Wohnzimmer Amp - ich gebs auf...

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Hallo zusammen,

mir ist klar, dass dies der 1000 Thread mit diesem Thema ist, allerdings benötige ich nun doch eine kleine Beratung.
Ich spiele nur für mich, kein Proberaum, keine Band. Allerdings bin ich etwas audiophil angehaucht, was sich auch im Hifi bei mir wiederspiegelt.
Was ich suche: Warmen, fetten, bluesigen, dreckigen Klang, Highgain. Musikrichtung die ich gerne spiele: Blues(rock), Hardrock, Metal in allen Variationen. Bereich Ende der 60er, bis zum heutigen Metal. Eine gute Zerre ist mir sehr wichtig.
Eine der wichtigsten Punkte für mich, ist dies alles auf Zimmerlautstärke realisiert zu bekommen. Natürlich wäre Vollröhre weiterhin der Traum, aber das gebe ich so langsam auf.

Ich habe einige Sachen probiert gehabt, seit anfang meines Hobbies.
Microcube: Für mich nur ein Brüllwürfel.
Line 6 AX2 - Einer der ersten Modeller, Warm und fettig klingt er, die Zerre ist allerdings... nicht mehr auf heutigem Niveau, soll heißen grauenhaft.
Blackstar HT5 - Steril, nicht fein regelbar in der Lautstärke.
Guitar Rig und Amplitube - ausprobiert, machbar, aber kein Amp.
Bugera G5 - quasi wie der HT5, auf 5W einigermaßen einstellbar auf Zimmerlautstärke, 1W und 0,1W muffiger Klang. Nicht berauschend.
Bei Freunden auch mal Engl Powerball und einen JVM 410 angespielt. Speziell der JVM ist für mich ein wenig das Maß der Dinge in Sachen Klang, und Einstellungen aber oversized und teuer. Den JVM 1 habe ich auch kurz ausprobieren dürfen, aber da fehlte irgendwas, vor allem für das Geld.
Auch mit Verzerrern habe ich einiges probiert, wurde aber nicht glücklich.

Natürlich habe ich das halbe Forum durch und kenne die Problematik, speziell Vollröhre, Mastervolume etc.

Was ich suche sind in erster Linie Anspieltips und Meinungen.
Zusammengefasst:
Clean brauchts nicht, darf gerne schmutzig klingen. Metalzerre eher für harte Sachen. 1x12 Cabinet mindestens. Head und Box getrennt. Alles einigermassen auf Zimmerlautstärke realisierbar.
Kein Modeller, 1 Kanal würde reichen, Grundsound, den man sich einstellen kann. Sonst ist man mehr mit rumprobieren als mit spielen beschäftigt. Keine Pedale nötig.
Wenns was zur Sache tut: Gitarren sind eine Gibson Studio mit Burstbuckern und eine LTD EC 1000 mit EMG 81 und 60, die evtl. noch gegen Seymor Duncans getauscht werden.

Mein nächster Versuch wäre in Richtung JCA22H und Palmer Box gegangen mit eventuellen Mods. Preislich würde ich gebraucht suchen bis 600,- Wenn sich mehr lohnt dann auch mehr.

Klingt verzweifelt, ist wohl auch so. Danke schonmal an alle die sich die Mühe machen das Dingens hier durchzulesen.
 
Eigenschaft
 
Ich würde den Engl Ironball ins Rennen schmeißen . Gebraucht ca. 600-700€ .
 
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Evtl kommt ein gebrauchter Mini Rectifier von Mesa in Frage. Kriegt man gebraucht teilweise um die 800 rum.
 
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Wie wär ein Powersoak / attenuator?
 
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Ich würde den Engl Ironball ins Rennen schmeißen . Gebraucht ca. 600-700€ .
Hatte ich schon im Kopf, danke

Evtl kommt ein gebrauchter Mini Rectifier von Mesa in Frage. Kriegt man gebraucht teilweise um die 800 rum.
Prinzipiell gefällt mir der Rectifier Sound ansich nicht, werde mich aber schlau machen, danke

Wie wär ein Powersoak / attenuator?
Meine Einzigste Erfahrung ist der im Bugera - das passt aber zu allem was ich bisher darüber gelesen habe, geht auf Kosten des Klanges.
 
Wie wär ein Powersoak / attenuator?

Das muss man dann aber mögen. Ich habe noch nicht einen einzigen Leistungsreduzierer gehört, der wirklich den Originalklang 1:1 transportierte. Es wird m.Mn immer in den Höhen was abgeschnitten, die Bässe werden "flubby" und der Ton gernell bedeckter bei abnehmender Dynamik.

Ich spiele zuhause - wenns leise sein muss- sehr gerne meinen Kemper, was ab völlig am TE vorbei geht.

Den Tip mit dem Mini-Recto finde ich super! Ist nur die Frage, ob dir der britisch genug ist? Ich lese irgendwie heraus, dass du schon ziemlich Marshall-Affin bist. In diesem Fall würde ich tatsächlich in die Jet City-Abteilung anschauen. Ich hatte mal den 50er und fand den sogar Stock richtig gut! Der lässt sich auch super leise fahren, weil der Master eine schöne Kurve fährt.
 
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Wenns um Zimmerlautstärke geht, würd ich mal den Tubemeister 18 ins Rennen schicken. Der läuft bei mir zu Hause über die Redbox in einen Mixerund dann in ein par Studiomonitore oder in die HiFi-Anlage und Tagsüber häng ich den auch gerne mal an ne richtige Box.
 
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Das muss man dann aber mögen. Ich habe noch nicht einen einzigen Leistungsreduzierer gehört, der wirklich den Originalklang 1:1 transportierte. Es wird m.Mn immer in den Höhen was abgeschnitten, die Bässe werden "flubby" und der Ton gernell bedeckter bei abnehmender Dynamik.
Den Tip mit dem Mini-Recto finde ich super! Ist nur die Frage, ob dir der britisch genug ist? Ich lese irgendwie heraus, dass du schon ziemlich Marshall-Affin bist. In diesem Fall würde ich tatsächlich in die Jet City-Abteilung anschauen. Ich hatte mal den 50er und fand den sogar Stock richtig gut! Der lässt sich auch super leise fahren, weil der Master eine schöne Kurve fährt.

Eben diese Meinung vertrete ich auch bzg. Atenuator.
Und richtig, das hatte ich vergessen, mag eher die britische Richtung. Und ja, war seit jeher Marshall Fan. ;) Aber habe das bewusst nie in die Tat umgesetzt, das was ich in der Hand hatte oder gehört habe war nie genau das was ich wollte. Möchte da eher für alles offen sein.
Bezüglich dem Tubemeister: Die Sache mit der Redbox ist natürlich genial. Allerdings hatte ich auch einmal den 5er angespielt und der Sound von H&K hat mir nicht wirklich gefallen. Da scheint was dran zu sein, man mag ihn oder man mag ihn nicht.
 
Ich würde Dir auch den Rat geben, den Engl Ironball mal anzuspielen
 
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Das muss man dann aber mögen. Ich habe noch nicht einen einzigen Leistungsreduzierer gehört, der wirklich den Originalklang 1:1 transportierte. Es wird m.Mn immer in den Höhen was abgeschnitten, die Bässe werden "flubby" und der Ton gernell bedeckter bei abnehmender Dynamik.
Trotzdem klingt ein voll ausgefahrener Amp mit einem Powersoak mE immer noch weit besser als wenn er flüstern muss. Mein Eigenbau-Powersoak für meinen JCA22 ist sicher nicht "klangtransparent", dennoch kann ich damit den Sound haben, auch auf Flüsterlautstärke, der mir vorschwebt, nämlich den einer schwitzenden Endstufe. Gerade für Crunch-Sachen ist das optimal, und die 'Dynamik' bzw Touch-Sensitivity ist absolut großartig (allerdings habe ich den JCA auch kräftig für genau diese Betriebsart modifiziert).

Untäh, Vergleich des Sounds mit/ohne Soak geht a) nur mit Pegelabgleich (d.h. man muss aufnehmen und dann über Studio-Montiore abhören mit identischem Pegel) und b) wenn die Speaker nicht schon am Limit waren und selber den Sound bereits stark verdichten (oder auch verbiegen).
 
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In dem Fall ist es nötig den JCA22 lautstärketechnisch zu drosseln?
 
Naja, genau das macht ja der Power-Soak, oder wie war die Frage gemeint?
 
Ich meinte, ob das bedeutet, dass sich der JCA22 ohne Powersoak für deinen Geschmack wohl nicht auf Zimmerlautstärke betreiben lies? ;)
Also ob du es als nötig erachtest.
 
Doch, leise kann man den schon stellen mit sehr viel Gefühl am Master, aber es klingt halt bei weitem nicht so fett und v.a. brummt es vergleichsweise stark (auch wenn der Brumm *absolut* betrachtet nicht stark ist, auf Bedroom-Level ist er es aber doch). Mit Powersoak ist absolute Totenstille, auch bzgl Rauschen -- bis du in die Saiten langst. Sehr hohes Signal/Rauschverhältnis also.
 
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Genau wie Schmendrick sagt, nutze den Amp der Dir gefällt. Die EL34 des JVM wirst Du zu Haus nicht fördern, aber der sehr gute Master macht ihn heimtauglich.
Ich selbst spiele einen AOR3012 daheim, der klingt leise allerdings etwas grantig.
 
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Speziell der JVM ist für mich ein wenig das Maß der Dinge in Sachen Klang

Den Sound wirst du mit nem Jet City nicht bekommen. Ich weiß das, weil ich beide Amps sehr gut kenne und schon miteinander verglichen habe. Gleiches gilt für den Engl Ironball.

Wenn du wirklich so audiophil bist und Wert auf einen guten Sound legst, dann würde ich einfach sparen und einen JVM kaufen. Für zu Hause ist der JVM215C perfekt - wenn es doch mal lauter sein soll, kann man auch bequem ne 4x12er anschließen.
Der OD Channel beim JVM215/205H entspricht dem OD2 des JVM410H - lässt sich allerdings sehr einfach zum OD1 umbauen, das sind nur 3 Bauteile, die man an der Frontplatine austauschen muss.
 
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..dann würde ich einfach sparen und einen JVM kaufen..
An das gleiche hatte ich auch gedacht. Der JVM kostet zwar (zumindest neu) aber der macht doch zu Hause alles mit, in JEDER Lautstärke. Würd mal gebraucht schauen, der Markt ist doch voll mit den Dingern.
 
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Blackstar HT5 - Steril, nicht fein regelbar in der Lautstärke.
Guitar Rig und Amplitube - ausprobiert, machbar, aber kein Amp.

Blackstar: Hast du den HT 1 Head schon mal getestet ?

Guitar Rig/Amplitube:
Ich kann dich schon verstehen, ein echter Amp gibt doch ein authentischeres Feeling.
Ich habe allerdings selbst gerade die Erfahrung gemacht, das es enorm wichtig ist, wie man den Computersound hörbar macht.
Bisher, über meine Marantz-Anlage, hat mich das auch nicht überzeugt. Mit Monitorboxen begeistert mich Amplitube Custom Shop gerade regelrecht.
Wie vertonst du denn deinen Rechner ?
 
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