Wie sound bei extreme metal gestallten, dass man jedes instrument hört ?

von rainbowxxl, 04.06.16.

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  1. rainbowxxl

    rainbowxxl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.06.16   #1
    Hi, ich glaube jeder kennt das Problem bei extreme metal aller art: der sound ist extrem schlecht und man hört kaum ein Instrument wirklich.
    Wie kann ich den sound so optimieren, dass jedes Instrument hörbar ist, Live und im Proberaum ? Insbesonders im Proberaum fängt das Problem ja schon an.
    Wir haben 2 Gitarren, Schlagzeuger und Keyboard.
    Der drumemr ist keiner, der wie nen irrer draufkloppt, sondern schon sehr dezent für nen metaldrummer spielt. Da kann man also nichts mehr optimieren, oder doch ? (wir haben keine trigger)
    Der keyboarder hört man meist recht gut, da er im EQ sehr viele höhen hat, kaum bässe, obertonreiche sounds und generell in den höheren lagen spielt, da beist sich also nicht.
    Der Rhythmgitarrist ist gleichzeitig der sänger. Seine gitarre ist recht leise, basslastig und soll somit den bass ein wenig ersetzen.
    Den Gesang hört man gar nicht, trotz vielen mitten und sogut wie keinen bässen.
    Die Sologitarre (die spiel ich)ist sehr Mittenreich, damit man diese gut hören kann, bassarm und normale höhen, bei boost für soli werden die höhen und mitten angehoben. Trotzdem hört man mich nicht, wieso ? Selbst wenn ich ich mein ohr direkt an meiner 412er box halt und nen solo in den hohen lagen spiele höre ich mich kaum.
    Was mache ich falsch? Wie kann ich den Klang so gestallten, dass man alles hört ?
     
  2. PeaveyUltra120

    PeaveyUltra120 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.06.16   #2
    Schau dir mal ein paar Mixing Workshops an, denn das sprengt den Rahmen einer PN

    Grundsätzlich :
    a) Wie seid ihr aufgestellt
    b) Wie laut seid ihr
    c) Welches Equipment habt ihr?
    d) Wie sind eure EQs eingestellt (Amps, Mischpult)
     
  3. bob

    bob Mod: Drums und so Moderator

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    Erstellt: 05.06.16   #3
    Schritt 1.: Begreifen, das man seine Verstärker nicht unbedingt auf Rechtsanschlag stellen muss
    Schritt 2.: Begreifen, das man nicht wie ein Hufschmied auf sein Schlagzeug einprügeln muss um powerfull zu klingen.

    .... Und schon klappt mit dem Bandsound.

    Auch wenn man vermeintlich leise spielt ist das oft viel zu laut.

    Nehmt immer mal ein Instrument raus und kuckt, ob sich etwas verbessert. evtl habt ihr dann schon de. "Übeltäter"
     
  4. Telefunky

    Telefunky Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.06.16   #4
    erstens: zusammen spielen - haben gerade die Chilli Peppers bei Rock am Ring vorgemacht
    zweitens: den Quatsch mit den 'Frequenzen' vergessen (wird durch Punkt 1 eh obsolet)
    deine Bestandsaufnahme zeigt ganz klar den Denkfehler: du zählst jeden einzeln samt 'zugehörigem' Frequenzband auf

    cheers, Tom
     
  5. Gast 2361

    Gast 2361 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 05.06.16   #5
    Seltsamerweise wird das so gut wie immer vorgeschlagen, dass man die EQs etwas auftrennen soll.:er_what:

    das ist schon richtig, dass man da etwas aufpassen sollte, jedoch Extremeinstellungen sind nicht sehr empfehlenswert. Was sehr wichtig ist, ist die Aufstellung im Proberaum und die Größe des Raumes. Bei kleinen und am besten noch gekachelten Räumen, ist ein guter differenzierter Sound so gut wie unmöglich. Jedoch sehr große Räume neigen oft zu Hall, welches den Sound auch nicht gerade verbessert. Mittelgroße Räume, so um die 20m³ sind sehr gut. Diese sollten noch mit kleinen Mitteln, wie zB. Materatzen (gerne vom lokalen Sperrmüll, sofern diese nicht schimmeln und aussehen wie Sau) etwas optimiert werden. (vergesst die Eierkartons. die helfen nicht)
    Bei der Aufstellung habe ich gute Erfahrungen mit den Schlagzeug an der "langen Wand" gemacht. Gegenüber vom Schlagzeug die PA, so dass der Schlagzeug von der PA beschallt wird. Gitarren habe ich an der kurzen Wand aufgestellt, und die Gitarristen stehen gegenüber von eigenen Verstärker. Den Bassamp haben wir neben das Schlagzeug in der Ecke Richtung Rauminneres aufgestellt und zusätzlich Direct Out des Amps des Bassisten ins Mischpult eingespeist.

    Als Allerletztes ist dann das Können gefragt, dass man nicht matschig spielt sondern präzise und sauber. Daran scheitert es am allermeisten.
     
  6. PeaveyUltra120

    PeaveyUltra120 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.06.16   #6
    Wenn das absoluter Quatsch ist, bräuchte man keinen EQ am Mischpult und auch im Studio nicht. Das ist ja gerade das Problem am Mischen: Jeder denkt zB: so klingt die Gitarre fett. Der Sinn: alles so einstellen, dass es FÜR DEN BANDSOUND passend klingt, und sich nix extrem überlappt. Nicht alles so einstellen, dass es einzeln gut klingt.

    Das ist ja gerade die Idee des Mischens:
    Alles aufräumen (->grundsätzlich: mehr rausziehen als reindrehen), ohne, zuviel zu machen, dann klingt es auch gut, ohne unnatürlich und plastikmäßig zu sein
     
  7. Telefunky

    Telefunky Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.06.16   #7
    du hast den Hintergrund der Aussage nicht verstanden:
    der TE verteilt Rollen anhand von (isolierten) Frequenzbändern - statt im Zusammenhang zu planen
    diese Strategie führt grundsätzlich nie zum Ziel eines ausgewogenen Klangs
    ein EQ zur Betonung/Korrektur ist durchaus nützlich und oft notwendig, weil die (Raum) Akustik selten optimal ausfällt
    auf dem Pult sind diese Knöppe für den Bedarfsfall... die muss man nicht zwangsweise einsetzen... ;)

    cheers, Tom
     
  8. PeaveyUltra120

    PeaveyUltra120 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.06.16   #8
    Da gebe ich dir natürlich Recht. Man muss immer erst hören, und dann PASSEND für den jeweiligen Fall bearbeiten. Sonst könnte man auf einen EQ verzichten, und hätte nur einen Regler zur Einstellung des Instruments

    Grundsätzlich wird aber die Raumakustik mit nem 31 Band EQ vor der PA ausgeglichen, und nicht mit den Kanaleqs.

    Natürlich MUSS man sich das auch schon am Amp entsprechend aufteilen, denn es gibt auch Bands, da passts von der Bühne schon nicht zusammen, da kann man nurnoch Schadensbegrenzung betreiben.

    Also:

    -Lautstärke reduzieren
    -erst anhören und dann PASSEND fürn Mix bearbeiten
    -nicht alles, was alleine gut klingt, ist im Bandkontext passend (zB. Ampeinstellung Zuhause/in der Band)
    -dreht evtl mal an den Amps das Gain ne Ecke zurück
     
  9. startom

    startom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.06.16   #9
    Ich beziehe mich mal nur auf das Proberaum-Setup, aufgrund mittlerweile fast 10-jähriger Proberaum"try-and-error"-Erfahrung mit demselben Raum, den wir einmal die Woche für die Proben benutzen.

    Meiner Meinung nach könnt ihr bereits sehr viel rausholen mit optimaler Platzierung der Instrumente (Schlagzeug / Amps / PA-Boxen), bzw. optimaler Ausnutzung des Raumes.
    • Git-Amps sollen sich nicht direkt anstrahlen
    • Amps schräg stellen und/oder erhöht platzieren. Dein Amp soll dir die Ohren und nicht die Hosenbeine beschallen.
      • Falls Amps im Proberaum über die PA geregelt werden, den eigenen Amp so leise stellen, dass du noch hören kannst, was du spielst.
    • Generell: Sound sollte in die Mitte des Raumes zielen.

    Anschliessend kommt der Sound. Bei ordentlich Metal gibts natürlich schon Gain, allerdings gilt: Je mehr Gain, desto weniger Saiten. Heisst: Zweiklang statt Dreiklang spielen, mit der Anschlagdynamik (muten) arbeiten. Hilft gegen Matschigen Sound.

    Zu den Frequenzen: Beim Gesang die Höhen, bei den Gitarren die Mitten betonen. So sollte sich der Gesang auch einigermassen verständlich durchsetzen können, ohne dass einfach nur die lautstärke hinaufgeschraubt wird. Denn irgendwann beginnen die PA-Boxen zu pfeifen.

    Was noch? Ach ja, vergesst Eierkartons an den Wänden. Ich weiss nicht, was das bringen soll. Hatten wir auch mal, sieht bescheuert aus und nützt nichts. Was viel besser ist, sind alte Matratzen oder Tücher, um die Ecken eines Raumes zu brechen. Vor allem in der Nähe des Schlagzeuges. Und ein paar Wolldecken in der Bassdrum sowie Dämpfringe an der Snare und an den Toms wirken auch Wunder. Oder die Billigvariante: Gaffa-Tape an den Unterseiten der Trommeln.
    Bei uns steht eine dicke Matratze an der Wand hinter dem Schlagzeug, welche das ungewollte Echo minimiert.
     
  10. PeaveyUltra120

    PeaveyUltra120 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.06.16   #10
    Nein.
    -mehr Höhen führt ebenfalls zu höherer Feedback-Gefahr
    -Die Durchsetzungsfähigkeit des Gesangs liegt nicht in den Höhen, sondern eher so ca bei 3-5kHz. Höhen beeinflussen eher die Zischlaute
    -so ca 250-300Hertz leicht ziehen schadet oft auch nicht, für mehr Definition.
    -Dafür diesen Bereich anderswo etwas rausziehen (Gitarren)
    -Generell: lieber mehr ziehen, als reindrehen
    Und: nicht einfach machen, weil das hier steht, sondern erst hören, dann passend machen.
     
  11. startom

    startom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.06.16   #11
    Danke für den Tipp, @PeaveyUltra120
    Das wäre dann im Bereich der unteren Mitten. Wir versuchen das mal bei der nächsten Bandprobe aus, wie sich das anhört.
     
  12. PeaveyUltra120

    PeaveyUltra120 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.06.16   #12
    Kommt auch immer darauf an, was man an Technik zur Verfügung hat. 3 Band ohne param. Mitten ist schon etwas schwierig
     
  13. dr_rollo

    dr_rollo Mod Musik-Praxis Moderator HFU

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    Erstellt: 07.06.16   #13
    Zu Deinem letzten Punkt, lies mal hier.
     
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