Woher kriegt man seinen Musikgeschmack?

von Klobuerste91, 19.04.08.

  1. Klobuerste91

    Klobuerste91 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    24.06.07
    Zuletzt hier:
    6.12.16
    Beiträge:
    1.014
    Ort:
    Duisburg
    Zustimmungen:
    36
    Kekse:
    1.544
    Erstellt: 19.04.08   #1
    Ich habe da eine Frage die mich schon länger beschäftigt.
    Woher kriegt man seinen Musikgeschmack? Wo von hängt das ab ob man Jazz, Rock, Hip Hop oder sonstiges hört? Ich meine jetzt nicht diese Leute die eine bestimmte Musikrichtung hören weil es "cool" ist oder um sich von der älteren Generation zu unterscheiden, sondern weil jemandem die Musik gefällt. Ich wusste jetzt nicht wo das Thema reingehört, wenn es hier nicht reingehört bitte nicht closen sonder verschieben, das wäre nett.:)


    Gruß Klobuerste
     
  2. Bannockburn

    Bannockburn Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.06.06
    Zuletzt hier:
    3.07.15
    Beiträge:
    899
    Ort:
    Kurpfalz
    Zustimmungen:
    77
    Kekse:
    9.388
    Erstellt: 19.04.08   #2
    Ist wirklich eine interessante Frage, über die ich mir auch schon öfter mal Gedanken gemacht habe.
    Ich glaube aber nicht, dass man das so pauschal beantworten kann. Da gibt es so viele Faktoren und dazu ist jeder Mensch unterschiedlich...

    Erfahrungsgemäß würde ich aber vermuten, dass das soziale Umfeld hier eine sehr große Rolle spielt.
    Wenn ich mir meinen Bruder mal so anschaue... früher hat der Bon Jovi, Gun'n'Roses etc. gehört, dann hing er nur noch mit HipHoppern und so rum und heute hört er auch nur noch so einen Mist (sry, ich weiß, ist subjektiv ;)).
    Genauso finde ich es immer wieder interessant, dass man wirklich kaum Rocker Afro-Amerikanischer Abstammung findet. Klar, ist irgendwo ein ethnisches Vorurteil (schwarze Blueser oder Hiphopper etc.), aber wie viele Rockbands kennt ihr denn, bei denen ein schwarzer Gitarrist oder dergleichen spielt?
    Alles eine Frage der Gewöhnung. Ich würde sogar so weit gehen, zu behaupten, dass man praktisch jeden dazu bekommen kann, eine bestimmte Musikrichtung zu mögen, wenn man sie ihm nur lange genug vorspielt.
    Ist natürlich ein rein hypothetisches Gedankenspiel, aber ich schätze, es würde funktionieren ;)
     
  3. .s

    .s .hfu Ex-Moderator HFU

    Im Board seit:
    12.03.06
    Beiträge:
    15.429
    Zustimmungen:
    2.202
    Kekse:
    45.185
    Erstellt: 19.04.08   #3
    manche psychologen (bzw wissenschaftler, die meinen das das wichtig ist zu erforschen) sagen das wird in den ersten 3 monaten im mutter-bauch geprägt.
    jenachdem ob deine maam oder dein daddy härtere gangart oder blechdosenpop gehört hat magst du die auch...

    bei mir haut das einigermaßen hin: mein vater hat viel black sabbath und led zeppelin gehört in der zeit, meine ma eher sowas wie clapton oder dylan ;)

    anderer seits gibt es auch musikrichtungen, die muss man sich schön hören, bei mir zb stonerrock...erst konnte ich damit nix anfangen und kyuss war beim ersten mal auch nich so pralle...aber beim 2ten mal besser usw... jetzt komm ich ohne nich mehr klar ;)
     
  4. Dincks

    Dincks Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    27.10.07
    Zuletzt hier:
    8.07.10
    Beiträge:
    21
    Ort:
    Bretten
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 20.04.08   #4
    also ich würde definitiv sagen, dass das Umfeld einen extrem Anteil daran hat.

    In einem Freundeskreis existieren selten viele verschiedene Musikgeschmäcker nebeneinander, bin zwar auch mit einigen Technofans befreundet, aber die Leute mit denen ich definitiv am meisten abhäng sind alle samt Rockhörer^^

    Mein persönlicher Geschmack is auch sehr davon geprägt das ich gerne bissle "außergewöhnlich" bin^^ Ich hör viel Musik von Bands die außer mir keiner meiner freunde kennt oder mag^^ und wenn irgwas auf einmal alle hören fliegts bei mir schnell aus der playlist, auch wenns gar nich so schlecht ist^^


    Grundsätzlich würd ich sagen: Musikgeschmack hängt von vielem ab, aber Umfeld is sehr prägent in dem Bereich
     
  5. Fish

    Fish HuF User & Mod PA/E-Tech Moderator HFU

    Im Board seit:
    01.10.07
    Beiträge:
    6.344
    Ort:
    Zwischen Würzburg und Heilbronn
    Zustimmungen:
    1.420
    Kekse:
    32.110
    Erstellt: 20.04.08   #5
    Hallo,

    allso mich hat vor allem mein Vater geprägt (Alan Parson, Genesis, The Who, Manfred man, Beatles, Rolling Stones, Bap....).

    Dann später noch der Freundeskreis (Iron Maiden, Konstantin Wecker, Maris Müller Westernhagen, Toten Hosen, Ärzte, ACDC, Metallica, Marillion ....).

    Mein Freundinen:
    (Pur, Prinzen, Münchner Freiheit, The clash... )

    usw. usw.

    Ich denke das sind so die prägenden Faktoren.

    Gruß

    Fish
     
  6. peter55

    peter55 A-Gitarren, Off- & On-Topic Moderator HFU

    Im Board seit:
    29.01.07
    Beiträge:
    49.194
    Ort:
    Urbs intestinum
    Zustimmungen:
    11.975
    Kekse:
    196.472
    Erstellt: 20.04.08   #6
    Hi Klobuerste & all,

    wie ich finde, wirklich eine interessante Fragestellung :great:

    Ich stimme meinen Vorpostern zu, dass ein Teil der musikalischen Prägung sicherlich durch die Musik der Eltern bzw. durch die Musik, die man während der Kindheit hört, geschieht.

    Mein Vater ist ein großer Liebhaber der Barockmusik, von ihm habe ich die Liebe zu dieser Musik von Bach, Telemann, Vivaldi, Händel & Co. sicherlich "geerbt". Auch meine Liebe zum Jazz, die bei mir erst so richtig mit ca. 40 Jahren wieder ausgebrochen ist, habe ich sicherlich den Wurzeln zu verdanken, die mein Vater mit u.a. Louis Armstrong oder dem Golden Gate Quartet gepflanzt hat.

    Die Liebe zur Rockmusik aber ist aus mir entstanden, bzw. war das die Musik, die ich für mich entdeckte, als ich selbst ein eigenes Radio und i-wann auch einen eigenen Plattenspieler hatte. Das war alles für mich neu und wahnsinnig interessant. Ab diesem Alter (ich denke so mit 12 Jahren) habe ich dann eben die "neue" Rockmusik gehört, kennen und lieben gelernt. Was für ein neues Feld hat sich da für mich aufgetan ... Pink Floyd, Deep Purple, Uriah Heep, Led Zeppelin und vor allem natürlich Jimi Hendrix liessen die Musik meines Vaters dann sehr in den Hintergrund treten. Ich habe sie aber in all dieser Zeit nie ganz verdrängt!

    Beim Hören der Rocksongs wollte ich dann schliesslich auch die Vorbilder meiner Helden kennenlernen und bin auf diese Weise über die Rock- & Pop-Bands der 50er und 60er bis hin zu den Vätern des Blues gekommen. Also habe ich mir sozusagen auf dem Wege der "Geschichtsforschung" einen breit gefächerten Überblick über die Entstehung der "modernen" Musik geschaffen und mir das ausgesucht, was mir gefiel.

    Greetz :)

    €dit: ein würdiger 3333. Post :great: :D
     
  7. ~El Guitarrero~

    ~El Guitarrero~ Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    22.10.06
    Zuletzt hier:
    16.05.13
    Beiträge:
    602
    Ort:
    Rheda-Wiedenbrück
    Zustimmungen:
    1
    Kekse:
    1.110
    Erstellt: 20.04.08   #7
    hmmm wirklich sehr interessant deine Frage:rolleyes:

    Ich bin der Meinung, dass es viele Faktoren dafür gibt. Zum Einen können Eltern ihre Kinder sicherlich ein wenig in die ein oder andere Musikrichtung lenken, heißt, das soziale Umfeld (kleine Kinder: Soziales Umfeld=Eltern) spielt eine Rolle. Zum Anderen spielt meiner Meinung aber auch die Selbstfindung eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Nehmen wir mal einfach mich zum Beispiel: Ich habe mit 12 Jahren mitunter Bravo Hits gehört, neben all möglichen Sachen meines Vaters:rolleyes:. Auf diesem Sampler befand sich ein Stück der Toten Hosen, daneben hatte sich mein Vater auch das damals erschienende Best Of II geholt. Dadurch kam ich auf den Geschmack und kaufte mir auch 1-2 CDs von denen. Dann hörte ich später, durch DTH auf sie aufmerksam geworden Die Ärzte; WIZO; Beatsteaks. Somit hatte ich selbst mir Musik gesucht, die mir gefiel. Natürlich etwas Recherche im Internet gehörte dazu. So ging das dann sogar bis Guns N Roses und nun AC/DC und mittlerweile höre ich auch viele Sachen, die mein Vater noch so hat und sich kauft (Pink Floyd; die neue CD von Goldfrapp; Mo Horizons; und alle möglichen auch noch von Blues, Rock; Led Zep usw.;))

    So, soweit erstmal:)

    Mfg Max!:)

    EDIT: Aber hallo Peter!
     
  8. kaffeetrinker

    kaffeetrinker Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    04.05.07
    Zuletzt hier:
    1.12.16
    Beiträge:
    632
    Zustimmungen:
    2
    Kekse:
    449
    Erstellt: 21.04.08   #8
    Hmmmm...meine Eltern mögen Punk nich, meine Ex hats gehasst, der Großteil meiner Freunde findets kacke...meine Band findets gut und ich fühl irgendwie großartig, wenn ichs höre oder spiele, ka woher das kommt, aber was ich an Musik hör, entspricht iwie dem, wie ich mich fühle.
    Aber so die grobe Richtung könnt ich mir auch gut vorstellen, dass die vom Elternhaus mit bestimmt wird, war bei mir wohl auch der Fall ;)
     
  9. Ganty

    Ganty Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    11.03.05
    Zuletzt hier:
    6.10.16
    Beiträge:
    1.619
    Ort:
    Fürstentum Lippe
    Zustimmungen:
    24
    Kekse:
    11.912
    Erstellt: 21.04.08   #9
    Die Frage könnte man auch von dieser Seite betrachten:

    Warum tragen so viele Leute Scheuklappen und kennen nichts bzw. wollen nichts kennen ausser "Ihrer" Musikrichtung?

    Es gibt so viel zu entdecken wenn man mal über den Tellerrand schaut. Wie sollte sich auch sonst ein Musikgeschmack entwickeln?

    Ich habe mit 9 Jahren 1977 meinen ersten Radiorekorder bekommen und von da an jeden Abend Radio gehört und mir viel aufgenommen. Das Radioprogramm war damals viel bunter gemischt als heute und man hatte nicht für jede Musikrichtung einen eigenen Spartensender. In der Schule haben wir dann die Kasetten getauscht und sind so auch in den Genuss des Musikgeschmacks der Mitschüler gekommen. Ich habe die Platten meines Vaters gehört, so wie es heute meine Töchter mit meinen alten Platten tun.

    Die jungen Leute heute haben es meiner Meinung nach sehr schwer die große Welt der Musik kennenzulernen da die Musikindustrie über MTV und VIVA, und das sind nun mal die bevorzugten Quellen, einfach eine viel zu beschränkte Auswahl bietet.
     
  10. kaffeetrinker

    kaffeetrinker Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    04.05.07
    Zuletzt hier:
    1.12.16
    Beiträge:
    632
    Zustimmungen:
    2
    Kekse:
    449
    Erstellt: 22.04.08   #10
    Nuja, ich bin (als einer der wenigen meiner Generation^^) noch ohne MTV und VIVA aufgewachsen...meine erstes selbst gekauftes und erspartes Album war folglich auch KEIN Schlümpfe-Album sondern das Soloprojekt von Slash...war damals mit meim Papa zusammen im Plattenladen und so hachja^^...aber wieder mal Elterneinfluss ;)
     
  11. Klobuerste91

    Klobuerste91 Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    24.06.07
    Zuletzt hier:
    6.12.16
    Beiträge:
    1.014
    Ort:
    Duisburg
    Zustimmungen:
    36
    Kekse:
    1.544
    Erstellt: 23.04.08   #11
    Also, meine Eltern mögen meine Musik nicht, daher habe ich wohl nicht den Musikgeschmack meiner Eltern. Ich kam das erste mal mit Metal in "Berührung" durch den Ex meiner Cousine, der hörte Metal, dann hat der mir mal ne Slayer Cd ausgeliehen und da hat sich das alles hochgestapelt. Mittlerweile höre ich aber fast alles. Metal, Rock (diesen coolen 70er Rock:cool:), alten Punk und wenn mir was in den Charts gefällte höre ich auch das.
     
  12. Chaos-Black

    Chaos-Black Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    23.01.06
    Zuletzt hier:
    30.12.13
    Beiträge:
    1.484
    Ort:
    Niedersachsen/Göttingen
    Zustimmungen:
    9
    Kekse:
    3.073
    Erstellt: 23.04.08   #12
    Hm...ich denke, man bekommt von den Eltern eine "Grundrichtung" irgendwie mitgeschickt.

    Beschreibung bei mir:

    Ich bin momentan 19, fast 20. Mein Vater hört(e) gern und viel Musik der üblichen Verdächtigen dieser Altersklasse (Genesis, Deep Purple, Pink FLoys, Zappa, ......). Grundsätzlich stimmt diese Vorgabe von Rock/Prog Rock ziemlich gut. Allerdings muss man wirklich erst in manche Musik "reinwachsen". Ich erriner mich noch, dass mein Vater mal irgendeine LP gehört hat, die sehr lange Instrumental Passagen hatte. Ich fand das damals (ich muss 5 oder so gewesen sein) total langweilig. Ohne Gesang war es kacke ^^. Heutzutage höre ich gerne auch Bands, die kein oder wenig Gesang einsetzen (65DaysofStatic, Mogwai, Sigur Rós, Explosions in the Sky, etc).

    Mein "individueller" Musikgeschmack hat sich glaub ich erst so ab meinem 13 Lebensjahr angefangen auszuprägen (vorher wurde das gehört, was Bravo Hits o.ä. empfiehlten). Meine Schwester gab mir Nevermind von Nirvana. Und damit begann ich dann Musik neben dem aktuellen Mainstream kennen zu lernen. Zurückblickend kann man auch sagen, dass ich Stolz darauf war, einen eigenen Musikgeschmack zu haben, Bands wie Nirvana zu hören (was echt die Ausnahme in meiner Klasse war). Mein Freundeskreis setze sich fortan immer stärker aus gleichgesinnten zusammen.

    Dem folgte eine Punk Ära in meinem CD Schrank. Ärzte, Wizo, Terrorgruppe Sex Pistols.....Das volle Programm ;)
    Einer von meinen Freunden brachte dann eine CD von Creed (glaube Weathered) mit, und sie gefielen mir auch auf Anhieb. Ab da hörte ich weniger Nirvana (und ähnliche Bands), sondern setze mich mehr mit Creedmäßigen Bands (Staind, alter bridge....)auseinander. Auf der Schiene blieb ich bis ich ca. 17 Jahre alt war.

    Dann hab ich immer mehr interessante Dinge aus anderen Musikrichtungen gehört (Maximo Park und Kaiser Chiefs waren mir vorher durchaus bekannt, allerdings waren sie in meinem Empfinden grauenvoll), und mit Arctic Monkeys, The Strokes und The Kooks betrat ich fröhlich das Universum des Indie Rock. Man hörte nocheinmal die alten Geschichten von Maximo Park und so und es gefiel auf einmal ;).

    Ungefähr vor einem Jahr hatte ein Freund von mir, wenn wir zum Strand gefahren sind, Deickind mit. Ich fand diese "neue" Form von Elektro (jedoch nicht zu überladen) verbunden mit Hip Hop sehr gut. Vorallem die Texte fand ich witzig (Papillion)
    Gleichzeitig machte mich unser Drummer immer mehr mit Progresiver Musik vertraut. Ging los mit Dredg (das sich auch stellenweise gut mit meinem Creedmäßigen Geschmack verbinden konnte), über Tool (Anmerkung: Ein Jahr zuvor bezeichnete ich die Band als "Absolut krank!") zu Radiohead, Porcupine Tree,.... Das ist die Stilrichtung, die ich aktuell bevorzuge, da sie sich so stark von der "normalen" Musik, die ich vorher hauptsächlich gehört habe unterschied. Merkwürdige Rhythmen, Effektorgien, Konzeptalben!..... ;) Das fesselt mich an dieser Musik :)

    Ich glaube, man lernt Musikrichtungen lieben. Die Bildung des Musikgeschmacks ist also eine Entwicklung, die wahrscheinlich das ganze Leben dauert, und stark von deiner "Anlage" (also dem was die Eltern einem mitgeben) und dem, was du und dein Freundeskreis hören abhängt. "Schlüsselmomente" können einem auch die Augen für eine Musikrichtung öffnen (Mogwai auf CD war okay, sie dann Live auf dem Hurricane 07 zu erleben ein ABSOLUTER HAMMER!)


    Sorry, dass ich soviel geschrieben habe^^ man gerät so schnell in einen SChreibfluss wenn man gerade eigentlich seine Facharbeit bearbeiten sollte :D

    Liebe Grüße

    ALex
     
  13. kaffeetrinker

    kaffeetrinker Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    04.05.07
    Zuletzt hier:
    1.12.16
    Beiträge:
    632
    Zustimmungen:
    2
    Kekse:
    449
    Erstellt: 23.04.08   #13
    Der Einfluss deiner Eltern und Freunde ist würd ich sagen auf jeden Fall immer vorhanden. Wie sich dieser nun auswirkt, ist dann wohl Charaktersache: Ist man eher Konformist (ausnahmsweise mal völlig wertungsfrei) lässt man sich da dann wohl eher positiv beeinflussen ("oh, das is echt cool, kannst mir mal geben?") oder im gegenteiligen Fall, dass man dann halt genau was anderes hört, weil man sich absetzen will oder einfach weil man sich komisch vorkommt, wenn man die Sachen hört oder was auch immer.
     
  14. andi85

    andi85 Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    20.07.05
    Zuletzt hier:
    19.08.16
    Beiträge:
    6.125
    Zustimmungen:
    93
    Kekse:
    7.499
    Erstellt: 30.04.08   #14
    Da ist was dran. Traut man sich aber dann selbst heraus in die Welt, stehen einem dank Amazon, JPC, iTunes, und von mir aus eBay, natürlich auch wieder gewaltige Möglichkeiten offen. Internationaler Handel mit den Sachen erweitert die Möglichkeiten dann nochmals.
     
  15. Ganty

    Ganty Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    11.03.05
    Zuletzt hier:
    6.10.16
    Beiträge:
    1.619
    Ort:
    Fürstentum Lippe
    Zustimmungen:
    24
    Kekse:
    11.912
    Erstellt: 30.04.08   #15
    Da gebe ich dir vollkommen recht, die Möglichkeiten sind heutzutage nahezu unbegrenzt, man muß sich aber die Mühe machen sie zu entdecken. Und wenn man nicht weiß wonach man suchen muss/kann/sollte...

    Mir geht es momentan übrigens ähnlich: Ich entdecke über Youtube und nicht zuletzt auch über das Musiker-Board immer wieder neue (und alte) interessante Sachen die mir bisher so nicht bekannt waren.
     
  16. Dawni

    Dawni Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.08.05
    Zuletzt hier:
    1.08.08
    Beiträge:
    547
    Ort:
    Bessungen
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    132
    Erstellt: 01.05.08   #16
    "bzw wissenschaftler, die meinen das das wichtig ist zu erforschen"

    Ich gehöre ja irgendwie dazu, als soziologie Studentin. Ich denke es hängt von verschiedenen Faktoren ab, dazu gehört:

    1. Die Lebensphilosophie: Menschen mit pessimistischer Weltansicht werden wohl kaum fröhliche Musik hören und umgekehrt. Allerdings gibt es da auch grosse überschneidungen. Wer meint das grösste Ziel im Leben wäre sich sinnlos zu besaufen, könnte Metal, Punk und irgendwelche Saufpartymucke hören. Genauso steht zB ein Grossteil des Metal auch für pessimistische, wütendende und aggressive Musik.

    2. Der individuell erwünschte Input. Manche Menschen mögen einfach gestrickte Musik, manche brauchen Musik, wo jedes Insrumtent einen ständig wechelnden Takt spielt. Mir war die gewöhnliche Radio und MTV Musik zum Beispiel fast immer zu einfach gestrikt und bei vielen Liedern geht mir die monotonie auf die Nerven. Ich höre zwar nur ab und zu Prog,, aber zu simple Musik geht mir sehr auf die Nerven, egal obs nun meine Richtung ist oder nicht.

    3. Das Umfeld hat eine entscheidene Rolle. Auch in den ersten beiden genannten Bedingungen ist das Individuum noch recht variabel, was den Musikgeschmack angeht und meistens findet sich im Umfeld etwas was geminsam gefällt. So bilden sich Gemeinsamkeiten und man untersützt sich im Geschmack, kann sich gegenseitig CDs ausleihen (oder MP3s kopieren), gemeinsam auf Konzerte gehen oder hat einfach ein Gesprächsthema....

    Von frühkindlicher Prägung halte ich hingegen wenig in der hinsicht. Die Eltern und so tragen sicherlich zum Umfeld bei, aber es gibt zB viele die Metal hören, die als Kind nie soetwas gehört haben...

    Dawni
     
  17. andi85

    andi85 Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

    Im Board seit:
    20.07.05
    Zuletzt hier:
    19.08.16
    Beiträge:
    6.125
    Zustimmungen:
    93
    Kekse:
    7.499
    Erstellt: 01.05.08   #17
    @Ganty: Genau. Youtube "related videos", Rezensionen auf verschiedensten Seiten, Werbung (jaja...), Pandora, das ich als noch US-Resident nämlich hören kann... da gibts so viel, das kann gar nicht sein :)
     
  18. Fastel

    Fastel Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    11.04.04
    Zuletzt hier:
    6.12.16
    Beiträge:
    5.926
    Ort:
    Tranquility Base
    Zustimmungen:
    565
    Kekse:
    18.025
    Erstellt: 01.05.08   #18
    durch meine eltern kam gar nix. ich habe durch zufall in früher jugend mal manowar gehört und bin so zum metal gekommen. irgendwann hörte ich prodigy und bin so zum elektro gekommen. dann stellte ich durch fanta 4 und eminem fest dass auch rap gut sein kann. irgendwann wollte ich mehr über harmonielehre wissen um mehr mit meiner gitarre machen zu können, so musste ich zwangsläufig in die klassik/braock/blabla hineingucken... und habe inzwischen von kaum einer musikrichtung mehr CDs als aus der klassik/braock/blabla... im letzten beispiel war es eindeutig so dass ich mir erst ein vorwissen aneignen musste und lernen musste wie man "diese" musik hört um spaß dran zu haben.
    meine eltern hören keine musik, durch den musikgeschmack meiner schwestern hab ich mich nie beeinflussen lassen.

    psychologisch ist die frage was unseren geschmack betrifft bestimmt schon erforscht... ich weiß aber auch kein werk
     
  19. Dawni

    Dawni Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.08.05
    Zuletzt hier:
    1.08.08
    Beiträge:
    547
    Ort:
    Bessungen
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    132
    Erstellt: 01.05.08   #19
    Man kann es gar nicht psychologisch allein erforschen, da Geschmack immer durch das Umfeld geprägt ist. Auch die Punkt 1 und 2 von mir im vorherigen Posting ist durch das Umfeld entscheidend geprägt. Ich denke Soziologen wie Pierre Bourdieu haben über Geschmack wesentlich mehr erforscht, als die Psychologie bisher...
     
  20. Ganty

    Ganty Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    11.03.05
    Zuletzt hier:
    6.10.16
    Beiträge:
    1.619
    Ort:
    Fürstentum Lippe
    Zustimmungen:
    24
    Kekse:
    11.912
    Erstellt: 01.05.08   #20
    Ich könnte mir gar nicht vorstellen ohne Musik oder Bücher zu leben.
    Verkümmert da nicht das Gehirn?
     
Die Seite wird geladen...