Wie lernt man am besten Slide Guitar / Bottleneck ?

  • Ersteller Gast252951
  • Erstellt am
G
Gast252951
Guest
hallo,

Habe mir einen Metall Slide geholt, weil ich es gerne mal probieren wollte.

Wie stellt ihr Slidespieler eure Gitarre ein ?

Eine hohe Saitenlage ohne angepassten Griffbrett Radius wäre ja vorteilhaft, allerdings würde dann die Gitarre für mich ohne Slide starke Einbußen bezgl Bespielbarkeit haben.

Ich finde es momentan recht schwierig, den Bottleneck so anzusetzen, dass er wenig Druck ausübt, gerade die hohen Saiten ( e ) drücke ich gern mal zu stark nach unten.

Wie macht ihr das ? Tipps ?
 
Eigenschaft
 
mir hilft wenn ich nur die 1. Saite dicker wähle.
ein normaler 10 oder 11er Saitensatz mit einer12 bis 14er als hohe E saite.
Sonst hilft halt üben. wer gut ist kann es auch mit weichen und tiefen Saiten.
Anfänger sollten etwas höhere Saitenlage wählen
 
richtig. auf einer gibson mit 10er gehts noch ganz gut. Mit 9ern und flitzefinger-Saitenlage wirds irgenwann unspielbar.

Man braucht eine Sehr gute Dämpftechnik, immer alles schon mit der linken Hand dämpfen.

Ansonsten empfielt es sich entweder ein Open Tuning zu lernen oder man lernt "vertikaler" zu denken....

grüße B.B.
 
Ich spiele Slide mit 10er Saiten auf meiner Tele. In Normalstimmung und probiere manche offenen Stimmungen, vor allem Open G. Aber ich geb zu, manchmal kommen mir auch nach rund einem Jahr üben keine sauberen Töne aus, das ist also viel Übungssache. Gerade auch das Dämpfen ist so ein Punkt, der gezielt geübt werden muss.
Aber wenn man mal paar Basics drauf hat, lohnt es sich und kann richtig süchtig machen.
 
es dauert etwas bis man die Position genau über dem Bundstäbchen verinnerlicht hat.
Dabei kann Anfangs die Perspektive täuschen und die hohen Saiten werden etwas vor dem Bund getroffen, was besonders gemein klingt... also gut auf den rechten Winkel achten.
Ich bevorzuge ebenfalls open-G, weil da nur abwärts gestimmt wird und die Stimmung selbst recht einfach ist.
Der Griffbrettradius stört mich nicht, aber ich klackere mit dem slide öfter mal an den Hals, das nervt... :D
 
Man braucht eine Sehr gute Dämpftechnik, immer alles schon mit der linken Hand dämpfen.

Ja das Dämpfen ist eine der wichtigsten Sachen beim Sliden. Ich dämpfe aber, da ich beim Sliden
kein Plektrum nutze, deutlich mehr mit der rechten Hand als mit der linken ..... !!

siehe auch hier ab ca 1:35


hier noch was ganz am Anfang



Ansonsten gibt es auch sehr unterschiedliche Slides. Billige dünnwandige Metalslides klingen auf E Gitarren,
für mich, meistens übel. Dickere sind etwas besser aber bei E Gitarren sind Glasslides meine Wahl !!
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Ja das Dämpfen ist eine der wichtigsten Sachen beim Sliden. Ich dämpfe aber, da ich beim Sliden
kein Plektrum nutze, deutlich mehr mit der rechten Hand als mit der linken ..... !!

hmm...jetzt wo dus sagst. Ich spiele auch grundsätzlich mit Fingern beim sliden...

Ich glaube ich kenne auch keinen der Finger mit Pick spielt. Das schien mir so Sonnenklar dass ich vergessen hatte es zu erwähnen, aber ist natürlich ein guter Tipp.

grüße B.B
 
Danke für die Antworten. Die dickeren Saiten scheinen sinnvoll zu sein. Bisher sind es 10er.
 
Die dickeren Saiten scheinen sinnvoll zu sein.

Sinnvoll ja , nötig nein . Ich spiele inzwischen 9er Saiten und komme damit beim "ab und an" sliden klar.
Der Schlüssel ist aber intensives Üben der Kombination Dämpfen + wenig Druck + Intonation.
 
Die dickeren Saiten scheinen sinnvoll zu sein. Bisher sind es 10er.
10er gehen ganz gut, wichtig ist das üben, um die Töne sauber zu erreichen. Und die Mischung aus Druck und Dämpfen. Das ist eine ziemliche Gewöhnungssache, auch nach vielen Jahren des Gitarre spielens.
 
Klar, Üben ist das A und O. Leider fällt es nicht vom Himmel :)
Ich dachte nur ich frage mal nach, vielleicht gibt es ja Tipps von den Slide Profs. Hierzu wurde ja schon einiges geschrieben.

Ich überlege, ob ich in den sauren Apfel beiße und bei einer Gitarre die Saitenlage doch erhöhe, ich denke dass macht es zumindest leichter zu Beginn.

Ich habe auch festgestellt, dass es "Pedal Steel Like" also mit der Gitarre waagerecht auf den Beinen im Sitzen einfacher ist, weil der Bottleneck dann ebener aufliegt. Letzteres ist momentan für mich die größte Hürde. Habe aber auch noch nicht ernsthaft geübt
 
nach meiner (bescheidenen) Erfahrung ist es vor allem Gefühlssache, dh das handling des slides muss sich intuitiv einprägen. Ist ja auch erstmal ein Klump am Finger... :D
Wirklich 'geübt' habe ich eigentlich nichts, bis auf das Treffen der Tonlage und eben Gefühl für den Auflagedruck.
Ich benutze ein Glas-Slide auf dem kleinen Finger, da bleiben noch 3 für 'normales' Spielen.
 
Ich habe auch festgestellt, dass es "Pedal Steel Like" also mit der Gitarre waagerecht auf den Beinen im Sitzen einfacher ist, weil der Bottleneck dann ebener aufliegt.

Hi,
der Bottleneck muss i. d. R. nicht eben über alle Saiten aufliegen. Es reicht, wenn er auf den Saiten aufliegt, die du anspielen willst.
Ganz wichtig ist die Dämpfung der nicht angespielten Saiten.
Ich habe z. B. den Slide auf dem kleinen Finger - die Leersaiten dämpfe ich mit dem Zeigefinger, der fast wie ein Barree zwischen Slide und Sattel "mitfährt".
Mit dem Ballen der rechten Hand Dämpfe ich die nicht angespielten Saiten vor dem Steg.

Hab gerade den Luxus "Zeit" und konnte ein kurzes Video machen:
Auf dieser Gitarre sind übrigens auch 10er Saiten drauf mit "normaler" Saitenlage

 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
ich spiele mit slider auf meinen normalen gitarren ohne umbau.
flacher radius ist hilfreich, bei 7,5" finde ich es schwierig,
aber ich finde, das ganze ist vor allem gewohnheit / gewöhnung.

die umstellung von fingern auf bottleneck ist das wichtigste, die technischen details helfen dabei, aber sind nicht alles.
 
https://www.musiker-board.de/threads/slide-gitarren-workshop-kapitel-1-bis-3.238572/
Da hatte ich mal alles aufgeschrieben was mir so eingefallen ist zum Einstieg... Fokus A-Gitarre, aber Slide ist soo unterschiedlich nicht zwischen E- und A-Gitarre.
Slide/Bottleneck ist aber mehr als eine Technik wie Hammeron/Pullof oder so, es geht um einen anderen Zugang zum Instrument. Das dauert. Geduld haben und dran bleiben...
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Ich dämpfe aber, da ich beim Sliden
kein Plektrum nutze, deutlich mehr mit der rechten Hand als mit der linken ..... !!
Ja, ich auch. Zum Zupfen reichen mir Zeigefinger und Daumen, die die meist ein, zwei bis drei benötigten Saiten kontrollieren und anschlagen. Sobald eine Saite nicht mehr klingen soll, wird sie mit Fingerfleisch ruhiggestellt. Handballen und übrige Finger legen sich auf die äußeren, nicht benötigten Saiten und bilden eine Art Tunnel.

die Leersaiten dämpfe ich mit dem Zeigefinger, der fast wie ein Barree zwischen Slide und Sattel "mitfährt".
Das verhindert die Störgeräusche der Saitenteile zwischen Slide und Sattel, mache ich auch so. Das macht auch echt viel aus, unplugged noch mehr als verstärkt.

Was die Saitenlage betrifft, kannst du ja erst mal versuchen, ob du klarkommst und dich daran gewöhnst, oder sie vielleicht ein kleines wenig erhöhst. Viel muss meiner Erfahrung nach mit einem 10erSatz nicht sein. Nur bei wirklich “perfekt“ niedriger Saitenlage wird es wirklich schwierig.

Ich slide meistens im Standardtuning, weil ich selten in einem Song nur slide und bislang keine Akkorde in Open Tunings gelernt habe.
Dazu gab es in der G&B gute Workshops, wie ich finde: https://www.gitarrebass.de/workshops/slide-guitar-standard-tuning/
 
Ich bin grade hier dran (Open E: E-B-E-G♯-B-E)
Klingt gut und überfordert nicht. Um ein Gefühl fürs Sliden zu bekommen ideal.
Ich habe 12-56er und spiel mit Daumenmetallpick auf einer Harley Benton Reso.

No Expectations – Rolling Stones
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Nunja, je nachdem wie man das betreibt, kann das schon ein komplett neues Instrument sein.....
Zunächst mal solltest Du herausfinden, welcher FInger am besten für das Bottleneck "passt".
Viele haben den Slide auf dem kleinen Finger, ich mag das nicht. DIe Mehrheit benutzt wohl den Ringfinger als Slidefinger.
Bei mir ist es allerdings der Mittelfinger, weil ich dadurch besser zwischen Slidespiel und normalen Akkorden bzw. Riffs variieren kann.
Überwiegend spiele ich in open G oder open D Tuning, allerdings kann man Slide auch in Standardtuning gut zum Einsatz bringen.
Meine Saitenlage ist vielleicht nicht ideal niedrig, aber das hatte ich auch schon ohne Slide so.
Ich benutze D'Addario 11 - 52er und komme damit gut zurecht.
Das einzige "Training" das ich für Slidespiel mache, ist mir ein Lick mit vielleicht 3, 4 Tönen zu nehmen und das erst mit den Fingern und dann mit dem Slide zu wiederholen. In den Tonarten variieren, andere Lagen nehmen oder auch die Töne auf anderen Saiten zu spielen, um ein Gefühl für die unterscheidliche Saitenspannung zu bekommen.
Ich benutze Slide meist in Kombination mit normalem Spiel, schön zu spielen sind da zum Beispiel Sachen von Seasick Steve - ich finde es langweilig, 2 Minuten lang Riffs und Akkorde zu schrubben, um dann für's Solo den Slide auszupacken......
Das war's, alles andere ist einfach mit anderen Leuten spielen, spielen, spielen....
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben