wichtige Frage zur Blockflöte

von Flute19, 07.08.07.

  1. Flute19

    Flute19 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.08.07   #1
    Hallöchen,

    Ich bin dabei Blockflöte zu lernen. Habe dafür keinen Unterricht, sondern brings mir mehr oder weniger selber bei. Nunja, ich habe mir natürlich auch eine Blockflöte gekauft. (Mollenhauer, Modell Student, deutsche Griffweise).

    Was die Griffweise betriftt hab ich nun ne Frage: Hab schon mitbekommen, dass es sowas wie "Barocke-Griffweise" und "Deutsche-Griffweise" gibt. Nun weiß ich aber nicht genau, liegt der Unterschied zwischen diesen beiden Griffweisen auch an der Flöte selbst? Ich wollte mir nämlich auch eine Art "Lernbuch" bestellen und hab nur Lernbücher für die "Barocke-Griffweise" gefunden. Geht das auch, oder nicht? Hoffe Ihr könnt mir weiter helfen... Vielen Lieben Dank :D
     
  2. Rope

    Rope Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.08.07   #2
    Die unterschiedlichen Griffweisen unterscheiden sich im "normal" Ton berreich nur sehr geringfügig.
    Ansich ist es so (zumidest in meiner Umgebung) das alles "ernsthafte" Barrockgriffweise spielt. Zum lerne ist es am anfang nur ein Umdenken von weniger Tönen.(B z.b.)

    Ich muss noch sagen das ich den Klang von barrocken Flöten als etwas angenehmer empfinde.(Kann auch an den alten Flöten liegen.)
     
  3. Flute19

    Flute19 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.08.07   #3
    Hi,

    also es ist so, dass es unterschiedliche "Spielweisen" gibt, ja? (Man die Töne anders greift, ist das richtig?) Meine Frage war nun, ob man mit einer Blockflöte (Deutsche-Griffweise) auch die Barock-Griffweise lernen kann? Oder brauch man dazu eine Blockflöte die extra ein "Barock-Griffsystem" hat? Verstehst du was ich meine? Also: kann ich mit meiner Blockflöte auch ein Lehrbuch für die Barock-Griffweise verwenden :D

    Liebe Grüße...
     
  4. Roland Kramer

    Roland Kramer Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 08.08.07   #4
    Hallo!

    Ein längerer, m.E. sehr schöner Artikel, wie das deutsche System entstanden ist und warum, befindet sich in der online-Abteilung von "Windkanal":
    http://www.windkanal.de/PDF/2006-3/Windkanal_Geschichte-der-Blockfloete.pdf

    Kurz gesagt: Wenn Du eine Flöte mit barocker Griffweise hast, dann brauchst Du barocke Griffe. Wenn Du eine Flöte mit deutscher Griffweise hast, brauchst Du deutsche Griffe. (Kann man ewig weiterspiennen: wenn Du eine Flöte mit klingonischer ...ach, lassen wir das!!).

    Merken tust Du das vor allem beim F (auf der C-Flöte): Bei barocker Griffweise ist das ein Gablegriff, bei deutscher Griffweise nicht. Wenn Du auf einer Barockflöte den deutschen Griff spielst (kein Gabelgriff, D-Loch offen), klingt's scheusslich verstimmt!

    Ohne von Blockflöten wirklich Ahnung zu haben (bin Saxer/Sänger/Tastenmann): die Vereinfachung des deutschen Systems (nämlich das F ohne Gabelgriff spielen zu können) muss man durch so viele Nachteile erkaufen, dass jeder "ernsthafte" Blockflötist barock spielt.

    Grüße
    Roland
     
  5. Livia

    Livia Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.08.07   #5
    Sind die Barockflöten nicht immer mit Doppellöchern bei C, D und E?
    Oder hat das miteinander nichts zu tun?
     
  6. IcePrincess

    IcePrincess Vocals Ex-Moderator

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    Erstellt: 12.08.07   #6
    Es gibt auch "deutsche" Doppellochflöten. Nur beim E hat man normalerweise keins mehr ;) Das lässt sich mit Gabelgriff lösen.

    Roland hat übrigens Recht: Wenn man anspruchstvolle Literatur spielen will, gerät man mit der deutschen Griffweise schnell ins Abseits.
    Abgesehen davon bekommt man die meisten wirklich guten Flöten nur Barock, weil das "deutsche" System eben mal wieder eine lokale Eigenheit ist. Andere Leute spielen so nur Tin Whistle :D
     
  7. jw-lighting

    jw-lighting Helpful & friendly mod Moderator HFU

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    Erstellt: 18.08.07   #7
    da ich mal denke , das du mit sopran anfängst, würd ich mir aus den zuvor schon genannten gründen eine barrocke flöte ganz aus holz zulegen. (ich persöhnlich würd kung oder küng oder wie die firma noch heiss nehmen.)
     
  8. Blonde Elfe

    Blonde Elfe Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.10.07   #8
    Hallo,
    also ich spiele seit 13 Jahren Blockflöte, hab erst mit Sopran angefangen, dann Altflöte und zum Schluss dann Tenorflöte.
    Also ich muss sagen, dass ich mit der Barockblockflöte am Besten zurecht kam.
    Diese wird auch am meisten unterrichtet.
    Den Unterschied merkst du gewaltig, wenn jemand mit einer Barockblockflöte (also barocke Griffweise) spielt und einer mit deutscher Griffweise...
    Das hört sich nicht sehr harmonisch an!
    Also ich gebe dir den Tipp, dass du, wie die anderen auch sagen, dir eine Flöte zulegst, die die barocke Griffweise hat.

    Grüße
    Franziska
     
  9. moniaqua

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    Erstellt: 02.11.07   #9
    Das stimmt so nicht. Ich hab gestern erst ne Floete bekommen, die hat deutsche Griffweise und bei c und d Doppelloch.

    Und ich bin ganz froh drum im Moment, weil ich deutsche Griffweise gelernt hab und demnaechst was einigermassen schnelles sitzen sollte mit unheimlich vielen f's ;)
     
  10. IcePrincess

    IcePrincess Vocals Ex-Moderator

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    Erstellt: 05.11.07   #10
    Man kann es vereinfachend so sagen: Die ganz simplen "Schulblockflöten" - seien sie Barock oder Deutsch gegriffen - aben oftmals keine Doppellöcher, weil Cis und Dis keine Töne sind, die man im "Basisunterricht" spielen muss.

    Alle "besseren" Instrumente haben eben die Doppellöcher.

    Dass "Deutsche" und "Barock"-Instrumente im Ensemble aus Prinzip nicht zusammenklingen kann man so auch nicht sagen. Es gibt einfach Flöten die zusammen gut klingen, es gibt Flöten bei denen das nie passt. Das kann sehr viel stärker vom Hersteller als von der Griffweise abhängen.
     
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