Wie pflegt ihr eure Relic Gitarren?

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Ok etwas kontrovers der Titel, aber beim heutigen Saitenwechsel habe ich mich gewundert wie andere ihre Relic Gitarren pflegen.
Beschränkt ihr euch auf das nötigste (und wenn ja, was ist eurer Meinung nach das nötigste?) oder bekommt die Relic Gitarre das volle Beatuy-Programm (und was beinhaltet das alles?)

Bei mir gibt es mit jedem Saitenwechsel Lemon Oil fürs Griffbrett und so alle 2-3 Saitenwechsel werden der Sattel, die Saitenreiter und die Saitenniederhalter mit so einer Graphit-Sauce (René Martinez Graphit All Guitar Lube) geschmiert. Dazu kommt noch ab und an etwas Dunlop „65 Guitar Polish & Cleaner“ ans Bodyholz, Halsrückseite und Schlagbrett.... mehr nicht.

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Ich hab vor Jahren mal so ein Dunlop Pflegeset geschenkt bekommen, wovon ich nur den o.g. Guitar Polish&Cleaner benutze, aber das restliche Zeug (Cream of Carnuba, Fingerboard Cleaner, Fingerboard Conditioner und STring Cleaner/Conditioner) habe ich ehrlich gesagt noch nie benutzt.

Wie handhabt ihr das? Pflegt ihr mehr oder weniger an eueren Relic Instrumenten, z.B. die Chrome-Parts? Und was haltet ihr von String Conditioner? Ich hab vor vielen Jahren mal dieses Fast Fret Zeug ausprobiert, aber für mich haben sich die Saiten dann unangenehm angefühlt (ähnlich wie beschichtete Saiten, das Gefühl mag ich auch nicht...)

So sehen bei mir z.B. Die Metallteile (war schon so) und das Holz im Detail aus:


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Viele Grüße - auch an die die sich jetzt an den Kopf fassen und sagen „der Depp hat ne Relic und fragt allen Ernstes wie man so was pflegt“ :D

Marco
 
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Danke für die Grüße. :whistle:
 
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Pflege! Null, niente...
 
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Ja, Pflege... Lässt man denn ein Relic-Instrument nicht vorsätzlich vergammeln um genau diesen Effekt zu bewahren bzw. zu bekommen?:gruebel:

Dunlop verwende ich auch. Lemon Oil fürs Griffbrett. Aber wenn ein Instrument den Charme des langjährigen Gebrauches hat, dann braucht man's imho nicht aufpolieren.
 
Zumindest empfinde ich das Sattelschmiermittel für ziemlichen Quark. Ein vernünftig gekerbter Sattel braucht kein Schmiermittel! ;-)
 
Zumindest empfinde ich das Sattelschmiermittel für ziemlichen Quark. Ein vernünftig gekerbter Sattel braucht kein Schmiermittel! ;-)
Der gute alte Bleistift hat sich über Generationen bei solchen Problemen bewährt...;)
 
Klar pflegt man auch relic Instrumente! Ohne Öl geht das griffbrett sonst kaputt...
Body und Co reinige ich auch hin und wieder, um das Öl vom Bühnennebel runter zu kriegen... ist sonst ziemlich eklig...
Da habe ich aber auch noch kein Geheimrezept, das der Angstmache von wegen nitrolacken standhält... Ich nehme Mikrofaserreinigungstuch mit wenig Reinigungsmittel...
 
Ich nehme Mikrofaserreinigungstuch mit wenig Reinigungsmittel...

Es gibt einen Stoff namens BAOLIN - sehr beliebt bei Restaurateuren. Angeblich sogar für Schellack geeignet, für Nitro allemal.

Gruß

Jan
 
Ohne Öl geht das griffbrett sonst kaputt...
Da gibt es aber auch unterschiedliche Meinungen zu. Ich hab ne gitarre von 1980...die ist älter als ich. Von mir wurde sie nie gepflegt und viele Jahr noch nichtmal gespielt. Vorher lag die einige Jahre auf einem Schrank herum und war vor Dreck kaum zu erkennen wie die lackiert war.
Aber dem Griffbrett (Palisander) geht es prima.
Ich würde außer auf Reinigung des Griffbrettes vom Schnodder auf jegliche gehobene Pflege verzichten. Mal mit nem Tuch drüber wischen und entstauben, ok. Mehr aber auch nicht
 
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Warum sollte man eine Relic-Gitarre anders pflegen, als eine NOS?
Nur weil eine Gitarre schon ab Werk völlig fertig ausschaut, muss man sie ja nicht anschließend auch noch vernachlässigen und misshandeln.
 
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mit jedem Saitenwechsel Lemon Oil fürs Griffbrett
Machen Einige, die meisten übertreiben es. Ich habe echt schon viele total verglibschte Griffbretter erlebt: zu viel Lemon Oil - nicht gescheit abgewischt - Staub und sonstiger Grind gesammelt - und wieder von vorn.
Meine nichtlackierten Gitarren bekommen maximal ein Mal im Jahr eine winzige Menge Lemon Oil, wo der Rest dann auch wieder sehr penibel runtergewischt wird. Don't overdo it.
 
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Hab ich was von vernachlässigen oder misshandeln gesagt? Nein,ich denke nicht.
Um ehrlich zu sein bin ich nicht gerade der Gitarren-Pflege-Typ. Nur bei meiner Semi bin ich da mal etwas mehr hinterher.
Aber zwischen sauber halten und polieren gibt es für mich schon einen Unterschied.
Das man das Griffbrett abwischt, von mir aus auch ab und an mal ölt wenn man denn meint es muss sein. Den Dreck (Staub,oder Ölfilm) vom Body abwischt alles i.O. und nachvollzeihbar.
Aber warum man eine Gitarre die auf "alt" getrimmt ist dann polieren sollte, am Ende noch die Chromteile wieder aufhübscht erschließt sich mir nicht.
Ich meine jeder kann mit seinem Instrument tun und lassen was er möchte,aber man muss halt auch damit leben wenn es auf Verwunderung stößt.

Gruß Marcus
 
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Meine Relic-Strat wird selbstverständlich einmal im Monat an die Harley vom Nachbarn gehängt und stilecht eine Runde um den Block (Asphalt, Kopfsteinpflaster) gecruised. Außerdem bleibt die im Winter natürlich draußen, damit alle Metallteile ihre hübsche Eisenoxyd-Patina nicht verlieren.

Was denn sonst.
 
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Ich habe eine NOS Strat aus 2007, die aber mitlerweile auch als (light) relic durchgeht und eine heavy relic Tele.
Bei beiden öle ich das Griffbrett regelmäßig in Maßen und mache den Dreck weg. Ich spiele ElixirSaiten und quasi bei jedem Seitenwechsel. Wenn da mehrere Shows und eher weniger Proben dazwischenliegen ist das Ganze deutlich dreckiger als bei weniger Gigs und mehr Proben sind. Früher habe ich Rotosound gespielt, da habe ich es alle 2-3 Saitenwechsel gemacht.
Was ich aber nicht wegmache sind die Alterspuren an der Strat (vergilbendes Schlagbrett, verrostende Metallteile) usw. Und polieren tue auch nur meine Polylackgitarren.
 
ich habe eine sehr leicht ge-relicte und eine die eher in Richtung Heavy Relic geht.
Am Korpus wische ich nur dann mit einem Lappen drüber, wenn es im Sommer dazu kommt, dass die Schwitzerei merkliche Spuren hinterlassen hat. Aber ganz ohne irgendein Mittel.

Der eine Hals ist komplett lackiert, da werden nur die Bünde dann und wann poliert.
Der andere Hals ist aus Palisander, allerdings wurde der nie geölt, er ist aber total glatt und hat gar keine sichtbaren Poren, so dass sich hier auch kein Dreck festsetzt. Das griffbrett dieses Halses ist aus Ahorn und auch Nitro lackiert. Auch hier würde ich nur die Bünde polieren.
Da der Hals aber in 2-3 Wochen gegen einen 1p Maple ausgetauscht wird, ist das hypothetisch ( habe die Gitarre erst seit ein paar Wochen ). Der neue Maple Hals wird dann unlackiert sein und ich wollte ihn mit TruOil behandeln. Das würde ich bei Bedarf einfach auffrischen.

Bei den Brücken ( beides Teles ) puste ich ab und zu mal drüber, damit der Staub entfernt wird.
Ansonsten mache ich nichts. Aber ... sind beides "Wohnzimmergitarren", dass heißt sie sind auch weniger Live Schweiß und Dreck ausgesetzt ...

Was allerdings bei allen Gitarren - egal ob relic oder nicht - regelmäßig gemacht wird ist, die mechanischen Teile ( Vibrato / Brücke ) mit Ballistol geölt, bei jedem Saitenwechsel.

Bei Bedarf reinige ich die Sattelschlitze. Das sind dann aber die Dinge, die eher wegen der einwandfreien Funktionalität gemacht werden.
 
Moin,

also bei meinen Relic Klampfen beschränkt sich die Pflege auf:
- trocken abwischen
- Bünde ab und zu polieren (Poliergummi)
- Palisandergriffbrett reinigen und ölen
- Ahorngriffbrett reinigen und NICHT ölen
- Mechaniken ölen und abputzen
- neue Saiten aufziehen
- Einstellarbeiten

Das war's.

VG
JT
 
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hier lese ich öfter, das die Bünde poliert werden. Das kenne ich eigentlich nur nach deren Abrichten. Passiert doch sonst praktisch automatisch durch das Spiel. Oder?
 
Bei mir ist das Bünde polieren eher so eine optische Kleinigkeit wie auch das Griffbrettöl. Ich halte beides im Normalfall für überflüssig.
Und natürlich poliere ich nicht auf Teufel komm raus nach jedem Saitenwechsel, sondern nur ganz soft, eher fast gar nicht, dito Griffbrettöl.
Sollten Macken oder Dellen da sein, nützt das Polieren ja eh nix. Und wenn man zu viel poliert, ist der Bundstab irgendwann ganz weg :) :evil:
 

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