Wie Entspannen beim Üben?

von BLA_BLA_BLA, 08.01.08.

  1. BLA_BLA_BLA

    BLA_BLA_BLA Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.01.08   #1
    Hallo Musiker-Board,

    Ich hab seit einiger Zeit Probleme mit den Gelenken, seit ich intensiv Gitarre spiele. Ich hab ein paar Monate alles versucht, verschiedene Gitarren, Gurte, Stützen und anderes.
    Gut, hab ich mir gedacht, dann lassen wir Gitarre sein und probieren mal lieber Klavier. Jetzt hab ich mir eins gekauft und merk, dass mein Rücken beim spielen schon wieder verkrampft, was ebenfalls Gelenkschmerzen zur Folge haben wird, wenn ich nichts dagegen tu.

    Mir wurde immer wieder der Tipp gegen ich soll mich Entspannen. Ich versuchs so gut ich kann! Und ich merk auch manchmal das ich die Schultern hochziehe oder ähnliches, nur das Problem ist:
    Entweder üben oder entspannen. Wenn ich versuch mich zu entspannen kann ich nicht mehr üben, denn sobald ich anfang zu üben, verspann ich wieder. Achte ich während dem Üben darauf, komm ich nicht vorwärts.
    Ich merk schon wenn ich verspann, aber ich weiß teilweiße auch nicht worans liegt. Dann hör ich auf zu üben, mach mich schön locker, fang wieder an und zack nach 5 Minuten: Wieder das selbe.

    Kann mir irgendjemand nen Tipp geben, wie man sich entspannt? Ich hab das jetzt extra nicht ins Key- oder Gitarrenboard gestellt, weil man sich bei jedem Instrument verspannen kann.
     
  2. mohr

    mohr Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.01.08   #2
    Wenn noch nicht der Fall solltest du dir einen Lehrer suchen wegen Haltung. Richtige Haltung bringt schon mal einiges.
    Dann versuch doch mal die Entspannung, das Lockersein in den Vordergrund zu stellen. D. h. du setzt dich hin achtest darauf dass du ganz locker bist und fängst dann an zu spielen. Aber klimper nicht wie wild drauf los, sondern konzentrier dich drauf entspannt zu bleiben und wenn das ergebnis ist, dass du in der Sekunde nur einen Ton anschlägst. entspann auf jedem on mach leicht kreisende Bewegungen mit dem Handgelenk. Wen du merkst, dass du dich verkrampfst: sofort aufstehen, ein bisschen hin und her gehen, dich lockern und noch ein mal neu anfangen. Mit der Zeit werden die Perioden, in denen du nicht verkrampfst immer länger und du kannst deine Aufmerksamkeit auch wieder mehr aufs spiel lenken.
    Also: wichtigste Regel = es nie so weit kommen zu lassen, dass man sich verpannt fühlt immer vorher aufhören (auch wenns schon nach ner halben Minute ist).
    Wenn das Problem bei dir so extrem ist, beschränkt es sich wahrscheinlich nicht nur aufs Klavier- Gitarre-spielen. Sportmachen hilft (besonders Yoga)

    Unbewegte Gelenke versteifen (da sie nicht dafür gamcht sind starr zu sein). D.h. du darfst nicht total steif auf dem Klaviehocker sitzen und nichts bewegen außer den Händen. Versuch alles mit minimalen Bewegungen geschmeidig zu halten (z.B. verlagerung des Gewichts von einem Sitzknochen auf den anderen) Geh mit deinem Körper mit, wenn du in den tiefen oder hohen Tönen spielst usw.

    Ich hoffe ich konnte dir helfen.
     
  3. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 09.01.08   #3
    Gutes Beispiel dafür, dass Klavier spielen eben nicht nur daraus besteht, die eine oder andere Taste runterzudrücken. Mit "entspann dich" ist das nicht getan, dir muss mal jemand eine vernünftige Spielhaltung zeigen. Verkrampfen ist ein Zeichen von Fehl- bzw. Überbelastung. Klavier spielen ist jetzt auch wieder nicht so belastend, dass Anfänger generell nach 5 Minuten kapitulieren müssen. Also machst du zwangläufig was falsch.
     
  4. BLA_BLA_BLA

    BLA_BLA_BLA Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.01.08   #4
    Ich werd mir demnächst auch nen Klavierlehrer suchen, aber beim Gitarrespielen z.B. hab ich ne bessere Haltung als mein Lehrer (sagt er selbst, er weiß nämlich auch nicht mehr weiter bei mir) und daran liegts da nicht.
    Ich hab heut gemerkt, dass ich sogar beim Mundharmonika spielen die Schultern verkrampf :eek:

    Sport mach ich eigentlich schon immer und seit nem Monat auch speziell Rückentraining.

    @mohr: So wie du´s schreibst mit dem Aufstehen, hab ichs ne Zeitlang probiert (also bei Gitarre) aber da verlier ich nach dem 5x einfach die Nerven. Vorallem wenn ich nicht merk, wo ich mich verspann sondern es einfach weh tut. Und es tut nicht umbedingt da weh, wo ich verspann. Ich hab heute gemerkt, dass dieses Druckgefühl im Bauch dann auftritt, wenn ich die rechte Schulter verspann.

    Helfen evtl. Massagen?
     
  5. mohr

    mohr Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.01.08   #5
    Kann nicht sein: Wenn du verkrampfst, dann machst irgendtwas falsch und mag es von außen noch so schön und richtig aussehen: Du hast ein Problem mit der Haltung!!
    Bsp: Wenn jemand schon gerade sitzt, so könnte man von außen betrachtet den Eindruck gewinnen, er habe eine gute/korrekte Haltung. Aber was nützt das alles, wenn er innerlich total starr und verkrampft ist?
    falls dein Lehrer dieses Problem "leugnen" sollte, bzw. aus diversen Gründen nicht näher drauf eingehen möchte: Such dir einen neuen! Du wirst nie richtig gut spielen können, wenn du verkrampft bist.
    So wie so hohl dir mehrere meinungen von anderen Gitarrenlehrern ein. Vele Augen sehen ja bekanntlich mehr.

    Ich glaube wirklich, dass sich dieses Problem nicht ur auf die Musik beschränkt und wen es so schlimm ist mach irgent etwas, was sich auf die Entspannung konzentriert: Yoga (mit Anleitung!) eignet sich wirklich gut dafür, oder Autogenes Training.

    Es könte durchaus sein, dass das Problem seinen Ursprung in der Atmung hat. Das du total falsch atmest und wenn du in eine Stresssituation gerätst (das scheint das Musikmachen unterbewusst zu sein) sich dieses Problem verschlimmert. Ich bin kein Arzt aber bei mir hat mal ein Kinestherapeuth diesen Zusammenhang zw. Schulter/ Zwergfell (Bauch) erklärt. Ich kanns icht mehr genau wiedergeben aber Fakt ist, dass eine falsche Amung zu Verspannungen im Schulterbereich führen kann. Das richtige Atmen wird normalerweise auch in einem guten Yoga-kurs erlernt.

    Kurzfristig auf jeden Fall, langfristig weis ich nicht (es sei denn du machst es wirklich immer regelmäßeig) Aber wen du so was machst, nur von ausgebildeten Fachkräften (Kinestherapeuten, Osteopaten...) Das köntest du so wie so mal machen: geh zu einem Osteophaten und schilder ihm das Problem, vielleicht kann der dr ja weiterhelfen...
     
  6. BLA_BLA_BLA

    BLA_BLA_BLA Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.01.08   #6
    Danke für die Antwort.

    Das mit der Haltung ist so ne Sache. Also von außen sehen, konnte bis jetzt noch keiner, dass sie falsch ist (war schon bei verschiedenen Lehrern/Musikern und einem Arzt ).

    Mit der Entspannung versuch ichs grad mit Gymnastik und son Art Autogenes Training. Bis des Wirkung zeigt brauchts aber sehr lange...

    An der Atmung glaub ich liegts nicht, weil ich schon einige Zeit bewusst drauf achte ( Bauchatmung etc. ).