Wie lange hält ein Amp?

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Hi,
also die Frage mag für viele ziemlich blöd klingen, aber ich habe zu den Thema nichts gefunden. Es geht mir um folgendes: Ich möchte gerne einen gebrauchten Amp kaufen (Marshall 6100) der ja schon länger nicht mehr hergestellt wird. Meine Frage nun: Kann es Probleme geben mit Amps die über 15 Jahre auf dem Buckel haben? Ich bin absolut kein Elektronikexperte, also bitte nicht schlagen. :) Ich dachte da an Sachen, dass zB empfindliche Kontakte durch Luftfeuchtigkeit durchrosten, oder sich im inneren des Amps Teil durch die Hitze verziehen.
Wenn es derartige Fehler gibt, sind die in der Regel zu reparieren oder kann der Amp auch irreparabel beschädigt werden?

Vielen Dank!
 
Eigenschaft
 
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Kann es Probleme geben mit Amps die über 15 Jahre auf dem Buckel haben?
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Natürlich. Aber auch ein Amp, den du kurz nachdem er das Werk verlassen hat, kann dir nach einer Spielsekunde abrauchen.

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Wenn es derartige Fehler gibt, sind die in der Regel zu reparieren oder kann der Amp auch irreparabel beschädigt werden?
...

Kommt auch wieder auf den Amp an. Wirtschaftliche Totalschäden sind wohl aber der seltenste Fall.

Pauschal kann man da wirklich nicht viel sagen, mach dir einfach nicht so viele Gedanken, aber wenn du die Möglichkeit hast, dann lass den Amp vor dem Kauf doch beim Techniker durchchecken.
 
Unser Basser hatte sich auf dem Flomarkt einen defekten älteren Bassamp gekauft bei dem - wie sich nachher beim Techniker herausgestellt hat - ziemlich viel kaputt war. Der Techniker hat ihn wieder hingekriegt, wollte dafür dann aber auch fast 300 Euro für die Reparatur. Sprich: Vieles ist reparaturtechnisch drin falls der Amp den Geist aufgibt, aber dementsprechend kann es auch in bestimmten Fällen sehr teuer werden, da muss man abwägen ob sich eine Reparatur lohnt.
 
Hallo mysoebi,
deine Frage kann man nicht pauschal beantworten.
Oder anders ausgedrückt - bei einem gebrauchten AMP kann alles passieren oder auch nichts.
Kontakte rosten normal nicht durch, dazu müsste der AMP dann schon "sehr feucht" gehalten werden.
Wahrscheinlicher sind nach 15 Jahren ausgetrocknete Elektrolytkondensatoren.
Für einen irreparablen Schaden müsste der AMP schon abbrennen, damit wirklich nichts brauchbares mehr übrig bleibt.
Die teuersten Teile bei einem Röhrenverstärker sind der Netztransformator und der Ausgangsübertrager,
welche z.Bsp. für Marshall als Ersatzteile zwischen 100,- bis 150,-€ angeboten werden.
Dafür bekommst Du m.M.n noch keinen neuen Verstärker......
Am besten kauft man einen gebrauchten Verstärker, der vor kurzem einen Technikcheck durchlaufen hat.
Damit ist man vor einem Defekt zwar nicht geschützt, aber die Wahrscheinlichkeit sinkt dadurch schon.
Gruss
Jürgen
 
hi!

es kommt halt sehr stark auf den amp (bauteilqualität etc.) und auf die behandlung durch den/die vorbesitzer an.

wenn der marshall weitgehend original ist, sollte da nicht allzuviel schief gehen. man sollte aber durchaus immer den besuch bei einem techniker (zum durchchecken) einplanen. ich mache das auch immer wenn ich einen neuen/alten amp kaufe. meist bin ich mit unter 100,- E. dabei.

aber - warum nicht einen neueren gebrauchten marshall?
in der 2000er serie gibt´s doch auch ´ne reihe amps mit ähnlichen features...

cheers - 68.
 
In diesem Thread findest Du ein paar Aussagen zur Haltbarkeit von verschiedenen Konzepten.
 
Dazu kann ich auch nur sagen, dass es mehr oder weniger Glückssache ist, ob dein Amp lange ohne eine Reparatur auskommt. Ich fühlte mich auch erst abgesichert, als ich meinen nigelnagelneuen Peavey Classic 30 gekauft habe... und 2 Monate später war der Ton weg!
Laut Techniker lag es an irgend einem kleinen Teil, das den Geist aufgegeben hat. Ist aber trotzdem nicht schön, wenn ein Amp einfach so seinen Dienst verweigert.

Den einzigen Tipp den man da geben kann, um die wahscheinlichkeit, dass der Amp kaputt geht zu vermindern: Gut damit umgehen. Der Techniker meinte, für Combos am besten eine Hülle kaufen wenn man viel unterwegs ist mit dem Amp. Die Tempreaturunterschiede können es manchmal sein.
 
Bei richtiger Wartung/Pflege - länger als der Besitzer selbst.
 
mein ältester Amp ist von 1976 únd top in schuss, nur die Zerre ist natürlich zeitgemäß, also für metal ist der amp ohne pedal unbrauchbar. aber für jazz und blues wirklich erste sahne
 
der Anniversary ist ein wirklich genialer Amp, da kann die 2000er Serie und in den meisten bereichen auch die aktuelle JVM-Serie nicht gegen anstinken.
der 6100 ist eigentlich unverwüstlich, ich habe selbst schon einige topteile und combos gebraucht gekauft und hatte nie probleme damit. ist wie mit nem auto...
es gibt leute, denen raucht die kiste relativ schnell ab, weil man am falschen ende spart (ölwechsel, service, wartung) und leute die ihr auto pflegen, regelmäßig warten etc.... diese autos fahren halt nach 20 jahren und mit weit über 200.000 km immer noch wie ne 1.

so ists bei amps auch...
wenn das teil optisch gut in schuß ist, lässt das auch gewisse rückschlüsse auf den technischen zustand zu. wenn der amp beim probespielen einwandfrei funktioniert, wird er nicht abrauchen wenn du damit zuhause ankommst. wenn der natürlich aussieht wie arxxh und friedrich, würd ich lieber die finger weglassen. es empfiehlt sich auch, den kauf vorbehaltlich einer technischen überprüfung abzuwickeln. sollten sich dabei technische mängel feststellen lassen, kannste den kauf dadurch rückgängig machen (wobei man fairerweise sagen muß, dass röhren sowieso komplett außen vor sind, und sich bei einem "mangel" auch eine zweite Meinung durchaus lohnt. viele "mängel" sind oftmals gar nicht vorhanden, sondern sollen nur geld aus der tasche ziehen)
 
ich hab hier auch noch nen alten kitty hawk m3 stehen.
Das teil ist glaube ich auch um die 20 Jahre alt und bisher habe ich nur defekte röhren austauschen müssen. Leider haben die Potikontakte nachgelassen und einige lötstellen müssten nochmal überprüft werden evlt auch bischen kontaktspray. Alles in allem aber Dinge die im Rahmen von 100€ erledigt werden können. Und dafür hab ich ein richtiges schätzchen hier stehen, was ich bis zu sienem tod nicht verkaufen werde ;)

der sound ist wahnsinnig gut und vorallem blues und stonerrock ala Colour Haze ist 100% drin.
Vintage eben, der Overdrive Regler könnte genau so gut "Fuzz" heißen.
 
Ich hab im Keller einen Hohner Orgaphon rumstehen,der ist um die...eh....43 Jahre alt.
Wurde mitte der 60ziger gebaut. Hab ihn grad vor 2 wochen wieder gespielt. Denke es ist immer eine Frage der Lagerung,wie lange solche Teile halten.
 
probleme könnten aber auch bauteile mit begrenzter haltbarkeit wie z.b. elektrolytkondensatoren machen.
aber das hörst dann im normalfall schon...
 
Vielen Dank euch allen! Jetzt kann ich auf jeden Fall etwas besser kalkulieren. Ich hoffe dass demnächst nochmal ein 6100er aus meiner Nähe in die Bucht geschwemmt wird, denn 800 Euro ohne anspielen zu können ist mir definitiv zu teuer.
Achja, falls ein Mod mitlesen sollte: Vielleicht wäre das Thema "gebrauchte Amps" auch etwas für das Amp-FAQ? War jedenfalls meine erste Anlaufstelle und war etwas überrascht, dass dazu noch nichts zu finden war (aber ich will hier auch niemand nötigen irgendwas zu schreiben).

Grüße :)
 
Ich frage mich gerade was passiert, wenn an einem Amp, der mit Platinenbauweise gebaut wurde, irgendwann einmal die Platine den Geist aufgibt.

So wie ich mir das vorstelle, ist das ja nicht so, daß die in Amp X und Amp Y die Platine F einbauen, die ja neben Amp X und Amp Y auch noch in Computern und sonstigem eingesetzt wird.
Stattdessen schätze ich, daß die Platine für Amp X auch nur Verwendung für eben diesen Amp und nichts anderes finden kann. Ebenso bei Amp X, oder?

Was wäre dann also wenn die kaputte Platine schon lange nicht mehr hergestellt wird? Könnte man dann theoretisch die Platine durch eine PTP-Verdrahtung ersetzen, oder wäre der Amp dann nicht mehr zu reparieren?
 
hallo spatz!

ja, wenn die platine "kaputt" ist und sie nicht mehr hergestellt wird, bzw. ersetzt werden kann ist das natürlich schlecht...

andererseits geht so´ne platine ja nur selten einfach so kaputt, bzw. gibt es da doch meist noch möglichkeiten zur reparatur.

"theoretisch" kann man natürlich eine platine auch durch einen p-t-p-aufbau ersetzen, aber das wird bei komplexeren schaltungen (wie z.b. dem 6100) schon schwierig, bzw. eng...


und nein, die bauen nicht die "platine f" in amp a, b, c oder womöglich noch in einen computer ein ;)

ein amp ist meistens ein geschlossener kreislauf basierend auf einem design für eben diesen amp. natürlich gibt´s hier und da überschneidungen, aber in der regel kann man nicht einfach "platine f" zum austausch einbauen.


cheers - 68.
 
"theoretisch" kann man natürlich eine platine auch durch einen p-t-p-aufbau ersetzen, aber das wird bei komplexeren schaltungen (wie z.b. dem 6100) schon schwierig, bzw. eng...

Was heißt das jetzt genau? Ist das technisch in jedem Fall machbar und nur ein finanzielles Problem oder gibt es technische Grenzen?

Es geht konkret um meinen Vox AC30H2... (Hybridbauweise - PTP und Platine vermischt).
Dann sollte ich mich nämlich doch einmal nach einem Original AC30 umsehen. Sonst stehe ich in 20 Jahren ohne AC30 da, da PTP-AC30s zu dem Zeitpunkt dann noch rarer sein werden als heute...
 
hi spatz!

wenn es kein fianzielles limit gibt ist (technisch gesehen) sozusagen alles machbar ;)

bei einem ac30 sollte das überdies überhaupt kein problem darstellen.

lass mich dir aber noch 1 guten rat mitgeben: mach dir mal nicht so viele gedanken ;)
glaubst du wirklich in 20 jahren interessiert dich dein ac30h2 noch?


cheers - 68.
 
Kommt auch darauf an wie der Vorbesitzer mit dem Amp umgegangen ist... Aber nen Marshall klein zu bekommen ist schon ne Kunst (bis auf die Röhren):D
 

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