Wie bekomme ich dieses Setup hin ("Re-amping")?

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Hallo...
Ich möchte demnächst meine Amps, mit meinem Kemper profilen. Dazu möchte ich gerne meinen Gitarrenton durch den Amp schicken und das Signal quasi als Looper laufen lassen um den Amp entsprechend zu tweaken.
In vielen Videos, wie auch in diesem hier ( , ab ca. 1:57min ) sieht man, wie Ryan ein Riff zum Amp schickt und den Boost zu, bzw abschaltet.
Mit welchem Gerät macht er das?
Ich habe heute schon versucht etwas mit Audacity aufzunehmen und per Kopfhörerausgang meines Steinberg UR22, in den Input des Amps zu bringen, was nur bedingt bzw unbefriedigend klappte.
Der Pegel ist zu gering und der Amp klingt anders, als wenn die Gitarre direkt eingestöpselt wird. Bei maximalen Ausgangspegel des Interfaces, rauscht es jedoch zu viel.

Was ich suche ist also ein Gerät, womit ich die Gitarre loopen kann um dann den Amp einzustellen.
Gruß
 
Telefunky
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Ich habe heute schon versucht etwas mit Audacity aufzunehmen und per Kopfhörerausgang meines Steinberg UR22, in den Input des Amps zu bringen, was nur bedingt bzw unbefriedigend klappte.
Der Pegel ist zu gering und der Amp klingt anders, als wenn die Gitarre direkt eingestöpselt wird. Bei maximalen Ausgangspegel des Interfaces, rauscht es jedoch zu viel.
Das ist bei dem Impedanz Unterschied auch kein Wunder... 20 Ohm versus 20kOhm ;)
Auch der Kopfhörer Verstärker des Interfaces arbeitet in einem nicht vorgesehenen Bereich, quasi offen/unbelastet.
Hast du mal den Line-Out des Interfaces probiert ?
 
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Den Line Out hab ich tatsächlich nicht benutzt. Da hängen meine Nahfeldmonitore dran.
Müsste ich die Tage mal versuchen.
Besten Dank soweit.
 
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Hi

ich bin mir ziemlich sicher das das Audiosignal aus Ryans Video aus einer DAW kommt und dort gelooped wird
Damit Reamping zufriedenstellend funktioniert muß man seine Aufnahmekette ziemlich gut unter Kontrolle habe und besonders auf die Signallevesl acht geben. es ist auch ein bisschen eine Fuxerei, wie du ja selber schon festgestellt hast.

Signal:
Gitarre -> Amp
Gitarre -> DAW -> Amp

wird eigentlich immer anders klingen, das ist normal

ein optimale Signalweg wäre:

Gitarre - DI BOX
Ausgang A -> Amp
Ausgang B -> DAW

Reamping
DAW -> Reamp Box - DI

Es wird aber trotzdem noch etwas anders klingen.

Daher behelfen sich einige so mit einem Signalfluss mit dem sie den Amp für Reamping gut einpegeln können indem sie direkt durchs Interface spielen
Gitarre -> Audiointerface -> DAW -> Line Out - Reampbox - Amp
auf dieses Signalniveau hin wird der Amp eingestellt, so kann man dann dann jederzeit aus der DAW reampen und man bekommt das gleiche Ergebniss wieder

in der Praxis tritt das Problem das du schilderst eh eher selten auf
man bekommt zb DI Spuren von jemanden geschickt die man reampen soll, dann schliesst man den Amp an die DAW an und schickt das Signal zum Amp, und stellt den Amp so lange ein bis es gut klingt

Ich denke aber für deinen Anwendungsfall (nicht mit dem Video von Ryan vergleichbar) würde schon ein einfacher Looper wie der Ditto Looper passen, der vor dem Amp sollte ziemlich das selbe Signal liefern als wenn du direkt reinspielst


lg
Chris
 
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Eine DI Box nenne ich auch mein eigen. Was ist denn eine Reamp Box?
Bei einem Looper habe ich gelesen, das dieser etwas an höhen klauen soll. Ansonsten müsste ich mir das wirklich mal ansehen…

Gibt es zu meinem vorhaben ein youtube Video?
Denke bewegte Bilder sind oftmals leichter zu verstehen, als das geschriebene Wort.
 
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Ok, ich habe jetzt einen Artikel gefunden, den ich auch verstehe.
So wie sich das liest, benötige ich nur noch eine passive DI Box für mein vorhaben.

Die andere DI Box ist einer Behringer GI100, die ich damals genommen habe, damit ich Direct Profiles erstellen kann. Diese DI kann man zwischen Amp und Box hängen.
Ich überlege jetzt nur, was sinniger wäre, eine passive DI Box oder einen Looper zu nehmen?
 
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Das wäre eine bezahlbare Version, abgestimmt auf deine Anwendung (wenn ich es richtig verstanden habe...)
https://www.thomann.de/de/radial_pro_rmp.htm
Höherwertige Versionen gehen schnell > 300€ was nicht wirklich zum UR22 passt und man muss dann selbst auf Pegel- und Impedanzverhältnisse achten.
(es gibt durchaus Unterschiede bei Interfaces/Vorverstärkern/Übertragern)
Ein Looper mit guten Eigenschaften dürfte recht teuer ausfallen, die AD/DA Wandlung bei einfachen Exemplaren liegt eher noch unter dem UR22.
 
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Hab mich mal etwas belesen und auch mal bei youtube reingeschaut. Da findet man ja alles! Reamp Box DIY wurde da Vorgeschlagen oder auch das hier, was ich euch nicht Vorenthalten möchte und ggf jeder Gitarrist zuhause hat.




Was haltet ihr davon?
 
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Was ist denn eine Reamp Box?
letztlich eine völlig unnattraktive Anschaffung.
Ein Gitarrenverstärker erwartet ein hochohmiges Signal, welches er üblicherweise von einer Gitarre geliefert bekommt
ein Audiointerface hingegen sendet am LineOut ein niederohmiges Signal, das passt also nicht zu dem was der Gitarrenverstärker erwartet
Die Reamp Box macht also nichts anderes als dieses Umzuwandeln.

Es gibt auch Multi-Geräte, die sowohl als DI Box als auch als Reamp Box verwendet werden können, sind aber wie @Telefunky schon angemerkt hat, eher teurer
Kann man auch ohne Reamp Box reampen? ja, kann man auch.
Man darf es halt mit Signaltreue nicht so ernst nehmen, aber einfach mal zum ausprobieren und die Füsse nass machen geht es auf alle Fälle.

Um zurück zu deiner Ausgangsfrage zu kommen, du möchtest ja Kemper Profile von deinen Verstärker erstellen, dazu brauchst du das ja eigentlich alles nicht.

Die Profiling Sektion des Kemper Handbuchs hast du dir schon mal durchgelesen, dort ist der Ablauf ziemlich gut erklärt und bebildert.
Am einfachsten wäre es in deinem Fall, du verrzichest ganz auf deinen Computer, verkabelst alles so wie im Kemper Handbuch beim Profiling beschrieben ist, und dann spielst du Gitarre und stellst dabei den Amp ein.

Wenn du selber während des Amp Einstellen nicht spielen willst, kannst du deine Performance im Kemper eigenen Looper aufnehmen und abspielen und das zum Amp schicken während du diesen einstellst, sobald alles fertig ist den Looper pausen und du kannst mit dem profiling starten
 
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Am einfachsten wäre es in deinem Fall, du verrzichest ganz auf deinen Computer, verkabelst alles so wie im Kemper Handbuch beim Profiling beschrieben ist, und dann spielst du Gitarre und stellst dabei den Amp ein.
Das ist sicher der Weg mit der besten Signal-Treue.
Bereits die Interface Wandlung in der Kategorie Scarlett/UR22 ist nicht ohne Auswirkung, und sie wird mehrfach durchlaufen.

Andererseits kannst du aber per Line Out kostenfrei mal probieren, was dabei herauskommt. Für die Gitarre brauchst du nur 1 Kanal, folglich kann 1 Monitor abgezogen werden. Den Ausgang verbindest du dann mit dem Amp.
Spezifikationen für den Line Out habe ich keine gefunden, idR liegen die bei 2-20kOhm.
Die Impedanz ist also PU ähnlich, aber es ist eine kapazitative Quelle, keine induktive wie ein PU.
Insofern ist ein Übertrager in jedem Fall sinnvoll (der ist induktiv), Amp Eingänge reagieren üblicherweise auf so etwas. (wie stark, hängt vom Einzelfall ab)
 
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letztlich eine völlig unnattraktive Anschaffung....Die Reamp Box macht also nichts anderes als dieses Umzuwandeln.

...Am einfachsten wäre es in deinem Fall, du verrzichest ganz auf deinen Computer, verkabelst alles so wie im Kemper Handbuch beim Profiling beschrieben ist, und dann spielst du Gitarre und stellst dabei den Amp ein.

Wenn du selber während des Amp Einstellen nicht spielen willst, kannst du deine Performance im Kemper eigenen Looper aufnehmen und abspielen...
Ich habe ja schon mit dem Kemper geprofilt und das Ergebnis war schon „ok“. Seitdem ich mir einige IR gekauft habe, juckt mich halt das Aufnehmen eines Direct Profiles.

Die Sache mit dem Reampen war eher darauf gemünzt im Proberaum vernünftige Einstellungen des Amps zu finden, statt immer wieder spielen und drehen.

An die Looper Funktion vom Kemper hatte ich wirklich noch nicht gedacht, einfach weil ich die so nie für mich benutzt habe.
Werde ich die Tage mal ausprobieren ob und wie das klappt👌🏼

Richtig gut, danke euch😎
 
Grund: Vollzitat reduziert
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gerne :)

und für die Zukunft, falls dir Reamping weiterhin im Kopf rumspukt, könntest du dir über die Anschaffung eines Audio Interfaces mit SPDIF Ein und Ausgänge Gedanken machen.
Damit könntest du nämlich ohne Signalverwandlungsverlust über dem Kemper reampen weil du Signale vom und zu Kemper rein digital mit dem Audiointerface austauschen kannst, sowohl beim aufnehmen, als auch beim reampen.

Der Vorteil, das selbe DI Signal das am Kemper anliegt, zeichnest du bereits in deiner DAW auf, wenn du es erneut nun an den Kemper schickst, erhältst du bei gleicher Einstellung am Kemper das gleiche reproduzierbare Ergebniss.

Signalweg zur DI Aufnahme
Gitarre ->
Kemper -> SPDIF -> Audio Interface -> DAW
Kemper -> Direct Out - >Amp

um später dann mit der aufgenommen DI Spur zu reampen:
DAW -> Audiointerface -> SPDIF -> Kemper -> Amp -> Mikro, usw

das funktioniert natürlich auch rein mit dem Kemper, ohne extra Amp hintendran.
 
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