Wie bekomme ich meine nasale Stimme weg?

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mr.twister
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Hey Leute,

ich wollte mal fragen wie ich meine nasale Stimme irgendwie wegbekommen kann. Ich versuche viele Sachen von Jason Mraz zu singen, aber ist eigentlich egal was ich singe, das nasale geht nie weg.
Habt ihr vielleicht ein paar Tipps oder Übungen für mich, die ich einfach mal üben könnte?

mfg
 
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Im schlimmsten Fall kannst du einen Logopäden aufsuchen, der wird dir auf alle Fälle medizinisch korrekte Übungen geben können, falls du wirklich ein veranlagtes Problem damit hast, also falls du zum Beispiel schon beim normalen Sprechen etwas nasal klingst. Wenn das nur beim Singen auftritt, liegt es wohl eher einfach an der Technik. Helfen tut folgende Übung: Du singst eine absteigende Tonleiter mit einem "Gia". Also Gija Gija Gija und zwar möglichst herausgeschleudert, aber locker; also den Mund weit auf und dadurch singen, nicht durch die Nase. im nächsten Schritt nimmt man dann einen Korken zwischen die Zähne und lässt die Zunge an den unteren Zähnen flach liegen, damit der ton hinten immer gleich erzeugt wird, egal welchen Vokal du mit den Lippen bildest. Gut hilft auch das Singen auf Nnnngah Nnnngeh Nnnngi Nnngo Nnnngu, weil ein Ng nur mit dem Gaumen erzeugt wird, also oben in der Nase bleibt, trainiert man schön dann beim Vokal nach vorne aufzumachen und nicht oben in der Nase zu bleiben. Wichtig ist halt hören und ausprobieren. Aufnehmen ist auch immer gut zur Selbstkontrolle.
 
Hey Hephaistos,

danke für die schnelle Antwort. Ich werd das auf jeden Fall ausprobieren.

mfg mr.twister
 
... wobei eine Hörprobe sehr hilfreich wäre; das Wörtchen "nasal" geistert so oft durchs Forum, aber gemeint ist in den allermeisten Fällen etwas anderes.
 
Hmmm..... Eine Hörprobe? Ich weiß nicht.... Dafür ist meine Stimme dann wieder zu schlecht.... Ma schaun...
 
... wobei eine Hörprobe sehr hilfreich wäre; das Wörtchen "nasal" geistert so oft durchs Forum, aber gemeint ist in den allermeisten Fällen etwas anderes.

Da hattse völiig recht. Bevor Du einer einzelnen Forenmeinung folgst (wobei ich den Inhalt von Hephaistos' Post nicht abwerten will), und einen Logopäden aufsuchst und alllerlei evtl völlig überflüssige Übungen machst, solltest Du erstmal bestätigt wissen, ob du überhaupt "näselst" und dir das nicht nur einbildest...

Die Eigenwahrnehmung und auch Beschreibungen des eigenen Gesangs hat hier nämlich schon häufig für echte Überraschungen gesorgt. Oft versthet jeder etwas anderes unter einem Begriff wie nasal, knödeln, rau und was es sonst noch so alles gibt.

Hmmm..... Eine Hörprobe? Ich weiß nicht.... Ma schaun...

Naja - willst du es wissen oder nicht? Ansonsten folge Hephaistos' TIpps eben auch auf die Gefahr hin, dass es nicht das bringt, was du erwartest. Schaden kann es nicht.

Dafür ist meine Stimme dann wieder zu schlecht.... .

Wenn du ohnhin der Meinung bist, dass deine Stimme für die Öffentlichkeit nicht geeignet ist - dann kannst du doch auch weiter nasal singen ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ok, ich nehm was auf. Und ich hab erst dieses Wochenende auf der Hochzeit von meinem Onkel und meiner Tante gespielt.... So schlecht, dass man sie niemandem zumuten kann, wird sie dann hoffentlich doch nicht sein.
 
Ok, ich hab mein Mikro mal rausgekramt. Wenn ich sowas aufnehme, mit Begleitung oder nur reiner Gesang?
 
Wie Du dich am wohlsten fühlst !
 
Mal so ne Frage. Beim längern singen bekomm ich schnupfen, is das normal? Und ich gähne extrem viel. Kann es sein das ich extrem flasch Atme?
 
Also wenn du wirklich Schnupfen bekommst, liegt es wohl an etwas anderem, aber es kann ein Hinweis darauf sein, dass du dich vielleicht überanstrengst. Also wenn du zb Halsschmerzen bekommst, verspannst du scheinbar zu sehr. Weshalb du gähnen musst, ist mir aber ein Rätsel. Ursachen für Überanstrengung durch Singen kann vieles haben, allgmein gesagt meistens die falsche Technik, also auch falsche Atmung, falsche Kehlkopfstellung, etc. Was du ansonsten mit Schnupfen meinst, musst du uns aber auch genauer erklären.

Ich will auch nochmal den Hinweis geben, dass keine Übung ganz ohne Gefahren ist. Wenn man eine Übung falsch macht und nicht von einem Lehrer korrigiert wird, läuft man erstens Gefahr sich eine falsche Technik noch mehr anzugewöhnen und im schlimmsten Fall sich eben wiederum zu sehr zu belasten, also den Stimmapparat durch Pressen und dergleichen zu schädigen. Falls dir irgendwann beim Üben Zweifel aufkommen, ob du nicht doch irgendwie am Ziel vorbei gehst, lad lieber ein paar Hörproben hoch oder frag jmd, der gut singen kann oder am besten natürlich ein paar Stunden Gesangsunterricht nehmen. Da geht's weniger darum langjährig zu trainieren mit Lehrerunterstützung, als viel mehr darum erstmal die wichtigsten Grundlagen anhand der Praxis gezeigt zu bekommen, mir haben die ersten 5 Gesangsstunden jedenfalls am meisten geholfen, insgesamt betrachtet.

Ansonsten bleibt der Ratschlag immer das zu tun, was einem Freude und Wohlbefinden bereitet und das zu lassen, was Schmerzen und Frust verursacht. Das gilt physisch wie auch psychisch, denke ich mal. Also immer mit Spaß an die Sache gehn, nicht zu verbissen sein, da kommt man eher weiter.
 
@Hephaistos:
Also Schnupfen ist vielleicht nicht passend ausgedrückt. Aber ich eigentlich eine freie Nase und wenn ich ne Zeit lang singe, dann merk ich wie die Nase langsam verstopft, zwar nich komplett aber so das ich ein wenig schlechter Luft bekomme.
 
Die einfachste Übung, die ich kenne, um zu merken ob man näselt: Halt dir einfach beim Singen die Nase zu. Wenn sich der Ton nicht verändert, dann näselst du auch nicht. Hört sich der Ton mit Nase zuhalten jedoch ganz anders an (ich würde es jetzt mal als "entenmäßig" beschreiben), dann näselst du. Das funktioniert allerdings nur mit Wörten, die kein n, m oder ng beinhalten. Denn diese Laute heißen ja nicht umsonst "Nasale" - sie sind dadurch charakterisiert, dass die Luft eben durch die Nase ausströmt und nicht durch den Mund. Mein Übungssatz für solche Fälle "Doris Day hat was geklaut" - ohne der Dame zu nahe treten zu wollen. ;)
 
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@Hephaistos:
Also Schnupfen ist vielleicht nicht passend ausgedrückt. Aber ich eigentlich eine freie Nase und wenn ich ne Zeit lang singe, dann merk ich wie die Nase langsam verstopft, zwar nich komplett aber so das ich ein wenig schlechter Luft bekomme.


Du atmest beim Singen eh nicht durch die Nase, sondern durch den Mund. Insofern sollte eine etwas verschlossene Nase keine allzu schlimmen Auswirkungen auf deine Atmung haben.
 
Auf die Atmung vielleicht nicht - auf den Stimmklang aber sehr wohl. Popstimmen klingen hauptsächlich durch den Mund, klassische Stimmen haben ebenso einen Anteil durch die Nase dank Obertonanbindung. Bei einem Popsänger ändert sich der Klang beim Nasezuhalten also nicht - bei einem klassischen Sänger allerdings deutlich.
Nasal klingt's auch oft, wenn man den Hals zumacht oder die Kehle stark nach oben drückt.
 
Je höher es geht, umso mehr gewinnt die Nase auch an Bedeutung, das ist normal.
Nasal klingt's auch oft, wenn man den Hals zumacht oder die Kehle stark nach oben drückt.
Ich vermute du sprichst vom "Twang". Der wird hierzulande gerne für nasal gehalten, selbst dann, wenn Luft und Ton vollkommen über die Mundöffnung gehen.
 
Popstimmen klingen hauptsächlich durch den Mund, klassische Stimmen haben ebenso einen Anteil durch die Nase dank Obertonanbindung. Bei einem Popsänger ändert sich der Klang beim Nasezuhalten also nicht - bei einem klassischen Sänger allerdings deutlich.

Entschuldige bitte, aber das ist einfach falsch. Wenn, dann wäre es eher umgekehrt der Fall.
olive hat ja den Twang schon angeführt, dieser Begriff ist wie so vieles im Gesang umstritten. Meiner Meinung nach ist es ein extremes Vordersitzgefühl, also ein Schwingungs-/Vibrationsgefühl, das oft im Nasenbereich wahrgenommen wird.. Vor allem im Popgesang kann sich das dann auch mal nasal anhören, obwohl es jedoch nicht genäselt ist, also die Luft nicht durch die Nase entweicht (siehe oben bei olive). Es gibt da aber natürlich auch andere Meinungen.
Im klassischen Bereich wird der Twang auch mal eingesetzt, jedoch wird niemals genäselt! Nie nie nie! Jedenfalls nicht bei Profis. Das heißt, dass es im klassischen Gesang überhaupt keinen Unterschied macht, ob du die Nase zuhälst oder nicht, es wird immer gleich klingen - oder zumindest sollte es das. Im Popbereich hingegen kann es auch mal genäselt klingen - je nachdem, was gefällt oder gewünscht ist.
Ich für mich arbeite bei meinen Schüler/innen egal ob in Pop oder Klassik am Stimmsitzgefühl, allerdings geht das für mich beim Pop mehr nach vorne und beim klassischen ist es für mich eher so eine Klangwolke über dem Kopf. Es gibt auch Lehrer/Sänger/innen, die das anders wahrnehmen. Wie dem auch sei, genäselt wird im Klassischen ganz sicher nicht.
 
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Ferushan, da muss ich dir absolut widersprechen. http://www.youtube.com/watch?v=XDDVPrvfI2c Schau dir mal die Demo bei ungefähr 2 Minuten an - du hörst deutlich den Unterschied, wenn du die Nase zuhälst. Wenn man klassisch mit anständiger Resonanzausnutzung singt, klingt auch ein Teil durch die Nase. Damit meine ich aber nicht, dass man als Klassiker nur in der Nase rumsingt, um Gottes willen. Der helle, flache Klang ohne eben diese ist eine deutsche Unsitte, die hierzulande leider noch häufig verbreitet ist. Eine volle, klassische Stimme bekommt man ohne den Klanganteil jedenfalls nicht.
Zu Twang kann ich nichts sagen, bin keine Pop-Sängerin, kann nur aus der klassischen Perspektive sprechen.
 
Also das ist ein Ansatz, der mir ehrlich gesagt völlig fremd ist. Ich habe Gesang studiert und ich habe eine Diplom als Gesangslehrerin und mir ist noch nie untergekommen, dass jemand im klassischen Gesang näselt oder das dies irgendwie verlangt oder gewünscht sei. Nasalieren - ja natürlich - damit meine ich eben dieses Schwingungsgefühl, Stimmsitz oder Focus, wie immer man das nennen will, aber näseln? Widerspricht dem Ideal, das ich aus dem klassischen Bereich kenne, völlig. Ich jedenfalls kann diesen Resonanzraum der Kopfstimme auch nutzen, ohne zu näseln. Das ist dabei sogar hinderlich. Denn näseln heißt nichts anderes, als dass dein Gaumensegel den Rachenraum nicht komplett verschließt und daher Luft durch die Nase entweicht, wo sie aber eigentlich nicht heraus soll. Da verlierst du also Luft und damit Energie. Und deswegen ist das beim Singen hinderlich.
Du hast bezogen auf dieses Beispiel recht, man hört einen Unterschied (wobei die Tonqualität natürlich auch nicht die beste der Welt ist). Aber wie gesagt: Mir ist das fremd und so auch nicht bekannt. Da ich leider meine Fachbücher grade nicht zur Hand habe, kann ich da auch nicht schlau zitieren. Aber das werde ich definitiv nochmal nachschlagen.
Hat jemand anderes dazu noch eine Idee? :confused:
 
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hm, ich bin zwar totaler Anfänger, aber …
ich habe das, was in dem Video erklärt wird, versucht nachzuahmen und schaffe es nicht, dass ich teilweise durch die Nase singe. Bei mir gibt es keinen Unterschied wenn ich sie mir zuhalte. Egal wie sehr ich mich bemühe den Ton "abzudunkeln".
Überhaupt, wenn ich versuche den Ton durch die U-Mundstellung dunkler zu machen, klingt das irgendwie wie Kermit. Eigentlich würde ich gerne meine Stimme ein wenig dunkler machen können (nicht müssen, sondern können!), da sie teilweise doch sehr spitz und hell klingt wenn ich in die Höhe gehe, aber trotzdem soll es sich "normal" anhören.

Diese ganzen Gesangs-Theorien sind wie Religionen. Auf der einen Seite wird behauptet, dass man Höhe nur durch Lautstärke erreicht, auf der anderen, dass Höhe absolut nichts mit Lautstärke zu tun hat … manchmal glaube ich, es wäre besser sich gar nicht zu informieren, sondern einfach solange rumzuprobieren, bis man es selber hinbekommt.
 
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