Wie würdet ihr den Clapton/Cream-Sound beschreiben?!

von lazy_pet, 18.03.06.

  1. lazy_pet

    lazy_pet Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.03.06   #1
    Ich muss gestehen, ich tue mir schwer damit, den Sound eines Gitarristen auf die bekannten Adjektive festzumachen! Da hätten wir cremig, warm, etc... aber ich weiß einfach nicht, was wozu passen soll.
    Nun also die Frage an euch: Wie würdet ihr den Sound betiteln, den Clapton bei Cream mit seiner SG (oder ähnlichem) erzeugte?
    Nach was für PickUps müsste ich gucken und, wie werd ich so selbstständig, dass ich bald selbst Adjektive verteilen darf? ;D
     
  2. deeper_purple

    deeper_purple Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.03.06   #2
    hab mich auch schon damit beschäftigt^^
    claptons sound bei cream is doch recht crisp... er hat denke ich viel mit fuzz gearbeitet... er spielte sg's und les pauls, das stimmt... an seinen sound kommst du aber nich ran, das schaffst du einfach nich, da wird auch kein pick up wechsel was bringen... allerdings gibt es das crossroads pedal von digitech (glaub ich) da sind einige clapton sounds drin...
    wie man den cream sound am ehesten beschreibt? ich würd kein großes theater machen und einfach "cream sound" dazu sagen :great:

    bis dann,

    deeper_purple
     
  3. Guns N' Roses

    Guns N' Roses Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.03.06   #3
    Und um zu beschreiben wieso man nicht rankommen kann: Clapton's Spielweise ist einzigartig! Nur jemand der exakt so spielen kann wie er könnte den Sound immitieren (mal abgesehen von Amps und Effekten), und das kann keiner, weil es nunmal einzigartig ist. Das ist so wie bei Fingerabdrücken... ;) :great:
     
  4. deeper_purple

    deeper_purple Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.03.06   #4
    :great: da redet einer mit ahnung...
     
  5. lazy_pet

    lazy_pet Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.03.06   #5
    Dass man DEN SOUND nicht erzielen kann, ist mir schon klar. Es war auch weniger das Bestreben den selben Sound zu erlangen, als einfach endlich Ruhe zu finden, wie man das ganze nun am besten beschreibt. ;D

    Ganz ehrlich: Der Gitarrist, der sich anmaßt zu sagen, er können Claptons-Sound aus auch nur irgendeiner seiner verschiedenen Stationen imitieren...nunja...dem ist nicht mehr wirklich zu helfen! ;D
     
  6. sweet nuthin'

    sweet nuthin' Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.06.06   #6
  7. pLeEx

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    Erstellt: 06.06.06   #7
    Soweit ich weiß hat Clapton bei Cream aber hauptsächlich seine Gibson ES-335 gespielt.
     
  8. deeper_purple

    deeper_purple Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.06.06   #8
    da weißt du mehr als ich...

    edit: mal gewikipediat...

     
  9. LostLover

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    Erstellt: 06.06.06   #9
    Naja, was heisst "hauptsächlich"? Hat wohl keiner gezählt.

    Die "Bluesbreaker"-Paula wurde ihm anfangs der Cream-Zeit geklaut, die bemalte SG hat er, glaube ich 1967 bekommen und die 335 1965 - die ist erst in der "Crossroadsauktion" vor 2 Jahren verkloppt worden: nach Erics Worten die Gitarre, die er über die Jahre bis zuletzt am häufigsten benutzt hat. Für mich ist die 335 "die" Cream-Gitarre. Liegt wohl an den vielen live-Fotos, die es davon gibt.

    'Ne Explorer soll er auch besessen haben.

    Egal, bei Cream war er jedenfalls eindeutig Gibson-Player. Und bei seiner Amp-Einstellung damals (alles auf 10 - verbürgt!) ist die Gitarre fast wurscht.

    Wie ich den Sound beschreiben würde? Singend angezerrt, dreckig und gelegentlich matschig. Der "allesauf10zuvielvonallemundvorallemzulaut-Sound"
    :great:
     
  10. StÖfn

    StÖfn Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.06.06   #10
    Mh, Cream? Mh... einfach toll - unbeschreiblich ;)

    Zur Gitarrenfrage; für mich war rein vom Gefühl her diese SG eigentlich die "Creamgitarre". Dagegen spricht allerdings das er beim Abschiedskonzert eigentlich hauptsächlich seine ES 335 spielte.
    Wobei der Sound der Firebird mir an Clapton immer noch am besten gefallen hat.
     
  11. Sele

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    Erstellt: 07.06.06   #11
    Clapton hat in der Anfangsphase von Cream noch LPs gespielt, danach kam die SG (bekanntestes Lied: White Room), danach Firebird und die ES-335. Die Aussage von Clapton würde ich mal als Werbegag für seine Crossroads aktion ansehen. Denn in der Anfangsphase hat er sie kaum benutzt und auch später nicht. Sie tauchte zwar immer mal wieder auf, aber an Blacky reicht sie bei weitem nicht ran. Was die ES-335 so besonders machte war die Tatsache das es Claptons erste Gitarre war, die er sich neu aus'm Laden gekauft hat.

    Gruß
     
  12. AgentOrange

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    Erstellt: 07.06.06   #12

    Schonmal nen schön alten einkanaler mit allem auf 11 gespielt? Wohl nicht, da macht die Gitarre nämlich ziemlich viel aus :)


    Drr sound is halt . . .creamsound :D
     
  13. deeper_purple

    deeper_purple Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.06.06   #13
    wow... dass er's über's herz bringt grade die zu verkaufen...
     
  14. LostLover

    LostLover Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 07.06.06   #14
    Natürlich. Ich besitze einen Amp, der eine ziemlich gute Kopie des JTM45 ist. (und eine Les Paul - ziemlich genau Clapton's Bluesbreaker Setup.....)
    Bei Volume halb auf ist das einer der geilsten Amps, die man sich vorstellen kann: zerrt satt, hat eine explosive Dynamik, singt wie ein Zeisig.....und ist unerträglich laut. Voll auf hab ich einmal probiert. Danke - nie wieder. Das ist unerträglich. Verursacht mir Schmerzen. Fühlt sich scheisse an. Klingt Scheisse - unabhängig von der Gitarre.

    Das Teil hat 45 Watt und ich habe es nie geschafft, im normalen Bandzusammenhang den Master weiter als 1/3 aufzudrehen, ohne dass ich massive Beschwerden von Bandkollegen, Mischer oder schlimmstenfalls auch dem Publikum bekam. Und da ist der Amp noch absolut clean.

    Das gilt auch für alle anderen Einkanaler, mit denen ich ähnliches immer mal wieder probiert habe: Marshall Plexi, Vox AC15, auch andere Vintage-orientierte Amps: Fender Super Champ, Laney LC15, Fender Concert, BF Deluxe Reissue. Wenn man den Master voll aufreisst, klingt's einfach nur schlecht. Schmerzhaft und (über 30 Watt) gesundheitsgefährdend laut, teilweise unkontrollierbares Feedback, verwaschene Akkorde, matschige Bässe, keinerlei Dynamik mehr, destruktiv für das Zusammenspiel mit einer Band, tödlich für den Gesamtsound. Also genau wie Cream 1967:D

    Ergebnis: Ich habe ehrlich gesagt NULL Verständnis für diese schwachsinnige 60er-Jahre-Endstufenverzerrungs-Romantik, an der Clapton eine riesige Mitschuld trägt. "Alles auf 11" ist was für Hirntote. Macht mir keinen Spass.
     
  15. AgentOrange

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    Erstellt: 07.06.06   #15
    Hmm. Ich find nen richtig aufgedrehten Plexi richtig geil. Klar, die 100W (eigentlich auch schon die 30W vom jtm45) sind extrem viel zu laut und heutzutage in Zeiten von amp-abnahme kann das auch kein mensch mehr benutzen.

    Aber mir gefällt es, man muss halt mim Volumepoti für rhythmus zurückgehen, sonst matschelts halt vor sich hin.
     
  16. LostLover

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    Erstellt: 08.06.06   #16
    Da sind wir uns absolut einig. Mit der Betonung auf RICHTIG aufgedreht - die Hälfte reicht meist schon.
    :cool:

    Wenn ich die alten Fotos sehe, auf denen Clapton zwei Fullstacks hinter sich stehen hat (mit denen ja der Saal beschallt werden musste, mangels PA) dann läuft's mir jedenfalls kalt den Rücken runter. Kein Wunder, dass die damals alle auf Droge waren......anders war das wohl nicht auszuhalten ;)

    Man darf nicht vergessen, dass dieses "2x100Watt, 8 Speaker und alles auf 10" letztlich aus der Not geboren wurde, riesige Hallen und Open-Airs von der Bühne beschallen zu müssen, weil es keine PA's gab, sondern nur Gesangsanlagen. Ob die damals damit glücklich waren und das als nonplusultra ihres Sounds angesehen haben, wage ich zu bezweifeln.

    (Die erste Veranstaltung, bei der eine Voll-Abnahme dokumentiert ist, war das Hyde-Park - Konzert der Stones 1969. 250.000 Zuschauer standen 2.000 Watt gegenüber. :screwy: Nein, ich habe keine Null vergessen. Lächerliche 2kw. Jede Top40-Zeltfest-Band hat heute ein vielfaches davon am Start.)
     
  17. AgentOrange

    AgentOrange Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 08.06.06   #17


    Was übrigens sehr geil klingt istein Marshall ohne MV, so aufgedreht dass er zerrt (also so ein halb ca :D ) und dann diese MXR-overdrives davor die auch Randy Rhoads oder Judas Priest gespielt ham, klingt sehr geil, leider gottes unglaublich laut.
     
  18. hans-jürgen

    hans-jürgen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.06.06   #18
    Da müßtest Du schon genauer sagen, welche Aufnahmen Du genau meinst, denn zwischen Studio und Live gibt es große Unterschiede, und bei den verschiedenen Live-Aufnahmen noch mal... ;)

    Pickups sind immer Geschmackssache und müssen zum Gesamt-Sound aus unverstärkter Gitarre, Amp und Speaker passen, um in die Nähe zu kommen. Eric Claptons Hauptgitarren bei Cream (die SG und die ES) waren übrigens sehr wahrscheinlich nicht mit "originalen" PAFs ausgerüstet, da sie zu neu waren. ;)
     
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