Wohin mit dem Handgelenk?

von ...timur°°°, 02.03.07.

  1. ...timur°°°

    ...timur°°° Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.07   #1
    Hallo Leute,
    ich habe mal wieder eine Frage bezüglich der Technik, diesmal was die Anschlagstechnik angeht (jaja, wir Autodidakten haben es schwer :( )

    Ich habe mir mit der Zeit zwei verschiedene Anschlagstechniken angewöhnt, nämlich:

    Bild 1:
    Der Unterarm liegt auf der Zarge auf, aber das Handgelenk schwebt frei über den Saiten. Damit kann ich sehr schön z.B. Akkorde spielen, sowie Sachen die über mehrere Saiten hinweg gehen, vor allem mit String Skipping etc, aber nichts, was schnelles Alternate Picking erfordert, da die "schwebende" Hand eben ihre Zeit braucht, um die irgendwo unten befindlichen Saiten zu finden und zu treffen und viel Speed einfach nicht zu machen ist.

    Bild 2:
    Der Unterarm liegt auf der Zarge auf und das Handgelenk liegt auf der Brücke auf. Alle Bewegungen gehen also aus dem Handgelenk. Damit kann ich viel (viel!) schneller und sauberer schnelle Sachen auf einer bis max. zwei Saiten spielen, also Soli etc., kann auch viel besser abdämpfen, aber String-Skipping-lastige oder akkordische Sachen kann man völlig vergessen, weil ja eben das Handgelenk seine Position nicht so schnell verändern kann.

    Momentan mache ich es so, daß ich je nach Spielsituation zwischen beiden Techniken hin- und herwechsle. So kann ich die meisten Sachen eben nur mit Technik 1 oder nur mit Technik 2 spielen. Das empfinde ich beim Spielen als sehr einschränkend.

    Meine Frage an euch: Geht es euch auch so? Ist so ein "Wechseln" der Anschlagstechnik der richtige Ansatz, oder ist eine der beiden Techniken die "lehrbuchmäßigere" und diejenige, welche ich mir langfristig angewöhnen sollte, wenn ich zum Shred-Master werden will? :D

    (und bitte sagt nicht: "spiel wie es sich am besten anfühlt", soweit bin ich nämlich auch schon ;) )


    edit: es gibt ja auch noch diesen Kompromiß, daß man zwar Technik 1 ("schwebend") benutzt, aber zur Stabilisierung den kleinen Finger auf die Gitarrendecke auflegt. Das hatte ich mal probiert und wieder sein gelassen, weil es sich komisch angefühlt hat... aber kommt man damit vielleicht auch weiter?
     

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  2. Dragonlord

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    Erstellt: 02.03.07   #2
    Hi, hab jahre lang so wie auf Bild 2 gespielt, bis ich vor ein paar Wochen rausgefunden habe das es mit frei schwebender Hand alles viel besser und leichter geht (wenn man sich umgewöhnt hat). Jetzt spiele ich hald alles wie auf Bild 1 ;)
     
  3. ...timur°°°

    ...timur°°° Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.07   #3
    Ja, komisch... so wie auf Bild 1 werd ich halt nicht schneller und bin unsauberer als auf Bild 2... was würde denn ein Gitarrenlehrer dazu sagen? :)

    Ach ja, Hinweis: ich bin kein Anfänger, ich kann schon seit ein paar Jahren Gitarre spielen, es geht nur mal wieder um das besser, schneller, weiter.... :D
     
  4. Calm like a Bomb

    Calm like a Bomb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.07   #4
    nabend,

    ich spiele eigentlich immer diesen "kompriss", wie du es nennst.
    also hand frei schwebend und den kleinen, sowie ringfinger auf der decke aufgesetzt.
    die finger hab ich eigentlich immer so liegen, auch wenn ich meine hand auf dem tremolo ableg. komme aber eigentlich auch gut klar wenn ich nicht den kleinen finger aufsetze, finde es so nur wesentlich bequemer.
     
  5. kammschott

    kammschott Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.07   #5
    ich nutze die kleine finger (und je nach spielweise zusätzlich auch den ringfinger) auflege variante. glaube das ich wirklich individuell........

    guck dir mal marty friedman an, das sieht schon sehr strange aus aber er rockt :D

    YouTube - Marty Friedman
     
  6. Dragonlord

    Dragonlord Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.07   #6
  7. ...timur°°°

    ...timur°°° Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.07   #7
    Das Problem ist: sobald ich den kleinen Finger auflege, knickt er ein, verkrampft sich und wird bewegungsunfähig. Damit hatte ich schon als Kind beim Klavierspielen massive Probleme: meine beiden kleinen Finger kommen nicht klar ;) das ist wahrscheinlich der Grund, warum sich dieses "Auflegen" für mich so unangenehm anfühlt. Der an der linken Hand ist da nämlich genauso :( ständig knickt er weg und will nicht wieder aufs Griffbrett...

    Offensichtlich ist es aber gar nicht mal ein Nachteil, wenn man die Auflegetechnik nicht benutzt... Hans3 meint ja, es ist von Vorteil, sich das nicht anzugewöhnen. Dann wäre Bild 1 also der richtige Weg.

    @kammschott:

    Yo, das Video kenn ich... sieht in der Tat sehr seltsam aus... ich könnte so nicht spielen :) vor allem hält er das Plek so komisch weit innen in einer fast geschlossenen Faust... naja, suum cuique.
     
  8. Maxi

    Maxi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.03.07   #8
    mhh ich varriere auch und komm damit gut zurecht, ich spiele auch nur zu 50% aus dem handgelenk über tempo 150 spiele ich aussem arm (bleibe aber trotzdem sehr sauber) ich hab verschiedene arten und wechsle es entzwichen automatischt... also ich würde einfach sagen spiele halt situationsbedingt so wies besser passt.... also ich machs auch so... das einzige womit ich problemme hab sind abgedämpfte triolen auf e udn a saite (weißt scho dieser typische metalrythmus kram) mag aber eher daran liegen das ich sowas nie spiele und deswegen das nicht fertigbringe, dazu kommt das meine E und A saite sehr schlapprig sind (weißt hoffentlich was ich meine) Aber ansonsten geht alles, sweeping picking auf hohem tempo auch mit vielen saitenwechseln!! string skipping spiele ich nicht so oft geht aber auch sehr gut! Also ich kombiniere.... das ist meine lösung....
     
  9. Flame-Blade

    Flame-Blade Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.03.07   #9
    So halte ich das auch.Jenachdem wie es grade am angenehmsten erscheint
     
  10. -Silence-

    -Silence- Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 03.03.07   #10
    Zum größten Teil spiele ich aus dem Handgelenkt, erstens es geht schneller vorwärts und man kann schneller abdämpfen, wenn die Schlaghand auf der Brücke aufliegt und man diese nur verschieben muss. Bei Akkorden und Powerchords hebe ich meine Hand auch je nach dem mal von der Brücke ab. Ich achte da nicht drauf wie ich meine Hände beim spielen halte, da für bin ich zu sehr auf das Spielen konzentriert. Man merkt eigentlich schon recht gut, ob man seine Hände eher richtig oder falsch hält. Aber jeder Spieler hat eine individuele Spielhaltung. Ich würde sagen eine Kombination (gestützt auf der Brücke und schwebend durch auflegen des Unterarms auf dem Korpus...) aus beiden Spielhaltungen ist eine ideale Lösung.
     
  11. Zwuckel

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    Erstellt: 03.03.07   #11
    Also ich mach das ähnlich wie timur, Akkorde spiele ich generell aus dem Unterarm, der also auf der Zarge liegt, da blebt mir mehr kontrolle, mehr bewegungsfreiraum alle seiten anzuspielen, weil kleine mini hand ^^ und ich kann die Rhytmus sachen mehr variieren. Einzelne Noten pick ich dann mit der hand auf dem Sattel, da ich für die hand dann einen anhaltspunkt habe wo ich bin, das erleichtert mir den wechselschlag, und wenn ich die hand leicht drehe auf dem Sattel, kann ich auch seiten springen gut bewältigen, das geht meiner ansicht nach aber am besten mit hybrid oder fingerstyle am besten

    Grüße Zwuckel
     
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