[Gitarre] Squier VINTAGE MODIFIED '72 TELECASTER THINLINE

von macforst, 21.08.18.

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  1. macforst

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    Erstellt: 21.08.18   #1
    Es geht um diese Gitarre:
    https://shop.fender.com/de-DE/squie...ter-thinline/0301280500.html#rl=en_US&start=1
    Straßenpreis im Augenblick 354€.

    Vorgeschichte:
    Ich habe diese Gitarre vor 4 Monaten gekauft. Zuvor hatte ich schon 2 Thinline-Telecaster im 72er-Stil mit Wide-Range-Humbuckern besessen: Eine originale von ca. 1972 und eine Japanerin (Fender made by Fujigen, E-Serie) von 1985. Die originale Fender habe ich ca. 20 Jahre besessen und vor einigen Monaten verkauft, die Japanerin habe ich vor ca. 8 Jahren nach ca. 10 Jahren Besitz verkauft. Ich bin also Thinline-Veteran.
    Die Originale hatte einen extrafetten Basaballschläger-Hals, eine ungenaue, zu weite Halstaschenfräsung, der Hals war etwas schief eingesetzt (noch spielbar, wäre aber nur durch einen tieferen Eingriff des Gitarrenbauers mitsamt Dübeln und Nacharbeiten der Halstasche korrigierbar gewesen) und klang hervorragend: eben brillanter als andere Humbucker-bestückte Gitarren, mehr Fender als PAF. Dafür waren wohl die Wide-Range-Humbucker und das viele Fleisch des Halses verantwortlich. Ich habe sie geliebt, viele Auftritte damit bestritten, aber am Ende kaum noch gespielt. Und dann musste sie gehen, um anderes zu finanzieren. Hätte ich früher auch nicht gedacht, dass ich das kann. Man verkauft ja auch nicht seine Großmutter …
    Die Japanerin habe ich mir in den 90ern als Backup für die alte Dame gekauft. Es hat aber nie wirklich gefunkt, der Hals kam mir damals zu schlank vor und die verbauten Pickups (Keramik-Magneten) klangen nicht annähernd wie das Original. Ersatz ist ja bei Wide-Range-Humbuckern so eine Sache, ein Thema für sich, die Originalen nutzen nicht AlNiCo als Magnetmaterial, sondern CuNiFe. Heute gibt es einige Firmen, die Replacements (mit AlNiCo-Magneten) anbieten (Seymour Duncan Custom Shop, The Creamery und Catwhisker aus England, …), damals war das Angebot eingeschränkt: Alles, was Fender vor 10 Jahren verbaute, war weit vom Original-Klang entfernt (angeblich schlechte PAFs mit AlNiCos, die unter einer breiten Neusilber-Kappe stecken), die Pickups von anderen Anbietern (in den USA gab es damals sogar einen Anbieter, Telenator, der CuNIFe zum Wickeln nutzte, die Vorräte sind aber - soweit ich weiß - mittlerweile aufgebraucht) in Wide-Range-Größe waren damals sündhaft teuer - so wie die Originalen in der Bucht. Also habe ich sie damals verkauft - dummerweise hatte ich sie, als der Japan-Vintage-Boom noch nicht absehbar, professionell auf ein wirklich schönes Sunburst umlackieren lassen, was den Gebraucht-Preis ruiniert hat. Die Original-„Lackierung“ war eine richtig dicke fiese Kunststoffbeschichtung in Natural, aus der ein „Stück“ herausgebrochen war; die entstandene Kante hatte das Potenzial, Pullover zu zerstören. Das muss ich als bekennender Japan-Fan leider zugeben.
    Als dann die Originale vor einigen Monaten gegangen war, dachte ich mir: Warum nicht einer Cheapo unter 400 Euro die Chance geben, die Videos bei Youtube hatten in meinen Ohren sehr viel mit dem Wide-Range-Originalsound zu tun.

    Konstruktion/ technische Daten:
    • Korpus: Esche
    • Ahornhals
    • Halsprofil: modernes C-Profil
    • Ahorngriffbrett
    • 21 Medium Jumbo Bünde
    • Sattelbreite: 42 mm
    • Mensur : 648 mm
    • Tonabnehmer: 2 Wide Range Humbucker
    • Vintage Style String Tele Brücke mit Saitenführung durch den Korpus
    • Farbe: Natur
    P1040865.jpg P1040866.jpg P1040867.jpg

    Im Unterschied zu den o. g. Vorgängern hat die Squier eine 4-Punkt-Halsbefestigung ohne Neck-Tilt-Adjustment (für mich kein Problem, Hauptsache, die Fräsung ist hinreichend genau ausgeführt), Fender-gestempelte Blech-Reiter im 50er/60er-Stil (anders als bei den o. g., die hatten gegossene, massive Reiter), nur einen Seitenniederhalter und Vintage-Mechaniken im Kluson-Stil (wie bei der Japanerin, nicht die originalen 70er-Fender-Mechaniken made by Schaller). Außerdem gibt es keinen Bullet-Trussrod. Der Hals ist natürlich nicht so fett wie der Baseballschläger, aber nicht zu dünn und hat einen 42er-Sattel (wie es sich gehört) und ein 9,5“-Profil. Der Korpus ist wie beim Original gefertigt (Ausfräsen des Resonanzraumes von hinten, dann einen Boden draufkleben) und besteht aus 3 Teilen + Boden. Auch die Bridge entspricht bis auf die Reiter dem Original.
    Also ein Mix aus zarten Modernisierungen und vor allem Rückgriffen auf die 50er/60er. Von mir aus könnte der Griffbrettradius noch moderner sein (12“), aber 9,5“ ist akzeptabel, die erreichbare Saitenlage ist OK. Leider nur 21 Bünde wie beim Original. Warum nur?
    P1040870.jpg P1040869.jpg
    Die Pickups tragen eine Fender-Kappe und kommen aus Südkorea von G&B, 7,7 (neck) und 8,15 (Bridge) kOhm:

    Ob sie heute ebenfalls auf Fender-Gitarren zu finden sind, weiß ich nicht sicher, das Fender-Logo legt das aber nahe. Die übrige Elektrik ist original: 3-Wege-Switch ohne Split-Funktion, 1 Volume, 1 Tone. Kaum Höhenverlust beim Herunterdrehen der Lautstärke.

    Verarbeitung:
    Ich habe die Squier aus 2 Exemplaren ausgewählt, die eine hatte als sichtbaren Makel Klebstoff in der Resonanzkammer. Ansonsten hatten beide Gitarren keine nennenswerten Makel. Die Halstaschen sind hinreichend passend gefräst, der Hals sitzt sicher, die „Lackierung“ ist OK (scheint empfindlich zu sein, ich habe schon einen Dong), wenn man mal von dem Rand des F-Lochs absieht. Der ist etwas rustikal, sodass ich mich bei dem Customshop beschweren würde - wenn sie denn aus einem käme. Aber sie kommt ja aus Indonesien und kostet unter 400 €, angeblich aus der Cort-Fabrik dort (http://www.squier-talk.com/threads/indonesia-cort-factory-tour.44630/). Ich hoffe, die Arbeiter dort werden ordentlich behandelt und bezahlt, denn die Qualität, die sie produzieren, ist richtig gut - Imho deutlich besser, als der Preis vermuten lässt. Auch die Bundierung ist gut, ein Abrichten scheint mir vorerst überflüssig - und ich habe eine Gitarre zum Vergleich, die gerade peplekt wurde. Der Sattel erfüllt seine Funktion tadellos, wenn er mit Graphit geschmiert wird.
    P1040871.jpg

    Das Setup ab Werk war bei meiner OK (etwas hohe Seitenlage), bei der anderen schlecht (Halsstab komplett entspannt).
    Die fällige Umrüstung auf 010er-Saiten verlief problemlos, ich habe minimal nachgefeilt, glaube aber nicht, dass das wirklich nötig war.

    Sound:
    Dem Original sehr ähnlich, aber komprimierter - was bei Classic Rock oder Blues kein Nachteil sein muss. Vielleicht müsste ich auch einfach die Saiten höher legen - aber wer will das schon ;-). Clean müssten die Country-Gitarristen nicht mit der Zunge schnalzen, denn das Schnalzen besorgt hier die Tele. Echter Twang und honky - und dass aus Humbuckern! Verzerrt ebenfalls richtig klasse, brillanter und weniger fett als mit einem PAF, ein wenig Richtung Single-Coil. Metal ist schwierig, da sie aufgrund der Resonanzkammer zu Rückkopplungen neigt.
    Die Soundfiles des Fender-Kanals bei Youtube sind durchaus repräsentativ, deshalb habe ich mir eigene Soundfiles verkniffen - besser wären sie mit Sicherheit nicht geworden ;-)

    Die Pickups liefern keinen breitbandigen, modernen Sound, sondern einen wunderbaren Vintage-Sound, der sich deutlich von anderen Humbuckern unterscheidet - eben Fender Wide-Range-Sound.
    Aufgrund der etwas eingeschränkten Dynamik imho weniger eine perfekte Jazzerin. Das sieht dieser Musiker offensichtlich anders:

    Zum Abschluss ein Vergleich mit der aktuellen 72er-Mexikanerin (999€ Straßenpreis im Moment):


    Fazit:
    Ein Vergleich mit einer fast 50jährigen Vintage-Gitarre erscheint absurd, zumal ich sie auch nicht mehr habe. Deshalb verkneife ich ihn mir.
    ...
    Oder doch nicht :): Die Originale war etwas dynamischer und klang fetter. Die Bespielbarkeit war ... anders. Die aktuelle Squier ist aber imho klanglich deutlich näher am Original als meine verflossene Japanerin.
    Die alte Tele hat nach ihrem Abgang ein Loch in meinem Herzen hinterlassen. Die Squier füllt dieses nicht (kein echter Vintage-Vibe und das verdammte Ikea-Klarlack-Design), würde meinen Schrittmacher aber ebenfalls perforieren, wenn sie gehen müsste.
    Ich habe mittlerweile 3 Auftritte mit ihr als Hauptgitarre gespielt. Sie ist eine gute Ergänzung zum Stratsound unseres Co-Gitarristen - viel Twang, aber verzerrt mit mehr CoXXXes. Eigentlich wollte ich nie wieder eine Gitarre mit Fender-Mensur ...
     
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  2. escarbian

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    Erstellt: 21.08.18   #2
    Schönes Review. Diese Squier Thinline Tele interessiert mich auch schon länger.
     
  3. shadok

    shadok Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.08.18   #3
    Da sind wir schon zwei...:D
     
  4. Software-Pirat

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    Erstellt: 22.08.18   #4
    Schönes Review. Ich hatte vor einiger Zeit auch eine in der Hand und fand diese erstaunlich schwer. Soundtechnisch hat sie bei mir auch nicht so die große Begeisterung ausgelöst, mir haben ein wenig die Höhen gefehlt. Das mag aber auch daran liegen, daß ich vorher eine relativ leichte und höhenreiche Strat in den Händen gehabt habe (die ich mir dann auch gekauft habe) und deren Sound und Feeling noch in meinen Kopf war. Die Bespielbarkeit war aber vollkommen okay und insgesamt fand ich die Gitarre jetzt auch nicht schlecht. Ich denke mal, daß bei relativ preiswerten Modellen es immer mal wieder Ausreißer in die ein oder andere Richtung gibt.
     
  5. macforst

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    Erstellt: 22.08.18   #5
    Zum Gewicht: Meine wiegt knapp 3 Kilo, die zweite, die ich zur Auswahl hatte, wog gefühlt auch nicht wesentlich mehr.
    Zum Sound: Also, höhenreicher als andere humbuckerbestückte Gitarren wie eine Paula kommt sie mir definitiv vor. Im Vergleich zu einer Strat könnte sie aber durchaus muffelig klingen :).
     
  6. Software-Pirat

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    Erstellt: 22.08.18   #6
    Die, wo ich erwischt hatte, war wohl schwerer. Muffig würde ich den Sound jetzt nicht beschreiben, er war halt irgendwie etwas gesetzter, mittiger, eventuell auch fetter. Aber schlecht war er nicht, nur nicht das was ich erwartet habe. Paßt aber auch zu meiner Erfahrung, daß schwere Gitarren auch etwas mittiger klingen (zumindest bei einem Typ).
     
  7. macforst

    macforst Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.08.18   #7
    Eine Ergänzung zu den Pickups muss ich noch machen: Sie haben einen relativ geringen Output, weniger als die meisten Humbucker, kaum mehr als ein Strat-Pickup. Die originalen Wide-Range-Humbucker waren da etwas kräftiger, auf PAF-Niveau.
     
  8. Real-JJCale

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    Erstellt: 22.08.18   #8
    Hi macforst,

    wenn mich meine Bio-HD nicht im Stich lässt, hatten die alten, originalen Thinlines 1 MegOhm-Potis verbaut, wäre evtl. auch schon die Lösung für deine verkaufte Japanerin gewesen und könnte die aktuelle u.U. noch aufwerten.

    Gruss
    RJJC
     
  9. macforst

    macforst Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.08.18   #9
    Oh, da bin ich wohl missverstanden worden: Ich sehe keine Notwendigkeit für ein Upgrade, sie ist - so, wie sie geliefert wurde - klasse. Lediglich im Vergleich zu einer Strat dürfte sie weniger Höhen haben - was für mich genau richtig ist :). An die Elektrik dieser Gitarre gehe ich vorerst nicht ran, weder an Pickups noch an die Potis. Passt schon.
     
  10. Stratspieler

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    Erstellt: 23.08.18   #10
    Schönes Review zu einer schönen Gitarre! :great:

    Mit einer Thinline habe ich lange, lange geliebaeugelt; habe sie allerdings aufgrund der für meinen Geschmack (!!!) scheußlichen Kopfplatte nie weiter in Erwägung gezogen. Wenn ich mir die Fotos so anschaue und sehe, dass diese Squier aus Indonesien kommt, dann ist das einfach wirklich sehr bemerkenswert, was da augenscheinlich an sauberer Qualität abgeliefert wurde. Und zieht man hinzu, dass die Widerange einschließlich kompletter Elektronik u.U. von Fender Mexico kommen, dann ist hier mit Sicherheit absolut nichts falsch.

    Zu den Wideranges hast Du ja schon Hinreichendes beschrieben.

    Als mir Anfang des Jahres meine (mit sicherlich für andere scheußlicher Kopfplatte) zufällig über den Weg lief:

    DSC03755_s.jpg

    war ich von den darin verbauten The Creamerys begeistert. Inzwischen habe ich sie aber auf Fender-Widerange zusammen mit 250KOhm-Potis zurückgebaut. Und ich kann nur sagen, das klingt für meinen Geschmack jedenfalls ausreichend gut: Der Höhencut ist nicht da, wenn man die Volumeregler etwas zurückdreht und die fehlenden Höhen stelle ich vorher am Amp nach. Ein Vergleich zwischen einer Thinline und dieses auf dem Foto gezeigten schweren Brockens steht allerdings noch aus - der täte mich wirklich interessieren.

    Ich finde überdies eine Thinline angesichts ihres Schlagbrettes feiner, ansprechender gestaltet, als meine Gitarre; hier wirkt das Riesenschlagbrett eher sehr technisch-rustikal.
     
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  11. macforst

    macforst Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.08.18   #11
    Mit einer Deluxe habe ich auch schon mal geliebäugelt; die 70s-Strat-Kopfplatte hat schon was :great:. Aber traditionell bin ich auf Thinlines gepolt. Meine alte originale Fender war übrigens - für eine Thinline - recht schwer (>3,5 kg, wenn ich mich recht erinnere). Wie schwer ist denn die Deluxe?
     
  12. shadok

    shadok Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.08.18   #12
    @macforst Ist das Halsprofil, wie in den Produktinfos beschrieben, wirklich ein Modern C? Bei Produkbewertungen wird der Hals eher als dick beschrieben. Modern C ist ja eher schlank. Zumindest bei meiner Fender Strat.
     
  13. EAROSonic

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    Erstellt: 23.08.18   #13
    Ich würde es eher als schlank bezeichnen, aber nicht dünn. Gönnte mir nämlich vor ein paar Wochen ebenfalls eine Squier Thin Tele. Allerdings sagte und sagt mir generell ein Pearloid-Pickguard nicht sonderlich zu, weswegen ich es bei meiner gegen ein Schwarzes tauschte (bei der Gelegenheit auch die Knobs):

    20180818_020613_K.jpg

    Sie klingt eindeutig heller, als meine ´72s Fender Telecaster Deluxe. Jedoch sehe ich keine Notwendigkeit irgendetwas an der Elektrik zu verändern. Besitze auch eine Vintage Modified Tele Squier, bei der ich den Asien- gegen einen US-Wide Range ersetzte. Die Unterschiede waren nicht sonderlich gravierend, aber bei einem Preis von 40 € kann man solch einen Versuch gerne wagen. :-)

    Die Ränder des F-Lochs sehen bei meiner genauso wie bei Deiner @macforst aus. Das hätten sie wohl auch besser hinbekommen!
     
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  14. Stratspieler

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    Erstellt: 24.08.18   #14
    Gute Frage - ich weiß es nicht, werde sie aber wiegen und dann gebe ich Bescheid.

    Gefühlt jedenfalls ist sie tonnenschwer. Ich würde mich nicht wundern, wenn sie - auch angesichts ihres knüppeldicken Halses - bei 4kg landet...

    Auch die sieht schick aus; auch mit dem schwarzen Pickguard. Das ist eben nicht so gewaltig. Ich muss ehrlich sagen, wenn die Thinlines nicht diese Kopfplatte hätten, sondern eben eine 70s, dann wäre das schon aufgrund des "feineren" Pickguards für mich das entscheidende Kriterium.

    Bezüglich des Klanges kann ich mir ein "heller" durchaus vorstellen; ist doch der Body eben nicht sooo massiv wie bei der Deluxe.

    Mit der Elektrik ist das tatsächlich so eine Sache. Klar verändern man das Resonanzverhalten der Pickups, wenn man 1MOhm-Potis einsetzt. Und möglicherweise wird der Klang dann etwas weniger höhenlastig. Die Crux ist, dass das niemanden stört, solange man die Volumeregler nicht etwas zurückdreht. Dann aber wird oft von einem "Höhenklau" gesprochen.

    Das wiederum kann man elegant umgehen, wenn man die Volumeregler bei 250KOhm lässt. Man bedämpft zwar den Resonanzpeak der Pickups / des jeweiligen Pickups, aber die fehlenden Höhen zieht man am Amp quasi als Grundeinstellung nach. Der Vorteil: Kein Höhenklau, wenn man die Volumeregler etwas runterdreht...

    Was mich bei meiner Deluxe faszinierte; ja regelrecht "schockierte": Mit den beiden The Creamerys klang die gezerrt (!) nicht einen Deut schlechter oder anders, als meine Gibson Les Paul Standard. Ich habe immer wieder hin und her gewechselt und konnte keinen Unterschied hören. Mag sein, dass die Standard nun nicht DIE war mit DEM Ton... Egal, sie ist nun gegangen. Die Deluxe kriegte das hin! Jetzt, mit den beiden 7ender-Widerange, klingt sie natürlich anders, aber das ist gewollt; da ich sie mehr oder weniger nur clean oder höchstens angezerrt brauche.

    Lassen sich die Ränder des F-Loches nicht ein wenig nacharbeiten?
     
  15. EAROSonic

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    Erstellt: 24.08.18   #15
    Besorg Dir doch einfach einen andern Hals mit großer Kopfplatte, dann hast Du Deine Thin Tele mit 70-Head. Genau das machte ich auch mit meiner Squier Strat:

    Squier VM Stratocaster 005_K_F.jpg
    Sie verfügt nun über einen Fender Telecaster Deluxe-Neck. Aber nur, weil der einen Radius von 12" aufweist und ich zum Zeitpunkt der Anschaffung öfter meine Tele Deluxe spielte.
     
  16. Real-JJCale

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    Erstellt: 25.08.18   #16
    ... müsste allerdings umgekehrt sein, bei 1MegOhm-Potis würden mehr Höhen übertragen...

    Gruss
    RJJC
     
  17. Stratspieler

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    Erstellt: 26.08.18   #17
    Danke für die Richtigstellung - ich habe mich verschrieben. Selbstverständlich ist es so. :great:

    @macforst, Meine Tele Deluxe wiegt übrigens 4kg.
     
  18. macforst

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    Erstellt: 27.08.18   #18
    Ganz klar: Mein Rücken freut sich über jedes Gramm weniger - solange die Gitarre nicht kopflastig wird. Und das ist bei meiner Tele nicht der Fall, sie kann sogar mit einem ziemlich rutschigen Textilband gespielt werden (s. Fotos).
    Was das Gewicht bzw. der Solidbody klanglich bedeutet, ist wieder eine andere Frage.
    Ich bin alles in allem ganz froh, wieder eine Thinline gekauft zu haben - zumal ich das Gibson-artige Layout der 4 Volume-/ Tonregler auch gar nicht brauche. Keep it simple ;).
    Trotzdem eine schöne Gitarre, die Deluxe! Vielleicht sollte ich doch mal ...:rolleyes:
     
  19. EAROSonic

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    Erstellt: 27.08.18   #19
    Auf jeden Fall! Gibt es auch in anderen schönen Farben: :-)

    Fender Telecaster Deluxe 02_K_Test.jpg
     
  20. Stratspieler

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    Erstellt: 28.08.18   #20
    (OT) Die gibt es ja auch beim großen T in Nussbraun oder so. Da fällt dieses große Schlagbrett aufgrund des dunklen Hintergrundes nicht so auf.

    (T) Ansonsten (keep it simple) genau! :great:

    Aber ob das passt? Haben die nicht unterschiedliche Fräsungen??? Hm, müsste man glattweg mal probieren... :gruebel:

    Den Radius finde ich klasse!
     
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