ist eine Juan Samitos C34, wers kennt? ;)
Wurde in nem örtlichen Musikhaus gekauft, also kein ALdischrott, und hat 130€ ca gekostet.
 
Mal ne blöde Frage weil ich hier mal nen Thread zum Unterschied Konzert und Western Gitarre gesehn habe. Der Beschreibung nach ist es eigentlich eine Konzertgitarre, also die Mechanik der Kopfplatte usw sieht so aus (also nicht wie bei ner E-Gitarre zb), die Kopfplatte hat 2 lange Löcher, der Korpus sieht aus wie ne klassische Konzertgitarre usw.

Ok mein Bruder kam grad Heim, dem ist sie bzw war sie vor mir. Er hat Stahlsaiten auf eine Konzertgitarre getan, denk mal daran liegt es oder?

Gruß
Sebastian
 
Jupp, die Juan Samitos C34 ist eine Konzertgitarre und keine Western. Da gehören Nylonsaiten drauf und keine Stahl. Damit dürfte das Problem erledigt sein. :)
 
Ist sie nun kaputt, verbogen? Oder dehnt sich sowas wieder?
So ein Volldepp mein Bruder...;)

Kann man die Stahlsaiten für ne Gibson SG nehmen, oder sind A und E Saiten was vollkommen anderes?
 
Ja werd ich jetzt auch machen, danke schonmal !
 

Die Pyramid 304/100 erzeugen eine Zugspannung bei Normalstimmung von ca. 51 - 52 kg (--> dies ist etwa um 10 kg mehr als hard tension Nylonstrings). Obwohl es die meisten Konzertgitarren aushalten würden --> würde ich diese Saiten nicht als geeignet bezeichnen und auch nicht für Klassikgitarren verwenden.
Bei der Beschreibung des Saitenherstellers ist auch nirgends die Rede von Klassikgitarren (--> dies wird nur von Thoman angegeben --> und das halte ich für einen eindeutigen Fehler).

Der zweite Link --> die Thomastik John Pearse sind zwar geeignete Saiten, aber als Stahlsaiten würde ich die nicht bezeichnen (E, A und D haben einen Nylonkern; g und b haben einen Stahlseilkern mit Nylon umwickelt und e Stahlkern mit Nylon umwickelt).

Stahlsaiten, die speziell für Klassikgitarren entwickelt worden sind wären die Thomastik Classic S KF110 (010-038).


In nachfolgendem Link zu einem Beitrag ging es auch um Westerngitarrensaiten die für Konzertgitarre geeignet wären und da habe ich 4 Saitensätze verlinkt:

Stahlsaiten geeignet für Konzertgitarren
 
Zuletzt bearbeitet:

Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben