Wie sinnvoll weiterlernen? (Akustik, E-Gitarre)

  • Ersteller Ersteller SmithyAT
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  • #21
Ich werde mir demnächst einmal die Zeit nehmen und mich mit der E-Gitarre beschäftigen
Ich vertraue dir noch ein Geheimnis an: man darf sogar 4x am Tag die Gitarre wechseln ohne dass der Himmel einstürzt ;-)
 
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  • #22
Und vielleicht, nur vielleicht! wirst Du Dich sogar eines Tages fragen, wieso eigentlich überhaupt die Griffbrettweiten und Saitenabstände dermaßen an Gitarrenkontruktionen (bzw. deren Historie) gekoppelt sind und z.B. nicht an deine Hand- und Fingerkonstellation.
 
  • #23
Ich will halt nur vermeiden, dass ich jetzt gleich das nächste Instrument beginne und dann nach einem Jahr keines von beiden brauchbar kann um Freunden was vorzuspielen.
Diesen Gedanken hatte ich auch, wollte es aber nicht schreiben, da man eigentlich sämtliche Techniken, die man auf der Akustik beherrscht, auch auf die E übertragen kann, also anwenden kann. Genauso kann man die E-Gitarren-Technik auf der Akustik spielen, schnelle Pentatoniken kann man auch auf der A lernen, Bendings und alles andere.
Auf der E kann man durchaus Fingerstyle anwenden. Lediglich die Haptik ist eine andere, man hat unterschiedliche Sounds, die man wählen kann.
So verschieden sind A und E-Gitarre* nicht.
 
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  • #24
Zum Lehrer, das ist grundsätzlich etwas schwierig mit ihm. Ich habe gestern die Frage gestellt, was sein Plan ist, wie er mit mir weitermachen wird und er meinte, er hat keinen Plan und setzt sich zuhause nicht hin und überlegt sich etwas. Gut ist eine Aussage, muss ich so hinnehmen. Somit spielen wir halt Songs die ihm gerade in den Sinn kommen bzw. werde ich den Spieß umdrehen und ihm vorgeben, welchen Song wir als nächstes machen. Dann lerne ich wenigstens Songs die mir gefallen und die ich ohnehin gerne lernen möchte. Das 40 Stunden Paket mache ich noch fertig, im Herbst wird es sicher mit der E-Gitarre wieder anders werden, weil da viel neues auf mich zu kommen wird und wenn die 40 Stunden um sind, werde ich mich nach Unterrichts-Alternativen umschauen.
So macht man seine Erfahrung. Von einem 40 Stunden Paket höre ich auch zum ersten mal, ausser bei Musikschulen die dich für ein ganzes Jahr haben wollen.
Und es liegt auch sehr am Schüler selbst. Ich bin glaube ich eher der autodidaktische Typ, ich tue mir wesentlich leichter das ganze selbst zu lernen oder mit aus Videos, Onlinekursen, YT etc. anzueignen. Ist auch jetzt so, wenn ich im Unterricht eine neue Technik lerne, dann geht mein Lehrer das schon mit mir durch. Die 45 Minuten sind dafür natürlich viel zu kurz und so schaue ich mir dann Zuhause in Ruhe ein paar Video dazu an und das bringt mich dann dazu, die Technik auch erfolgreich umsetzen zu können. Andere fällt das vielleicht schwerer, ist bei mir aber anscheinend nicht so. Das war mir zwar zu Beginn auch bewusst, ich wollte aber trotzdem einen Offline Unterricht, damit sich Fehler nicht festigen und ich dann später Probleme habe, diese falsche Angewohnheit wieder los zu werden.
Lehrer und Schüler müssen zueinander passen, das ist wohl war. Allerdings halte ich das Konzept: Schüler kommt jede Woche und bekommt ein Song beigebracht für reichlich veraltet, aber solang Schüler und Lehrer das so wollen, ist das wohl in Ordnung. Songs gibt es allerdings wie Sand am Meer in YT. Was du da in der Regel nicht bekommst ist ein Konzept um bestimmte Bausteine auf der Gitarre zu erlernen.
Und wenn sich ein Gitarrenlehrer gar keinen Kopf um seine Schüler macht, finde ich das nicht ansprechend. Entweder zieht er seinen Stil durch, ohne auf die Schüler zu achten (was in der modernen Pädagik eigentlich gestrichen wurde), oder es interessiert ihn nicht einfach nicht (was kein gutes Zeichen für einen Lehrer ist). Ich wäre da schnell weg. Es gibt so viele gute Lehrer, die man heute auch online besuchen kann, dass für schlechte Lehrer der Platz eigentlich.

Fairerweise muss man aber auch dazu sagen, guter Unterricht kostet. Für guten, modernen Unterrricht zahlt man mehr als für Jahr eins: Gitarrenstunde mit Fridolin.

Was deine Sorge vor Fehlern angeht kann ich dich gut verstehen und hatte zu beginn die gleichen Befürchtungen: Es gibt sicher einige Punkte da macht es Sinn sich einmal erklären zu lassen wie es "richtig" geht. Aber mit ein bischen Erfahrung lässt man das schnell hinter sich und lässt sich nur noch bei einer neu zu erlernder Technik nochmal auf die Finger schauen.




Ich bin gespannt, wie es bei dir weiter geht @SmithyAT
 
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  • #25
Von einem 40 Stunden Paket höre ich auch zum ersten mal, ausser bei Musikschulen die dich für ein ganzes Jahr haben wollen.
Er bietet alles an, also Einzelstunden, 10er Paket oder ein 40 Std. Jahrespaket.
Ich habe mich nach der Probestunde für das Jahrepaket entschieden, weil da die einzelne Stunde etwas günstiger ist und ich ohnehin vorhatte, das zumindest einmal am Anfang für ein Jahr zu machen. Allerdings hätte ich mir mehr wertvolleren Inhalt für mich gewünscht, was aber bei diesem Lehrer offensichtlich nicht so ist.

Also mit dem Wissen jetzt nach knapp 20 Stunden, hätte ich mich nicht für das Jahrespaket entschieden.

Was du da in der Regel nicht bekommst ist ein Konzept um bestimmte Bausteine auf der Gitarre zu erlernen.
Und wenn sich ein Gitarrenlehrer gar keinen Kopf um seine Schüler macht, finde ich das nicht ansprechend. Entweder zieht er seinen Stil durch, ohne auf die Schüler zu achten (was in der modernen Pädagik eigentlich gestrichen wurde), oder es interessiert ihn nicht einfach nicht (was kein gutes Zeichen für einen Lehrer ist). Ich wäre da schnell weg.
Man muss dazu sagen, dass er das in der Probestunde gesagt hat, dass er seinen Unterricht mit Songs macht. Das hat mir natürlich gut gefallen, man will ja schnell einen Song spielen können. An dem hat sich auch jetzt nichts geändert, aber ich bin halt drauf gekommen, das ich mir die Songs auch von den tausenden von Tutorials auf YT oder sonst wo lernen kann. Natürlich lernt man mit einem Song auch immer wieder neue Techniken, aber ich war letztens bei meiner Frage, welchen Plan er für mich hat, schon ziemlich überrascht über die Aussage, das er keinen hat und ich das nicht von ihm erwarten kann. Er dürfte halt sein Standard Programm durchziehen und das war es.

Wie würde denn so ein Konzept ganz grob aussehen oder was wäre üblich, was man im Gitarrenunterricht, neben einem Song lernen, noch so an Techniken/Bausteinen lernt? Ich habe nämlich schon einen anderen Lehrer in Aussicht, bei dem ich eventuell einmal eine Probestunde machen werde und wenn das vernüftiger klingt, dann werde ich einfach das 40 Stunden Paket abbrechen. Ich zahle zum Glück immer 10 Stunden im voraus. Würde zwar eine Diskussion werden, aber auf die lasse ich mich dann gerne ein.

Fairerweise muss man aber auch dazu sagen, guter Unterricht kostet.
Ja das ist mir bewusst und an dem soll es nicht scheitern. Ich weiß zwar nicht was so üblich ist, aber ich zahle bei meinem Lehrer derzeit Eur 60.- für die Stunde (eigentlich nur 45 Minuten).

Wenn der Unterricht ok ist und ich das Gefühl habe, das bringt mich weiter, dann zahle ich das gerne. Aber in letzter Zeit denke ich mir auf der Heimfahrt dann öfters, hmm, die 60.- hätte ich mir auch sparen können.

Mir stört es auch, dass er einen Schüler nach dem anderen hat. Also immer 45 Minuten ohne Puffer dazwischen. D.h. wenn ich jetzt um 17:00 meinen Termin habe, geht um 17:01 der vorige aus dem Zimmer. Bis ich dann meine Gitarre ausgepackt habe, Noten, Pick etc. vergeben auch ein paar Minuten inkl. Smalltalk. Also meine Nettozeit sind gar keine 45 Minuten, sondern max. 30 Minuten, wenn er mir nicht noch irgendwas erzählt, was zwar zur Thematik Gitarre passt, aber für den Unterricht nicht wichtig ist. Ja und um 17:45 steht schon der nächste vor der Türe und will anfangen.

Da ich sonst keine Erfahrungen mit Gitarrenlehrern habe, weiß ich nicht ob das üblich ist oder nicht. Aber mich stört es und hätte ich das zu Beginn gewusst, mich wahrscheinlich anders entschieden. Es wäre zwischendurch auch einmal nett, eine Frage zu stellen, die jetzt nicht direkt mit der Technik zu tun hat. Klar kann ich das machen, wir plaudern dann auch darüber, aber es ist halt alles meine Zeit.
Aber ich probiere jetzt einmal einen anderen parallel und wenn mir das eher liegt, dann wechsle ich und mache die 40 Std. nicht mehr fertig.
 
  • #26
Wie würde denn so ein Konzept ganz grob aussehen oder was wäre üblich, was man im Gitarrenunterricht, neben einem Song lernen, noch so an Techniken/Bausteinen lernt? I
Letztlich sollte ein Lehrer das an seinem Schüler orientieren und mal über Ziele reden.
Die können ja ganz unterschiedlich sein und das gestaltet dann eben auch den Unterricht.
Es ist ganz unterschiedlich ob ich nun
- den 5-jährigen Fritz unterrichte, der vielleicht einfach nur ein paar Melodien spielen möchte und dessen Eltern wichtig ist, dass er lernt sich auf eine bestimmte Aufgabe zu konzentrieren und auch mal durchzuhalten, wenn Dinge nicht sofort klappen.
- den 20-jährigen Stefan unterrichte, der nächstes Jahr die Aufnahmeprüfung für ein Musikstudium machen möchte und neben Technik und Interpretation auch noch Theorie büffeln mag.
- den 52-jährigen Hubert unterrichte, der sich gerade seinen Jugendtraum erfüllt endlich mal Gitarre zu spielen, ein paar Songs lernen möchte, aber auch daran interessiert ist zu erfahren wie die Musik da eigentlich funktioniert.

D.h. solche Konzepte können vollkommen unterschiedlich aussehen und Schwerpunkte können extrem voneinander abweichen.
Bei älteren Schülern kann man aber eigentlich relativ frei darüber kommunizieren: Gibt es einen schwierigen Song, der ein Ziel sein kann? Gibt es bestimmte Techniken, die gelernt werden wollen? Gibt es musikalische Stile die der Schüler bevorzugt? Es ist aber auch vollkommen legitim, wenn ein Schüler sagt, dass er einfach mal verschiedene Richtungen ausprobieren möchte.
Es ist also alles sehr individuell, an den Ansprüchen des Schülers orientiert, aber am besten immer an Zielen geleitet. (und das können ganze "einfache" Ziele sein, wie "ich möchte drei Fingerpicking Pattern für die rechte Hand lernen, die ich bei vielen Songs einsetzen kann" oder "ich möchte sauber Halbton- und Ganzton-Bendings quer über das Griffbrett lernen" oder "ich möchte Song X auf interessante Art begleiten und dazu singen")

Als ich noch Gitarrenlehrer war, bin ich mit den meisten Schülern zweigleisig gefahren:
Zum einen ein Lehrwerk, das eben sukzessive die Schwierigkeit steigert, neue Techniken einführt und auch einfach als Nachschlagewerk dient.
Begleitend dann Songs und Technik-Übungen je nach Interesse des Schülers.
So hat man auf der einen Seite sichergestellt dass man immer einen gewissen Lernfortschritt hat, aber man wird auch den Interessen des Schülers gerecht, übt an dessen Musikstil etc.

Ich weiß zwar nicht was so üblich ist, aber ich zahle bei meinem Lehrer derzeit Eur 60.- für die Stunde (eigentlich nur 45 Minuten).
Das klingt nach extrem viel. Hier im Ruhrgebiet liegen die Preise für 45 min Einzelunterricht (wöchentlich) bei 100-120€ im Monat.
Aber das sind dann eben auch 4 Stunden im Monat, wobei in den Ferien üblicherweise nicht unterrichtet wird.
Jetzt ist dein Modell natürlich etwas flexibler, was es auch teurer macht, aber es wäre halt auch doppelt so teuer wie hier im Umkreis.
Wenn das nicht gerade ein bekannter, renommierter Lehrer ist, dann ist der Preis schon sehr ambitioniert.
Das sind so Preise, die Lehrer aufrufen, wenn sie Musikstudierende an Unis unterrichten, wo das Grundniveau schon sehr hoch ist.

Mir stört es auch, dass er einen Schüler nach dem anderen hat.
Das wiederum ist absolut normal und du wirst nahezu keinen Gitarrenlehrer finden, wo das nicht der Fall ist.
Die Leute müssen auch irgendwie überleben und die Zeit in der Unterricht stattfinden kann, ist extrem begrenzt.
Als Gitarrenlehrer kannst du nur in Ausnahmen vor 15 Uhr sinnvoll anfangen zu unterrichten, weil Kinder zu Schule gehen und Erwachsene zur Arbeit.
Und später als 20 Uhr möchte eigentlich auch niemand mehr zum Unterricht kommen.
D.h. man hat 5 Stunden am Tag, die man dann mit so vielen Schülern voll packen muss, dass man damit genug verdient um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.
Da lässt niemand freiwillig große Lücken vor und nach jeder Unterrichtsstunde.

Aus eigener Erfahrung als Gitarrenschüler und Gitarrenlehrer sollte aber der Wechsel von einem Schüler zum nächsten insgesamt keine fünf Minuten dauern.
Der eine packt ne Minute vor Ende ein, dabei kann man kurz noch letzte Fragen klären oder nochmal darüber reden was zur nächsten Woche geübt werden sollte und der neue Schüler packt direkt aus, was auch nicht mehr als ne Minute dauern sollte und dabei kann man schon kurz darüber reden was es für Probleme gab oder ob alles gut lief mit den Übungen oder halt auch mal ne Minute nett ankommen und übers Wetter quatschen.
 
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  • #27
Ich habe nämlich schon einen anderen Lehrer in Aussicht, bei dem ich eventuell einmal eine Probestunde machen werde und wenn das vernüftiger klingt, dann werde ich einfach das 40 Stunden Paket abbrechen. Ich zahle zum Glück immer 10 Stunden im voraus. Würde zwar eine Diskussion werden, aber auf die lasse ich mich dann gerne ein.
Wenn Du mit dem jetzigen Lehrer einen richtigen Vertrag hast, wäre das Vertragsbruch. Das ist nicht fair, zumal Du Dir diese 40 Std Variante aus Kostengründen selber ausgesucht hast. Ich würde mit dem Lehrer versuchen inhaltlich weiter zu kommen und dann beizeiten auf E-Gitarre* umswitchen.
 
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  • #28
Fairerweise muss man aber auch dazu sagen, guter Unterricht kostet.
sicher, allerdings hatte ich mit meinem letzten Gitarrenlehrer viel Glück. Weil...
Ich weiß zwar nicht was so üblich ist, aber ich zahle bei meinem Lehrer derzeit Eur 60.- für die Stunde (eigentlich nur 45 Minuten).
weiss ich jetzt auch nicht, ich habe für meinen Unterricht 20.- bezahlt, auch 45 Min. Das war aber Anfang der 2000er. 40.- würde ich heute als fair ansehen.
Also immer 45 Minuten ohne Puffer dazwischen. D.h. wenn ich jetzt um 17:00 meinen Termin habe, geht um 17:01 der vorige aus dem Zimmer. Bis ich dann meine Gitarre ausgepackt habe, Noten, Pick etc. vergeben auch ein paar Minuten inkl. Smalltalk. Also meine Nettozeit sind gar keine 45 Minuten, sondern max. 30 Minuten,
die 45 Min wurden voll ausgenutzt mit Unterricht, sicher redet man zwischendurch über Musiker, Musik, etc, wenn es ausgeartet ist, waren es eben keine 45 Min mehr, ging in Richtung 60 Min. So fair war er dann auch.
Ich hatte regelmäßig einmal die Woche, wenn ich nicht konnte, oder noch Zeit brauchte, konnte ich aussetzen, mich dann wieder melden. Die Stunden habe ich immer am selben Tag bar bezahlt. Gut, das ist damals wie heute wohl nicht üblich, das geht mit "freien" Gitarrenlehrern, die an keine Musikschule gebunden sind, aber auch nicht wirklich davon leben müssen.

aber ich war letztens bei meiner Frage, welchen Plan er für mich hat, schon ziemlich überrascht über die Aussage, das er keinen hat und ich das nicht von ihm erwarten kann.
wenn ein Gitarrenlehrer keinen Plan hat, ist das schon dubios. Selbst wenn es einen Standardplan gibt, kann er/sie es kurz vorstellen. Ohne Plan, naja.
Ich hatte auch hier das Glück, dass ich gefragt wurde, was ich erwarte, lernen möchte. Meine Vorschläge wurden dankend angenommen, sie wurden aber gegebenenfalls sinnvoll ergänzt, oder erweitert. Das bedeutet, ich hatte einen Plan, der Lehrer hat nach meinen Wünschen unterrichtet. Das ist warscheinlich auch nicht so üblich.

Jedenfalls solltest du schon noch mit Lehrer lernen, nach 5 Mon ist man noch nicht sicher genug. Ich hoffe, du findest einen guten Lehrer, viel Glück
 
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  • #29
@Disgracer Vielen Dank für deine ausführliche Antwort, hilft mir sehr.

Ich würde mit dem Lehrer versuchen inhaltlich weiter zu kommen und dann beizeiten auf E-Gitarre umswitchen.
Auf das wird es hinauslaufen. Ich bin zwar unzufrieden, weil es für mich nicht 100% passt, aber ich werde ohnehin demnächst auf die E-Gitarre* umswitchen, da wird er zwar auch keinen Plan haben, aber da gibt es für mich wieder Neues zu lernen.
Wenn dann die 40Std. verbraucht sind, probiere ich dann einen anderen Lehrer, der mich gezielt bei meinen Defiziten weiterbringt.

wenn ein Gitarrenlehrer keinen Plan hat, ist das schon dubios.
Ja das dachte ich mir dann auch. Er ist sicher kein schlechter Lehrer, weil er ist gut gebucht und hat viele gute Bewertungen. Vielleicht erwarte ich mir zu viel oder es stimmt einfach die Chemie zwischen uns nicht, kann ja auch vorkommen.

Jedenfalls solltest du schon noch mit Lehrer lernen, nach 5 Mon ist man noch nicht sicher genug.
Ja das auf jeden Fall, mir fehlt noch viel und ich denke gerade am Anfang kommt man schnell weiter. Die Euphorie ist dann groß, aber in der Geschwindigkeit wird es nicht weiter gehen. Wo mir ein Lehrer auch hilft, ist Dinge zu üben die ich für mich alleine wahrscheinlich nicht gemacht hätte. Die aber sicher wichtig sind und mich auch weiterbringen.

Das klingt nach extrem viel. Hier im Ruhrgebiet liegen die Preise für 45 min Einzelunterricht (wöchentlich) bei 100-120€ im Monat.
Dieses Modell gibt es bei uns Wien/Österreich gar nicht. Ich habe jetzt auch noch Preise recherchiert und die die Stunde liegt bei den meisten so zwischen 50.- und 80.-, wobei das jetzt keine Privatpersonen oder Musikstudenten sind, die Unterricht anbieten, die bekommt man meist günstiger. Aber auch keine Unterrichtsstunde an einem Musikinstitut, sondern einfach selbstständiger Gitarrenlehrer.

Jedenfalls, danke ich euch allen für eure wirklich hilfreichen Beiträge und Erfahrungen. Das ist schon hilfreich zu wissen, wie es andere machen oder wie ein Gitarrenlehrer das normalerweise angeht. Ich bin wahrscheinlich auch kein einfacher Schüler :-) Zum einen ist für einen Lehrer sicher einfacher einen Teenager als Schüler zu haben, also jemand mit 52. Weiters bin ich ein Mensch, der in sein Hobby gerne voll hinein kippt und dann alles wissen und können möchte. Habe mir z.B. jetzt Bücher für die Harmonielehre gekauft, weil ich einfach wissen will, warum klingt ein Akkord wie er klingt, das steckt dahinter etc. warum greife ich bei einem C-Dur Akkord gerade diese Töne zum Grundton und keine anderen.

Auf Anhieb den richtigen Lehrer zu finden, ist wahrscheinlich ein Glücksgriff. Ich habe den Fehler begangen gleich ein Jahrespaket zu buchen. Aber es ist ja nicht die einzige Säule für mich. Ich lerne ja nebenbei auch noch mit einem Onlinekurs der wirklich fantastisch ist. Ist zwar trockener, also viele Übungen, kaum Songs. Dafür habe ich dort das Gefühl, dass mich das wirklich weiterbringt.
 
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  • #30
Das klingt doch alles gut. Viel Erfolg weiterhin.
Besonders wichtig ist m.E. Vertrauen.
Bestenfalls geht die Lehrkraft natürlich immer auf den Schüler ein. Z.B. mein Lehrer würde zu mir als Schüler sagen, bei dem brauche ich keinen Plan, der kommt ja jedesmal wieder mit neuen Ideen😉. Wenn ich allerdings mal frage, wie gehts weiter? … dann macht er natürlich einen Vorschlag, den ich dann aber auch annehmen (Stichwort Vertrauen) muss!

Nebenbei:
40.- würde ich heute als fair ansehen.
Was bedeutet da fair. Von 40 € Stundenlohn kann heutzutage kein Selbständig Arbeitender leben (außer vergleichsweise knapp über dem Mindestlohn-Niveau).
 
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  • #31
Für mich sind E-Gitarre* und Akustik-Gitarre zwei verschiedene Dinge. Beide haben zwar in der Regel 6 Saiten, die auch üblicherweise genauso gestimmt werden, und auch die Akkorde sind dann natürlich identisch, aber sie werden unterschiedlich eingesetzt. Eine E-Gitarre* liefert mehr Möglichkeiten, da sie üblicherweise über einen Amp gespielt wird, der dann auch mehr Sound-Optionen bietet, wie angezerrte Crunch-Sounds, bis hin zu singenden Lead-Sounds. Auch nutzt man bei der E-Gitarre eher zusätzliche Effekte, die man zwar auch bei der Akustik-Gitarre auch nutzen kann, was aber eher nicht nötig, meist auch nicht gewünscht und teilweise auch nicht sinnvoll ist. Theoretisch kannst Du eine Akustik-Gitarre auch über einen Amp spielen, auch mit Overdrive usw. was dann aber mit ner E-Gitarre deutlich unproblematischer geht. Die Optionen und Soundvielfalt, die mit der E-Gitarre möglich sind, entfalten sich m.M. aber erst wirklich in einer Band, alleine gespielt finde ich E-Gitarre eher dröge, da macht es eher Sinn und auch viel mehr Spaß, zu einem Playback zu spielen. Will sagen, die E-Gitarre ist für mich eher predesiniert, um sie in der Band einzusetzen, während man mit einer Akustik-Gitarre durchaus auch alleine spielen kann, wie das bei vielen Singer/Songwritern auch üblich ist.
Warum speziell Unterricht für E-Gitarre sinnvoll sein kann, liegt an der letztlich doch unterschiedlichen Spielweise. Sei es Solo-Spiel, Tapping, Powerchords usw.
 
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  • Ersteller
  • #32
Warum speziell Unterricht für E-Gitarre sinnvoll sein kann, liegt an der letztlich doch unterschiedlichen Spielweise. Sei es Solo-Spiel, Tapping, Powerchords usw.
Ich habe jetzt mit meinem Lehrer vereinbart, dass wir nach dem Sommer wenn wir beide wieder aus dem Urlaub zurück sind, mit der E-Gitarre beginnen werden. Bis dahin machen wir noch mit der Western weiter. Von den 40 Stunden, bleiben dann für die E-Gitarre wahrscheinlich noch so gut 15 Stunden über. Das sollte reichen um einmal die groben Grundlagen gelernt zu bekommen. Üben muss ich das dann eh alleine.

Was glaube ich auch fix ist, dass ich nach diesen 40h einmal einen Lehrerpause mache und mir dann einen anderen Lehrer anschaue, aber nur mehr bei Bedarf, entweder nur Einzelstunden oder wenn ich ein akutes Defizit irgendwo habe, dann vielleicht 3-4 Stunden. Aber in diese wöchentliche "Abhängigkeit" will ich mich nicht mehr begeben. Das war für den Anfang super, hat mir sicher auch geholfen, recht rasch Fortschritte zu machen, aber verlängern werde ich nicht mehr.
 
  • #33
Für mich sind E-Gitarre und Akustik-Gitarre zwei verschiedene Dinge.
Das ist ein ganz wesentlicher Punkt. Nylongitarre, Westerngitarre und E-Gitarre unterscheiden sich in etwa wie Cembalo, Klavier und Orgel wo es auch die gleiche Taststur gibt, aber die Spielweise unterschiedlich ist.
Immerhin liegen die Töne bei Standardstimmung bei allen auf der gleichen Stelle.
Aber die Spielweise ist komplett unterschiedlich (sagt einer, der alles davon spielt).
Wenn man versucht, mit einer E-Gitarre Lagerfeuerakkorde zu schrabbeln, klingt das in der Regel grauslich, weil Töne, die auf der akustischen vielleicht nicht so auffallen bei der E-Gitarre deutlich präsent sind (obwohl eher weniger erwünscht). Verzerrt nochmals extremer. Bei der E-Gitarre muss man alle unerwünschten Töne quasi abdämpfen.
Also stelle dich da mal drauf ein.
(Zur Zeit haben wir "Crazy Little Thing Called Love" im Programm und da spiele ich alles mit der Ovation. Beim Solo muss ich aber anders agieren, denn da geht daa Bending nicht weit genug - nicht so weit wie mit einer E-Gitarre, daher imitiere ich das mit Pulloffs oder Tap on)

Ansonsten ist es ab einem gewissen Stand gut möglich, die Intervalle zu verlängern. Ich habe mit Querflöte angefangen und nehme derzeit in 5-er Blöcken Unterricht im Abstand von 3-5 Wochen. Dabei ist vor allem wichtig, dass es eine regelmäßige Kontrolle und Korrektur vor allem beim Ansatz und der Grifftechnik/Haltung gibt, damit sich da nichts verkehrtes einschleift.
 
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  • #34
Wenn man versucht, mit einer E-Gitarre Lagerfeuerakkorde zu schrabbeln, klingt das in der Regel grauslich, weil Töne, die auf der akustischen vielleicht nicht so auffallen bei der E-Gitarre deutlich präsent sind (obwohl eher weniger erwünscht). Verzerrt nochmals extremer. Bei der E-Gitarre muss man alle unerwünschten Töne quasi abdämpfen.
Also stelle dich da mal drauf ein.
So rigoros muss man das nicht sehen (wenn ich daran denke, wie Jimi Hendrix zur „Not“ auch auf ner Akustischen geschrammelt hat oder ich an „Fingerstyle“-Jazz denke). Natürlich haben sich (wie bei den Tasten) die Instrumente im Laufe der Zeit je nach Musikstil differenziert aber eine Offenheit schadet da nix.
Ich spiel auch manchmal klassische Stücke auf der E-Gitarre, so what.

denn da geht daa Bending nicht weit genug - nicht so weit wie mit einer E-Gitarre, daher imitiere ich das mit Pulloffs oder Tap on)
Bei mir im Werkzeugkasten liegt dafür auch der Slide rum.
 
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