Wie viel Geld verlangen als Tonmischer ?

  • Ersteller LUKN-134
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entwarnung: ich kenn keine veranstalter die im inet nach irgendwas suchen außer der billigsten location, der billigsten band oder dem billigsten bierlieferanten.

oder seht ihr beis olchen geschichten rider, annährend etwas namens "organisation" o.ä.?

achja, in manchen bundesländer muss bei 200-300 Leuten (ab 200) laut VStättV eine FK für VT (FremdKörper für Verstärkertötung) anwesend sein. daran schon mal jemand gedacht? :D:D
 
zum markt kaputt machen:
hatten wir ja schon in ner anderen diskussion vor kurzem.. das sowas den markt der stadt und dorffeste stark beeinträchtigt kann ich mir sehr gut vorstellen. da is ja nix mit rider erfüllen, harten vor/auflagen usw usw. da muss halt jemand her der das so macht das es unterm strich funktioniert, und sich die leiterin des jugendchors und der tanzgruppe gegenseitig die schulter klopfen können wie toll sie das hingekriegt haben. am besten ist er dann noch sehr umgänglich und trinkt mit dem organisierenden schulleiter danach noch ein bier, und ist ordentlich durchtrainiert und vorzeigbar, damit die teenager spätlese mamis der kleinen was zu gucken haben. technik und deren benutzung spielt da wohl eher ne untergeordnete rolle :rolleyes:

für die etwas größeren geschichten irrelevant. man würde das stadfest eh nicht machen, da unlukrativ. ob das jetzt einer für 0 oder für 150 macht ist egal. hier sind es die halbgroßen garagenverleiher, die versuchen sich eine nummer nach oben zu dumpen. da wird dann der rider genommen: aus der xl200 wird ne gl irgendwas. aus dem pcm 91 ein alesis fx. pa stehen ja nur wünscheals orientierung. prima. msl oder alpha ham mir eh nicht, da wirds hk, oder wir mieten alte gerockte f2 b1 stacks, die b2 lassen mer weg, stapler ham mir eh keinen, dafür kann auch keiner das zeug richtig stacken...
aus der backtruss fürs backdrop werden 2 stricke ausm dach, aus den 16 high end system köpfen werden 8 robe kleinste serie, uns statt einmal mit nem trailer zu fahren gondeln halt 5 mal halb verrostete 7,5er mit surchgeschlagener federung durch die gegend.....
schon ist man deutlich günstiger und erhält den zuschlag. wenns jetzt noch ein veranstalter ist bei dem der geldbeutel deutlich an erster stelle steht....
na ja, wenn die band dann trotzdem spielt, die leute feiern, unterm strich mehr kohle reinkommt, da ist doch egal ob die produktionscrew angepisst ist. bandtechs sind ja eh alles diven... (so schon zig mal als bandtech bei mittelgroßen produktionen erlebt, ich habe auch schon systeme tauschen lassen müssen, da unspielbar.... ich hatt mir mal 1,2 härtefälle aufgeschrieben, ich kann mir ja mal den spaß machen den rider der produktion und was dann da war zu posten :D )

im prinzip ist das ja hier genau das gleiche.... nur eben andere größe, aber gleiches system. sehr gefährlich und unschön. die bedrohung ist ja in allen liegen die gleiche, bis man eben mal an einen punkt kommt wo das geld nicht an erster stelle steht, da es einfach da ist. klar läuft dort alles über ausschreibungen, es wird fleißig kalkuliert und zahlen jongliert, aber da ist es ja dann eben so das nur die überhaupt in frage kommen, die technisch alles sauber erfüllen...


aber ich komm zu weit vom eigentlichen thema ab. tonkind hat einen für mich entscheidenden satz gesagt. es war etwas im sinne von : wenn man sich das wirklich zutraut bzw es wirklich kann...

denn das ganze ist ein zweischneidiges schwert:

hat man wirklich etwas drauf, macht es keinen sinn das ganze für umme zu erledigen. man verkauft sich an potentielle zukünftige kunden unter wert, man beeinflusst den markt dieser veranstaltungen negativ, und man bringt ja ne gute leistung für die ein lohn angebracht ist...

ist man nun aber eigentlich noch blutiger anfänger mit ner gehörigen portion selbstüberschätzung.... na ja, dann wird der job vermutlich in die hose gehen. man wird sein geld bekommen, das war dann aber auch das lezte mal. natürlich spricht sich rum das man für nen ordentlichen lohn einfach versagt hat. und keiner wird einen so schnell mehr wollen.... und das imho zu recht. denn leute die nix draufhaben aber das gleiche geld kassieren wie jungs dies können ist für mich auch eine art von markt kaputt machen....

hier gilt es einfach sich selbst wirklich beurteilen zu können, um sich weder unter noch über wert zu verkaufen. und natürlich auch mit blick in die zukunft etwas taktisch vorzugehen.

das erste posing machte für mich den eindruck das man den threadstarter wohl eher in die zweite gruppe einordnen muss, sprich das kann schief gehen. wenn jemand frägt was seine arbeit wert ist gehen bei mir einfach alarmglocken an. denn wenn man weiß was man tut hat man es ja i.d.r. auch schon getan, und kennt die üblichen sätze in seinem umfeld bzw seiner art von veranstaltungen....

geld zu nehmen ist wichtig, ein blick auf den markt zu haben und an die zukunft zu denken ebenso. ich meine nur, das wenn es um beträge geht, die über nen kasten bier dankeschön hinausgeht, sollte es imho auch bei solch kleinen vas wirklich krachen. und das im positiven sinne, nicht durch anschlagende pappen weil wieder einer ohne mute gepatched hat....
und wenn man geld für ein system nimmt, sollte man es auch stacken können...

dies als erklärung weshlab ich für die "Nimm ein bier lösung" gestimmt habe.. WENN denn das notwendige know how wirklich da ist spricht natürlich nix dagegen das geld zu nehmen. aber imho nur wenns wirklich so ist.. sonst geht der schuß auch schnell nach hinten los...


btw, zwecks der angesprochenen hardliner geschichte:
anfang des jahres hats ja bei mir ein dickes loch in den jobplaner gerissen.
ein verleiher den ich ganz entfernt kenne hat sich gemeldet, und hat mir arbeit geboten. er würde ja gern mich nehmen aaaaaaaaabbber er hat noch nen kandidat, der kostet 160 euro am tag...:rolleyes: mehr dürfte da nich drin sein. ich hab dankend abgelehnt, auch wenn da für ne kurze zeit wirklich geldmangel war. natürlich hat sich alles beruhigt, andere interessante kunden sind ins spiel gekommen, ich bekomm gute tagessätze, das konto is voll, alles toll, die geschichte vergessen. vor 1,2 wochen hat mich eben dieser verleiher wieder angerufen. der 160 euro mann ist raus, er war offensichtlich nicht nur billig sondern auch schlecht.. die festival saison steht vor der tür, und man bräuchte noch einen monitor tech der das wirklich kann. tagessatz ist kein thema mehr, es muss nur was passieren denn wenn nochmal ne show nur aus feedbacks besteht, hat man ernste probleme mit den kunden :D

natürlich spricht sich das hier rum, den kerl bucht keine sau mehr, nichtmal wenn er auf 140 runtergeht und alle hotlelbar rechnungen zahlt... und genau das ist was ich meine... geld nehmen in hinsicht auf zukunft, stabilität des marktes usw usw völlig einverstanden. aber NUR wenn man auch wirklich die leistung für das geld bringt. ansonsten seeeeehr gefährlich.


btw, ich hab ja nicht wirklich was mit den stadtfesten und co zu tun, mich würde mal von den kollegen interessieren wie stark sich das das problem der anfänger auswirkt.. sind es nur die schul und erst veranstaltungen die mit solchem personal besetzt werden, oder verliert ihr wirklich jobs die ihr seit jahren gut und gerne machtn, weil das dj team im nachbardorf für nen 50 pro kopf loszieht? ist denn tatsächlich der großteil der veranstalter so wie von mir oben beschrieben, oder gibts auch da alte hasen die wissen das das bierzelt mit ner ps15 pro seite + sub eben besser klingt als mit dap&co, und auch bereit sind dafür zu bezhalen? ich weiß, ist nicht mehr die eigentliche frage, aber gehört ja irgendwie noch zum topic und würd mich wirklich interessieren...
 
Tobse, wir sind ja hier meist wirklich nur kleine Würmer. Daher meine Erfahrungen was die kleinen Amateurveranstaltungen betrifft.
Damit meine ich: alles was so im Umkreis von Vereinen veranstaltet wird. Das kann z.B. jedoch auch mal ein Festzelt oder Dorffest bis zu 1.000 PAX sein.
Meine Beschallungsjobs beschränken sich meist auf CDs, Chöre, Sketche, Mini-Bands, Orchester (Musikvereine etc.) und natürlich Sprache. Ab und an auch mal eine Band - wobei ich Bandbeschallung nicht in diesem Rahmen mache und nehme es daher mal aus.
Die Vereine interessiert nur eines: wie bekommen wir möglichst viel Kohle zusammen und müssen für so ein Fest möglichst wenig (am besten gar nix) ausgeben. Ich gehöre selbst dem Vorstand eines Musikvereins an, bin daher auf der anderen Seite auch so ein Geldgeier.

Beschallung darf nix bis minimalst kosten !

Niemand (niemand) hat die Ohren um zu unterscheiden ob Hamsterkäfige oder amtliches Material oben stehen. Das erwähnte ich bereits, ist aber ein zentraler Punkt bei dieser Betrachtung. Kommst du hier mit Kosten, so findet sich irgendein Schlaumeier der irgendjemand kennt der sowas hat und meint, damit dem Verein einen Gefallen zu tun weil er diese Euros eingespart hat.
Wenn du einen Versuch unternimmst zu sagen, dass dies vermutlich Schrottmaterial ist, so ist das so gut wie nutzlos. Kaum jemand versteht/kapiert, was du damit sagen möchtest.

Die Anforderungen an den bedienenden Tonmenschen sind jedoch insbesondere in den letzten Jahren enorm gewachsen. Die Hupfdohlen z.B. erwarten in Bezug auf Timing (sprich: wann wird welches Lied auf welcher CD eingespielt und ausgeblendet) profimäßige Unterstützung. Auch in Bezug auf Monitoring und Bühnengröße. Immer mehr kommt die Anforderung nach Licht - natürlich irgendwas bewegtes, logisch. Selbst (natürlich korrekt getimte) Beamer-Einblendungen kommen vor.
Mehrzonen-Beschallung kommt auch immer mehr - insbesondere auf Dorffesten. Kein Mensch blickt, was da wirklich dahintersteckt. Und was da teilweise (natürlich billigst) zusammengebastelt wird spottet jeder Beschreibung.
Selbst auf einem der größten Weinfeste in der Gegend hier. Tobse: da kommen -zigtausende von Leuten, die Veranstalter fahren das Geld im Schubkarren weg und bei der "Beschallung" treibt es Leuten wie uns die Tränen in die Augen.
Warum ist das so? Es geht doch - oder? Keiner ist bereit hier auch nur einen Fingernagel breit zu investieren. Es sei denn, es sitzt zufälligerweise jemand wie ich im Gremium. Und selbst ich kämpfe gegen Windmühlen.

Geld wäre vorhanden - das ist nicht das Problem. Nur ausgegeben wirds für sowas nicht. Lieber haut man den Leuten dröhnende Sounds um die Ohren und serviert dafür 5 Sorten Bier. Das macht mich ganz kirre, ist aber nicht zu ändern.

Es gibt Ausnahmen - in den letzten 2 Jahren kommt das verstärkt komischerweise von bislang konventionellen (damit meine ich wirklich altmodisch denkenden) Chören/"Gesangsvereinen". Die legen Wert auf qualitativ hochwertige Beschallung und bezahlen dafür auch ganz gut.
 
Tobse, wir sind ja hier meist wirklich nur kleine Würmer.

sehe ich anderst ;) ich habe grundsätzlich respekt vor jedem techniker, der seinen job gut macht, immer das beste rausholt, sich wirklich mühe gibt, dazulernen möchte.... unabhängig von der liga :)

ein kleines licht wäre für mich ein tech der keine leistung bringt, dafür dann aber mächtig dicke eier dabei hat.

klar gibt es völlig andere vorgehensweißen und technisches know how in den verschiedenen "ligen". bedeutet ja aber nicht automatisch das stadtfest techs doof sind. ich mein, woher soll so jemand die vorteile in der praktischen arbeit mit nem lake mesa filter kennen... wer soll ihm das ding denn zahlen... und trotzdem kann er besser sein wie ein kollege der damit arbeitet


ich hab ja schon einiges an touren und natürlich auch einzelgis mit mittelgroßen bands hinter mich gebracht. und da waren natürlich gigs dabei, die so im zwischenbereich hingen. sprich eigentlich zu groß für den garagenverleiher, aber zu klein für nen großen.
mir als band tech war es da unterm strich wenns hart auf hart kommt oft lieber, wenn da der kleinverleiher mit ner alten crest anrückt, aber wirklich richtig bemüht ist und sich den hintern aufreist. der wird dann sicher auch nicht angezickt wenn da die falschen gates im siderack sind. der hängt sich voll rein, gibt gas. respekt.
im gegensatz dazu gibts dann nämlich auch die größere bude die sich breit schlagen lässt den kleinen job zu machen. da steht dann zwar die xl200 oder series 5, aber halt völlig runtergerockt, keine inserts sind gesteckt, dem sys tech muss man die kronjuwelen polieren um zu bekommen was man möchte usw, denn schließlich sind sie ja zu schade für den job :rolleyes:

=> klein und groß was die größe der jobs angeht bedeutet für mich nicht automatisch klein und groß was die leitsung und das können angeht. :)


danke für deine mühe. ich war echt schockiert beim lesen. ich hatte immer gedacht das es da wirklich extremst am geld mangelt. im sinne von da wird schon in die private tasche gegriffen um überhaupt die beiden billig brüllwüfel auf besenstil finanziert zu bekommen.
wenn da jetzt aber eigentlich das geld da wäre und es in alter "is doch alles scheißegal" manier einfach nicht rausgerückt wird, ist das wirklich richtig traurig :(
 
Hey LUKN-134,
ich verfolge ja hier gespannt den Thread
und würde gerne wissen wie es alles abgelaufen ist und
ich könnte wetten an dem Abend geht einiges schief!
Also schreib mal rein wie es über die Bühne ging.
 
danke, das du mir mut machst :D

ja ich ruf die veranstalterin gleich an.
ähm, das konzert ist am 23.6.


ich werde dann alles hier posten.

gruß
LUKN-134
 
Niemand (niemand) hat die Ohren um zu unterscheiden ob Hamsterkäfige oder amtliches Material oben stehen. Das erwähnte ich bereits, ist aber ein zentraler Punkt bei dieser Betrachtung.

Ich habe da eine leicht abweichende Meinung. Ich gebe Dir vollkommen Recht, dass die Leute keine wirkliche Ahnung von Sound haben. Und ich frage mich so manches Mal, was der Ottonormalbürger tatsächlich hört. Ich höre (genau wie die meisten hier, denke ich), ein Ensemble von vielen Instrumenten, welches sich zu einem stimmigen Gesamtbild zusammensetzt. Der Nichtmusiker hört eher einen "Block", den er nicht näher spezifizieren kann (außer Gitarrensolo und Gesang natürlich).

Ich habe aber sehr wohl die Beobachtung gemacht, dass die Gäste irgendwie beeindruckt waren, wenn die Technik gestimmt hat - auch wenn sie es nicht in Worte fassen können, geschweige denn der Technik zugeschrieben hätten.

Von daher bin ich auch immer in einer ziemlichen Zwickmühle ... meine Tätigkeit beschränkt sich inzwischen (nachdem ich einen ordentlichen Job habe ;)) auf die Beschallung unserer Top40-Coverband. Und wir verkaufen uns in der Regel inklusive Technik, genau wie alle anderen Kapellen hier in der Umgebung. Die Zahl der Feste ist in den letzten Jahren inflationär gestiegen. Während es vor 10 Jahren nur ein Fest im Umkreis von 30km pro Wochenende gab (ich wohne auf dem Land), sind es heute 10. Dabei hat sich die Zahl der potentiellen Gäste nicht erhöht. Ergo: Die Gäste verteilen sich eben auf die 10 Feste. Wo früher 1200 Leute schön eng im Zelt standen, stehen heute noch 500 oder weniger. Das merkt dann auch der Veranstalter und beginnt, an der Preisschraube zu drehen. Und wenns keine Band mehr gibt, die für das Geld spielen will, dann gibt es eben einen DJ (so nennen sich diese Vögel jedenfalls in der Regel, auch wenn die tatsächlichen DJs sich angewidert abwenden).

Wenn dann die meisten anderen Bands darauf eingehen, dann muss man sich überlegen, was man machen will und kann. Ich habe auch schon vier Stacks Alpha S1/B1/M3 für 400 Euro in ein Zelt gestellt, weil weniger meinem Anspruch nicht genügt hätte. Das lässt sich dann nur mit der eigenen Gage als Musiker kompensieren und ist etwas, was man einmal macht, aber nicht dauernd. Im Folgejahr gab es dann in der selben Location mit einer anderen Band je zwei SX200 plus 18"-Horn pro Seite. Das geht auch irgendwie und ist definitiv billiger. Aber dieses irgendwie, das kann es nicht sein.

Ich denke, irgendwann wird sich die Lage auch wieder normalisieren, es wird wieder etwas weniger, dafür aber besser besuchte, Feste geben und der Preis wird wieder so sein, dass es Spaß macht, sich dafür krummzulegen. Zumindest hoffe ich das.
 
Hallo Jungs + Mädes !

1.Ich weiß nicht, wo ich das hier posten soll :-( wenn falsch bittte verschieben.
2. Ich habe die Suche benutzt, aber natürlich hat niemand die gleichen Einzelheiten wie ich.

Also.
Ich soll für eine Band meiner Schule für 7 oder 8 Lieder auf einem Dorffst vor etwa 200-350 Leuten den Tonmischer machen. Die PA wird von unserer Schule mitgebracht (nix dolles).
Ich bin eigentlich nur Musiker, mache in der meinen Bands auch immer die technik und habe jetzt in der Projektwoche nochmal Tontechnik "gelernt".
ICh bin zwar einerseits Grünschnabel mit wenig Erfahrung, andererseits hab ich auch schon 2-3mal abgemicht, allerdings meist mit anderen "älteren" Mischern zusammen.

Nun fragt mich die Veranstallterin, ob ich nicht für eine andere Band, die kein Equipment hat und die ich nicht kenne auch mischen kann. Für bezahlung natürlich. Und dann war noch die Rede von CD´s abspielen, wozu noch ein paar Damen singen wollen (das klärt sie noch und sie ruft dann mich an).

Wie viel Geld kann ich vom Veranstalter verlangen ??
ich hab da wirklich keine Idee.
Von der einen Schulband will ich garnichts, von der anderen auch nicht, den soll da einfach ihre Gage entsprechend Für mich gekürtzt werden.

evtl. noch "leihgebühr" für das Schrottequipment ??


please help me
LuKN-134

Lass das mit dem Geld mal noch und wenn dann nur 2 Stellig nicht mehr, ich mach seit JAhren Schultechnik und habe einige Praktikas im Tonstudio und jobbe dort auch aber für Live abmischen Geld naja würd dem Typ sagen ich amchs kostenlos und wenns gut war dann geb mir soviel wie dufür angebracht hälst.
 
einerseits ist es natürlich schön, geldzu kriegen, und ich brauche auch etwas, weil ich mir für künftige auftritte noch 2,3 sachen zulegen will.

aber andererseits ist es auch so, das wenn ich umsonst spiele, ich den markt noch weiter runterziehe. Was sollen denn die "guten" tontechniker sagen, die 500€ am tag nehmen ?
Der Veranstallter kennt sich dann vielleicht nicht so aus und ihm ist es egal, wie es kling (ja, sowas gibt es!) und dann, ZACK, wieder 500€ gesparrt. und je niedriger mein preis, desto weniger interessiert man sich dann doch für die leistung und lässt sich von billige preis ablenken.

gruß
LUKN-134
 
Tobse schrieb:
btw, ich hab ja nicht wirklich was mit den stadtfesten und co zu tun, mich würde mal von den kollegen interessieren wie stark sich das das problem der anfänger auswirkt.. sind es nur die schul und erst veranstaltungen die mit solchem personal besetzt werden, oder verliert ihr wirklich jobs die ihr seit jahren gut und gerne machtn, weil das dj team im nachbardorf für nen 50 pro kopf loszieht? ist denn tatsächlich der großteil der veranstalter so wie von mir oben beschrieben, oder gibts auch da alte hasen die wissen das das bierzelt mit ner ps15 pro seite + sub eben besser klingt als mit dap&co, und auch bereit sind dafür zu bezhalen? ich weiß, ist nicht mehr die eigentliche frage, aber gehört ja irgendwie noch zum topic und würd mich wirklich interessieren...
Ich bin jetzt kein Techniker, kann diese Frage also nur anhand dessen beantworten, was ich auf Veranstaltungen so sehe und höre.

Und demnach haben wir es hier bei uns in der Gegend, was das angeht, ganz gut.
Ein paar Beispiele:

Mein Abifest, eine Openairveranstaltung von 4 Gymnasien mit 2 Livebands. Leider hatten wir keine Genehmigung für Livemusik nach 22:00 Uhr.
Da standen pro Seite 2 2x12er EV Tops und 2 EV Subs da. Und die liefen nach meinen Ohren nicht an ihren Grenzen, es hat von Lautstärke und Sound ziemlich gut gepasst, daher vermute ich einen recht fähigen Mann am Mischpult.
Ich tue mich immer schwer damit, die Menge der Leute zu schätzen, aber ich fand die Anlage gut ausreichend.

Das Viertelfinale eines Bandwettbewerbs, fand in einer nicht sehr großen Schulaula statt.
Da stand ein d&b-System und dementsprechend klang das auch, wenn die Bands was drauf hatten.
Bei einer kam sogar eine Lampe aus der Decke!

Und die Krönung was das angeht ist bei uns das Straßenfest, auf der größsten Bühne hängt da ein ordentliches d&b-System, weiß gerade nicht, welches. Bei einer guten Band geht das so was von gut ab und ich bin der Meinung, das merken die Leute auch, die meisten vielleicht unbewusst, aber doch irgendwie.
Ich freue mich schon auf dieses Jahr, wird wieder fett.

Das hat aber wahrscheinlich auch ein bisschen etwas damit zu tun, dass besagter PA-Hersteller eben aus Backnang kommt, da haben wir schon Glück.

Ein extremes Gegenbeispiel habe ich noch nicht erlebt, aber ich bin auch selten auf so Festchen.

Soweit mein Eindruck dazu, kann gut sein, dass das jemand, der hier tiefer in der Materie steckt, etwas anders sieht.
 
leute, mit systemen hat das gar nichts zu tun.

ein guter mischer schaffts noch auf dem größten billiggerümpel, solange es sinnig und ausreichend gestellt ist, einen brauchbaren ton zu entlocken.

gute systeme erleichtern das leben, beschleunigen den soundcheck und machen das ganze etwas stressfreier für die crew.


es is egal ob da nexo, gae, eaw oder sonst was steht...die crew ist das maßgebende. und da zählen erfahrung, private initiaive und lernbereitschaft sowie etwas grundlegen menschenversatnd/grips und teamfähigkeit. wer das nicht hinbekommt, wird immer HKS bleiben oder hat doofen glück und ist ancher bestimmt kein allzu angesehener kollege.


und mal eins vorab:
ich glaub das so mancher profi mit schul/dorffest-VAs riesen probleme hätte.

ein mal an eine gewisse klasse gewöhnt, fällts einem schwer mit einem nahezu 0€-budget was brauchbares auf die beine zu stellen. auch das ist eine leistung und hat mit "unter wert verkaufen" nix zu tun. das niveau ist niedriger, dadurch hat man meißt mehr stress da
a) unkoordinierter => weniger aufbauzeit etc
b) ""schlechteres"" material => mehr defekte, mehr eq-kurbelei

man macht trotzdem das beste drauß.

tobse, es würde mich mal wirklich interessieren wie du mit einem Dorffest/Kirbe/satdtfest mit 1000-2000PAX mit halbamtlichen material (EV RX + Yamaha GA32 oder ähnliche nicht ganz so ausgereifte gerätschaften) zurrecht kommen würdest. ja, das würde mich wirklich mal interessieren. :great:

außerdem: wo soll der nachwuchs herkommen, wenn es keine möglichkeiten gibt irgendwo mal für lau o.ä. zu mischen etc? ich hab auch so angefangen, ui, in ner schule (da is man eh schon unten durch). heißt nicht unbedingt, dass es mich nicht so interessiert, dass ich mich auch wirklich damit beschäftige. doch das budget ist dann das begrenzende, nicht das knowhow.

die situation ist im moment nicht schlecht, dumper wirds immer geben. profesionelle firmen wird das nicht jucken, das fernsehen braucht qualtitativ gutes licht, eine große tour oder ein großes festival ist auch nicht mal kurz durch nen Mittelständischen betrieb möglich der schon gut ausgerüstet ist...

meine meinung: nicht so oft rummeckern und (so lange die sicherheit nicht gefährdet ist) sein lass, was so sein kann. und dann kann auch mal ein neuling für n appel und n ei ne kleinere VA mischen/beleuchten...

jeder wie er kann. den rest regelt der markt.
 
Meine Überlegungen gehen da ein bisschen in ne andere Richtung:

1. der Veranstalter veranstaltet das Event nicht aus Gütmütigkeit sondern weil er sich was davon erhofft. Das dürfte jetzt nicht wirklich was Gemeinnütziges sein.

2. Du hängst 12-16h rum.


Allein aus dieser Sichtweise sollte eine "Aufwandsentschädigung drin sein.

-1 du hast nicht wirklich Erfahrung und bekommst eine tolle Chance um zu üben

-2 du kannst keinen Erfolg garantieren, wegen oben. Also ist es ein Risiko des Veranstalters dich da ran zu lassen.

Aus dieser Sicht solltest du froh sein, dass du das machen darfst

Was würde den Veranstalter ein "richtiger Mischer" kosten? Ca 200€ würde ich mal schätzen + Mwst.

Also machs für nen Hunni, und gut ist.
 
spür ich da nen leicht aggresiven unterton mir gegenüber?
wär ja nicht schlimm wenn, ich tu mich nur grad schwer deinen post zu deuten...


tobse, es würde mich mal wirklich interessieren
wie du mit einem Dorffest/Kirbe/satdtfest mit 1000-2000PAX mit halbamtlichen material (EV RX + Yamaha GA32 oder ähnliche nicht ganz so ausgereifte gerätschaften) zurrecht kommen würdest. ja, das würde mich wirklich mal interessieren. :great:
ist in der tat ne interessante frage, da ich sowas wirklich lange nicht mehr gemacht habe, vermutlich würde ich ein weit schlechteres ergebniss abliefern, als jemand der das regelmäßig tut. grüne hierfür wären z.b.:

- ich bin mit dem ablauf der orga etc solcher veranstaltungen nicht vertraut
- auch wenn ich gerne organisiere plane und bis zu einem gewissen grad auch leite, bin ich es nicht gewohnt mich mal eben um licht ton bühne und alles drum herum zu kümmern. ich habe sowas schon in form der crew leitung im tourbetrieb getan, da sind die probleme aber andere.. ich bin ein deutlich enger gestecktes arbeitsfeld gewohnt, für das übergreifende gibt es andere menschen. => ich bin nicht routiniert darin
- ich kenne viele teile des eingesetzen materiales vermutlich nicht (siehe viele threads in boxen&amps...)
- ich bin das arbeiten ohne hands nicht so gewohnt wie die kollegen die das täglich machen. ich bin mir sicher nicht zu schade mal nen lkw laden. bin mir aber auch sicher das ich da schneller in die knie gehe, als jemand der das immer selbst tut.
- ich bin das arbeiten mit einspielerschlachten von tanzmäusen etc nicht gewohnt
- ich bin es nciht gewohnt mir gedanken über dinge wie legen eines multicores ohne beeiträchtigung der biertische zu tun (als allgemein zu sehendes bsp)
- ich bin das arbeiten mit wilden material mixen weil das geld halt nicht gereicht hat nur bedingt gewohnt
- ich bin es nicht gewohnt auf mich alleingestellt zu sein, da ich normalerweiße recht viele crew mitglieder um mich rum habe
- ich bin es gewohnt das dinge wie catering/übernachtungen/infrastruktur. etc für mich organisiert werden, das ist hier vermultich nicht immer der fall
- ich bin es nicht gewohnt mit dem veranstalter über friteusen auf dem tonstrom zu diskutieren (wieder als allgemeines bsp zu betrachten..)

diese liste würde sich sicher ewig lange fortsetzten lassen. aber unterm strich würde vermutlich immer dabei raus kommen, das die chance sehr hoch ist das ich im vergleich zu einem in diesem gebiet routinierten kollegen so richtig auf die fresse fallen würde. aber volles rohr.

aber es ist ja jetzt nicht so das ich in einer bunten scheinwelt lebe, in der einem alles auf dem silbertablett serviert wird, und man dazu noch den hintern mit blattgold gepudert bekommt. wenn man das ding nämlich anderst herum betrachtet.... was würde passieren wenn der stadtfest tech nun in meiner welt aufschlägt, und meine probleme abbekommt...

- vermutlich würde er ganz schön dumm gucken wenn er erst mal aus der halle fliegt weil er keinen helm dabei hat und über ihm geriggt wird..
- würde er ganz schön schlucken wenns an ihm ist ne changeoverzeit von 5 min für nen liveact zu realisieren, weil sonst die dicke konventionalstrafe wegen der fernseh übertragung droht..
- hätte er probleme statt den 2 slx handhelds plötzlich 30,40 channels uhf ans laufen zu bekommen
- wäre er es nicht gewohnt auch mal komplett ohne soundchecks o.ä. zu arbeiten
- wäre er es nicht gewohnt, den zugekoksten ami tech zu babysitten für den schonmal alles scheiße ist was in deutschland stattfinden und nicht RaR heißt
- könnte er mit den systemen nicht umgehen, vor allem wenns an controlling und fliegen geht.
- wäre er es nicht gewohnt das mal eben das telefon klingelt und er seine familie dann erstmal nen monat nicht mehr sieht
- wäre er es nicht gewohnt, den haufen hands so zu kontorllieren, das alle arbeiten und dann wirklich in jemden truck auch das passende material der viele viele seiten umfassenden materialliste landet
- wäre er das arbeiten mit sehr hohen kanalzahlen und die sich daraus ergebenden probleme nicht gewohnt...

auch diese liste lässt sich endlos weiterführen.
wenn sich da jetzt die frage stellt wer der bessere tech ist, ist meine antwort ganz einfach. niemand. in beiden welten gibt es verdammt gute und schlechte kollegen. und wie ich schon schrieb, ich habe größten respekt vor jedem kollegen der seinen job gut, motiviert, engagiert und wissbegrierig macht. völlig egal in welcher größenordnung der job stattfindet.


außerdem: wo soll der nachwuchs herkommen, wenn es keine möglichkeiten gibt irgendwo mal für lau o.ä. zu mischen etc? ich hab auch so angefangen,
ich auch. jugendbands, jugenzentrum, hinterhof festchen, kleintheater etc. und es war eine sehr schöne und lehrreiche zeit die ich nicht missen möchte, und von der ich noch heute provitiere. denn da war die zeit und die möglichkeit auch mal zu experimentieren, zu improvisieren und auch mal trial&error zu betreiben um zu lernen. das geht heute leider nicht mehr oder nur noch eingeschränkt.
btw, es galt für eine produktion bei der ich ausgetsiegen bin einen ersatzman für mich zu suchen.monitorjob. mittlere tagessätze. viel für einen anfänger, zuwenig für nen hyperprofi, für den durchschnittlichen lancer sicher interessant. meine wahl viel letzendlich auf einen kollegen, der bisher noch so gut wie keine erfahrung als monitorman hatte, und technisch den anderen kollegen nicht das wasser reichen konnte. grund: er war der motivierteste, war am begeisterten. es war die einstellung zum job die mich dazu bewegte ihn zu nehmen. und der plan ging auf, er hat sich sowas von ins zeug gelegt das er den technischen vorsprung der kollegen wirklich schnell aufgeholt hatte, hatt sich aber dabei seine bodenständige und interessierte und engagierte art bewahrt, und ist somit der perfekte mann für den job geworden. ich hätte auch einen nehmen können, dem ich nen patchplan schicke und alles tut. mir war es aber lieber zeit in den kollegen zu investieren, um jemand der es wirklich will eine chance zu geben was zu tun. genauso wie mir schon oft chancen geboten worden. das ist einfach fair, und es hat sich sowas von gelohnt.

meine meinung: nicht so oft rummeckern und (so lange die sicherheit nicht gefährdet ist) sein lass, was so sein kann. und dann kann auch mal ein neuling für n appel und n ei ne kleinere VA mischen/beleuchten...
kann ich so unterschreiben. der ausschlaggebende punkt in bezug auf diesen thread hier wäre aber das "für nen appel und en ei". das ist ja genau das was ich meinte, und warum ich auf der ersten seite meinen ersten post verfasst habe. lernen ist toll. leuten die möglichkeit geben zu lernen extrem wichtig. brauchen wir ja selbst auch alle. wenn aber der gedanke des lernens in den hintergrund rückt, sobald der schnelle euro gewittert wird, dann mag ich das nciht so sehr. vor allem wenn die leistung noch lange nciht ausreichend sind, das geld mit gutem gewissen anzunehmen. das bewegte mich zu meinem ersten post bzw einwand in die diskussion.
in unsere branche ist man in meinen augen auf eine recht autodidakte ausbildung angewiesen. und die chancen diese durchführen zu können sind begrenzt. wenn nun als die ersten reaktionen auf so eine chance nicht "wie geil, ich kann auf die straße, ich kann mischen" sondern "öhh, wieviel krieg ich denn dafür eigentlich..." sind, dann macht mich das etwas traurig, weil es imho von recht wenig begeisterung über die sache an sich zeugt. und die braucht man in unserem job nunmal. egal in welcher größenordnung.
 
Schöner Post, Tobse :great:
Mit dir würde ich gerne mal zusammenarbeiten, wenngleich ich in deiner Welt
wohl nicht so ganz zu Hause bin.
Meine Jobs beschränken sich doch eher auf Clubgigs und diverse andere
Festivitäten, Strassen- und Dorffeste meide ich eigentlich mittlerweile eher.

Es ist schon richtig, die Geiz ist Geil Mentalität herscht bei vielen Volksfest-
veranstaltern mittlerweile vor, aber ich habe mir da klare Grenzen gesetzt.
Wenn die Anforderungen zu sehr vom finanziell kaufmänisch machbaren
Weg abweichen sag ich lieber nein und suche mir was anderes.

Und wenn es nur das Vergnügen ist, abends über das Strassenfest zu
schlendern, um bei den Kollegen mit den Dumping Kursen mitzuerleben,
wie deren High-Tech DAP sich mit einem kräftigen "Plopp" verabschiedet
und es zappenduster wird :D

Auch sehr amüsant sind die Kollegen, welche einen neuen Laden quasi aus
dem Boden stampfen, auch mit ganz ordentlichen Zeugs unterwegs sind,
aber bei denen man dann an der Regie so Sprüche mitbekommt wie:
Ey, wie ging das nochmal mit dem Kompressor, 3:1 oder was, hast du die
Bedienungsanleitung etwa nich dabei....:screwy:
Wenn man dann noch deren Webseiten mal ansieht, kann man es wiederum
nicht verstehen, denn das sind oft langjährig ausgebildete "Superhyperturbo
Soundspezialisten" :D (Insider)

Na, sollen sie machen was sie wollen, ich suche mir meine Nischen, denn
es gibt in der Tat noch Leute, welche auf Qualität einen gewissen Wert legen.

Das alles schreibt ein sogenannter Quereinsteiger.......
 
Da ist ja aus einer kleinen Anfrage ganz schön was zusammen gekommen!
Fange ich mal vorn an!
@LUKN-134
Also aus den von meinen Vorrednern angesprochenen Dingen, was die Bezahlung angeht, und da Du die Katze nicht ganz aus dem Sack gelassen hattest, hatte auch ich für einen eher no Money Job plediert. Aber Du hast mittlerweile schon genug Tips bekommen und Preisbeispiele, denen ich mich nur anschließen kann!

Zur anderen Diskussion:

Also was Harry da in Post #23 geschrieben hat, kenne ich u.a. auch, und bin darüber genauso entäuscht, wenn man das Geld lieber für irgend einen Schnickschnack ausgibt, um dann wiederum an der PA und am Licht zu sparen! Lieber die teuerste Brauerei inclusive eines "vergoldeten Thresen" und dann den billigsten Tonkram! Da geht mir der Hut hoch! Aber ich mache das ja auch nicht laufend mehr, und deswegen rege ich mich darüber nicht mehr auf. Aber als ich noch jedes WE aktiv war, hat mich solches Gehabe erheblich gestört! Heute sehe ich das eher so wie der Jürgen, ich muß es nicht tun, denn meine Brötchen verdiene ich wo anders, und dann gehe ich lieber amüsiert mit meiner Frau über besagte VA um sich dann gemeinschaftlich einen belustigten Abend zu machen! Und wenns mir zu viel wird, kann ich jederzeit wo anders hin gehen!:)

Das von Tobse angesprochene ist nicht von der Hand zu weisen, ich meine seine Stichpunkte, was er kann und wo er sich schwer tun würde und muß sagen, Tobse Du lebst in der Realität und hast glaube ich eine gute Einschätzungsgabe dir gegenüber!:great:

Aber ich hatte letztes Jahr die Erfahrung hier in einem Stadtteilfest, da wurde eine Agentur geordert, die normalerweise in einer höheren Liga unterwegs ist! Das ist ja an und für sich nichts schlechtes, nur mit welcher Arroganz :eek: da gearbeitet wurde - lassen wir das lieber! Wenn man dann schon in einer tieferen Liga arbeiten muß/soll, so sollte man doch klar darüber sein, das dort eben andere Verhältnisse herrschen!

Und es wurde auch schon angesprochen, eine gute VA ist nicht am vorhandenen Equipment zu erkennen, sondern daran was der dortige Techniker aus dem zusammengetragenen Haufen Low und Middle - Budget Bausteinen herauskitzelt! Denn fast keine Sau im Publikum interessiert es ob die Bedröhnung durch irgendwelche D&B Syst oder einer Hausmarke vom Thomann kommt! ABER, auch wenn die meisten nicht das musikalische Hören haben, so kann doch Otto Normalo doch durchaus unterscheiden, ob es sich nun gut oder schlecht angehört hat - ob er das dann noch erklären kann ist hier eh egal! Aber wenn ich auf solchen Locations Sound fahren durfte, ob jetzt als Tech für ne Band oder als Befütterer der CD - Player, DJ genannt, dann kam doch schon des öfteren der/die eine oder andere auf mich zu und brachte eine Meinung rüber! Und wenn man nach getanem Job diese Meinungen zusammenzählt und die positiven überwiegen, dann ist das auch ein schöner Lohn, den man inclusiver der gefüllten Brieftasche mit nach Hause nimmt!:) Und das man nicht jedem alles Recht machen kann, dürfte auch jedem klar sein!

Aber der Markt in der unteren Liga, ist überfüllt von Leuten, die meinen sie sind die größten und besten! Und die nocken sich aber gegenseitig aus, nur das es so viele davon gibt, das immer wieder neue "0 - Profis" aus dem Boden schießen! Ich sehe das immer wieder in einer eigentlich gut gehenden Location bei mir um die Ecke. Der Inhaber holt sich immer wieder neue Spezis ran! Immer wieder bekomme ich natürlich Angebote von ihm, die er bis auf wenige Ausnahmen ausschlägt, mit der Begründung, Wolle Du bist mir viel zu teuer! Ich habe da einen der macht das für die Hälfte - gut Deine Arbeit ist spitze und die Leute sind auch immer voll zufrieden - aber ich will nicht soviel ausgeben! Gut, dann eben nicht, und wenn ich mal Zeit habe, dann werde ich ne Runde für ihn sammeln gehen! ABER von seinen Profis sehe ich nur immer einmal etwas und dann komischerweise nie wieder! Er hat halt den Vorteil, das er in einem etwas weiteren Umkreis der einzige ist, der öfter mal die Sau rausläßt und irgendwelche Feste schmeist und die meisten Leute sind faul und anstatt sich mal eben 3 Stationen in die S - Bahn zu setzen, gehen sie lieber dahin, na ja und nach 5 Bier ist den meisten sowieso egal, ob die Petry Songs durch ne verzerrte Anlage kommen oder nicht! Scheint jedenfalls auf den rsten Blick so zu sein, aber wenn dann ein guter Mann am Start ist, dann fällt es doch komischerweise fast allen auf, das merkt man daran, das sie sich noch Tage und Wochen späterr über diese VA unterhalten, wonach die anderen nach Ende abgehakt werden!

Naja ich habe meine klare Linie, und da bleibe ich bei! Aber es wurde auch schon angesprochen, es gibt auch Bands die Wert drauf legen, das auch im kleinen Rahmen immer Qualität kommt! Gerade Chöre und Gospel sind mir da auch in letzter Zeit aufgefallen. Leider ist das gegenüber der breiten Masse nur ein kleiner Anteil!

Beste Grüße
Wolle
 
Schöner Post, Tobse :great:
Mit dir würde ich gerne mal zusammenarbeiten, wenngleich ich in deiner Welt
wohl nicht so ganz zu Hause bin.

...was auch völlig irrelevant wäre um einen guten job miteinander abzuliefern. wie gesagt, ich bin völlig davon überzeugt das welten absolut unwichtig in der berurteilung der leistung eines tontechnikers sind. und sind wir mal ehrlich, wohin es einen in unserer branche verschlägt hat man doch oft selbst gar nicht in der hand. natürlich versucht man in eine bestimmte richtung zu gehen, aber ob man es dann wirklich tun wird steht auf einem ganz anderen blatt.

ich hatte das glück trotz meines zarten alters an ein paar größere kunden zu kommen, diese zu überzeugen, und dementsprechend ein paar größere jobs zu erledigen. purer zufall, ist halt eben so passiert. ich freu mich drüber, ich fühl mich da wohl. dennoch habe ich zu 0% das bedürfniss deshlab bei jeder gelegenheit meine geschelchtsteile vorzuzeigen. ich kenne so viele kollegen die es schlichtweg besser können wie ich. es gibt soviele produktionen die sich weit über dem abspielen was ich tue wo ich nichtmal nen schnürsenkel in der türe habe. ich bin ganz sicher kein "starlancer" (das ist wohl unsere insider variante deines Superhyperturbo Soundspezialisten :D), ich bin einer von vielen techs auf einer von vielen produktionen, und wenn ichs nicht tue tuts halt ein anderer.

und auch wenn ich als auf der ein oder anderen größeren bühne mit tollem material zuhause bin hab ich ganz sicher nicht den reiz und den charme kleiner club gigs vergessen. ich steh da total drauf. das ist ja der grund warum ich (sollte es denn klappen) im oktober wieder mit einer band durch clubs tingeln werde (die angesprochene gl4000 problematik. ich erwähnte das, und ich fürchte die meisten meiner wunsch alternativen werd ich mir abschminken können :D). da gehts um die altbekannten 500er r'n'r clubs in deutschland. afaik auch ein paar 800er bis 1k, aberdas meiste ist rund um 500.
da hab ich auch kein vernünftiges monitor pult, da werd ich keine lecker r serie funk haben, da gehen keine helical antennen mit, da gibts keinen seperater crew liner, da gibts keinen haufen hands, da gibts keine leckeren martin wedges sondern dinge die explodieren bevor sie laut genug sind, was sind sidefills?, drummfill = wedge bei der der bass noch nicht gerissen ist, der foh kollege wird keine h3000 und keine meyer systeme bekommen, da kleben die stative schonmal noch vom bier vom vorabend, ich werde die wahrscheinlich analoge mon konsole mit der vorband teilen müssen, die produktion passt kaum auf die kleinen bühnen und beim catering könnt ich bei ein paar der clubs jetzt schon kotzen wenn ich nur dran denk...

zum letzten mal hab ich in diesen clubs vor rund 2 jahren was gemacht. und ich freu mich drauf wie ein kind an weihnachten. weils einfach tierisch spaß machen wird, mal wieder ein paar richtig gute r'n'r show in familiärer athmosphäre mit ein paar coolen clubtechs zu rocken. (gute clubtechs sind imho in deutschland selten, da viele häuser warum auch immer zu einer bürokratisierung neigen, vor allem in bezug auf gewerkschaftlich vorgeschriebenes nasepopeln und kaffetrinken... die die gut sind sind dafür aber die macht, das rückgrad des r'n'r des kleinen mannes und der ganzen clubszene :cool: und genau auf diese jungs freu ich mich wie blöd)

natürlich ist das finanzielle eine andere sache. das ist letzendlich auch das, was das ganze scheitern lassen könnte. denn auch wenn ich richitg spaß an so einer überschaubaren sache hätte, ich muss mein geld verdienen. in der zeit in der ich da weg bin verpass ich andere dinge bei denen ich sicher bin das sie gut bezahlt sind. und die leute die mir rechnungen schicken interessiert es herzlich wenig wie groß die produktion ist, mit der ich gerade unterwegs bin. dynamischer krankenkassenbeitrag nach produktionsgröße klingt verlockend, is aber nicht. und dementsprechend gibts bei mir eine grenze, die nicht unterschritten wird. egal wie groß den der kunde ist und ob da nacher 500 leute im club oder 10000 aufm acker stehen.

und das mit dem aus dem boden gestampft kenne ich auch. ich habe schon ein paar mal verleiher erlebt, die sich durch,,,,,sagen wir mal preipolitik:rolleyes:.... eine etage nach oben gekauft haben. da wird dann der tolle deal mit der bank an land gezogen, und schon rollen die werksneuen nobelkisten gefüllt mit leckeren spielereien aus dem truck. doof nur, das keiner weiß wie man die neuen contorller programmiert. oder das das kleine line array als sidefill vllt doch eher ungeeignet ist, auch wenns jetzt abbezahlt werden muss. usw usw usw. und da ist es wie ich hier schonmal irgendwo schrieb, da ist mir die firma letzendlich lieber, die mit etwas schlechterem material kommt, sich dafür aber den hintern aufreißt und das zeug vor allem bedienen kann.

den der gute tech (hier bezogen auf einen verleihtech) sollte seiner company ja nicht nur taktisch kluge anschaffungen für den neu erschlossenen markt empfehlen, sondern auch lernen wie man damit umgeht. und das am besten nicht erst vor dem zahlenden kunden und dem gasttech ;)

jürgen, das mit der zusammenarbeit kann ich nur zurückgeben.
und sowas kann man ja auch mal einrichten. nicht morgen, aber lässt sich doch mal anvisieren. einfach aus spaß an der freude. dann wirds halt mal ein gemeinsames wochenende im megaphone, und dafür kommst mich dann mla besuchen wenn ein festival in der nähe ist, oder die kleine clubtour im oktober klappt. ;) :)
und vielen vielen dank für den ersten abschnitt deines posts. mir ist echt das herz aufgegangen und ich weiß das wirklich zu schätzen :):great:

edit: quereinsteiger nummer 2, weder fachkraft, noch irgend nen engineer, noch ein audio diplom, einfach nur zu doof für nen richtigen job;)
 
sorry, der laptop spinnt, ich habe angst wieder zu editieren grad eben häts mir fast dabei den oberen post verrissen, und ich wollte noch schnell was zu wolle sagen der dazwischengerutscht ist

dein beispiel mit der agentur:
agenturleuten traue ich grundsätzlich eh mal garnicht :D das ist ja aber schon wieder das nächste thema, über das wir sicher auch seiten füllen könnten. da ist wohl jeder schonmal abgezogt worden, ist nur die frage wie oft man es gemerkt hat :D

wenn jetzt aber jemand "downgraded" und nen job ne liga drunter macht, gibts für mich nur 2 logische erklärungen dafür:

1. er hat einfach bock drauf, es stört ihn nicht, es macht ihm spaß. dann wird er sich vermutlich aber nicht so aufführen, denn es geht ja um den spaß und der bleibt dabei ja auf der strecke

2. er braucht ganz einfach die kohle. warum auch immer. und da kann es zu sowas kommen. denn eigentlich hat man ja keine lust drauf, ist sich viel zu schade dafür und muss den kram halt jetzt machen, moskau inkasse steht ja schon vor der tür... da ist das ego gekränkt, und das wird dan rausgelassen, in dem man den anderen beteiligten klarmacht wieviel besser man doch ist, und das man ja gefälligst als gottheit zu betrachten ist.

imho ein klarer schuß ins eigene knie. denn erstens ist man selbst der der was tun muss was man nicht mag, während die andern hingegen tun was sie wollen und spaß dabei haben. ob man da wirklich besser und erfolgreicher ist, ist wohl zu bezweifeln. und man könnte ja auch seine erfahrung nutzen um den anderen etwas zu zeigen (sofern man den überhaupt was besser kann). daraus würde folgen das man es beim nächsten mal besser klappt und man hätte selbst was davon....


in unserem geschäft läuft leider zuviel über egos. da gibts "die großen jungs", die meinen automatisch zeigen zu müssen wie toll sie doch sind, und sich bewusst andere herauspicken um das eigene ego mit schwanzvergleichen zu stärken.

genauso gibts aber auch die "kleinen jungs", die sich sofot angegriffen fühlen wenn einer mal was aus einer größeren welt berichtet. denn eigentlich würde man es selbst gerne tun, aber das der arsch das tut was man will geht mal überhaupt nicht.....


find ich beides total überflüssig. in unserem job ist teamwork exterm wichtig. man muss nicht jeden mögen, aber man sollte miteinander arbeiten können. bei solchen spielchen klappt das nicht. das sind so dinge wie die endlose "wer ist wichtiger, foh oder monitor mann" diskussion. wer sich ernsthaft mit solchen wie wichtig ist man themen beschäftig, ist imho falsch in diesem job.


zu den niedrigen wünschen und der zahlungsbereitschaft der kleinen club und kneipen gigs:

schockt mich, wie schon gesagt ich hätte gedacht es fehlt am geld, nicht das man es einfach nicht hergeben würde. ich habe da die hoffnung (und vermute es auch), das sich das aber über die jahre auch wieder ändern wird. in deutschland haben wir ja immer noch eine recht hohe kaufkraft und zahlungsbereitschaft, wenn es um solche bespaßungsdinge wie kneipe kino konzerte etc geht. ich bin kein experte, aber ich habe das gefühl, sie geht spürbar zurück. ich hoffe das sich daraus dann ergibt, das die leute dann auch wieder genauer auswählen, für was sie denn ihr geld ausgeben. und auch wenns nur ums saufen mit live beschallung geht, vllt läufts ja dann endlich darauf hinaus das man sich dort betrinkt wo es eine gute show gibt, und nciht dort wo die ohren klingeln. denn man kann es sich nicht mehr jede woche leisten.
da würden die clubbetreiber und techniker, die auch in harten zeiten an einem gewissen standard festzuhalten versuchen endlich ihre verdiente portion umsatz bekommen. schade ist es dann nur um die ganzen kollegen, die das auch versuchen aber dabei auf der strecke bleiben. und da kann ja wirklich jeder der nächste sein, jeden von uns hier miteinbegriffen.


@ threadstarer: wie du siehst entwickelt sich das ganze zu einer weitgehenden diskussion, ist einfach ein reiz aber auch ein spannendes thema. danke fürs drauf aufmerksam machen, wolle :D
frage an dich wäre nun: reichen dir die hier genannten hausnummern und ratschläge der einzelnen kollegen? wenn nicht scheu dich bitte nicht dazwischenzufragen, auch wenn wir ihn missbrauchen, noch ist es dein thread. ich könnte auch versuchen ihn zu teilen, wäre aber wohl schwer da alles ineinander übergeht. lass dich bitte nicht erschrecken, und schrei wenn du was wissen willst.
 
@Tobse
zur Agenturgeschichte mal nebenbei:
das sehe ich ganz genauso wie Du!

und man könnte ja auch seine erfahrung nutzen um den anderen etwas zu zeigen (sofern man den überhaupt was besser kann). daraus würde folgen das man es beim nächsten mal besser klappt und man hätte selbst was davon....

Ja und um einigen Leuten die Ehre zu retten, muß ich sagen, das ich auch solche Dinge schon erlebt habe! Und das finde ich ganz toll, denn Nobody is perfect! So kann man immer etwas dazulernen. Wobei in umgekehrter Richtung das etwas schwerer fallen dürfte, aber gerade Deine Punkte:

- ich bin mit dem ablauf der orga etc solcher veranstaltungen nicht vertraut
- auch wenn ich gerne organisiere plane und bis zu einem gewissen grad auch leite, bin ich es nicht gewohnt mich mal eben um licht ton bühne und alles drum herum zu kümmern. ich habe sowas schon in form der crew leitung im tourbetrieb getan, da sind die probleme aber andere.. ich bin ein deutlich enger gestecktes arbeitsfeld gewohnt, für das übergreifende gibt es andere menschen. => ich bin nicht routiniert darin
- ich kenne viele teile des eingesetzen materiales vermutlich nicht (siehe viele threads in boxen&amps...)
- ich bin das arbeiten ohne hands nicht so gewohnt wie die kollegen die das täglich machen. ich bin mir sicher nicht zu schade mal nen lkw laden. bin mir aber auch sicher das ich da schneller in die knie gehe, als jemand der das immer selbst tut.
- ich bin das arbeiten mit einspielerschlachten von tanzmäusen etc nicht gewohnt
- ich bin es nciht gewohnt mir gedanken über dinge wie legen eines multicores ohne beeiträchtigung der biertische zu tun (als allgemein zu sehendes bsp)
- ich bin das arbeiten mit wilden material mixen weil das geld halt nicht gereicht hat nur bedingt gewohnt
- ich bin es nicht gewohnt auf mich alleingestellt zu sein, da ich normalerweiße recht viele crew mitglieder um mich rum habe
- ich bin es gewohnt das dinge wie catering/übernachtungen/infrastruktur. etc für mich organisiert werden, das ist hier vermultich nicht immer der fall
- ich bin es nicht gewohnt mit dem veranstalter über friteusen auf dem tonstrom zu diskutieren (wieder als allgemeines bsp zu betrachten..)

dürften für diese Leute eben eine vielleicht nicht neue, aber ein zurückholen in die Tatsachen der Welt der Clubs und kleineren VA´s sein. Was für manch einen der schon jeglich Realität zur normalen Welt verloren hat bestimmt von Vorteil wäre! Tobse, du sprichst es ja auch an, das es auch in deinen Kreisen genau sone Typen rumrennen, die meinen sie seien Gott! Aber die gibt es leider überall, und früher oder später bekommt jeder seine Rechnung!

Ich denke auch, das in der Welt der Techs jeder der nächste ist (wieso eigentlich nur da???)! Du sprichst es an: Teamwork heißt die Zauberformel! Wenn davon mehr vorhanden wäre, dann würde einiges anders laufen.

da würden die clubbetreiber und techniker, die auch in harten zeiten an einem gewissen standard festzuhalten versuchen endlich ihre verdiente portion umsatz bekommen. schade ist es dann nur um die ganzen kollegen, die das auch versuchen aber dabei auf der strecke bleiben. und da kann ja wirklich jeder der nächste sein, jeden von uns hier miteinbegriffen.

Ob ich das noch erleben darf? Wünschenswert wäre es auf jeden Fall!

Und ganz by the way, mich würde es auch mal interessieren hinter die Kullissen der größeren schauen zu dürfen. Leider hat man aus unseren Kreisen dazu nicht die Gelegenheit dazu! Und ich kann es mir schon vorstellen was da abgeht, aber höchstwarscheinlich ist das was ich mir vorstelle noch nicht mal die Hälfte von dem wie es wirklich abläuft! Aber so hat jede Liga seine eigenen Problemchen, die einenkämpfen mit der fehlenden seperaten Stomversorgung, oder den unmöglichsten Locations und den anderen sitzen die Vertragsstrafen im Genick, wenn was nicht so abläuft wie es soll! Wer es da letzten Endes besser hat, will und kann ich nicht beurteilen!

ABER eines muß ich an dieser Stelle auch noch einmal loswerden!
Danke Tobse für deine Posts, sie sind in meinen Augen immer eine Bereicherung hier im Forum, und man kann dadurch doch mal etwas weiter über den Tellerrand schauen!:great:

Greets Wolle
 
Moinmoin,

ich muss zugeben, dass diese Diskussion erheblich spannender zu lesen ist, als meine Frühstückzeitung, auf die ich dafür grade verzichtet habe... aber das nur nebenbei :)
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Publikum durchaus in der Lage ist, unterschiede bei der Qualität der Technik zu bemerken. Könnte einer der Gründe sein, warum es sowas überhaupt noch gibt... Da wir für eine "Hobbycrew" mittlerweile mit recht hochwertigem Zeugs unterwegs sind und (mich als Praktikantenaushilfsanwärter natürlich aussenvor) sich die "crew" also die Band und unser Lichtler für Hobbymusiker mittlerweile eine gewisse professionelle Arbeitsweise entwickelt haben, bekommen wir immer häufiger sehr positive Resonanz auch aus dem Publikum. So Sprüche wie, "Boa das hat sich echt gut angehört, nicht zu laut und nicht zu leise" oder "cooles Licht, dass passte ja sogar zur Musik, ausserdem konnt ich die Musiker nocherkennen" hört man dann natürlich gerne. Ich denke schon, dass Leute das beurteilen können und das auch mitbekommen.
Das man mit billigem Equipment sicherlich arbeiten kann, !wenn man weiss was man tut! ist sicherlich richtig. Leider/zum Glück wissen die Leute, die wissen was sie tun meistens auch um ihr Equipment.
Natürlich besteht grade bei VAS unter einer gewissen Größenordnung meistens das Problem, dass der Sohn vom Nachbarn der Familie des Bruders vom Dackel der Tante das auch für Lau macht. Allerdings habe ich häufig miterlebt, wie Veranstaltungen grade im Dorffestbereich durch "fuffzig euro spaahn" das vielfache weniger eingespielt haben, weil diese mangels Stimmung und stellenweise durch vorzeitige technische Totalausfälle der Dab/Collins/Behringer (wenn denn überhaupt) Mischung mit einem Hauch StageLine einfach recht "Früh" vorbei wahren. Zumal sich die Verleiher/Bands in unserer Umgebung einig sind, sich dann nicht mehr fünf minuten vor Beginn zu einem Notdiensteinsatz breitschlagen zu lassen. Ist pädagogisch sicher fragwürdig, aber der Lerneffekt schlägt sich mittlerweile in unserer Region echt nieder.
Ich denke nach wie vor gilt: Qualität hat Ihren Preis! Verschenken kann keiner was. Und wer meint mit seiner Geiz ist Geil Mentalität / oder auch der des Orgas ne schnelle Mark machen zu können, den werd ich da auch nicht aufhalten, dass erledigt sich meistens schneller als man meinen würde.
Zum Ursprungsproblem. Versuchs doch mal mit nem Kompromiss: Sag du baust auf und ab und rödelst den Tag durch die Gegend gegen einen Stundensatz von X, dass ist schließlich Arbeit. Mischen tust du dann einfach für kostenlos, und (ich kann deinen Erfahrungsschatz da natürlich nicht beurteilen, habe aber eine Ahnung) sagst dem Veranstalter/in, dass du nicht versprechen kannst, das alles 100 %ig glatt geht, aber du dein bestes tust, dass es so wir. Denn ehrliche Aussagen sind besser, da enttäuschte Erwartungen seitens des Auftraggebers wesentlich mehr ziehen, als zu wissen das es nicht super werden muss, sich aber tierisch darüber gefreut wird, dass alles geil war.
So, Romanposting fertig... :)

MfG, Scully
 
@Tobse: nein, war nicht aggresiv oder böse gemeint. nur ein Beispiel. Tshculdigung, dass du dafür herhalten musstest, aber dich kennen sie hier, und von dir kann man auch eine durchdachte und ehrliche Antwort auf so eine frage erwarten. Das zeigt übrigens auch deine Professionalität.
 

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